Garten- und Landschaftsbauer besuchen Landesgartenschau in Bad Essen 18.09.2010

Mit der Galabauklasse GLO3 fuhren wir an einem Samstag zur Laga nach Bad Essen. So hatten wir genügend Zeit, um die Landesgartenschau intensiv zu erkunden. Die Hinfahrt zum sommerlangen Fest von Gartenkunst und -kultur, mitten im schönen Osnabrücker Land, im Naturpark TerraVita und in der Varus-Region war schon sehr einladend. Bad Essen schmiegt sich im Süden an die Höhen des Wiehengebirges und öffnet sich zur flachen Tiefebene im Norden. Dazu malerische Fachwerkhäuser im historischen Ortskern, mit einem Kirchplatz, der als einer der schönsten Norddeutschlands gilt. Nicht zuletzt punktet Bad Essen mit Schloss Ippenburg und den Ippenburger Gärten, einem Gartenparadies für Kenner und Genießer – all dies fügt sich zu einer attraktiven Kulisse für die Gartenschau 2010. Schloss Ippenburg ist in gärtnerischen Fachkreisen bekannt geworden, weil dort das erste Gartenfestival in Deutschland aus der Taufe gehoben wurde.

Die gärtnerische Hauptattraktion war der Bereich um Schloss Ippenburg. Aber auch die Kur- und Parkanlagen wurden behutsam modernisiert und um attraktive Ausstellungbeiträge, Spielbereiche, farbige Schau- und Themengärten und eine "SoleArena" erweitert. Unkonventionelle Blumenschauen im ehemaligen Hallenbad boten unseren Auszubildenden Anregungen zur Dekoration von Haus und Garten und wurden zum unvergesslichen Blütenfest. Ganz besonders Anklang fanden die Gräber im Ausstellungsbeitrag „Friedhof“. Gräber und Grabmale sind Ausdruck der jeweiligen gesellschaftlichen und individuellen Trauerkultur. Sie spiegeln den Umgang mit Tod und Leben, oftmals die Persönlichkeit des Verstorbenen und nicht selten auch Aspekte seines Lebens. Gräber, Friedhöfe sind sichtbare Zeichen der Vergänglichkeit. In hochwertigen Grabgestaltungen - und zwar für Einzel-, Doppel- und Urnengräber- wurden den Bürgern und Besuchern der hohen Standard der Friedhofskultur in Deutschland aufgezeigt und Anregungen für die Grabgestaltung der Angehörigen gegeben. Die umweltpädagogischen Programme auf dem Gartenschaugelände interessierten unsere Auszubildende sehr stark. Mein Ziel war es, die Schüler mit dem Naturschutz unter dem Motto „Natur er-leben, Natur be-greifen“ zu konfrontieren und sie über naturrelevante Themen zu informieren und zu sensibilisieren. Die Ausstellung „Wasser - Wissen“ stellte auf sechs Informationssäulen und vielen interaktiven Mitmachelementen wichtige Aspekte der wunderbaren Welt des Wassers vor: Wasser in seiner Bedeutung für den Menschen wurde uns an den Säulen „Ressource Wasser“ und „Leben am Wasser“ näher gebracht. In weiteren Themenblöcken konnten sich unsere Schüler damit beschäftigen wie wir Trinkwasser gewinnen, wie wir es verwenden und wie wir das verschmutzte Abwasser reinigen. Zum Schluss folgten einige Überlegungen zur derzeitigen globalen Wasserverteilung und Ideen für die Zukunft.

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