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Schon 1994 ergab eine Untersuchung des Sozialwissenschaftlichen Instituts der
Bundeswehr (SOWI), dass die Bundeswehr fast nur noch von Jugendlichen mit
deutlich rechtsextremem Weltbild positiv gesehen wird. Schon damals wurde
seitens der Regierungsparteien CDU und FDP die rechtsextreme Orientierung
vieler Soldaten "Spiegelbild der Gesellschaft" verharmlost. Heute
bemüht der SPD-Politiker Penner dieselben Floskeln, um einen Anstieg rechter
Straftaten um 45% zu erklären und verordnet die selbe Medizin wie seine
Vorgänger: Die politische Bildung in der Bundeswehr soll intensiviert, der
Drang nach rechts außen damit gebremst werden.
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Kathrin Vogler lebt in
Münster, ist Bundessprecherin
der DFG-VK
und arbeitet mit im
Friedensforum Münster. |
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Wer genaus hinschaut, der bekommt erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit
dieser Therapie. Weder ist die Idee neu, noch hat sie in den vergangenen
Jahren irgendeine Wirkung gezeigt. Viel-mehr ist die hohe Zahl von rechten
Gesinnungstätern nur die Spitze eines braunen Eisbergs, da viele Vorfälle nach
wie vor aus Angst oder "Kameraderie" nicht angezeigt werden. Gerade
rassistische und Gewalt verherrlichende Äußerungen von Offizieren kommen nur
in Ausnahmefällen an die Öffentlichkeit. Die Darstellung des Deutschen
Bundeswehrverbandes, Rechtsextremismus sei ein Problem nur bei
Wehrpflichtigen und Freiwilligen, muss deshalb zurückgewiesen werden.
Die ungebrochene Attraktivität der Bundeswehr für rechtsextreme Jugendliche
hat vielmehr auch mit dem Auftrag der Armee zu tun. Die Politiker sowohl der
CDU/FDP-Regierung als auch der jetzigen rot-grünen Koalition haben durch die
Umwandlung der Bundeswehr in eine Angriffsarmee und ihre Teilnahme am
völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien geradezu signalisiert, dass
jetzt Soldaten gebraucht werden, die bereit sind, für deutsche Interessen in
aller Welt über Leichen zu gehen.
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