Mittwoch, 17 Oktober 2018 15:48

Bericht: 40. Veluwe-Rally 2018

„Zweimal „frikandel speciaal“, bitte!“ Ohne erfahrenen Zuspruch hätte ich mich ja nie an dies niederländische „Nationalgericht“ getraut…

Gott sei Dank war der Imbisswagen von Frida noch da, als wir vom Versetzen des Autos nach Hattem zum Campingplatz De Worp in Deventer zurückkehrten – und großen Hunger hatten. Unsere Abendmahlzeit war also gesichert. Und auch die jüngste der Gruppe griff beherzt zu. Gegen Mittag waren wir am Samstag nach 2 Stunden Fahrt in Deventer angekommen, hatten uns im Tipi bei den Organisatoren angemeldet und die Zelte anschließend aufgebaut. Die Boote waren  für den Sonntag startklar – und wir auch.

(In diesem Jahr wurden wir von Igel Pieksi, dem Frosch Lothar und dem Huhn Gonzo auf den Booten begleitet, die uns vor dem Klabautermann schützen sollten. Ihre Eindrücke haben wir in Kurzinterviews erfragt. Die Fragen stellte H.-M.)

Pieksi, Sie waren heute das erste Mal auf der Veluwe-Rally mit dabei. Was ist Ihr Eindruck?

Nun ja, es war eine berauschende Erfahrung. Es ging nicht um Zeit, sondern, dass man es schaffen muss. Irgendwann sollte man schon mal angekommen sein, aber man hatte trotzdem Zeit.

Was war heute Ihr schönstes Erlebnis?

Das Picknick mit den Haribo-Gummiwürmern.

Pieksi, ist die Teilnahme an dieser „prestatie tocht“ zu empfehlen?

Unbedingt. Das Highlight im Leben eines Plüsch-Igels.

 

In diesem Jahr musste die Vorfahrt auf der Ijssel am Sonnabend wegen des niedrigen Wasserstandes abgesagt werden. So hatten wir viel Zeit für einen Stadtbummel in Deventer. Die kleine Personenfähre brachte uns auf die Stadtseite. Deventer als alte Hansestadt ist nicht nur eine hübsche und quirlige Stadt, sondern besitzt zahlreiche historische Gebäude und viele enge und geschmückte Gassen voller Geschäfte. Wir konnten die Hauptkirche der Stadt, die Lebuinuskerk, besichtigen und waren erstaunt, was für ein großartiger hochgotischer Raum uns empfing. Besonders auffallend waren einige alte Fresken, die trotz „Purifizierung“ im Zuge der Reformation zu entdecken waren: z.B. das Wappen der Bergenfahrer im Gewölbe des Chorumgangs mit einem halben Deventer Adler und einem gekrönten Stockfisch oder ein etwas schauerliches Memento Mori im Gewölbe des Chores. Anschließend sind wir durch die Stadt gebummelt bzw. haben uns im Geert-Grote-Haus umgesehen. Ein Kaffee mit echtem Deventer koeken auf dem Brink schloss unseren Rundgang ab.

 

Guten Tag, Herr Frosch. Wie darf ich Sie anreden?

Lothar.

Wie würden Sie kurz und prägnant dieses Großereignis des niederländischen Kanusports beschreiben?

Nass.

Können Sie von Ihrer Warte aus dem etwas hinzufügen?

Sehr nass.

Was hat Sie heute am meisten beeindruckt?

Meine nassen und kalten Füße.

 

Bevor wir am Abend vor der Kälte in die Schlafsäcke geflüchtet sind, haben wir noch nett zusammengesessen und geplaudert.

Am Morgen ging es dann früh los. Abfahrt der Fahrer nach Hattem (35 km) war um 08.15 Uhr. Der kurzzeitige Nebel gegen 07.45 Uhr ließ uns zunächst zusammenzucken und an die vierstündige Verspätung des Starts wegen Nebels im letzten Jahr denken … Doch der Nebel verzog sich schnell.

Pünktlich um 08.15 Uhr konnten wir starten. Obwohl der Wasserstand der Ijssel  nicht sehr hoch war, nahm uns die Strömung zügig mit. Blauer Himmel, wenig Wind, sehr nette niederländische Kajakfahrer und gute Stimmung in unserer Münsteraner Kleingruppe machten die Fahrt angenehm. Unsere Pause hinter Wijhe konnten wir am Ijsselstrand mit Sonne und Blick auf die vorbeiziehenden Kajakgruppen verbringen. Nur die zahlreichen Fußgänger auf dem Deich nötigten uns etwas Geschicklichkeit und ein exaktes Timing ab, wenn wir den Morgenkaffee entsorgen wollten … Die Kontrollpunkte in Wijhe und Kromholt waren rasch erreicht und schneller als erwartet kamen wir in Hattem an.

Sehr geehrter Herr Gonzo. Erfahren wie Sie sind: was unterscheidet die Ijssel von der Fulda?

Diese Weite im Morgennebel...

Was war Ihr Eindruck von den übrigen Teilnehmern?

Die Niederländer waren alle freundlich. Mit dem Frosch würde ich nicht noch einmal fahren…

Und welches Ziel lockt Sie als nächstes an Bord Ihrer Rosa Nord?

Ich habe mir zwei Ziele gesetzt: 1.: hinter Kampen immer geradeaus, Richtung Nordwestpassage. 2. Noch mehr frietjes met frikandel speciaal.

 

Da wir eines unserer Autos in Hattem geparkt hatten, alle darin Platz fanden sowie alle Boote auf Auto und Anhänger mit einem Mal verladen werden konnten, ging auch die Rückfahrt nach Deventer problemlos. Rasch waren die Zelte abgebaut und befanden wir uns auf dem Rückweg nachhause. Ohne Komplikationen kamen wir wieder in Münster an.

Zu danken haben wir Martin Stevense, allen weiteren Organisatoren und freiwilligen Helfern für eine reibungslose und zuverlässige Organisation dieser 40. Veluwe-Rally. Wir kommen gerne wieder.

Unserer Teilnehmer haben es auch in die niederländische Presse geschafft, zumindest im Bereich der Foto-Berichterstattung. Das Bild, zusammen mit weiteren schönen Impressionen, findet ihr hier.

Bericht: Familie Gaukesbrink/Fotos: Manon

 

 

Dienstag, 31 Oktober 2017 09:42

Bericht zur Veluwe Rally online

Dieses Jahr ging es für uns zur 39. Veluwe Rally nach Deventer und damit zu einer 'ganz neuen Fahrt' (für uns), die schon seit einigen Jahren bei unserern Nachbarn stattfindet. Falls ihr leider nicht dabei sein konntet, in unsererm Mediabereich findet ihr einen Bericht zur Fahrt, der neugierig macht, auf eine weitere Teilnahme, vielleicht ja schon im kommenden Jahr... ?

Publiziert in News
Freitag, 20 Oktober 2017 07:47

Bericht: 39. Veluwe Rally (23-09-2017)

September 2016
„Veluwe Rally“ stand auf den alten Aufklebern, die auf einem gebrauchten, in den Niederlanden gekauften, Kajak angebracht waren. „Veluwe Rally“? Nie gehört. Veluwe: was ist das überhaupt? Neugierig haben wir nachgeforscht. „Veluwe“: Hügellandschaft in der niederländischen Provinz Gelderland. „Veluwe Rally“: seit über 30 Jahren ein Kanu-Großereignis auf der Ijssel, bei dem auf verschiedenen Distanzen gefahren werden kann. Startpunkt seit einigen Jahren ist Deventer. Ist ja garnicht so weit von Münster. Nächstes Jahr?

Erfolgreich in Wiedenbrück!

Vier Mitglieder des Kanu-Verein Münster sind zur 2.Wiedenbrücker Kajak-Parcours-Challenge gefahren und kehrten mit neuen Erfahrungen und erfolgreich zurück.

Zum Start der Veranstaltung verzogen sich die Regenwolken und die Sonne schien sogar zeitweise. Nachdem dann die teilnehmenden Organisatoren vorweg gestartet sind, die dabei auch den Pacours und seine Tücken zeigen, begann der Wettkampf mit den unter 10-jährigen. Unsere Starter hatten da noch Zeit sich vorzubereiten. Maja Böckenholt, die die Strecke schon vom letzten Jahr kannte, ging als erste aus Münster auf den Pacours. Beim Surfbrett, auf dem man aussteigen muss und auf der anderen Seite des Bretts wieder in das Boot steigt, hatte etwas Probleme ihr Kajak auf die andere Seite zu ziehen. Sie konnte am Ende ihren zweiten Platz aus dem letzten Jahr nicht verteidigen und belegte Platz 3.

Als nächster von uns ging Tom Heyer auf die Rampe, von der aus gestartet wurde. Im größten Starterfeld von 20 Jungs belegte er, nach einem Durchlauf ohne größeres Missgeschick den 4. Platz.

Aus organisatorischen Gründen, weil weniger Topo Duo zur Verfügung standen als Starts im Zweier gemeldet waren, wurden diese willkürlich zwischen den anderen Klassen gestartet. Deshalb ging Maja kurz nach ihrem ersten Lauf noch einmal gemeinsam mit ihrem Vater an den Start. Nachdem den beiden im Vorjahr durch das aufplatzen von Majas Spritzdecke beim Start, das Boot abgesoffen ist, wollten sie es dieses Jahr besser machen. Nach der Startfreigabe vom Starter ging es mit Schwung die Rampe runter und beim Sprung ins Wasser platzte wieder Majas Decke auf. An der ersten Wende kam dann aber schon der Abbruch durch den Starter, der Computer für die Zeitnahme war noch nicht bereit gewesen. Beim zweiten Start lief es dann zum Glück deutlich besser. Nur am Surfbrett verloren sie Zeit durch ein ungeschicktes übersetzen und einsteigen. Trotzdem reichte es noch für den 2. Platz in der Mix-Klasse.

Tim Heyer ging kurz nach den Böckenholts an den Start und überwand alle Hindernisse ganz ohne Probleme. Mit einer Zeit, die gerade mal 9 Sekunden hinter der Tagesbestzeit lag dominierte er damit seine Altersklasse.

Danach ging er noch mit seinem Bruder Tom im Topo Duo auf die Strecke mit dem Ziel seinen Sieg zu verdoppeln. Doch an dem Netz, das auf einer Länge von 4 Metern eine Durchfahrt von knapp einem Meter lässt, verfängt er sich mit dem Paddel. So ein Fehler kostet Zeit, trotzdem rettet das Brüderpaar den 2. Platz in ihrer Altersklasse und bleibt noch unter 2 Minuten.

Als letzter Münsteraner stieg Ulf Böckenholt ins Boot und bestritt ein gutes Rennen. Knapp unterlegen wiederholte er seinen 3. Platz vom letzten Jahr. Am Ende der PacoursChallenge gab es noch ein Mannschaftskanadier-Rennen aus sechs zusammengewürfelten Mannschaften. Also in einem Boot sitzen Paddler aus allen Altersklassen und aus verschiedenen Vereinen. Eins der Boote wurde von Ulf gesteuert und mit Lauten Rufen, dass seine Mannschaft im Takt bleibt, zum Sieg geführt.

Nach einem gelungenen Wettkampftag bei doch noch gutem Wetter, fing es zum Abbau der Strecke und Zelte und Verladen der Boote leider doch wieder an zu regnen.

Wir bedanken uns noch bei den Wiedenbrückern für diese gelungene Veranstaltung und freuen uns schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

 

Text: Ulf
Bilder: Ulf, Maja, Tim, Tom

Bei der 41. Drei-Meere-Fahrt des Emder Kanu-Clubs war auch in diesem Jahr der KVM vertreten. In der Galerie findet ihr einen Bericht und natürlich Fotos zur Fahrt.

Publiziert in News

Der Emder Kanu-Club hatte eingeladen und natürlich war der KVM bei der diesjährigen 41. Drei-Meere-Fahrt mit sechs Paddlern vertreten.

Am Samstag, den 14-01-2017 startete unsere lang erwartete Hallenbadsaison 2017. Bis zum 01.04.2017 können wir hier jeden Samstag gemeinsam und unter angenehmen Bedingungen die eigenen Grenzen und die der Kajaks ausgelotet werden, Techniken verfeinert und gefestigt und natürlich auch neu erlernt werden. Vom kontrollierten Ausstieg unter Wasser, über Stützen um Kenterungen zu verhindern, oder dem wiederaufrichten unter Hilfe anderer Paddler, bis hin zur Selbstrettung über die Kenterrolle in verschiedenen Varianten... 

Montag, 07 März 2016 13:03

Rückblick auf die Saison 2014/2015

Die Saison ist schon wieder im vollen Gange, da sei ein kleiner Rückblick auf die letzte Saison nochmal erlaubt. Auf der Jahreshauptversammlung wurde auch auf die vergangene Saison zurückgeblickt:

Publiziert in News
Montag, 02 November 2015 19:53

Bericht: Jugend Halloween-Paddeln

Trick or treat? 

Dienstag, 15 September 2015 07:33

Bericht: Lampionfahrt Emden (12-09-2015)

Eine Insel mit zwei Bergen...

Auch in diesem Jahr waren wir wieder zu Gast beim Emder Kanu Club, der die 17. Lampionfahrt der Bezirksjugend Weser-Ems ausrichtete...

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