Pläne
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Briefpartnerschaft

zwischen der

Junior Secondary School Pope Jean Paul II (Ahiara/Nigeria)

und dem Gymnasium Wolbeck

 Man baut eine Schule, während der Bauphase findet noch die eine oder andere Projektbetreuungsreise statt und dann hofft man auf die Nachhaltigkeit des Projekts. So läuft es in der Regel, doch wir wollten die Regel unterbrechen und einen längerfristigen Kontakt fördern.

kinder balancierend

 

Georg Rölver, ehemaliger Kollege am Gymnasium Wolbeck, hatte die zündende Idee: eine Briefpartnerschaft zwischen Schülern beider Schulen. Nach Gesprächen mit den jeweiligen Schulleitungen konnte der Plan in die Tat umgesetzt werden. Father Sylvester Ihuoma, der mit dem Plan, in der Diözese Ahiara eine Schule zu bauen, an den ÖWK herangetreten war, war sofort bereit, den SchülerInnen der Jahrgangsstufen 8 und 9 etwas über seine Heimat und über das Schulwesen dort zu erzählen und die SchülerInnen griffen den Vorschlag, einen Briefkontakt herzustellen, begeistert auf.
Father Sylvester hatte bereits in Greven einen Verein gegründet und zwar die SFV Ausbildungshilfe Mbaise / Afrika e.V., um einen ständigen Kontakt zur Schule in Ahiara aufzubauen und um Patenschaften für bedürftige SchülerInnen zu initiieren. Die Briefpartnerschaften würden diese Initiative sinnvoll ergänzen. Über einen regelmäßigen Briefkontakt sollten die SchülerInnen beider Schulen in einen regen Austausch treten und die jeweils andere Lebensart und Kultur kennen lernen.

Am 31. Mai 2007 war es soweit, die Schulkonferenz beschloss offiziell die Schulpartnerschaft zwischen dem Gymnasium Wolbeck und der Pope John Paul Junior Secondary School (Papst Johannes Paul - Schule) in der Diözese Ahiara in Nigeria. Nach ausgiebigen Diskussionen in der Schulpflegschaft, der SV (Schülervertretung) und der Lehrerschaft erfolgte der Beschluss einstimmig.
briefuebergabe lisa sieverding
Im Herbst 2007 ergab sich dann die Gelegenheit, den Kontakt auf direktestem Wege herzustellen. Lisa Sieverding konnte mit Mitgliedern des ÖWK an einer Reise nach Nigeria teilnehmen und als Botschafterin des Gymnasiums Wolbeck erste Briefe deutscher Schüler nach Ahiara bringen.
Seitdem werden Briefe und Fotos von hier nach dort und umgekehrt geschickt und es haben sich schon andauernde Kontakte gebildet. Da die Briefe auf dem normalen Postweg viel zu lange brauchen, profitieren die SchülerInnen davon, dass immer wieder Mitglieder des ÖWK nach Nigeria reisen und die Briefe mitnehmen können.

Die Schulpartnerschaft wird auch in Unterrichtsreihen des Gymnasiums Wolbeck behandelt. Sie ist seit der Umstellung auf das G8 Abitur im Jahre 2010 in das 'Hauscurriculum' integriert. Die beiden engagierten Lehrer Dr. Heiko Overmeyer (kath. Religion) und Bernd Korthals (Erdkunde) haben gemeinsam mit ihren Kollegen für ihren jeweiligen Fachbereich Inhalte erarbeitet.
Im Religionsunterricht wird im Rahmen der Klasse 8 die Schulpartnerschaft 'institutionalisiert' behandelt: D. h., hier wird das Oberthema 'Mission und Weltkirche' behandelt. Dabei geht es zunächst um die Verbindung unserer Kirche mit der weltweiten Kirche und dann konkret um die Partnerschule. Je nach Planung kann ein Schüler, der an der Briefpartnerschaft teilnimmt oder jemand von außerhalb eingeladen werden, der eigene Erfahrungen einbringt. Die Schule wird vorgestellt und für die Möglichkeit geworben, Briefkontakte einzugehen. Wichtig ist, dass auch die Frage thematisiert wird, warum über die Kirche/ über die Gemeinden solche Kontakte laufen, damit nicht der Eindruck entsteht, wir wollten (im alten Sinne der Wortes) missionieren. Oft wird eine Recherchephase ergänzt, in der es um die Frage geht, wie man sich 'Leben in Afrika' bei uns vorstellt bzw. welches Bild von Afrika eigentlich bei uns vorherrscht.
Die Partnerschaft der beiden Schulen ist Bestandteil des bilingualen Differenzierungskurses Gesellschaftswissenschaften in der Jahrgangsstufe 9. In diesem zweijährigen Kurs hat das Fach Erdkunde in der Stufe 8 die Federführung. Das Oberthema lautet: 'Living and Working in Different Parts of the World'. Das Unterthema 'Living and Working in Africa' bietet uns die Möglichkeit, auf Nigeria und die bestehende Schulpartnerschaft einzugehen.

So werden die Schüler des Gymnasiums Wolbeck an die Fragestellungen herangeführt. Auch bei besonderen Aktivitäten der Schule findet diese Partnerschaft ihren Niederschlag. Zum großen Schulfest 2008 wurden z.B. Stellwände gemacht um auch Besucher des Festes auf diese Aktivitäten hinzuweisen. Ein Teil des Erlöses floss zum Ausbau einer Schülerbibliothek zur Partnerschule in Ahiara/Nigeria.

Ergänzt wurde / wird der Kontakt dadurch, dass auch immer wieder Erlöse aus dem Verkauf der Klimaschutzhefte an die Junior Secondary School in Ahiara gehen um dort z.B. die Schülerbibliothek zu ergänzen oder Unterrichtsmaterialien zu beschaffen. Da dieser Verkauf durch die SV der Schule organisiert wird, ergibt sich auch an dieser Stelle eine Informationsmöglichkeit.

Auf diese Weise realisiert sich die Grundidee des ÖWK, ‚Partnerschaften mit Gesicht' (in der Sprache der Igbo: Nmekorita) möglich zu machen.

 

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Weitere Informationen: http://ewk-wolbeck.de/