Eingeschränkter Pandemiebetrieb ab dem 11.01.2021

Mit den aktuellen Regelungen zum eingeschränkten Pandemiebetrieb in der Kindertagesbetreuung gestaltet die Landesregierung nun den neuerlichen Lockdown bis zum 31.01.2021 aus, den Bund und Länder vor kurzem in einer verschärften Variante beschlossen haben.

Nach den offiziellen Informationen des Familienministeriums zur Kitaöffnung im Lockdown bleiben die Kitas in NRW grundsätzlich geöffnet und es gibt kein allgemeines Betretungsverbot. Allerdings wird die vereinbarte Betreuungszeit um 10 Wochenstunden gesenkt. Weiterhin wird an die Eltern appelliert, die Kinder wenn möglich zu Hause zu betreuen. Wer sein Kind zuhause betreut (das gilt nicht nur für den Krankheitsfall), bekommt pro Elternteil 10 zusätzliche Kinderkrankentage (Alleinerziehende 20). Die Elternbeiträge sollen für Januar landesweit ausgesetzt werden, die Verfahren dazu werden aktuell geklärt.

Am gestrigen Donnerstagabend wurde noch die aktuelle – in NRW ab dem 11. Januar geltende – Coronaschutzverordnung bekannt.

Die 15-Kilometer-Radius-Regelung sucht man darin vergeblich. Unsere Landesregierung überlässt es den Kommunen selbst, ob sie zusätzliche Schutzmaßnahmen für erforderlich halten. Hier sollte man also demnächst auf die Verlautbarungen der Stadt Münster achten.

Außerdem werden mit Blick auf kleine Kinder die Kontaktbeschränkungen für den öffentlichen Raum entschärft. Das ist vor allem der Kritik aus den Reihen der Eltern zu verdanken, die diese Regelungen als besondere Härte empfanden, leiden sie doch ohnehin schon unter dem eingeschränkten Kita-Betrieb. So darf die erlaubte zusätzliche Person eines anderen Hausstandes die Kinder ihres Hausstandes mitbringen.

Das Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat dazu die Coronabetreuungsverordnung aktualisiert. Darin geht es um den Schutz vor Neuinfizierungen im Bereich der Betreuungsinfrastruktur, also insbesondere um die spezifischen Abläufe und die zu ergreifenden Hygienemaßnahmen in der Kita.

Mit einem Elternbrief wirbt Familienminister Stamp um Verständnis für das Maßnahmenpaket und nimmt die Eltern in die gemeinsame Verantwortung. Man darf aber nicht verkennen, dass freie Elterntage nicht unbedingt eine angemessene Entlastung der Eltern für ihre finanziellen Einbußen darstellen. Im übrigen bleibt zu hoffen, dass die Verfahren zur Aussetzung der Elternbeiträge möglichst zügig und transparent vonstatten gehen.

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