Rund um die Saison 2002/2003


Wo landen unsere Teams? Wünsche und Realitäten!
1.Regionalliga-Herren - Platz 8
Landesliga-Damen - Platz 3
Landesliga-Herren - Platz 5

Stand Saisonende Stand 19.12.2002

Der Griff ins Trikot ist nicht erlaubt, doch immer häufiger zu sehen. Versteckte Fouls sind vor allem bei höherklassigen Basketballteams zu beobachten.Fotos: Hofmann

Die Härte hat deutlich zugenommen
Von Thomas Biniossek
Telgte. Es wird gezupft, gezogen und gezerrt. Der Griff in den Arm und ins Trikot gehört zum Alltagsgeschäft, der Ellenbogencheck in die Rippen, vor die Brust und auch ins Gesicht zum Umgangston. Und das bei einer Sportart, die sich das körperlose Spiel auf die Fahnen geschrieben hat. Basketball das hat schon lange nichts mehr mit dem zu tun, was der kanadische Turnlehrer Dr. James Naismith 1891 seinen Schützlingen im Springfield College beizubringen versuchte: wegzukommen vom harten, körperbetonten Spiel des Rugby und Football. Dies ist aber nicht nur in der NBA Vergangenheit, sondern auch auch in Deutschland.
Doch Friesen-Abteilungsleiter Klaus Rüter sieht dies gelassen. Basketball war von Anfang an keine völlig körperkontaktlose Sportart, sagte er. In einem sehr schnellen Spiel zweier Mannschaften, die versuchen, zu Korberfolgen zu kommen und Gleiches beim Gegner zu unterbinden, seien Körperkontakte kaum vermeidbar, auch wenn sie nicht immer regelkonform sind. Dennoch bestehe ein großer Unterschied zu anderen Sportarten. Im Prinzip und bei korrekter Auslegung der Regeln ist Basketball ein Spiel, das mit wenigen Berührungen des Gegners beim Blocken und Sperren auskommt. Gefordert seien dabei jedoch vor allem die Unparteiischen. Wenn Schiedsrichter auf der Grundlage des nicht einfachen Regelwerkes konsequent durchgreifen, geht es beim Basketball kaum hart zur Sache.
Doch genau darin liegt der Hund begraben. Auch wenn die Männer und Frauen in Grün-Schwarz ständig fortgebildet werden, ist es für sie schwer, vor allem versteckte Fouls zu erkennen. Denn schon in der Regionalliga und damit auch bei den Friesen ist das Training der Mannschaften so angelegt, mit einer hohen Aggressivität ins Spiel zu gehen. In einer Meisterschaftspartie zu unterscheiden, was regelgerechter Einsatz ist und was über die Grenze des Erlaubten hinaus geht, ist oft nicht einfach, weiß daher der Friesen-Abteilungsleiter.
Wesentlich deutlichere Worte findet Christoph Schneider, der sowohl die Seite des Trainers und Spielers als auch die des Schiedsrichters kennt. Basketball ist schlimm geworden, sagt der Telgter Coach. Teilweise ist unsere Sportart härter als Fußball und vor allem verletzungsträchtiger geworden. Gerade in den vergangenen Jahren sei dies augenscheinlich. In Deutschland orientieren sich viele Spieler in der Härte zum Gegner an dem, was im Fernsehen von der NBA gezeigt wird. Doch es fehlt im Gegensatz zu den Amerikanern unseren Basketballern an Athletik. Während also in den USA auch harte Körperkontakte der durchtrainierten 100-Kilogramm-Kolosse verkraftet werden könnten, kommt es hier bei uns bei einem ähnlichen Foulspiel viel zu oft zu Verletzungen.
Als Schiedsrichter weiß Schneider, dass der Verband das härter werdende Basketballspiel durch strengere Regelauslegung der Unparteiischen in den Griff bekommen will. Doch was ist schlitzohrig und was unfair?, sei oft die Frage, die die beiden Spielleiter in Sekundenbruchteilen entscheiden müssten. Und das ist leider oft unmöglich. Vor allem in den oberen Spielklassen in Deutschland, beispielsweise auch beim UBC Münster in der zweiten Bundesliga, ist das Foulspielverhalten der Spieler ganz schlimm geworden, berichtete Coach Schneider.
Doch der Friesen-Trainer weiß auch, dass wenn sich zehn Basketballer auf engem Raum Platz verschaffen, die Zuschauer begeistert sind. Immer mehr macht dies den Reiz des Basketballs für die Fans aus. Befürworten will Schneider dieses Foulspielverhalten jedoch nicht, wenngleich es auch bei uns im Training geübt wird, um mit den anderen Mannschaften der Liga mithalten zu können. Nur wenn insgesamt die Ruppigkeiten sinken, könne Basketball zu seinen Wurzeln des kontaktlosen Spiels zurückgeführt werden, glaubt der Coach. - Westfälische Nachrichten - 23. 01. 2003

Kein falscher Eindruck:
Klar ist der Basketballsport populärer, da dynamischer geworden. Nicht umsonst läuft die Sportart vielen anderen den Rang ab. Das Spiel ist deshalb sicherlich körperlich härter und anspruchsvoller geworden.. "Körperlos" ist es indessen noch nie gewesen. Sonst würde ja auch niemand daran teilnehmen.
Aber fair bleibt es dabei in der Regel immer. Den Begriffe wie Blutgrätsche oder Bodycheck stammen meines Wissens aus anderen Sportarten.

Hinrunden-Gespräche oder auch das Fazit dazwischen
Nichts ist unmöglich, aber auch nicht alles wurde möglich. So oder ähnlich lautet die Zwischenbilanz der Friesen nach der Hinrunde. 
Gleich 6 Teams gingen an den Start. 2 davon blieben bislang auf der Strecke. Mangels Masse musste die U-14 im Laufe der ersten Serie zurückgezogen werden. Zu groß war die Last, für zu wenige Akteure. Zu groß war auch die Aufgabe für die Oldies, die sich wieder einmal in der ersten Runde - diesmal in Wulfen - verabschiedeten. Das Alter spielt hier nicht mehr so die Rolle, denn auch die Anderen waren alt genug.
Erfreulich die Siegesserie der U-12, die sich bislang schadlos gehalten haben und im Spitzenduell die Crew aus Nordkirchen mit nur 5 Akteuren in Schach gehalten haben. Weiter so. Ein Vorbild für die anderen Teams. Wünschen wir euch von dieser Stelle noch ein paar mehr Aktive.
Auf und ab, so ging es für die beiden Landesliga-Teams. Mehr war sicherlich drin. Für beide Mannschaften. Die Ladies mit hauchdünner Spielerinnendecke sorgten für Überraschungen - gegen Recklinghausen - und negative Low-Lights - TSC Münster. So sind die Trainerlosen zwischen gut und böse und freuen sich auf die Rückkehrerinen Elke aus Australien und Karin Hartmann aus der Babypause.
Die 2.Herren konnte in der Hinrunde weder jugendlichen Elan noch die erwartete Routine aufweisen. 3 vermeidbaren Niederlagen gegen Ochtrup, Dorsten und Borken folgte ein Waterloo beim Tabellenprimus Bottrop. Jetzt können sich die Telgter in ihrer 2-fach-Halle zur Rückrunde beweisen.
Nötige Punkte einfahren muss auch die Regionalliga-Truppe um Coach und Interimstrainer Christoph Schneider. Mehr wäre drin gewesen. Absolutes Highlight, die leider verlorene Partie nach 3 Verlängerungen gegen den Primus Werne. Lange war an diesem Abend das Friesen-Team das bessere. Wie sooft als mögliches unmöglich war.

Schnell wie die Feuerwehr
... so wollen die Friesen-Teams in eigener Halle den Ball in den gegnerischen Korb bugsieren. Dass dies den Friesen nun schon zum zweiten Mal in dieser Saison in "heimischer" Halle - dem 2-fach "Wohnzimmer" -  erlaubt wurde haben die Telgter der Freiwilligen Feuerwehr zu verdanken. Diese sichert die Friesen nach hinten ab, sollte es dort einmal brennen.
Ob die Feuerwehrmänner bereits schon Basketball-Fans geworden sind lässt sich indessen nicht behaupten. Denn von den angesetzten 6 Senioren-Spielen gingen 2 verloren und ein Spiel der Reserve fand mangels Gegner erst gar nicht statt. Vielleicht hätte da die Feuerwehr schon etwas eher eingreifen können, denn die Gegner fanden erst gar nicht den Eingang der 2-fach-Halle.
Auf jeden Fall an dieser Stelle ein herzlicher Dank an die Telgter Feuerwehr.

So berichteten die Westfälischen Nachrichten am 20.11.2002:

Hinten brennt nichts an
-tb- Telgte. Jörg Schulte, Friesen-Spieler und Webmaster der Basketballseite www.friesen-telgte.de hat seinen Dank an die Telgter Wehr, die wie berichtet Brandwache in der Zweifachhalle schiebt, schriftlich niedergelegt. Humorig schreibt er:
Schnell wie die Feuerwehr wollen die Friesen-Teams in eigener Halle den Ball in den gegnerischen Korb bugsieren. Dass dies den Telgtern nun schon zum zweiten Mal im Zweifach-Wohnzimmer erlaubt wurde, haben sie der Freiwilligen Feuerwehr zu verdanken. Diese sichert die Friesen nach hinten ab, sollte es dort einmal brennen. Ob die Feuerwehrmänner bereits Basketballfans geworden sind, sei aber offen. Denn von den drei angesetzten Spielen am Wochenende gingen zwei verloren. Und das Spiel der Reserve fand mangels Gegner erst gar nicht statt. Vielleicht hätte da die Feuerwehr schon etwas eher eingreifen können, damit die Gäste den Eingang zur Zweifachhalle schneller finden konnten.

Gut besuchter Heimspieltag
... sicherlich auch wegen der zahlreichen mitangereisten Fans der Gäste aus Ibbenbüren. Dadurch entstand ein wahrer Lokalspielcharakter in gut gefüllter "3-fach-Halle". Leider so muss man sagen, hatte es für die Friesen mit einem Heimspiel nicht allzuviel zu tun. Ein riesiger Umzug war angesagt. Nach den Landesligaspielen der Damen und 2.Herren musste ganz Basketball-Telgte aus dem altehrwürdigen "Wohnzimmer" der 2-fach-Halle umziehen. Keine guten Voraussetzungen für das Team, welches sportlich immerhin aufgrund der Ligazugehörigkeit ein Aushängeschild für Telgte sein dürfte. Im Hintergrund arbeitet Abteilungsleiter Klaus Rüter kräftig an einer Lösung. Denn so kann es wohl kaum dauerhaft weitergehen. 22 Auswärtsspiele wären für die Friesen ein wenig zuviel. Und die gute "Wohnzimmerathmosphäre" trug bereits in der Vergangenheit zu so manchen Punktgewinn bei.

Saisonstart 2002/2003 - 16.9.2002

Am 21.9.2002 - 20.00 Uhr ist es soweit. Der erste Hochball der Saison für ein Friesen-Team geht in die Luft. 

In Herford treffen dabei die Regionalliga-Herren auf den Aufsteiger. An viele neue Gesichter wird man sich auf Telgter Seite gewöhnen müssen. An erster Stelle Coach Joachim Hüffmeier, der zwischenzeitlich von Michael Spandern als Co-Trainer vertreten werden muss. Nach dem zweiten Aufstieg und dem erstmaligen Klassenerhalt eines Friesen-Teams in der Regionalliga unter der Führung von Thomas Terstegge werden die Ziele in dieser Saison sicherlich nicht ganz so weit untern zu setzen sein.

Am Sonntag, um 11.00 Uhr in eigener Halle tritt dann das neuformierte U-14-Team der Friesen an. Gegner ist der SC Kinderhaus. Das Team spielt zwar Konkurrenz, also nicht um Meisterschaftsehren. Damit wird neben der U-12 ein zweites Jugend-Team für die Friesen an den Start gehen. Auf viel Unterstützung aus den Reihen der Senioren-Teams setzt die altbewährte Trainerinnen-Crew. 
Für die U12 ist der Startschuss um 14.00 Uhr in Nordkirchen. Für viele AkteurInnen geht es darum die Erfahrungen des Vorjahres zu stabilisieren.

Um 16.00 Uhr gehen am Sonntag die Damen an den Start. Auch wenn Trainer Mike Gehrke die Trainingseinheiten am Dienstag übernehmen wird, müssen die Damen die spielerischen Glanzpunkte des Vorjahres diesmal selbst auf dem Basketballfeld legen. Für die Betreuung wird noch eine pragmatische Lösung gesucht. Ein gesicherter Landesligaplatz sollte aber in jedem Fall herausspringen.

In Emsdetten geht zeitgleich das 2.Herren-Team als Landesliga-Aufsteiger an den Start. Gastgeber ist der TV Emsdetten, im letzten Jahr nur knapp dem Abstieg entgangen. Die "Trainerlosen" haben einen riesigen Spielerkader, der ohne Spielpraxis und nur mit intensiverem Training als im Vorjahr in die Saison geht. Das Klassenziel sollte mindestens sicher erreicht werden.

Berthold Kirschbaum und Georg Niet versuchen sich auf ein gemeinsames taktisches Vorgehen zu einigen. - Klaus Rüter hält sich da lieber raus!

Noch nicht aktiv werden die Oldies/Senioren sein. Dank eines Freiloses werden sie erst später als 6.Team in Erscheinung treten.

Ebenfalls warten auf ihren ersten Auftritt müssen die Fans des TV Friesen. Wie in den letzten Jahren hoffen die Telgter Spieler auf eine ähnliche Unterstützung wie in den Vorjahren.

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