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Gütesiegel individuelle Förderung für das Wilhelm-Hittorf-Gymnasium


Am Montag dem 07.Mai erhält das Wilhelm-Hittorf-Gymnasium in Düsseldorf vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW in einer Feierstunde das Gütesiegel für individuelle Förderung.

„Ihre Schule hat sich um das Gütesiegel individuelle Förderung beworben und inzwischen Besuch durch die Jurykommission erhalten.
Aus den Bewerbungsunterlagen Ihrer Schule und dem Votum der Jury geht hervor, dass Ihre Schule die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler zu einem besonderen Entwicklungsschwerpunkt gemacht hat.
In der Bewerbung haben Sie eindrucksvoll das Bemühen dokumentiert, die Lernausgangslage der Schülerinnen und Schüler systematisch in den Blick zu nehmen, sie in geeigneter Weise zu fördern, die Förderung strukturell zu sichern und ihre Wirksamkeit zu evaluieren.Teil der Praxis der individuellen Förderung Ihrer Schule war auch, Schulorganisation und Unterricht mit dem Ziel zu verändern, individuellem Lernen besser gerecht zu werden.Die Erfahrungen, die Sie in der Umsetzung der Konzepte Ihrer Schule gemacht haben, können für andere Schulen Anregung und Orientierung sein.“

Katrin Kiebel Klasse 9 Fe
Forder-Förder-Projekt, Geschichtswettbewerb
In der sechsten und siebten Klasse habe ich zusammen mit einigen Mitschülern zweimal am Forder-Förder-Projekt teilgenommen.
Wir trafen uns mit den betreuenden Lehrer und Studenten einmal in der Woche für zwei Stunden, um an einer Expertenarbeit und einem entsprechenden Vortrag zu arbeiten. Die jeweiligen Themen durften wir frei wählen, und somit war ein individuelles und für jeden Schüler interessantes Lernen möglich.
In diesen Stunden habe ich viele Techniken sowohl zum Bearbeiten, Auswerten und Schreiben von Texten als auch zur Vorbereitung und Gestaltung von PowerPoint-Präsentationen kennen und schätzen gelernt. Sie helfen mir noch heute – in der neunten Klasse – sowohl im regulären Unterricht als auch bei Projekten wie dem Geschichtswettbewerb, an dem ich in diesem Jahr teilnahm. Durch die Teilnahme am Forder-Förder-Projekt fielen mir Dinge wie die Informationssuche, das Strukturieren von Informationen und der Umgang mit dem Computer deutlich leichter.
Außerdem hatten wir damals viel Spaß mit den engagierten Betreuern (Studenten und Lehrern) beim Erstellen unserer Arbeiten.
Für mich persönlich war das Lernen im Forder-Förder-Projekt eine schöne Zeit, und ich kann diese Form des selbstständigen Lernens nur weiterempfehlen.

Melina Santos-Moura, 6a Es
Forder-Förder-Projekt, Latein+Französisch
Melina und Vanessa haben nach anfänglichem Widerstand der Eltern mit Latein und Franzäsisch im Drehtürmodell begonnen ein halbes Jahr nach Beginn der zweiten Fremdsprache. Melina:
Da wir uns erst so spät entschieden haben, mussten wir fünf Lektionen Vokabeln und Grammatik und die Lektionstexte allein nachlernen. Ich habe meiner Freundin aber gesagt: Entweder machen wir das jetzt, oder es ist zu spät! Froh war ich, dass meine Eltern schließlich doch einverstanden waren. Also fingen wir fleißig an nachzulernen, und es war weniger, als ich gedacht hatte.
Meine Klassenkameraden waren ziemlich einer Meinung, dass wir das Nachholen nicht schaffen. Ich blieb trotzdem zuversichtlich und wollte das durchziehen. Meine Freundin und ich haben die Lektionstexte ziemlich schnell nach geholt und die Vokabeln und Grammatik auch. Jetzt kommen wir so mit, als wenn wir Latein viermal in der Woche hätten wie die anderen, und ich glaube, dass man es uns eigentlich nicht mehr ansehen kann, dass wir fünf Lektionen allein ohne Lehrer gelernt haben.

Jan Hoffmann, 9a Fe
Französisch+Informatik
Anfangs dachte ich, das würde sehr stressig und anstrengend werden, aber nach ein paar Wochen habe ich gemerkt, dass es gut klappt, zwei Wahlfächer „unter einen Hut zu bekommen“
Man muss natürlich mehr arbeiten als die Klassenkameraden und Arbeit nachholen. Dies aber gelingt sehr gut, wenn man zuverlässige Partner hat, die einem die Informationen aus dem Unterricht überbringen und auch mal als Ansprechpartner zur Seite stehen, falls es Fragen zum Stoff gibt.Man sollte sich einen möglichst regelmäßigen Plan erstellen, in dem man die verfügbaren Stunden auf die beiden Wahlpflichtfächer verteilt. Natürlich ist es dann möglich zu variieren, zum Beispiel wenn in einem Fach eine Arbeit ansteht, besucht man verstärkt diese Unterrichtsstunde. Wenn der Plan erstellt ist, läuft alles fließend, und das Nachholen fällt leichter.
Das Drehtürmodell hat einen Riesen-Vorteil: man lernt sich selber zu organisieren und selbstständiger zu werden bzw. selbstständiger zu arbeiten.
Wenn man dies einigermaßen beherrscht, ist das Drehtürmodell gut zu „bewältigen“.

Matthias Droste Klasse 10
Forder-Förder-Projekt, Schnupperspringen, Mathematik, Springen
Mit der Begabtenförderung hatte ich das erste Mal in der sechsten Klasse zu tun. Da habe ich am Forder-Förder-Projekt teilgenommen, bei dem ein kleines Büchlein zu einem selbst gewählten Thema erstellt wurde und am Ende dazu ein Vortrag vor den anderen Teilnehmern im Schloss gehalten wurde.
Insgesamt war die Teilnahme am Forder-Förder-Projekt für mich eine große Herausforderung, und als es geklappt hat, war ich stolz darauf. Außerdem konnte ich die Arbeitstechniken, die ich dabei kennen gelernt habe, auch später anwenden.
Etwas später habe ich in den Klassen 7 und 8 im Drehtürmodell am Mathematikunterricht der nächsten Klasse teilgenommen. Dafür musste ich den Stoff der siebten Klasse in einem halben Jahr vorarbeiten. Danach verursachte das Drehtürmodell kaum noch Zeitaufwand, da ich zwar wieder die in den anderen Fächern versäumten Stunden nachholen musste, aber auch die nicht mehr nötigen Mathestunden in der eigenen Klasse für Hausaufgaben nutzen konnte.
Durch die Teilnahme am Mathematikunterricht der höheren Klasse wurde das Fach für mich noch interessanter, und außerdem hatte ich mehr Freizeit, weil das Nacharbeiten schneller ging als die eigentlichen Schulstunden.
Am Ende der achten Klasse wurde mir vorgeschlagen, eine Klasse zu überspringen. Zum Glück entfiel für mich durch das Drehtürmodell das Vorlernen in Mathematik. Das Vorlernen funktionierte, und ich konnte nach den Ferien in die zehnte Klasse gehen.
Dort komme ich gut mit, und meine Noten sind kaum schlechter geworden. Aus meiner Sicht war die Entscheidung richtig, und ich würde mich wieder so entscheiden.

Maria Kanychova 9b
Schnupperspringen Matehmatik, Chemie, Physik, Informatik; Springen
Ich war zunächst Schülerin der 8b und habe an mehreren Fächern der höheren Klasse teilgenommen. Da mir die Mathematik und die Naturwissenschaften gefallen, waren die vier Fächer, die ich in der höheren Klasse gemacht habe, Mathematik, Chemie, Physik und Informatik.
Nach einem halben Jahr bin ich ganz in die neunte Klasse übergegangen.
Doch leicht war es für mich in dem halben Jahr davor nicht. Angefangen damit, dass die neue Klasse mich zuerst etwas verwundert, aber sehr freundlich aufnahm. Es war dennoch schwer, sich auf zwei Klassen gleichzeitig zu konzentrieren und den Stoff nachzuholen, den beide Klassen gemacht haben.Ich habe mich auch sehr bemüht, nicht krank zu werden, denn dann wäre es noch schwieriger gewesen, den Stoff wieder aufzugreifen.
Da mich aber meine Freundinnen aus der achten Klasse und auch die neu gewonnenen aus der neunten unterstützten, habe ich es am Ende doch geschafft.
Ich danke daher meinen Freunden und der Schule für die mir gegebene Chance und hoffe, dass andere Schüler sich durch Beispiele ermutigt fühlen und auch etwas versuchen.

WHGBriefKonradMaerz07.pdf

[Keh] 


09.05.2007


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