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Rosige Aussichten dank Minis
Von Anke Beiing
Telgte. Nachwuchssorgen ade! Was in den meisten anderen Abteilungen des TV Friesen, und sicher auch bei der SG Telgte, seit Jahren völlig normal ist, fängt jetzt auch bei den Basketballern an: Die noch aktiven Väter bringen ihre Kinder mit in die Halle und leisten damit einen nicht unwesentlichen Teil der Rekrutierung von Jugendspielern.
Jahrelang plagten sich die Friesen-Basketballer mit Nachwuchssorgen. Trotz aller Bemühungen von Abteilungsleiter Klaus Rüter und einiger engagierter Mitglieder, die meist aus der Damenmannschaft kamen, vergrößerte sich der Jugendbereich nur schleppend. Dabei boten die Basketballer immer wieder Schnupperkurse für Kinder an und machten auch beim jährlichen Streetball-Turnier, das sie zusammen mit dem Schulzentrum durchführten, intensiv Werbung für ihre Abteilung. Doch die Ausbeute blieb mager. Viele Kinder kamen und gingen dann wieder, weil ihre Klassenkameraden schon Fußball oder Handball spielten oder weil die Motivation schnell schwand. Der Korb hängt schließlich hoch, und erste Erfolgserlebnisse lassen oft lange auf sich warten.
Aufgrund der Korbhöhe ist das optimale Einstiegsalter beim Basketball höher als bei den anderen Spielsportarten. Man kann nicht mit Vierjährigen Basketball spielen, weiß Abteilungsleiter Klaus Rüter. Da aber achtjährige Kinder oft schon an andere Sportarten gebunden sind, blieben immer nur wenige bei den Basketballern. Und es entstanden zunächst stark altersgemischte Gruppen, wie die aktuelle U18 von Trainer Falko Osthues und die U14 von Klaus Rüter und Roman Busche. Die Mannschaften sind sehr heterogen eine Schwierigkeit für Spieler und Trainer.
Seit einiger Zeit zeichnet sich endlich eine andere Entwicklung ab. Die Basketballer haben sich entschlossen, doch schon mit sechs- bis achtjährigen Kindern zu arbeiten, und der Entschluss scheint sich auszuzahlen. Kirstin Grimmel hat die Vorarbeit geleistet. Sie kümmerte sich zuerst um die Kleinsten und gewöhnte sie spielerisch an den orangenen Ball. Diese ersten echten Minis sind alle gleich alt und spielen nun in der U12.
Noch besser sieht es bei den aktuellen Minis aus. Die werden von Berthold Kirschbaum und Georg Niet betreut, und die Anzahl der Kinder steigt ständig.. Niets Tochter Lena (6) und Kirschbaums Sohn Gerrit (7) sind auch dabei und infizieren regelmäßig weitere Schulkameraden mit dem Basketballvirus eben so, wie das mit der Jugendarbeit in anderen Abteilungen auch funktioniert. Sogar Lenas kleiner Bruder Tom (3) ist schon regelmäßig mit dabei und wartet sehnsüchtig darauf, vielleicht in zwei Jahren vom Zuschauer zum Spieler aufzusteigen. Es gibt in der Abteilung noch mehr Kleinkinder, die es kaum erwarten können, endlich alt genug zum Mitspielen zu sein. Um ihren Nachwuchs brauchen sich die Basketballer also erstmal keine Sorgen mehr zu machen.
Tom jedenfalls ist schon jetzt sehr interessiert und beobachtet aufmerksam, was der Papa seiner Schwester und den gut 20 anderen Steppkes zwischen sechs und acht Jahren beibringt. Das, was er da sieht, sind die Grundlagen des Basketball. Dribbeln, Passen und Fangen vermitteln die beiden Trainer den Kindern in kreativen Spielformen und mit ganz viel Spaß.
23. Dezember 2004 | Quelle: Westfälische Nachrichten
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