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- aktualisiert am 29.01.2012 -

Der Bienenwolf

(Philanthus triangulum, Fabricius 1775, engl.: Bee Wolf)

 >> Teil 2 <<


Ansichten eines "Stadtbiotop" in Münster
Fotos: Dieter Kosmeier

Der Bienenwolf hat sich auf den Fang von Arbeiterinnen der Honigbiene spezialisiert und ist daher bei manchen Imkern nicht sehr beliebt. Gnadenlos haben sie ihn früher gejagt, mit tödlichem E605 oder mit dem starken Umweltgift Lindan (Hexachlorcyclohexan). So berichtete 1956 die Zeitschrift für Bienenforschung von einer »sehr erfolgreichen« Bekämpfung im fränkischen Pegnitz. Dort hatte der örtliche Imkerverein auf einer Fläche so groß wie drei Fußballfelder stolze 255 Kilogramm Lindan verstreut, um eine ganze Kolonie ihres Erzfeindes zu vernichten.

Und das obwohl, wie man heute weiß, die Verluste pro Bienenvolk mit 80.000 Arbeiterinnen wohl nicht gravierend ins Gewicht fallen!  EINE DIREKTE BEKÄMPFUNG IST ALSO NICHT ZU RECHTFERTIGEN!

Bei der Jagd liegt der Bienenwolf lauernd auf Pflanzen. Die Bienenarbeiterinnen werden immer direkt auf den Blüten (niemals am Bienenstock) mit einem "Blitzangriff" überfallen. Die Biene versucht noch Ihren eigenen Giftstachel zur Verteidigung einzusetzen, doch kann sie an der glatten Körperoberfläche des Bienenwolfes keinen Angriffspunkt finden. Die Biene wird durch einen Stich in die Vorderhüfte gelähmt. Die richtige Einstichstelle wird mit Sinnesborsten lokalisiert. Das Gift beginnt nach dem Stich bereits nach ein paar Sekunden zu wirken.

Weibchen des Bienenwolfs beim Lähmen einer Biene.
Der Stich erfolgt in die Intersegmentalhaut hinter dem ersten Beinpaar.
Das Gift wirkt bereits nach wenigen Sekunden.

Weibchen des Bienenwolfs beim Lähmen einer Biene; Foto: Erhard Strohm
Foto: Erhard Strohm

Die Beute, die sich in Rückenlage befindet,  wird fliegend zur Brutröhre transportiert. Die Biene wiegt soviel wie der Bienenwolf selbst oder sogar noch mehr! Vor dem Nesteingang verharrt der Bienenwolf wie eine Schwebfliege in einem Schwirrflug auf der Stelle, um sich dann umso schneller in die Brutröhre zu stürzen. Diese kann bis zu 1m lang sein und verzweigt sich manchmal in bis zu 10 taubeneigroße Bruthöhlen (Die maximale Anzahl soll bei günstigen Bedingungen sogar bei 34 Zellen liegen). Die Nesttiefe beträgt bis zu 1,5 Meter. Die Nistgänge werden bevorzugt in etwas verfestigte Steilwände gegraben, allerdings kann man seine Nester auch in ebenem Boden finden. Ein Verschließen des Nestes nach dem Ausflug findet nur in horizontalem oder leicht geneigtem Gelände statt. An senkrechten Stellen wird der Eingang stets offen gehalten. Bei Rückkehr mit erbeuteter Biene wird diese nur noch mit den Mittelbeinen gehalten, während die Vorderbeine mit den Grabborsten den Eingang freilegen.


Verwendung des Fotos mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. Heiko Bellmann
aus seinem Buch "Bienen, Wespen, Ameisen" >
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In jeder dieser Höhlen befindet sich nur eine Bienenwolf-Larve. Sie werden für Ihre weitere Entwicklung unterschiedlich versorgt! Jede männliche Larve wird in der Regel mit 2-3 Bienen als Proviant versorgt, selten erhält sie sogar nur eine. Die Weibchen erhalten dagegen 3-7 Bienen für ihre Entwicklung. Auf der zuletzt eingetragenen Biene erfolgt die Eiablage in jeder Brutzelle. Die Larve schlüpft nach 2-3 Tagen. Sie frisst an den Bienen für weitere 6-8 Tage, bevor sie einen Kokon spinnt und sich verpuppt.

Neben dem Fang zur Larvenversorgung erbeuten die Bienenwölfe auch Bienen zur Eigenversorgung. Sie pressen den Nektar bzw. Körpersaft aus und nehmen ihn auf. Die Biene selbst wird nicht verzehrt und anschließend fallengelassen (siehe Foto).

 Aufgrund der vielen Bilder wurde eine dritte Seite eingerichtet. Bitte klicken Sie nachstehend auf Teil 3


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