„Wie die Madonna auf den Mond kam“

Rolf Bauerdick steht Rede und Antwort

Der Journalist und Schriftsteller Rolf Bauerdick folgte am 05. März 2010 der Einladung der zweijährigen Berufsfachschule Klasse 11 (Holz/Bau) und unterhielt sich mit den Schülern und Schülerinnen darüber, wie man auf sehr unterschiedliche Weise mit der Wirklichkeit umgehen kann. Dabei berichtete er über seine Arbeit als freier Journalist, reisender Fotograf und Autor des Erfolgsromans „Wie Madonna auf den Mond kam“, der Ende 2009 veröffentlich wurde. Die Idee, den Journalisten und Schriftsteller einzuladen und zu befragen, resultiert aus dem im Deutschunterricht durchgeführten Zeitungsprojekt „FRISCH – Frankfurter Rundschau in der Schule“. Hierbei erstellen die Schüler und Schülerinnen selbst Texte und können diese teilweise auch in überregionalen Zeitungen veröffentlichen. Sobald das Projekt beendet ist, werden ausgewählte Schülertexte hier als Leseprobe veröffentlicht.

Münstersche Zeitung 12.03.2010

 

Westfälische Nachrichten 11.03.2010

 

Bericht der SchülerInnen:

Besuch Rolf Bauerdicks am Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Berufskolleg  

Münsterländer Journalist und Schriftsteller folgte der Einladung der zweijährigen Berufsfachschule Klassen 11 (Bau/Holz)  

„Eigentlich wären Sie bestimmt auch ein cooler Lehrer geworden!“ Ein größeres Kompliment konnten die Schüler und Schülerinnen des Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Berufskollegs dem im Münsterland lebenden Journalisten und Romanautor Rolf Bauerdick zum Abschluss seines Besuches in ihrem Deutschunterricht nicht machen. Im Rahmen eines Zeitungsprojektes (mit der Frankfurter Rundschau), in dem die Schüler und Schülerinnen erste eigene journalistische Versuche gemacht hatten, wurde Rolf Bauerdick zu einem Interview eingeladen. Einige Schüler der zweijährigen Berufsfachschule Klassen 11 (Bau/Holz) hatten sich schon im Vorhinein über seine Arbeit informiert, um das Gespräch in der Klasse moderieren und  gezielte Fragen stellen zu können.

Seit 25 Jahren ist Rolf Bauerdick schon Journalist. Ende 2009 wurde dann sein erster Roman veröffentlicht, der in der literarischen Welt auf großes Interesse stieß. Ursprünglich sollte das Buch „Morbus Lunaticus“ (Mondkrankheit) heißen. Da dieser Titel, wie die Schüler gut nachvollziehen konnten, für Leser unverständlich gewesen wäre, entstand aus der Zusammenarbeit zwischen Verlag und Autor der neue Titel „Wie die Madonna auf den Mond kam“.

Den beruflichen Einstieg hat Bauerdick als Journalist gefunden, indem er über das geschrieben hat, was seinen Interessen entsprach: Themen in und um Münster herum, vor allem aus dem Bereich der Kirche und der Theologie. Nach und nach wurden die Kreise größer: von Deutschland nach Europa und schließlich umfassten die Themen seiner Reportagen die ganze Welt. Mehr als 60 Länder hat er mittlerweile bereist. Vor allem aber hat es ihm Osteuropa nach dem Mauerfall 1989 angetan.

Aus einem in Rumänien gefundenen alten Schulbuch las der Autor ein Gedicht vor, das später Eingang in seinen Roman fand. „Um dieses Faktum herum kann ich als Romanautor eine Geschichte erfinden“, so Bauerdick. Die Welt, in der Kinder dieses Gedicht unter dem Diktator Ceausescu hätten lernen müssen, werde so mit Leben gefüllt und für einen Leser von heute nachvollziehbar. So waren auch die Lehrer zufrieden: Besser hätten sie ihren Schülern den Unterschied zwischen Sachtexten und literarischen Texten nicht erklären können. Deutlich wurde in diesem Zusammenhang auch, dass dem Autor das Geschichtenerzählen offensichtlich richtig Spaß macht.

Der Besuch von Rolf Bauerdick war für die Klassen HBFS11B und HBFS11H des Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler–Berufskollegs ein gelungener Abschluss ihres Zeitungsprojektes und ein lebendiger Einblick in die Welt des Journalismus.

Lisa Ruhoff, Hazal Dogancik, Nada Ataya, Kathy Bartsch ,   HBFS11B des Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Berufskollegs

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