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Münster, Wolbeck – 02.05.2018

EU-Parlamentarier live per Skype - Europaabgeordneter Dr. Markus Pieper stand Schülerinnen und Schülern der Q1 Rede und Antwort

Europawoche Skypeinterview 1

Auftakt zur Europawoche 2018 am Gymnasium Wolbeck

Schülerinnen und Schüler der Sozialwissenschaftskurse (Q1) der Europaschule Gymnasium Wolbeck befragten am 2. Mai eine Schulstunde lang den Europaabgeordneten Markus Pieper. Der Anlass für dieses Interview entstand während der aktiven Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit der Europäischen Union im Rahmen des Sozialwissenschaftsunterrichts. „Würden Sie Ihrer Meinung nach eher die Interessen Deutschlands in der EU oder die Interessen der gesamten EU vorrangig vor den deutschen Interessen vertreten?“ Diese Frage, im Unterricht aufgekommen, schrieb ein Schüler einfach per E-Mail direkt an den Europaabgeordneten. Herr Pieper bot daraufhin an, im Skype-Gespräch eine Antwort zu geben. Und so kam es dann, dass Schülerinnen und Schüler aus den drei Sozialwissenschaftskursen der Fachlehrerinnen Christiane Germann-Kortstiege, Imke Ostholthoff und des Fachlehrers Dr. Nils Voelzke am 2. Mai gebannt zuhörten, als einer unserer Repräsentanten im Europaparlament von den unterschiedlichen Ansprüchen, die auf europäischer, Bundes-, Landes- aber auch Kommunalebene an ihn gestellt würden, berichtete. Mit Hilfe von Beispielen erläuterte er, wie er versuche diese abzuwägen und in einen Ausgleich zu bringen – aber im allergrößten Zweifel Europa den Vorzug gegeben würde.

In dieser Auftaktveranstaltung zur Europawoche 2018 am Gymnasium Wolbeck sollte es jedoch nicht bei dieser einen Frage bleiben. Fast 45 Minuten stand Pieper oft anschaulich und mit Beispielen aus seinem Parlamentarierleben Rede und Antwort zu Fragen, die ein Spektrum aufspannten, welches von der Zukunft der EU und ihrer institutionellen Struktur, der Beitrittsperspektive der Türkei, europäischer Datenschutzverordnung bis hin zur Verwendung der Gelder der EU in NRW reichte. Nachdem Herr Pieper von einer Parlamentarierreise in die türkisch-syrische Grenzregion berichtete, fragte eine Schülerin kritisch nach, ob denn die EU genug Geld für die Flüchtlingsunterstützung in die Hand nehme. Etwas provokant ließen die Schülerinnen und Schüler den Abgeordneten auch erläutern, welchen Staat er aus der EU herauswerfen würde, wenn er dies dürfe. Dieser konterte mit dem Bekenntnis am liebsten alle 28 (!) Staaten, d.h. auch Großbritannien, in der Europäischen Union behalten zu wollen.

Fachlehrerin Imke Ostholthoff ist sich sicher: „Die Schülerinnen und Schüler konnten viel aus dem Interview mitnehmen, da sie so die Möglichkeit hatten, einen direkten und auch emotionalen Einblick in viele Handlungsfelder der EU zu bekommen und nicht mehr nur alleine das abstrakte Konstrukt einer Staatengemeinschaft gesehen haben.“ Fachlehrer Dr. Nils Voelzke stimmt dieser Einschätzung seiner Kollegin zu und ergänzt: „Ein solches Interview ist eine ideale Chance für die Schüler zu erfahren, dass wir ihnen an unserer Europaschule eine gute Orientierung für Europa bieten können und die Kontroversen über die Gestaltung und Finalität der EU, die Europäische Währungsunion und die Migrationspolitik in unserem Sozialwissenschaftsunterricht weiter aktuell sind.“

Neben dem Skypeinterview mit dem Europageordneten wurde die vom 7.bis 11. Mai stattfindende Europawoche 2018 mit Vorführungen des englischsprachigen White Horse Theatres am Gymnasium Wolbeck eingeleitet. Ziel der Europawoche ist es in jedem Jahr, sich die Bedeutung Europas für uns Bürgerinnen und Bürger bewusst zu machen und sich mit den Errungenschaften der europäischen Einigung zu beschäftigen.

Europawoche Skypeinterview 1