Selbsthilfetage mit Bundesversammlung in Münster

Nach langen Vorbereitungen fanden die Selbsthilfetage vom 06.10. – 09.10.2016 in Münster-Hiltrup statt. Schon am Vortag kamen die ersten Mitorganisatoren u.a. aus Berlin und es wurde auch hier über den organisatorischen Ablauf gesprochen. Die Räume in der Stadthalle wurden am nächsten Tag von der Audiovision mit Übertragungstechnik für Hörgeschädigte, Beamer, Leinwände und Videokamera ausgestattet. Die Schriftdolmetscher bereiteten zudem ihren Einsatz vor. Während am Nachmittag schon die ersten Aussteller ihren Stand aufbauten, fand im Hörbehindertenzentrum die Länderratssitzung statt. Um 17 Uhr fand in Münster für diejenigen, die ihre Zimmer bis Sonntag gebucht hatten, eine Stadtführung statt. Zunächst wurden die Teilnehmer mit einer FM-Anlage ausgestattet.

Am Freitag wurden schon in der Frühe die letzten Vorbereitungen getroffen. Weitere Aussteller kamen und bauten ihre Stände auf. Der Verein stellte in den Vortragsräumen seine Laptops bereit und unterstützte die Referenten bei Technikfragen. An der Anmeldung wurden die ersten Gäste begrüßt und bekamen jeweils eine Tasche mit Infomaterial überreicht.

Zur Pressekonferenz um 09.15 Uhr kamen verschiedene Journalisten aus der Tagespresse. Auch das WDR-Fernsehen kam und strahlte eine Zusammenfassung am gleichen Abend in der Lokalzeit Münsterland aus.

Herr Dr. Seidler eröffnete mit etwas Verspätung den Selbsthilfetag nach einem schönen Bläserensemble. Anschließend erfolgte ein Rundgang über die Ausstellung.

Herr Prof. Ulrich Hase startete die Vortragsreihe mit dem Thema „Die UN-Behindertenrechtskonvention“.

Nach dem Vortrag von Herrn Mellentin wurde der große Saal für den Festabend umgebaut. Der Einlass erfolgte mit halbstündiger Verspätung.

Nach dem großen Andrang am Vormittag lief der Nachmittag etwas ruhiger. So hatte man immer wieder Zeit, mit den Gästen ein paar Worte zu reden und Informationen zu geben. Es war ein schöner, erfolgreicher Tag.

Am Samstag fand im großen Saal die Bundesversammlung statt. Am Vormittag berichteten die Fachreferatsleiter aus ihrem Referat.

Ab Mittag fand die eigentliche Bundesversammlung statt.

Um 20 Uhr trafen sich viele Teilnehmer am Rathausinnenhof, um an einer Nachtwächterführung teilzunehmen. Diese wurden in drei Gruppen aufgeteilt und mit einer FM-Anlage ausgestattet. Die drei Nachtwächter gingen mit ihren Gruppen durch die Altstadt von Münster und berichteten über ihre Aufgaben und die einzelnen Stationen.

Zum Abschluss der Tage fand am Sonntagvormittag eine weitere Stadtführung statt.

Um 13 Uhr trafen sich nochmals ca. 20 Teilnehmer am Domplatz, um an einer Domführung teilzunehmen.

Nach Ausstattung mit der FM-Anlage haben 2 Domführer mit ihren Gruppen eine informative Führung zur Geschichte des Domes und mit seiner einzigartigen genauen astronomischen Uhr, die bis heute noch intakt läuft, gemacht. Hier gab es noch während der Führung ein Highlight: die Gruppen durften das blaue Kachelzimmer besichtigen.

Dieser Raum wird nur für ganz besondere Anlässe des Bischofs genutzt und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

So schließen die Selbsthilfetage mit ihren Begegnungen untereinander, den vielen Infos der Aussteller, den guten Vorträgen, dem Festabend, der Stadtführung und der Domführung ab.

 

Vereinsausflug nach Berlin

Wie heißt da ein Sprichwort: Berlin ist eine Reise wert!
Mit der Bahn ging die Reise ab Münster mit Umstieg in Hamm am Sonntag, den 6.11.2016, am frühen Morgen los. 19 Mitglieder und eine weitere Gruppe von ca. 25 Personen beteiligten sich an diesem mehrtägigen Ausflug. Gegen Mittag wurden die Gruppen mit dem Bus abgeholt und zum Essen in ein Lokal gefahren. In der Nähe befand sich die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, das mit einer Führung besichtigt
wurde. Nach so viel

historischen „Inputs“ ging es mit dem Bus zum Hotel, wo auch zu Abend gegessen wurde. Am nächsten Tag ging es zum Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, wo es einen Einführungsfilm und anschließende Aussprache gab. Zur Mittagszeit gingen wir zum nächsten Lokal um die Ecke. Mit einem kleinen Spaziergang durch das Regierungsviertel folgte ein Besuch der Gedenkstätte der Sinti und Zigeuner.

Das nächste Ziel war das Paul-Löbe-Haus, wo die Abgeordneten des Bundestages ihre Arbeitsstätte haben. Hier begegneten wir auch Frau Klein-Schmeink (Die Grünen/Bündnis 90), die uns diese Reise ermöglicht hat. Sie berichtete von ihrer Arbeit als Bundestagsabgeordnete. Das Reichstagsgebäude war das nächste Ziel. Nach der Kontrolle wie auf einem Flughafen wurden wir zur Besuchertribüne des Plenarsaales geführt. Es gab eine historische Einführung und alle gingen dann begeistert zur gläsernen Kuppel mit fantastischem Ausblick. Mit dem Bus wurden wir zum Abendessen in ein italienisches Lokal gebracht und anschließend zum Hotel. Am Abreisetag ging es morgens zum Museum für Kommunikation, wo es auch eine

Führung gab. Das Mittagessen war für viele ungewöhnlich in einem vegetarischen Restaurant.

Nachmittags wurden die Räume des europäischen Parlaments
in der Nähe des Brandenburger Tores und des Hotels Adlon
aufgesucht. Es gab einen Vortrag über die europäische Union
und kritische Fragen zum Brexit und die Wahl des neuen US-
Präsidenten. Der Bus brachte uns anschließend zum
Hauptbahnhof Berlin, wo wir die Heimreise antraten. Ein
Wermutstropfen waren für uns Schwerhörigen die fehlenden Induktionsanlagen. Nur im Plenarsaal hat es geklappt.

Ein besonderer Dank gilt unserem 1. Vorsitzenden J. Brackmann, der uns diesen wunderbaren Vereinsausflug arrangiert hat.