Streitschlichter 2005


Neue Streitschlichter an unserer Schule am 18. 4. 2005 mit Frau Chrobak und Herrn Düppers:
15 Schülerinnen und 4 Schüler aus der 10. Jahrgangstufe und jeweils eine Schülerin und ein Schüler aus der 11. Jahrgangstufe waren ab diesem Tag Schlichter unserer Schule und blieben es bis zu ihrem Abitur (2007 bzw. 2008).
Die Streitschlichterteams 2005-2007/08:
1) Nicole Arends, Jens Jasper 6) Birgit Kleymann, Carl Beerwerth
2) Kathrin Ruwe, Dominique Vielhauer 7) Andrea Drüppel, Karin Langenkamp
3) Sarah Lenzhoff, Julia Haversath, Yvonne Goldstein 8) Lena Pläger, Antonia Schulze Geisthövel
4) Christine Schäfers, Mareike Teerling 9) Sarah Günther, Christina Timpe
5) Julia Neuhann, Kati Thape 10) Robin Dresenkamp, Fabian Göddert, Stefan Reitzke

Schüler helfen Schülern

Streitschlichtung am KvG

Streitschlichter? Was ist das überhaupt? Diese Frage stellen sich viele Eltern und Schüler am Kardinal-von-Galen-Gymnasium (KvG) in Hiltrup. Viele wissen zwar, dass es so etwas an der Schule gibt. Aber wenige haben wirklich eine Ahnung davon, was man sich unter Streitschlichtern vorstellen soll. Eine Schlichtung kommt zustande, wenn zwei oder mehrere Mitschüler nicht alleine mit einem Streit fertig werden. Die „Streithähne“ oder „Streithühner“ suchen die Dienst habenden Schüler im Schlichtungsraum der Schule auf. Dort leiten die Schlichter das Gespräch und helfen den Konfliktparteien bei der Suche nach einer Lösung in vier Schritten.

Im ersten Schritt wird die Schlichtung eingeleitet, indem die Schlichter die Ziele und den Ablauf verdeutlichen, ihre Vertraulichkeit und Überparteilichkeit zusichern, die Gesprächsregeln erläutern und vor allem die Freiwilligkeit der Konfliktpartner abfragen. Im zweiten Schritt haben beide Parteien Zeit, in Ruhe zu erklären, was passiert ist. Und sie werden aufgefordert, ihren persönlichen Anteil zu benennen, den sie jeweils am Streit haben. Im dritten Schritt suchen beide Konfliktpartner nach Lösungsmöglichkeiten, indem sie diese zunächst aufschreiben und sich dann darüber gemeinsam verständigen. Schließlich wird über die gefundene Lösung eine schriftliche Vereinbarung verfasst - der Schlichtungsvertrag. Der wird von beiden Parteien und dem Schlichter unterschrieben. Die Schlichtung endet damit, dass ein Folgetreffen festgelegt wird, bei dem geklärt wird, ob der Vertrag eingehalten wurde.

Am KvG sind für die Schlichtung Mädchen und Jungen aus der 10., 11. und 12. Jahrgangsstufe verantwortlich. Wer Streitschlichter werden möchte, muss sich ein halbes Jahr lang ausbilden lassen. Das heißt: Zusätzlich zum Unterricht steht einmal in der Woche eine Doppelstunde an. Dort trainieren Schüler vor allem mit Rollenspielen, was sie bei einer Streitschlichtung zu beachten haben und wie sie diese organisieren können. Am Ende ihrer Schulzeit bekommen Streitschlichter ein Zertifikat über die Inhalte ihrer Ausbildung und den praktischen Einsatz für ihre Mitschüler.

Das Projekt „Streitschlichter“ gibt es am KvG seit 2001. Das Wichtigste für die Schüler, die zur Schlichtung gehen, ist, dass nichts weitererzählt wird! Übrigens: Schlichtung findet nie ohne Gummibärchen statt!
Hanna Chrobak, Isabella Reimann, Carolin Leuderalbert (Klasse 8c 2005/06), Westfälische Nachrichten 28. 01. 2006