Abi-Gag 1998
Eigentlich lag der „richtige“ letzte Schultag ja schon mehrere Wochen zurück, doch die Jahrgangsstufe hatte sich entschieden, erst zu feiern, wenn der ganze Prüfungsstress vorüber sei. Nachdem am Vortag des Abigags unter Mithilfe der Stufe die Bühne aufgebaut, die Technik installiert und die Halle dem Thema Woodstock '98 entsprechend bis spät in die Nacht geschmückt worden war, konnte es am Mittwoch endlich losgehen.
Früh am Morgen wurden Herr Thelosen und Herr Fischedick mit einem standesgemäßen Flower-Power-Bulli abgeholt und zur Schule chauffiert, wo sie und das ganze Kollegium das traditionelle Frühstück, vorbereitet von der Abiturientia, erwartete.
ährenddessen liefen die letzten Vorbereitungen in der Halle auf Hochtouren. Die Abi-Band probte ein letztes Mal die Lieder, und die letzte Dekoration wurde angebracht.
Am Ende der großen Pause wurden dann die schon ungeduldig wartenden Schüler eingelassen, und die Show konnte beginnen. Von Anfang an machte die Band die Stimmung mit einer gelungenen Mischung aus aktuellen Songs und Liedern aus den 60er und 70er Jahren. Ein großes Lob von dieser Stelle nochmals an die Mitglieder der Band!
Bei einem der obligatorischen Spiele durften Herr Fischedick, Herr Hakenes, Frau Schön und ??? ihre Verbundenheit mit der Hippie-Bewegung beim Mega-Joint-Drehen beweisen (zur Erleichterung der Schulleitung bestand der Joint aus Heu).
Bei einem weiteren Wettbewerb, bei dem es um das möglichst schnelle Aufbauen von Zelten ging, verloren die Lehrer gegen eine Gruppe von Schülern, obwohl die Pauker noch Unterstützung aus dem Sekretariat bekommen hatten. Zwischendurch brachten Herr Thelosen, Herr Lütke Schelhowe und Herr Hakenes ihre Impressionen zum Thema Woodstock '98 zu Papier. Die entstandenen Kunstwerke wurden anschließend meistbietend unter großer Resonanz versteigert.
Ein Höhepunkt des Vormittags war sicherlich der Auftritt von Michelle, die als Verona Feldbusch-Imitation in „Peep“ ihre Gäste, Herrn Hakenes und Herrn Braunsmann, in typischer Verona-Manier ausfragte.
Mit kleinen Videosequenzen wurde das ganze Programm aufgelockert. So wurde zum Beispiel das „Café Cardinal“ kurzerhand in „Café Radikal“ umfunktioniert, in dem Pater Norbert als Guru Erleuchtung brachte. Auch die Sportkurse der 13 mit ihren höchst unterschiedlichen Unterrichtsmethoden bekamen ihr Fett weg.
Mit einer Blues-Brothers-Showeinlage heizten Ludger und Patrick die Stimmung weiter an.
Kurze Zeit drohte die Show im Chaos zu versinken, als begeisterte Schüler die Bühne stürmten. Doch genau wie beim Original-Woodstock 1969 bekam man auch dieses Problem in den Griff. Die Party ging sogar noch weiter, als das Licht schon wieder an war und abgebaut wurde. Für das Abbauen danken wir den 12ern noch einmal herzlich! Zur Nachbereitung des Vormittags trafen sich abends alle zur obligatorischen Harre-Ranch-Party.
Abschließend kann man sicherlich sagen, dass selten bei einem Abigag eine so gute Stimmung herrschte wie in diesem Jahr.
Oder???
Christian Silies, Abiturzeitung 1998