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G E D I C H T E

 

 

Steig auf dunkler Stern.
Stern der Bitternis.
Wo sind deine Gefährten?
Hast mir schon in manch dunkler Stunde
nichts erhellt.
Die Nächte mit dir
waren Nächte in der Nacht.
Wenn sich mir der Magen umdrehte,
ich ersticken drohte,
ich verzweifeln wollte,
da warst du, dunkler Stern.
Nimmst selbst das Tageslicht.
Stern der Bitternis.
Nimm mich mit.
Trag mich fort.
Meinetwegen.

(aus: 3 Gedichte)

©hristoph Aschenbrenner

 

und wieder golgota


hinter abgeschlossenen türen ein sinnloses
letztes aufbäumen die routine der ärzte fixiert und vollgepumpt mit haldol und fällt und fällt und fällt getrübter blick laufender speichel kann sich kaum auf den beinen halten zwischen bettnässern und suizidenten zwischen hysterikerinnen und
starren augen angst geht fühlbar um
fällt fällt fällt auf
den boden des abgrunds
aufgeschlagen und in millionen
bruchstücke
zerplatzt ist kein gott
mehr nur noch tiefste
depression

©hristoph Aschenbrenner