Bericht: Jugend- Wildwasserfahrt in die Steiermark (Mai 2015)

Mittwoch, 03-06-2015

Nach langem warten und viel Aufregung, stand das Christi-Himmelfahrswochenende endlich vor der Tür!
Bereits im Hallenbad und beim Jugendtraining hatten wir Technik für das Wildwasserpaddeln geübt (z.B. die Eskimorolle, Stützen, etc.) und so trafen wir uns Mittwoch Nachmittags am Bootshaus um die Ausrüstung auf den Hänger zu verladen und dann in die Steiermark zu fahren, wo wir an einem verlängerten Wochenende den meisten unserer Jugendlichen ihre ersten Erfahrungen im Wildwasser ermöglichen wollten.

Neben den passenden Booten, Auftriebskörpern, Helmen, Schwimmwesten und Paddeln musste natürlich auch unser Küchenzelt, Kocher, Bierzeltgarnituren etc. verstaut werden, bevor wir dann gegen 19h aufbrechen und die Nacht hindurch nach Wildalpen [A] fahren konnten...
In der Steiermark angekommen, machten wir kurz im Nationalpark halt und besichtigten das berühmt-berüchtigte "Gesäuse". Am Campingplatz der Naturfreunde Wildalpen trafen wir dann auf Matze, der separat aus Mannheim angereist war und begeistert in Empfang genommen wurde ;-)

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Nachdem wir unsere Zelte aufgebaut und unser Lager direkt an der Salza eingerichtet hatten, wurde zunächst ausgiebig gefrühstückt, bevor es richtung Wasser ging. Zum Einstieg entschlossen wir aus ein einfaches Stück auf der Salza, oberhalb unseres Campingplatzes zu paddeln, sodass wir am Ende des Tages wieder am Camp ankommen würden. Wir setzten daher bei der Brücke Gschöder ein und paddelten 14km bis zu unseren Zelten.

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Zunächst zeigte die Salza zwar deutlich mehr Strömung, als es die meisten von Ems, Elting & Co. in Münsters Umgebung gewohnt waren, allerdings ließen die ersten Stromschnellen noch einige Zeit auf sich warten und auch die Wellen auf dem Fluss wurden poi a poi größer, sodass alle sich langsam herantasten konnten. Alle Anfänger waren in Kleingruppen mit festen Übungsleitern aufgeteilt, sodass jeder Wildwasserneuling unter die Fittiche genommen werden konnte...
Während wir uns also die Salza herunterarbeiteten konnten die ersten Stromschnellen bezwungen und zum ersten mal richtiges Wildwasser gepaddelt werden. Am späten Nachmittag erreichten wir wieder unser Camp, wobei die "Helliwelli" den Abschluss der Tour bildete.

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Wenige Mutige konnten gar nicht genug bekommen und testeten die Welle direkt auf ihre "Surfbarkeit" aus, woraufhin wir die ersten Eskimorollen und Schwimmaktionen unserer Tour geliefert bekamen... ;-)

Nachdem die Sachen zum Trocknen aufgehangen und alle geduscht waren, machten wir uns daran unser Abendessen zuzubereiten und konnten uns am Abend die Bäuche mit Spaghetti vollschlagen...

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Die Reserven wurden am Morgen erneut mit einem ordentlichen Frühstück aufgefüllt, bei dem auch gleich die Logistik für den Paddeltag durchgegeben wurde. Nachdem alle ihr Lunchpaket geschnürt hatten, wurden Wechselsachen im Bulli deponiert und dieser nach Fachwerk, dem Ausstieg des zweiten Paddeltages versetzt. Während die Fahrzeuge unterwegs waren, besichtigten wir die Walze am unteren Ende des Campingplatzes, die einige befahren wollten, während andere lieber unterhalb einsetzten.

So begannen wir anschließend, einige der Boote zum Einstieg unterhalb der Walze zu bringen und wärmten uns dann gemeinsam auf. Ein Teil der Gruppe wartete unterhalb bei den Booten, während der Rest direkt bei unseren Zelten startete und wir uns im Kehrwasser unterhalb der Walze alle wieder trafen.

 
Wir paddelten in den gleichen Gruppen wie am Vortag 8 km bis nach "Fachwerk". Die Salza steigert ihren Schwierigkeitsgrad langsam aber stetig in Richtung Flussabwärts, sodass es dieses Mal deutlich häufiger Stromschnellen, leichte Verblockungen und natürlich Wellen, Walzen und Löcher gab, durch die wir uns unseren Weg suchen mussten...

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Am Ende der Tour erwartete uns am Ausstieg noch eine Überraschung. Seit unserem letzten Besuch ist eine Rampe erreichtet worden, von der aus man im Boot in die Salza hereinrutschen kann. Diese wurde natürlich direkt getestet.

Wieder im Zeltlager engekommen, entschlossen sich Lars und Dustin noch dem Hinterwildalpen-Bach einen Besuch abzustatten, der unmittelbar oberhalb des Campingplatzes in die Salza mündet. Dieser besteht aus vielen künstlichen Stufen mit Höhen zwischen 30cm und knapp 3m. Jonathan und Clemes warteten an den letzten 100m und wagten sich ebenfalls die letzten Stufen herab, sodass alle 4 gemeinsam bis zur "Helliwelli" paddelten und dort noch ein wenig herumspielen konnten...

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An unserem letzten Paddeltag setzten wir in "Fachwerk" ein und paddelten 13km bis "Erzhalden", erneut steigert sich die Salza hier in ihrer Schwierigkeit, dass alle wieder etwas dazulernen konnten.

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Die ja bereits am Vortag getestete Rutsche sorgte für einen spritzigen Start in den Paddeltag. Der "Lawinenschwall" wurde von allen Jugendlichen gespannt und auch etwas nervös erwartet, nach einer Pause und ausgiebigen Besichtigung der Route aber von allen tadellos gemeistert, wobei Anfänger die leichtere rechte Route und Fortgeschrittene die etwas anspruchsvollere linke Route nehmen konnten.

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Die Pausenstelle mit dem angebauten Sprungturm in die Salza war bereits online via Google-Earth und Youtube von den Jugendlichen erkundet worden, sodass bei der Pausenstelle schnell der Fluss gequert und der Sprung ins kühle Nass angegangen wurde. Etwas Hefezopf lockte die Teilnehmer dann jedoch wieder an Land, sodass alle gestärkt die letzten Kilometer in Angriff nehmen konnten.



Bei herrlichstem Wetter paddelten wir also weiter bis nach "Erzhalden". Auf dem letzten Stückchen nahm der Wasserdruck noch einmal leicht zu sodass bei einigen der Adrenalinspielel stellenweise in die Höhe schoss. Am Ausstieg angekommen, wurde im seichten Wasser die Rolle geübt und geschwommen, bevor es - nach dem Aufstieg zu den Fahrzeugen - ans Beladen des Hängers und anschließend ans Umziehen ging.
Wieder an unserem Quartier angekommen, wollten Matze und Jonathan dem Hinterwildalpenbach ebenfalls einen Besuch abstatten, sodass sie sich zusammen mit Lars und Dustin dieses Abenteuer in Angriff nahmen, während der Rest der Gruppe den Feierabend einläutete...

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Im Anschluss an die Befahrung des HiWi-Baches wurde bei viel Publikum erneut in der Helli-Welli gespielt und Matze durfte mit dem Wurfsack üben, da Jonathan die Welle ohne Boot durchschwimmen wollte. Nachdem alle also ausgetobt waren, ging es an die Vorbereitung des Abendessens. Gemeinsam wurde Kartoffelsalat mit Würstchen gemacht und anschließend gemeinsam gegessen. Nach dem Abwasch wurde zum Abschluss ein Lagerfeuer entzündet, an dem wir den Abend bei von unseren Nachbarn gespendetem Kuchen und diversen Leckereien gemeinsam ausklingen ließen...

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Am nächsten morgen mussten wir alle früh aufstehen, da das gesammte Lager abgebaut und wieder auf Fahrzeuge und Hänger verteilt werden musste, bevor wir nach leider viel zu kurzer Zeit den Heimweg nach Münster antraten. Glücklicherweise konnten wir sämtliche Staus umfahren, sodass wir Sonntag Abends müde, aber sehr zufrieden wieder am Bootshaus ankamen, wo die Eltern bereits auf uns warteten um ihre Kinder in Emfang zu nehmen....

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Wer möchte, kann sich natürlich gerne auch unser Video von der Fahrt ansehen! Ich denke alle hatten eine Menge Spaß und dies wird bestimmt nicht die letzte Jugend-Fahrt ins Wildwasser gewesen sein. Noch einmal vielen Dank an alle Helfer, ohne die diese Aktion nicht möglich gewesen wäre!

 

Text: Dustin
Bilder: Manon, Sven, Lars, Jonathan, Clemens und Dustin

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