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Integration
Sonderpädagogische Förderung bei uns

Manche Kinder bei uns benötigen zusätzliche Hilfen, die von den Lehrkräften allein, trotz aller Maßnahmen innerer Differenzierung, nicht geleistet werden können. Für diese Kinder muss in einem Gutachten der sogenannte "sonderpädagogische Förderbedarf" (also ein besonderer zusätzlicher Förderbedarf) festgestellt werden. Er besteht zum Beispiel dann, wenn ein Kind

  • nicht lernen kann, sich an gemeinschaftliche Regeln zu halten
  • auffällige Störungen in der Wahrnehmung zeigt oder
  • den Anschluss an Mindestanforderungen immer mehr verliert.

Kinder, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf haben, gehen mit den anderen Kindern zusammen in eine Klasse. Dort lernen und leben sie gemeinsam. Sie erhalten zeitlich begrenzte individuelle Unterstützung.

Wenn es erforderlich ist, werden die Kinder in Kleingruppen unterrichtet und/oder erhalten zusätzliche spezielle Angebote, z.B. Psychomotorik, Verhaltenstraining usw. Alle Angebote werden in einem Fachteam (Grund und Sonderschullehrer, Heil und Sozialpädagogin) gemeinsam erarbeitet und nach Absprache untereinander durchgeführt.

Mit der sonderpädagogischen Förderung an unserer Schute möchten wir erreichen, dass Störungen oder Schädigungen unserer Kinder möglichst früh erkannt werden und darauf reagiert wird. Je eher ein Kind die notwendige Hilfe bekommt, desto früher ist die Chance, es erfolgreich fördern zu können. Zum anderen möchten wir, dass auch Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam mit ihren Nachbarkindern an die Grundschule in ihrem Wohnbezirk gehen können.

Das Konzept der sonderpädagogischen Förderung hat folgende konkrete Merkmale:
  1. In jeder Klasse sind durchschnittlich vier Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf (und viele weitere Förderkinder).
  2. Folglich muss in jeder Klasse sonderpädagogisch gefördert werden.
  3. Unser sonderpädagogisches Personal besteht aus Sonderschullehrerinnen und Sozialpädagoginnen.
  4. Die Sonderpädagogen verteilen ihre Arbeitskräfte auf die etwa 10 Klassen. Dabei und das ist der Kernpunkt wird in jeder Klasse die gesamte sonderpädagogische Arbeit im Team koordiniert und durch alle Mitarbeiter getragen.
  5. Der Erfolg dieser Arbeit ist, dass die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf (AOSF abgeschlossen) integrativ in ihrer Klasse gefördert werden können und Fortschritte machen.
  6. Ein weiterer Erfolg ist, dass Kinder ohne abgeschlossenes AOSF präventiv gefördert werden und nicht erst dann eine Förderung erhalten, wenn die notwendigen Sonderpädagogen Stunden zugewiesen werden. Auch diese Kinder machen Fortschritte.
  7. Durch die Altersmischung (Jahrgänge 1 - 4 in den Klassen) gelingt es uns leichter als früher in altershomogenen Klassen, der Gefahr einer Stigmatisierung in der integrativen Beschulung entgegen zu treten.

Voraussetzung dieser Arbeit ist die über viele Jahre in unserer Schule eingespielte Teamarbeit zwischen allen Berufsgruppen.


Index der Inklusion nach Boban und Hinz 2003
Aus:
Reinhard Stähling: "Du gehörst zu uns" - Inklusive Grundschule
Ein Praxisbuch für den Umbau der Schule.
Baltmannsweiler: Schneider 2006, S.148-151

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© Grundschule Berg Fidel | Seite drucken |  letzte Änderung dieser Seite: 04-02-2009