| Viele Schüler schrecken davor zurück, an solch einer Veranstaltung teilzunehmen, denn man könnte meinen, dass in Cloppenburg nur gebetet und über Gott nachgedacht wird. Dass dieses nicht stimmt, konnten in diesem Jahr wieder siebzehn Schülerinnen und Schüler unserer Schule erfahren. Ohne besondere Erwartung stiegen wir am 31. Januar in den Zug. Drei schulfreie Tage lagen vor uns. Doch schon beim ersten Zusammenkommen mit unserer Gesprächsleiterin Frau Dr. Nemann wurden wir angenehm überrascht: Als erstes galt es, seine Persönlichkeit darzustellen, während jeweils ein Streichholz herunterbrannte - eine nicht ganz einfache Aufgabe. Wir waren zunächst überrumpelt, weil wir uns auf diese Offenheit noch nicht eingestellt hatten. Doch das änderte sich, nachdem wir eine neue Art von Vertrauen zueinander aufgebaut hatten, die uns vorher völlig fremd gewesen war und die wir in Münster niemals aufgebaut hätten. Es war interessant, die einzelnen Leute von ganz anderen Seiten kennenzulernen: Nicht hauptsächlich die - oft auch kontroversen - Ansichten über Gott, sondern vielmehr die Persönlichkeit der anderen und das Finden der eigenen standen oft im Mittelpunkt. [...] Die Religion stand nicht - wie fälschlicherweise von vielen angenommen - im Vordergrund, sondern war lediglich ein Schwerpunktthema. Außerdem gab es genug Freizeit, um sich von den teilweise sehr ehrlichen und interessanten Gesprächen zu erholen. Für diesen Zweck konnte man wahlweise ein kleines Schwimmbad oder einen Tischtennisraum aufsuchen. Wir waren in Zwei-Bett-Zimmern untergebracht, Essen gab es in einem größeren Gebäudekomplex. Alles in allem war das Gelände in Cloppenburg äußerst attraktiv. An dieser Stelle bedanken wir uns im Namen aller 15 Teilnehmerinnen und 2 Teilnehmer für die hervorragende Leitung dieses Projekts bei Herrn Udo Hühn. Wir wünschen unseren nachfolgenden Schülern, dass sie genauso viel Selbsterfahrung mit nach Hause nehmen werden, wie wir es getan haben. Karen Berkemeier, Franzis Wiese, Sebastian Boch |