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Erst- und Zweitklässler lernen in Zukunft zusammen
Spätestens ab Sommer 2005 wird an allen Grundschulen die neu gestaltete Schuleingangsphase eingeführt

Pia* (7 Jahre alt und im ersten Schuljahr) und Mona (9 Jahre, 3. Schuljahr) sitzen einträchtig am Maltisch und bemalen gemeinsam eine Tonfigur, die Mona zuvor getöpfert hat. Die Neunjährige hält mit der einen Hand das Männchen fest und pinselt mit der anderen eine blaue Badehose auf. Aber auch Pia darf mitreden und mitmachen, obwohl es nicht ihr eigenes Figürchen ist, das jetzt angezogen wird. Gemeinsam diskutieren die beiden, wie das Männchen werden soll. Nur eine Badehose ist eigentlich zu wenig, entscheiden sie und verpassen dem Männchen einen kompletten Anzug.

Am Nachbartisch sitzen Daniel (7, 1. Schuljahr) und Piet (8, 2. Schuljahr) und lösen am Computer ein Kreuzworträtsel. Obst mit sieben Buchstaben und einem K am Anfang? "Kartoffel" ist die Lösung, da sind die zwei sich sicher. Daniel darf K A T O F E L in den Computer tippen. Piet drückt anschließend die Enter Taste, aber der Computer fängt hektisch an zu blinken. "Falsch", stellen beide enttäuscht fest. "Mist." Die richtige Lösung blinkt nun in der unteren rechten Ecke auf: "Kirsche" wäre richtig gewesen. Jetzt darf Piet das richtige Wort tippen, und dann suchen sich beide den nächsten Begriff aus, den sie lösen wollen. Besteck mit fünf Buchstaben und einem L am Ende?

Merle (7, 1. Schuljahr) hat sich für Einzelarbeit entschieden. Sie macht Matheaufgaben und rechnet: 10 x 4, 4x 2, 3 x 5. Tobi (9, 2. Schuljahr) übt schreiben. Heute ist das A dran, mal als Großbuchstabe, mal klein: Apfel, Lampe, Opa schreibt der Junge akribisch in sein Schulheft. In der Rabenklasse ist es an diesem Morgen recht still. Jeder hat seine Aufgabe, die er allein oder mit anderen Kindern löst. Mal arbeiten zwei Gleichaltrige zusammen, wie die beiden Drittklässler Florian und Paul. Die beiden Neunjährigen schreiben gerade eine Geschichte von einem Hai, der im Meer lebte und böse Fische fraß, dann aber lieber Schiffe versenken wollte. Den ersten Satz der Geschichte haben sie bereits in den Computer getippt und dabei verschiedene Schrifttypen, farben und größen ausprobiert. Mit dem zweiten Satz hapert es ein wenig. Es fehlt ihnen die zündende Idee, wie es weitergeht.

An einem weiteren Tisch arbeitet ein altersgemischtes Pärchen. Rebecca (8, 2. Schuljahr) und Julia (9, 3. Schuljahr) haben sich zusammengesetzt. Und das hat einen hochoffiziellen Grund: Julia nimmt ihrer kleinen Mitschülerin gerade die 1 x 1 Prüfung ab. Rebecca hat zu Hause nach und nach alle Zahlenreihen gelernt und zeigt jetzt Julia, was sie kann. Rebecca hat sich Julia als Prüferin selbst ausgesucht, und Julia hat diese Aufgabe gerne übernommen. Damit sie die Prüfung aber auch abnehmen kann, muss sie natürlich selbst im 1 x 1 fit sein. Dass sie auf diese Weise den Stoff selbst wiederholt, fällt ihr gar nicht auf.

Die Klassenlehrerin der Rabenklasse, Margarete Hoerster, sitzt derweil mit Lisa (9, 3. Schuljahr) zusammen und gibt Einzelunterricht im Rechnen, erklärt und wiederholt noch einmal, kontrolliert die Aufgaben.

Nach einer halben Stunde der freien Arbeit läutet Margarete Hoerster die Glocke. Alle wissen, was jetzt kommt: der Erzählkreis. Michel (8, 2. Schuljahr) darf jetzt den Tagesplan vorstellen, der an der Tafel steht. Und er darf sich unter seinen Mitschülern jeweils ein Kind aussuchen, das einen der Punkte vorlesen darf. Michel ist ziemlich stolz auf diese Aufgabe und erledigt sie souverän. Aber auch andere Kinder kommen im Kreis zu Wort: Lisa hat nämlich ihr Matheübungsheft für das dritte Schuljahr durchgearbeitet. Und das sechs Wochen vor den Sommerferien. Dafür gibt's Applaus von den Mitschülern. Auch Rebecca hat Neuigkeiten, traut sich aber nicht so recht, selbst zu sprechen. Das übernimmt ihre Prüferin Julia: Rebecca hat nämlich ihren 1 x 1 Pass voll. Die "Großen", die ihn selbst schon alle in der Tasche haben und wissen, wie schwierig das war, applaudieren wieder. Am gemeinsamen Lied, das jetzt folgt, haben alle Spaß: "Die Affen rasen durch den Wald" ist ein Hit für die Sechsjährigen genauso wie für die "großen" Neunjährigen, die am Ende des Liedes ebenso temperamentvoll auf die gefundene imaginäre Kokosnuss weisen wie die Kleinen. Ob Erst , Zweit oder Drittklässler: Das witzige Lied kommt bei allen gut an.

Dann geht es zum Sport. Hier stehen Fang und Laufspiele auf dem Stundenplan. Noch haben die "Kleinen" das Nachsehen, werden schneller erwischt, wenn ein Großer der Fänger ist. Manchmal werden sie einfach ignoriert, weil sie für die "Großen" beim Fangen eben eine zu leichte Beute sind. "Aber sie wissen, dass sich das eines Tages ändern wird, Und dann sind sie die Großen", erläutert Margarete Hoerster, warum gemeinsamer Unterricht auch im Sport seine Reize hat. In unserer Generation war das ja früher auch so. Auf der Straße spielten Kinder aller Altersgruppen zusammen. Und das hat geklappt".

Schulleiter Dr. Reinhard Stähling, dessen Schule vor zwei Jahren den jahrgangsübergreifenden Unterricht in der Grundschule Berg Fidel eingeführt hat, ist derselben Meinung: "Überall gibt es die Altersmischung: in der Familie, im Kindergarten, in Vereinen, später im Beruf. Nur in der Schule nicht", kritisiert er. Anders als künftig die meisten Schulen in NRW geht die Grundschule Berg Fidel in der Altersmischung sogar noch weiter: Nicht nur die Erst und Zweitklässler werden hier gemeinsam unterrichtet, sondern die Kinder der ersten bis dritten Klasse. Und nach den Sommerferien, wenn neue i-Männchen eingeschult werden, umfasst die Altersmischung sogar die Klassen 1 bis 4. Stähling ist überzeugt von dem Konzept, das in Deutschland oft noch das Image eines "Notnagels" hat. Dieses negative Bild stammt wohl aus einer Zeit, als in den Zwergschulen, in denen es früher nicht genügend Kinder einer Altersstufe gab, ebenfalls Schüler unterschiedlicher Jahrgänge gemeinsam in einem Klassenraum unterrichtet wurden. Hier wohl mehr aus organisatorischer Verlegenheit, denn aufgrund eines bewusst gewählten pädagogischen Konzeptes.

Das ist in Berg Fidel anders. Hier wurde die Entscheidung für die Jahrgangsmischung bewusst getroffen, erzählt Stähling im Gespräch mit MORITZ. Es gibt i-Männchen, die können schon bis 100 rechnen, und solche, die nicht einmal wissen, dass sie fünf Finger an der Hand haben. Und es gibt Schulanfänger, die können bereits lesen, und welche, die haben noch nie in ihrem Leben ein Buch in der Hand gehabt", sagt er. "Es macht deshalb keinen Sinn, so zu tun, als wären die Schulanfänger eine homogene Gruppe. Die Kinder sind nicht gleich. Deshalb kann man sie auch nicht gleich behandeln. Das wird ihnen nicht gerecht." Der jahrgangsbezogene Frontalunterricht erklärt seiner Meinung nach die schlechten Pisa Ergebnisse. "Dabei lernen die Schwachen nichts, und die Begabten werden nicht genug gefördert."

Stattdessen orientiere sich der jahrgangsbezogene Frontalunterricht, bei dem der Lehrer an der Tafel steht und für alle gleichaltrigen Kinder einheitlich denselben Unterrichtsstoff und dasselbe Tempo vorgibt, an einem gedachten Mittelmaß. Die fitten Kinder würden dadurch unterfordert, beginnen sich zu langweilen. Die schwachen Kinder können nicht mithalten, verlieren den Anschluss, bleiben vielleicht sogar sitzen. Sie erleben sich dauernd als leistungsschwache Verlierer, büßen ihr Selbstbewusstsein ein, kommen aus dieser Erfahrung nicht mehr heraus. In der Grundschule Berg Fidel und demnächst in den jahrgangsübergreifenden Schuleingangsklassen ist und soll das anders sein. Hier hängt es nicht allein vom Alter ab, was die Kinder lernen. Ist ein Kind in einem Fach begabt, kann es mit den Größeren lernen. Wer nicht so leistungsstark in einem Bereich ist, der wiederholt mit den Kleinen, ohne dass er gleich seinen gewohnten Klassenverband und seine Lehrer wechseln muss. Die flexible Eingangsphase kann in Zukunft also in einem, zwei oder in drei Jahren durchlaufen werden. Gleichzeitig werden die Schulkindergärten und das Sitzenbleiben abgeschafft. Wer dann dennoch länger braucht und drei Jahre in der Eingangsphase bleibt, dem bleiben in dieser Zeit viele seiner Mitschüler und Lehrer erhalten.

Mit der neuen Schuleingangsphase wird es auch keine Zurückstellungen mehr geben. Parallel dazu werden die Schulanmeldungen schon in den Herbst vor der Einschulung vorgezogen. Die Schulleiter prüfen bei dieser Gelegenheit den Sprachstand des künftigen I-Männchens. Stellen sie in diesem oder in einem anderen Punkt Förderbedarf fest, kann das Defizit noch bis zur Einschulung aufgeholt werden.
Nach den Sommerferien sollen dann alle Sechsjährigen in die flexiblen Eingangsklassen eingeschult werden.

Im Unterricht selbst findet dann eine innere Differenzierung statt. So wie sie die Rabenklasse in Berg Fidel bereits praktiziert. Robert (7) ist im letzten Sommer zur Schule gekommen. Im Rechnen ist er ziemlich fit. Und deshalb macht er hier bei den Zweitklässlern mit. In seinen anderen Fächern bleibt er bei seinen Altersgenossen.

Damit es übersichtlich bleibt, hat Klassenlehrerin Margarete Hoerster ihre Schüler in gelbe, blaue und rote Raben eingeteilt. Gelb ist der erste Jahrgang, blau der zweite und rot der dritte. In Mathe ist Robert so weit wie ein durchschnittlicher blauer Rabe, sonst wie ein gelber. Robert weiß das und macht deshalb auch die Hausaufgaben der blauen Raben in Mathe, während er in den anderen Fächern die Hausaufgaben der gelben Raben erledigen muss.
So langweilt er sich nicht in seinem Lieblingsfach und kann gleichzeitig in den anderen Fächern gemeinsam mit seinen Altersgenossen lernen.

Natürlich gibt es auch Momente, in denen Margarete Hoerster einem Jahrgang etwas Neues erklären muss, in denen sie neue Arbeitstechniken oder neue Aufgabentypen einführt. Die schriftliche Addition zum Beispiel oder einen neuen Buchstaben. Dann nimmt sich Margarete Hoerster die entsprechenden Kinder zur Seite und arbeitet mit ihnen an der Tafel. Meist sind es nicht mehr als acht, erzählt sie. Diese Leistungsgruppe ist überwiegend mit gleichaltrigen Kindern besetzt, aber es sind auch mal ältere und mal jüngere Kinder darunter. Die einen, weil sie wiederholen müssen, die anderen weil sie in diesem Bereich schon fitter sind als ihre Altersgenossen. Die übrigen Kinder, die nicht zu dieser Lerngruppe gehören, erledigen derweil schriftliche Aufgaben. Manchmal kommt auch ein Sozialpädagoge in die Klasse, der in dieser Zeit mit den anderen Kindern arbeitet.

"Aber erklären ist nur ein kleiner Teil. Viel wichtiger ist das Üben. Das nimmt am meisten Zeit in Anspruch", erklärt die Pädagogin, warum der Unterricht jetzt nicht gleich doppelt oder dreimal so lange dauert, wenn sie in jedem Jahr nicht den Unterrichtsstoff für eine Jahrgangsstufe, sondern gleich für alle drei Stufen erklären muss. "Auf das Üben kommt es an, und das machen die Kinder anschließend in eigener Verantwortung." Wer Fragen hat, dem steht die Lehrerin als Ansprechpartnerin zur Verfügung, oder er wendet sich einfach an ein älteres Kind. Und diese Lösung ist kein Notbehelf, sondern ein Gewinn, ist die Pädagogin überzeugt. Denn das ältere Kind ist oft viel näher am Niveau der Kleinen als die Lehrerin, kann auf Augenhöhe des anderen Kindes gut erklären. Das gefällt auch vielen Größeren, wenn sie den Kleinen etwas erklären dürfen. Das tut dem Selbstbewusstsein gut. Gleichzeitig wiederholen sie den Stoff, den sie eigentlich schon beherrschen. "Kinder lernen immer gerne von Kindern", ist sie überzeugt. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es jetzt zu kontrollieren, was die Kinder gearbeitet haben und den Schülern in Einzelhilfe zur Seite zu stehen.

Aber auch gemeinsamen Unterricht gibt es für die Kinder. Der Sachunterricht bietet sich beispielsweise an: Beim Thema Geld kann man auch Kinder verschiedenen Alters unter einen Hut bringen. Wenn man herausfinden soll, wie teuer der Einkauf wird, dann werden die Aufgaben und die Beträge eben immer komplizierter, je älter die Kinder sind. Differenziert wird auch bei der Geschichtenzeit: die gelben Raben schreiben dazu einen Satz, die blauen drei und die roten Raben müssen schon mehrere Sätzen aufs Papier bringen.

Ist der gemeinsame Unterricht beendet, weil die Erst und Zweitklässler weniger Wochenstunden haben als die größeren Kinder, gehen die Kleinen nach Hause, während die Großen mittags noch eine weitere Unterrichtsstunden haben.

"Der gesamte Unterrichtsstoff wird für die Kinder sehr transparent", sagt Margarete Hoerster. "Sie wissen nämlich, worauf sie hinarbeiten. Die Erstklässler kriegen mit, dass im zweiten Jahr bis 100 gerechnet wird. Auch wenn sie es im ersten Schuljahr noch nicht können, wissen sie doch, dass sie es im zweiten lernen werden. Viele wollen es dann auch schon lernen, weil die Großen es eben schon können." Das sind starke Lernimpulse, die von den Großen kommen. Denn Kinder lernen nach wie vor gerne von Gleichaltrigen, sagt die Lehrerin.

Auch sie profitiert von der Altersmischung. Früher hatte sie ihre Schüler von der ersten bis zur vierten Jahrgangsstufe durch die ganze Grundschule begleitet. Verließ die vierte Klasse die Schule, bekam sie eine neue I-Männchen Klasse. "Nach diesen vier Jahren wusste man manchmal gar nicht mehr, wie man damals bei den I-Männchen dieses oder jenes Themen vermittelt hat. Jetzt bleibt man im Stoff, weil man jedes Jahr dieselbe Materie vermittelt."

Stand sie im neuen Schuljahr früher vor 20 bis 30 neuen i-Männchen, sind es heute nur noch rund sechs Kinder, die nach den Sommerferien neu in die Rabenklasse kommen. Und die lernen von den Großen schnell, was sie über die Schule wissen müssen. Darf man einfach reden, wenn man etwas sagen will? Wie kommt man zur Turnhalle? Was bedeutet die Klingel? Wie muss man den Stift halten? Und wo ist das Klo? Jetzt gibt es für die i-Männchen direkt in ihrer Klasse Ansprechpartner, die ihnen helfen können, die Regeln der Schule zu lernen und zu durchschauen. "Früher hat es bei 25 i-Männchen in einer Klasse oft bis Weihnachten gedauert, bis wir den Kindern die Arbeitsabläufe und Regeln der Schule eingeübt hatten. Jetzt haben sich die sechs neuen Kinder schnell eingefunden, und wir können schneller beginnen."

Das ganze System des altersgemischten Lernens funktioniert aber nur, erklärt Margarete Hoerster, weil den Kindern immer wieder vermittelt wird, dass die Schule zum Lernen da ist, dass sie selbst zuständig sind für ihr Vorankommen und weil den Kindern gleichzeitig auch die entsprechende Verantwortung übertragen wird. "Sie wissen, dass sie sich anstrengen müssen", sagt die Lehrerin über ihre Schüler. "Und das tun sie auch." Auch im sozialen Bereich lernen die Kinder viel. Durch die gegenseitige Unterstützung üben sie Mitverantwortung für ihre Klassenkameraden.

Nach drei Jahren der Altersmischung zieht auch Schulleiter Stähling ein positives Fazit des Modells: "Auch wenn es noch nicht viele Untersuchungen zu diesem Thema gibt, so kann man den Erfolg mit bloßem Auge sehen und mit den Händen fassen." Ihm geht die geplante Altersmischung in der künftigen flexiblen Schuleingangsphase sogar noch nicht weit genug. Stähling plädiert dafür, nicht nur die ersten beiden, sondern gleich alle vier Grundschulklassen gemeinsam zu unterrichten, so wie es in Berg Fidel nach den Sommerferien die Praxis sein wird. Nur dann seien die Fördermöglichkeiten groß genug. Und die Kinder können den gewohnten Raum und die gewohnten Lehrer über die gesamte Grundschulzeit behalten.

Mit einem Problem kämpfen die Lehrer in Berg Fidel derzeit aber noch: Es gibt nicht viele Unterrichtsmaterialien, die auf altersgemischte Klassen zugeschnitten sind. Da ist dann die Fantasie der Lehrer gefragt. Sie müssen sich viel selbst erarbeiten. Und auch sie lernen täglich dazu, sagt Reinhard Stähling.

Insgesamt sei der Arbeitsaufwand für den altersgemischten Unterricht aber nicht so hoch, wie das Kollegium es bei der Einführung erst gefürchtet hat. Nur jetzt ist es eben ganz besonders wichtig geworden, dass die Lehrer den Unterrichtsstoff so gut erklären, dass er auch von den älteren Kindern an jüngere weitergegeben werden kann, fügt Margarete Hoerster hinzu. Und während die schwächeren Schüler immer wieder wiederholen können und mehr Zeit haben für den Unterrichtsstoff, können sich die fitteren Schüler an den Großen orientieren. "Im Endeffekt profitieren alle davon. Und bei allen", sagt Stähling, "haben sich die Lernleistungen gebessert."

von Angelika von Dewitz Krebs
Der Text ist erschienen in der Zeitschrift "Moritz", Nr. 8/9, August/September 2004, 10. Jg.


*Alle Namen wurden von der Redaktion verändert.

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