Technische Modernisierung

Am 14. Februar 2018 war es wieder soweit. Die lange vom Verein ersehnte mobile Hörfunkanlage wurde dem DSB-OV Münster und Münsterland e.V. übergeben. Herr Kroel von der Fa. Humantechnik und Joachim Bless, erster Vorsitzender des DSB-OV Vereines, trafen sich zu diesem Zweck in den Räumen des Hörbehindertenzentrums. Die neue mobile Höranlage umfasst achtunddreißig Empfangseinheiten und zwei Sendereinheiten. Des Weiteren gehören achtunddreißig Ringschleifen hierzu, fünf Kopfhörer und zwei Headsets.

Die mobile Höranlage ist so kompakt, dass
diese in einem Aluminiumkoffer ohne
Probleme transportiert werden kann. Die
neue Höranlage löst die alte transportable
Funkanlage ab, die bereits über zehn Jahre alt
ist und die von nur zehn Personen genutzt
werden konnte. Weder technisch noch personell ansatzweise ausreichend war diese Anlage, so dass diese dringend erneuert werden musste.

Zur Erinnerung: An den Ausflügen und den Kulturmaßnahmen zum Beispiel der letzten Jahre haben in der Regel ca. 30 Personen oder mehr teilgenommen, die technisch nicht mehr abgedeckt werden konnten.
Der DSB-OV Münster und Münsterland e.V. freut sich daher sehr über die gelungene Neuanschaffung und dankt ausdrücklich der AOK NordWest aus Münster, die mit einem
Förderbetrag von 9.000,00 € diese Anschaffung erst ermöglicht hat.

Der Vorstand

Erfolg !!! Schwerhörigenberatung wird ausgebaut!!!

Gute Nachrichten erhielt der Vorstand Anfang 2018 von der PariSozial Münster, Dahlweg 112, 48153 Münster. Die Beratung für schwerhörige Menschen wird ausgebaut. Hintergrund war ein Arbeitstreffen im Frühjahr 2017 durch die Vorstandsmitglieder Natalie Heines und Joachim Bless mit Vertretern der PariSozial Münster im Büro der Beratungsstelle für hörbehinderte Menschen. Erörtert und diskutiert wurde die Frage, in welchem Umfang die Beratungsstelle für hörbehinderte Menschen ausgebaut werden könne und ob überhaupt Bedarf bestehe. Die Beratungsstelle für hörbehinderte Menschen gibt es schon länger, jedoch beschränkte sich das Angebot bisher ausschließlich auf berufstätige Menschen, die im Arbeitsleben Probleme irgendwelcher Art hatten bzw. haben. Dies wurde vom DSB-OV Münster und Münsterland e.V. kritisiert, denn Probleme verschwinden nicht, nur weil die berufliche Arbeit endet. Im Gegenteil, so der Vorstand. Viele hörbehinderte Menschen haben alltägliche private Sorgen und Nöte, dessen Bewältigung sie nicht alleine stemmen können, sondern die Hilfe und Unterstützung erforderlich macht. Für diese Problembereiche gebe es aber keine Angebote bzw. Ansprechpartner der PariSozial Münster.

Dies veranlasste den Vorstand schriftlich einen Antrag zu formulieren, mit dem Ziel, eine solche Anlaufstelle einzurichten und das Angebot insoweit zu erweitern. Mit Erfolg!
Die PariSozial Münster teilte dem Vorstand am 8. Feb. 2018 mit, dass die Stadt Münster ein solches Beratungsangebot finanzieren und eine Planstelle in einem Umfang von 15- Wochenstunden einrichten werde. Das Angebot ist zunächst auf zwei Kalenderjahre befristet.

Der Vorstand dankt der Stadt Münster und der PariSozial für dieses Angebot. Es liegt nun an uns Hörbehinderte, dieses Beratungsangebot auch zu nutzen.
Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 wird die PariSozial ihr Angebot im Hörbehindertenzentrum vorstellen und Fragen rund um das Beratungsangebot beantworten.

Der Vorstand

 

Claudia Middendorf wird neue Beauftragte für Menschen mit

Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Claudia Middendorf wird neue Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten. Das hat das Kabinett in seiner heutigen Sitzung beschlossen. Middendorf übernimmt das Amt am 1. Oktober 2017. Mit dem Kabinettsbeschluss werden zudem die beiden bislang getrennten Ämter der bzw. des Behindertenbeauftragten und der bzw. des Patientenbeauftragten in Personalunion wahrgenommen.

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, freute sich über die Besetzung: „Wir haben mit Claudia Middendorf eine ausgewiesene Gesundheits- und Sozialexpertin gewinnen können. Sie weiß, wie man sich erfolgreich für die Belange der Menschen in unserem Land einsetzt. Ihre langjährigen beruflichen und politischen Erfahrungen sowie ihr soziales Engagement werden ihr bei den vielfältigen Herausforderungen und Aufgaben des neuen Amtes sehr nützlich sein.“

Middendorf stellt sich die Herangehensweise an ihr Amt getreu ihrem Lebensmotto vor: Der Mensch muss immer im Mittelpunkt des politischen Handelns und Seins stehen. Priorität habe für sie, „ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen mit Behinderung, der Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen und Pflegenden zu haben. Ich möchte mit meiner beruflichen und ehrenamtlichen Erfahrung für die Menschen mit Behinderung als Partnerin in der Durchsetzung ihrer politischen Rechte in Bezug auf ein selbstbestimmtes Leben handeln. Und für die Patientinnen und Patienten möchte ich als Schnittstelle zwischen den Institutionen, Ärzten, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen sowie den Betroffenen fungieren.“ Wichtig sei es hierbei, bestehende Netzwerke zu nutzen und auszubauen – beispielsweise im Hinblick auf die Behindertenbeiräte oder die Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher.

Laumann bezeichnete es zudem als „wichtigen Schritt“, die beiden Ämter der Behinderten- und Patientenbeauftragten in einem Amt zu bündeln. „Natürlich haben Menschen mit Behinderung, kranke und pflegebedürftige Menschen sowie ihre Angehörigen unterschiedliche Bedarfe. Aber es gibt auch eine Vielzahl gemeinsamer Herausforderungen – gerade in der gesundheitlichen Versorgung. Es gibt leider immer noch viel zu viele Versorgungsangebote, die nicht ausreichend barrierefrei und für Menschen mit Behinderung nicht zugänglich sind. Dies gilt ebenso für viele ältere Patientinnen und Patienten, die oft vor vergleichbaren Problemen stehen“, sagte Laumann.

Zur Person Claudia Middendorf

Claudia Middendorf, 1969 in Dortmund geboren, hat zunächst eine Ausbildung als Erzieherin absolviert. Nach dem Fachabitur im Jahr 1990 besuchte sie die katholische Fachhochschule in Paderborn. Seit 1995 arbeitet sie als Diplom-Sozialpädagogin beim Caritasverband Hagen. Von 1994 bis 1999 war sie sachkundige Bürgerin im Rat der Stadt Dortmund sowie von 1999 bis 2012 Mitglied des Rates. Claudia Middendorf engagiert sich u. a. in Hörde ehrenamtlich als Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen e. V., als Mitglied des Kirchenvorstands der Herz-Jesu-Kirche, als Mitglied im Kuratorium des St. Vincenz Jugendhilfe- Zentrum e. V., als Mitglied im Heimatverein Hörde, bei der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung sowie bei der Dortmunder Tafel. Von November 2009 bis Juni 2010 sowie von Mai 2012 bis Mai 2017 war sie zudem Abgeordnete des Landtags Nordrhein-Westfalen.

==========================================================

Video in Gebärdensprache über Sehenswertes in Münster

Münster (SMS) An gehörlose Gäste richtet sich ein Video des städtischen Presseamtes in Gebärdensprache: "Sehenswertes in Münster". Der gut 15-minütige Film informiert über touristische Attraktionen in der Altstadt und rund um den Aasee, nennt Stichworte zur Geschichte der Friedensstadt, weist auf die Skulpturen im öffentlichen Raum hin und gibt Ausgeh-Tipps. Er steht unter www.stadt-muenster.de/medien/filme.

===========================================================

Barrierefreier Notruf: Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit jetzt gesichert

Im letzten Newsletter haben wir über die Situation des barrierefreien Notrufs berichtet. Mit einer kleinen, aber wirksamen Änderung am Telekommunikationsgesetz (TKG) hat der Bundestag am 27. April 2017 den Rund-um-die-Uhr-Zugang zu Telekommunikationsdiensten für Menschen mit Behinderung jetzt beschlossen. Jetzt muss die Bundesnetzagentur noch den entsprechenden Auftrag an Tess Relay aussprechen. Dann wird der kostenlose Tess-Notruf sieben Tage in der Woche und 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen.

Was müssen Interessierte jetzt tun?

  1. Registrieren Sie sich auf der Internetseite www.tess-relay-dienste.de als Tess-Kunde. Wählen Sie bei der Tarifauswahl den Notruf-Tarif. Dieser Tarif ist kostenlos. (Durch Registrierung der eigenen Anschrift kann im Notfall, etwa wenn Sie sich nicht mehr äußern können, die zuständige Leitstelle ermittelt und der Rettungsdienst direkt dorthin geschickt werden.)

  2. Laptop oder PC: Laden Sie sich auf der Internetseite die kostenlose myMMX-Software herunter. Damit können Sie mit einem Laptop oder PC die Relay-Dienste nutzen.

    Smartphone oder Tablet: Für Smartphone oder Tablet können Sie im GooglePlay-Store oder im Apple-Store die Tess-App (myMMX Tess-Relay-Dienste) kostenlos herunterladen.

  3. Von Tess erhalten Sie Ihre Zugangsdaten. Wenn Sie diese jetzt eingeben, können Sie über die Relay-Dienste den Notruf anrufen.

Tipp: Um die Verbindung zu testen, rufen Sie den kostenlosen Tess-Support an.

Zur Erinnerung: Dieser Notruf schafft eine direkte Verbindung zur zuständigen Notruf-Leitstelle, ist aber über einen Dolmetscher „vermittelt“. Weiterhin arbeiten DSB und andere Verbände daran, dass künftig auch eine Notruf-App eingerichtet wird, die einen unmittelbaren (schriftlichen oder optischen) Kontakt direkt zu einer Notrufstelle ermöglicht. Nach bisherigen Aussage von Experten wird eine Lösung aber erst 2018 möglich sein.

==========================================================

Kino für Hörgeschädigte im Cinema Münster

Als einziges Kino in Münster bietet das Cinema in seinen Sälen eine Tonanlage, die Menschen mit Hörbehinderung speziellen Tonkomfort bietet. Mit Hilfe einer Infrarot- Tonübertragungsanlage von Sennheiser wird der Filmton im Saal ausgestrahlt. Spezielle

Kopfhörer empfangen den Filmton und geben den Nutzern so die Möglichkeit, die Lautstärke individuell für beide Ohren einzustellen. Wer zu Hause eine entsprechende Anlage besitzt, kann unter Umständen sogar seinen eigenen Kopfhörer benutzen, ansonsten steht ein Kopfhörer an der Kasse kostenlos zur Verfügung.

Für Träger von Hörgeräten mit T-Spule befinden sich in allen Sälen ebenfalls Induktionsschleifen. Zur Nutzung ist es notwendig kurz an der Kasse Bescheid zu geben, da die Schleifen nicht dauerhaft in Betrieb sind, um Ton-Überlagerungen zu vermeiden.
Auf Wunsch kann der Kopfhörer bei der telefonischen Kartenreservierung mit reserviert werden
Tel.: (0251) 30300.

Ein monatlicher Rundbrief, welche Filme im Programm mit Untertiteln gezeigt werden, finden Sie auf den Internetseiten des Vereins.

====================================================================

 

Leistungen eines Gebärdensprachdolmetscher -- Befreiung zur Zahlung von Umsatzsteuer -- Gesetzliche Neuregelung ab 01.01.2016.

Der Gesetzgeber hat nun entschieden, dass Leistungen, die Gebärdendolmetscher einem hörbehinderten oder gehörlosen Menschen gegenüber erbringen, mit Wirkung ab 01. Januar 2016 ebenfalls nicht mehr dem Umsatzsteuergesetz unterliegen, also steuerfrei sind.

Die Befreiung bei einem Dolmetscher ist nur dann, wenn er die sogenannte „Sozialgrenze“ von 25 % erfüllt. Das heißt, erbringt der Gebärdendolmetscher seine Dienste gegenüber nicht behinderten Menschen, und betragen die damit verbundenen Einnahmen mehr als 75 %, bleibt es bei der Steuerpflicht im vollen Umfang, da die Sozialgrenze nicht erfüllt wird.

Für uns Hörbehinderte/Gehörlose ist das zunächst ein gutes Gesetz, und wir als Verein hoffen natürlich, dass die Gebühren, also die Dolmetscherkosten im gleichen Umfang, nämlich um die Mehrwertsteuer ( 19 %), ebenfalls sinken werden. Die Kosten für einen Gebärdensprach - dolmetscher werden meist von Hörbehinderten und Gehörlosen selbst bezahlt durch die Inanspruchnahme des persönlichen Budget.

Nähere Infos hierzu stellt das Bundesministeriums der Finanzen auf den Internetseiten (http://www.bundesfinanzministerium.de) unter der Rubrik Wirtschaft und Verwaltung - Steuern - Veröffentlichungen zu Steuerarten - Umsatzsteuer - Umsatzsteuer-Anwendungserlass zum Herunterladen breit.

Jürgen Brackmann / Joachim Bless

Neue Induktionsanlagen an 4 Standorte in Münster!!!

  •  Evangelische Kirchengemeinde Hiltrup, An der Gräfte 3 in Münster Hiltrup, in der Kirche und im Gemeindesaal.

  •  Sporthalle Manfred-von-Richthofen-Straße, Münster-Ost.

  •  Sporthalle Dingbänger Weg Münster- Mecklenbeck.

    Es ist sehr erfreulich, dass die Evangelische Kirchengemeinde und die Stadt dafür sorgen, dass die barrierefreie Kommunikation weiter gefördert wird.

    Es wäre schön wenn Schwerhörige Besucher die Anlagen nutzen würden und auch den Institutionen Rückmeldung geben würden.

 

Gerichte sollen Dolmetscherkosten komplett tragen

von Ottmar Miles-Paul

Berlin (kobinet) Heute bringt die Regierungskoalition den Gesetzentwurf zur Erweiterung der Medienöffentlichkeit in Gerichtsverfahren und zur Verbesserung von Kommunikationshilfen für Menschen mit Sprach- und Hörbehinderungen (EMöGG) ein. Darauf weist der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Uwe Schummer, hin.

"Für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen sind Gerichtsverfahren heute mit zusätzlichen Kosten verbunden, sofern sie auf einen Gebärdensprachdolmetscher oder andere Kommunikationshilfen angewiesen sind. Nur in Strafverfahren wird die Übersetzung rund um das gesamte Verfahren von den Gerichten finanziert. In allen anderen Gerichtsverfahren tragen sie lediglich die Kosten für Übersetzungen in den mündlichen Anhörungen. Alle anderen Kosten tragen die betroffenen Menschen bislang selbst. Damit sind sie aufgrund ihrer besonderen Beeinträchtigung gegenüber vielen anderen Menschen klar im Nachteil. Das neue Gesetz wird das ändern. Es stellt sicher, dass Gebärdensprachdolmetscher und andere Kommunikationshilfen im gesamten Verfahren von den Gerichten finanziert werden. Künftig übernimmt damit der Bund rund 97.000 Euro an Mehrkosten für barrierefreie Gerichtsverfahren. Damit schließt die Koalition eine bisherige Gesetzeslücke im Sinne der betroffenen Menschen mit Behinderungen und macht das Gerichtswesen für sie ein Stück gerechter", erklärte Uwe Schummer.

(Quelle: kobinet-nachrichten.org, 15.12.2016)

Tinnitus-App bei der TK auf Rezept

Pop gegen das Piepen im Ohr

Mit der Tinnitracks-App für Smartphones bietet die TK bereits seit Oktober 2015 als damals erste Krankenkasse eine innovative Behandlungsmethode gegen Tinnitus (TK aktuell 2/2015 berichtete).

Wenn es in den Ohren ständig piept, sind bestimmte Nervenzellen übermäßig aktiv. Die App filtert diese individuellen Tinnitus-Frequenzen, die den Ohren auf die Nerven gehen, aus der Lieblingsmusik heraus. So werden die gereizten Nervenzellen beruhigt und die Intensität des Tinnitus kann gemildert werden.

Nach dem Start vor einem Jahr in Hamburg hat die TK dieses Angebot jetzt auf Bayern, Baden- Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen ausgeweitet. Die TK übernimmt für ihre Versicherten die Kosten für eine HNO- ärztliche Eingangs- und Abschlussuntersuchung, eine Tinnitracks-Jahreslizenz, die präzise Frequenzbestimmung des Tinnitus und die regelmäßigen Kontrolltermine zur Überprüfung der Tinnitus-Frequenz.

Voraussetzung ist unter anderem, dass der Tinnitus mindestens drei Monate besteht und von einem Arzt festgestellt worden ist. Zudem muss der behandelnde HNO-Arzt mit Sitz in den genannten Bundesländern an diesem Versorgungsangebot der TK teilnehmen. Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse ist die frühere Altersbeschränkung für die Nutzung von Tinnitracks inzwischen entfallen.

(Quelle: TK aktuell 2-2016)