Die Türkei – nach wie
vor Krisen- und Kriegsgebiet -liegt mit Waffentransfers in Höhe von rund 1,9
Milliarden DM mit deutlichem Abstand an erster Stelle der Empfängerländer.
Mittlerweile hat der Bundessicherheitsrat die Lieferung einer Munitionsfabrik
der deutschen Rüstungsfirma Fritz Werner in die Türkei genehmigt.
Bundesaußenminister Joschka Fischer hat dagegen votiert und ansonsten
geschwiegen. Deutsche Munition aus deutschen Gewehrläufen ist eine todsichere
Form der Beihilfe zum Massenmorden an Kurdinnen und Kurden!
 Im Nahen Osten werden weiterhin nahezu alle Staaten mit deutschen Waffen,
Rüstungsgütern beliefert. Weitere Rüstungsexporte an das
menschenrechtsverletztende türkische Militär sind geplant, u.a. eine Lizenzvergabe für das neue Gewehr G36 der Oberndorfer Waffenschmiede
Heckler & Koch. Worin also besteht der Fortschritt? Immerhin legt die
Rot-Grüne Bundesregie-rung dem Deutschen Bundestag alljährlich einen
Rüstungsexportbericht vor. Dann wissen wir wenigsten hinterher, welcher
Schurkenstaat wann welche deutsche Waffen erhalten hat. An Faktenlage aber hat
sich nichts geändert zur Situation unter der Kohl-Regierung. Einzige
Änderung: Noch mehr deutsche Waffen und deutsches Geld morden immer noch in
aller Welt.
Papier ist geduldig, nicht aber die Lobbyisten der Rüstungsindustrie.
Die Folge: Der Rüstungsriese Daimler-Benz, heute Daimler- Chrysler, konnte
mittels seiner Geschäftspolitik grenzenloser Waffentransfers in die top ten
der Weltwaffenlieferanten aufsteigen. Die Waffenschmiede Heckler & Koch (H&K)
avancierte – rechtlich im Gleichschritt mit den jeweiligen Bundesregierungen –
zum Weltmeister bei Lizenzvergaben im Handfeuerwaffenbereich. Nahezu alle
Militär- und Polizeieinheiten in Afrika, Mittel- und Südamerika verfügen
mittlerweile über G 3-Gewehre und MP 5- Maschinenpistolen. Bis heute findet
das Morden in den Kriegen rund um den Globus mit deutschen Waffen statt, die
in der Regel auf beiden Seiten der verfeindeten Parteien
im Einsatz
sind.
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