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Bericht: 39. Veluwe Rally (23-09-2017)

Verfasst von  Freitag, 20-10-2017

September 2016
„Veluwe Rally“ stand auf den alten Aufklebern, die auf einem gebrauchten, in den Niederlanden gekauften, Kajak angebracht waren. „Veluwe Rally“? Nie gehört. Veluwe: was ist das überhaupt? Neugierig haben wir nachgeforscht. „Veluwe“: Hügellandschaft in der niederländischen Provinz Gelderland. „Veluwe Rally“: seit über 30 Jahren ein Kanu-Großereignis auf der Ijssel, bei dem auf verschiedenen Distanzen gefahren werden kann. Startpunkt seit einigen Jahren ist Deventer. Ist ja garnicht so weit von Münster. Nächstes Jahr?

September 2017
Es ist Sonnabend, 22.09.2017. Da sind wir nun in Deventer, bei warmer Herbstsonne. Die Ijssel strömt direkt am Zeltplatz vorbei. Die Teilnehmer der Vorfahrt von Zutphen nach Deventer kommen bereits zurück, darunter zwei KVM‘ler. Jetzt schnell die Zelte aufgebaut und noch bei Sonne mit der Fähre über die Ijssel setzen und in die Stadt! Und das ist für uns eine wirkliche Überraschung: viele kleine alte Häuser, enge Gassen, Plätze von gut besetzten Cafés umgeben, kleine aber feine Geschäfte, die mächtige St. Lebuinuskerk, das Geert Grote Haus und zuletzt: die besten Frietjes, die wir je gegessen haben.

Auf dem Rückweg spielte am Fähranleger eine Blaskapelle. Alle waren mit Velo-Solex angereist, hatten die Helme aufbehalten und verbreiteten gute Stimmung.

Am Abend saßen wir noch bei sternenklarem Himmel vor den Zelten. Dies verhieß schönes Wetter am folgenden Tag.

Am Sonntagmorgen krochen wir früh aus den Zelten, denn der Start für die 35 km Etappe sollte um 8.15 Uhr erfolgen. Aber was für eine Überraschung, als es langsam hell wurde: dichter Nebel. Nicht einmal das gegenüberliegende Ufer der Ijssel war auszumachen. Die Wasserschutzpolizei gab den Start bei dieser geringen Sichtweite wegen der Berufsschiffahrt nicht frei. Man beruhigte uns, dass es häufig so sei. Aber in einer Stunde könnten wir sicherlich losfahren. Doch der Nebel lichtete sich keineswegs. Im Gegenteil. So warteten wir und warteten und warteten…, machten die Boote fertig und setzten uns schließlich zu den anderen ins große Tipi, wo ein Feuer entzündet wurde, denn es war draußen auf die Dauer recht frisch. Die Stimmung im Zelt war sehr gelöst, Schuhe und Einlegesohlen wurden am Feuer gegrillt (=getrocknet), es wurde gelacht… Nur wir verstanden von der Unterhaltung kaum etwas. Vielleicht ein Grund mehr, endlich Niederländisch zu lernen.

Schließlich wurde der Start für 12.00 Uhr angekündigt, und wir stiegen in die Boote. Nachdem die letzten 5 Minuten laut ausgezählt worden waren, ging es unter lautem Jubel los. 35 km stromabwärts bis zum Jachthafen Hattem: strahlende Sonne, gute Strömung,

wenig Berufschiffahrt, einige Privatboote, viel zu wenig schöne Wellen (nach Meinung einiger Beteiligter), auf den Sandstränden rastende Kanuten. Nach dem ersten Kontrollpunkt in Wijhe (km 20) haben wir „unsere Mittagspause“ am Sandstrand eingelegt. Danach ging es sehr schnell,

und schon waren wir in Hattem. Am Ziel wurden wir alle freundlich empfangen, bekamen unsere Stempel, Aufkleber und Medaillen. Zu unserer Überraschung (O-Ton: „Die müssen sich geirrt haben!“) gab es dann noch einen Pokal. Mit 8 Kanuten waren wir auf der 35 km Strecke die größte Gruppe: „Meeste Vaarders 35 km 2017“ lautet die Aufschrift. Wie uns Martin Stevense, der Chef-Organisator, in Hattem erzählte, hat es in den letzten Jahren immer wieder einmal eine Startverzögerung wegen Nebels gegeben. Doch dass man 4,5 Stunden warten musste, das sei bisher einmalig. Dafür gab es dann aber jede Menge Sonne und blauen Himmel…

Fazit: eine Fahrt mit Überraschungen auf einem schönen Fluß  und vielen netten niederländischen Mit-Kanuten und ehrenamtlichen Helfern. Tot ziens!

 

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