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| Besinnliche Einleitung des Projektes mit Kerzenschein und Klarinettenmusik |
Aufteilung nach Art des Suizid |
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Erhängen/Ersticken |
5538 |
50% |
Sturz in die Tiefe |
1100 |
10% |
Vergiftung durch Medikamente |
940 |
8% |
Erschießen |
572 |
5% |
Sich vor den Zug oder vor Autos werfen |
556 |
5% |
Abgase ins Auto leiten |
216 |
2% |
Quelle: Statistisches Bundesamt, 2003 |
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| Zur Einstimmung in das Projekt: Meditativer Text von Fulbert Steffensky, vorgetragen durch Herrn Hühn |
Sterbehilfe – Sinnvolle Erlösung oder Mord?Ist Sterbehilfe, egal ob aktiv oder passiv, eine Erleichterung? Oder vorsätzlicher Mord? Und ist das alles moralisch in unserer christlich orientierten Gesellschaft überhaupt zu verantworten? Mit diesen Fragen haben wir uns beschäftigt. Oft wird von Sterbetourismus gesprochen, wenn Menschen ins Ausland, zum Beispiel in die Schweiz oder nach Belgien, fahren, um ihrem Leben ein würdevolles Ende zu setzen. Das wird immer populärer. In Deutschland ist, wie in allen anderen europäischen Ländern auch, aktive Sterbehilfe verboten und wird gesetzlich bestraft. Die sogenannte passive Sterbehilfe ist allerdings nicht explizit geregelt, sie kann sogar unter bestimmten Voraussetzungen straffrei bleiben. Aber viele deutsche Sterbewillige begeben sich in die Hände ausländischer Organisationen wie Dignitas oder Exit, die einen „humanen Tod“ in Form von passiver Sterbehilfe anbieten. Gegen Geld. Die Menschen, die zu solchen Vereinigungen gehen, um zu sterben, wollen oftmals nicht von der kalten Apparate-Medizin in Krankenhäusern und Hospizen abhängig sein oder einfach ihren Angehörigen nicht mehr länger psychisch und physisch zur Last fallen. Sie sind fast immer unheilbar krank. In diese Situation können wir uns unserer Meinung nach gar nicht hineinversetzen, wenn wir nicht schon einmal in solch einer Situation waren. Vielleicht kommen einem da solche Gedanken, dass das eigene Leben nicht mehr lebenswert ist. Doch dann zu Unternehmen zu gehen, die ein Geschäft mit dem Tod machen, ist wahrscheinlich noch etwas anderes. Diese ratlosen, fürwahr verzweifelten Menschen bezahlen für den Tod. Zuletzt erregte der Suizid zweier Deutscher auf einem Parkplatz in der Schweiz großes Aufsehen. Unterstützt von Dignitas beendeten sie ihr Leben – doch, wie uns scheint, nicht in der würdevollen Art und Umgebung, die Dignitas verspricht. Grund dafür ist, dass es auch in der Schweiz jede Menge Kritik für diese Sterbeorganisationen hagelt. Es soll nicht öffentlich geschehen, das Image der Schweiz steht auf dem Spiel. Doch verbieten geht nicht. Nur einschränken. Nicht in speziell dafür gemieteten Wohnungen. Nicht in Hotelzimmern. Nicht zu Hause. Am besten irgendwo im Dunkeln, irgendwo, wo es niemand bemerkt. Und das wars mit der Würde. Oft wird die Allgemeinheit durch solche Pressemeldungen durchgeschüttelt. Wie zum Beispiel bei Terri Schiavo im Jahr 2005. Heute haben die meisten sie schon vergessen, damals löste der Wunsch ihres Mannes, die Beatmung der seit 15 Jahren im Koma liegenden Ehefrau einzustellen, einen Sturm der Diskussionen und Fragen aus. Zwar steckte kein profitmachendes Unternehmen dahinter, doch trotzdem wurde die Frage nach dem Verantworten laut. Solche Fälle sollten unserer Meinung nach die gesamte Gesellschaft dazu aufrufen, eine Sterbekultur zu entwickeln, in der niemand zum „Todestrank“ greifen muss und will. Eine Kultur, in der familiärer und sozialer Halt ungemein wichtig sind. Eine Kultur, die dafür sorgt, dass Vereinigungen wie Dignitas oder Exit nicht weiter Profit aus der Angst und dem Tod von Menschen schlagen können. Es sollte wieder wichtig werden, in Würde zu leben und in Würde zu sterben – wenn die Zeit gekommen ist. Man muss versuchen, das Tabu , das auf dem Thema Sterbehilfe liegt, zu verabschieden und endlich eine klare Regelung finden, damit das Geschäft mit dem Tod nicht länger betrieben wird. Kevin Schmidt, Bastian Spliethoff, Moritz Tacke (10c) |
Der Tod und seine FolgenBestatter in DeutschlandImmer wieder liest man es in den Zeitungen, überall ist es Thema und jeder kennt es, doch keiner weiß so recht damit umzugehen, wenn er selbst davon betroffen ist:
Der Tod, das Schrecklichste, was im Leben eines Menschen passieren kann.
Dies müsste man meinen - doch für mehrere hunderttausend Menschen in Deutschland bedeutet der Tod Leben.
Diese Menschen leben und arbeiten mit dem Geschäft „Tod“. Sie sind Bestatter, Friedhofsaufseher, Urnen- und Sargbauer oder Totenkosmetiker.Einer dieser Menschen ist Herr Martin Hürkamp. Er ist seit seiner Kindheit mit dem Tod bekannt und arbeitet seit mehreren Jahren als Bestatter in diesem Geschäft. Um einen Einblick in diese Arbeitswelt zu verschaffen war er bereit, mit uns ein Interview zu führen. Herr Hürkamp, Sie sind seit mehreren Jahren Bestatter. Wie sind sie zu diesem Beruf gekommen? Unser Bestattungsinstitut ist ein Generationenbetrieb. Ich habe den Beruf quasi vererbt bekommen. Schon meine Eltern und Großeltern haben diesen für manche Leute vielleicht seltsamen Beruf ausgeübt. Uns würde interessieren, wie sie diesen Beruf von ihrem Privatleben trennen. Ist bei diesem Beruf ein Privatleben überhaupt möglich? Generell ist das Private von solch einem Beruf schlecht trennbar. Ich versuche konsequent zu sein, bemühe mich, pünktlich Feierabend zu machen und, sobald ich den Betrieb verlasse, abzuschalten, auch wenn das manchmal schwer fällt und dieser Beruf viel Zeit fordert, so dass man wenig Privatleben hat. Führen sie auch See- und Feuerbestattungen durch? Zeichnet sich hierbei ein Trend ab? Ja, wir bieten auch diese Möglichkeiten der Bestattungen an, die sich im Laufe der Jahre immer mehr durchgesetzt haben. Besonders die Einäscherung ist im Trend und sehr beliebt geworden. Die Angehörigen verstreuen meist die Asche an privaten, erlaubten Plätzen. Darf man die Urne also dann behalten und mit nach Hause nehmen? Nein, in Deutschland ist die Haltung der Urne und Aufbewahrung im Haus der Angehörigen nicht erlaubt. Wie viel geben ihre Kunden in der Regel für eine Urne aus? Im Durchschnitt 300-500 Euro, wobei es natürlich die Urnen in verschiedenen Preisklassen gibt und diese billiger sind als Särge. Wie teuer sind denn Särge? Da gibt es unterschiedliche Preise und Modelle, je nach Größe und Holz. In der Regel zahlen die Kunden Summen zwischen 1200 und 1600 Euro pro Sarg. Simone Gerhardt, Charlotte Göbel, Corinna Schwermann (10). Quellen: Herr Hürkamp, den wir telefonisch interviewen durften, sowie verschiedene Internet-Seiten |
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| Herr Felder vom Team Zirkel bedankt sich bei Frau Rickert für die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung der Eröffnungsveranstaltung. Fotos: www.johannes-hospiz.de |
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| Diskussionsrunde bei der Abschlussveranstaltung im Pascal-Gymnasium. Rechts: Christa Chrobak |