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Beratungslehrer erhalten Zertifikat

Hochschule begleitet Beratungsprojekt aber weiter

Die ausgebildeten Berater erhalten Ihr Zertifikat
Die ausgebildeten Berater erhalten Ihr Zertifikat

Münster n Zehn Lehrerinnen und Lehrer durften sich am Montag freuen: In den Räumen des Instituts für Erziehungswissenschaft erhielten sie für ihre Teilnahme an einem Kurs "Beratungslehrer für leistungsschwache und verhaltensauffällige Schüler" ein Zertifikat. Die eineinhalb Jahre dauernde Mitarbeit endete mit einer schriftlichen Abschlussprüfung.

Von März 2004 bis September 2005 arbeiteten die Pädagogen des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums mit Studenten des Institutes zusammen, die im Seminar als Trainer fungierten. Ziel des an der Universität entwickelten und durchgeführten Programms war es, ein Beratungssystem an der Schule zu installieren.

Um das Projekt zu verwirklichen, wurde der Trias aus Hittorf-Gymnasium, Uni und der Sonnenholzer Beratung, das an der Trainer- und Beraterausbildung der Studenten mitwirkte, gebildet. Hans-Joachim von Olberg, Studiendekan des Fachbereichs Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften, vermittelte zwischen Gymnasium und Hochschule.

Dr. Michaela Brohm, Dozentin am gleichen Fachbereichs, bezeichnete das Programm als Projekt zwischen Theorie und Praxis.

Die Uni konnte theoretisches Wissen vermitteln, praxisorientierte Methoden erläutern und die Diagnostik des Schülerproblems nahebringen. Die teilnehmenden Lehrer konnten im Gegenzug praktische Erfahrungen und Ergebnisse aus der direkten Beratung der Schüler bieten. Manfred Ossege, selbst Lehrer am Hittorf-Gymnasium, förderte das Programm an seiner Schule. "An der Hauptschule ist ein Berater nichts ungewöhnliches. Am Gymnasium ist eine solche Einrichtung aber eher selten. Durch das Programm konnte derartiges etabliert werden."

Dabei war man dem Ziel, den Schülern eine individuelle Hilfe gerade bei systematischen Lernschwächen und falschen Lernmethoden zu bieten, näher gekommen. Knapp acht Prozent der Schüler nahmen ein Beratungsgespräch während der Zeit in Anspruch und bei etwa 80 Prozent konnte ein positives Ergebnis festgehalten werden. SAO

Quelle: Münstersche Zeitung vom 21.12.2005

[Harald Kehlbreier]

22.12.2005


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