Münsteraner Friedensfahrradfahrt
am Samstag, 14. April 2001
Keine neue Aufrüstung für Kriegseinsätze
Stopp der Rüstungsexporte
Konflikte zivil bearbeiten
Für Zivilcourage - gegen Ausgrenzung
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Die Bundesregierung rüstet wieder auf. Die Bundeswehr wird zur Interventionsarmee umgebaut und mit neuen Waffensystemen aufgerüstet. Dafür werden nun mit Beschaffungsprogrammen in Milliardenhöhe und internationalen Vereinbarungen die Weichen gestellt. 60.000 EU-Soldaten sollen künftig für Kriegseinsätze bereit stehen. Münster wird eine der Schaltzentralen für künftige NATO-Kriege.
Die Rüstungsausgaben steigen wieder - auch auf Kosten ziviler Konfliktprävention und -bearbeitung. Die Ausgaben für Entwicklungsarbeit sind unter der rot-grünen Regierung weiter gekürzt worden. Um völkerrechtswidrige Kriege wie gegen Jugoslawien zu rechtfertigen, wurde und wird gelogen, werden Tatsachen verdreht und Kriegsfolgen verharmlost. Die Situation im Kosovo beweist: Militär schafft keinen Frieden.
Die Militarisierung der deutschen und der EU-Außenpolitik erhöht die Kriegsgefahr in und um Europa. Deshalb muss diese falsche Politik jetzt gestoppt werden. Eine Weichenstellung für eine Entmilitarisierung kann und muß jetzt erfolgen. Eine schrittweise, deutliche Verkleinerung der Bundeswehr wird weitere Abrüstung in Europa erleichtern. Die derzeitigen Standortschließungen dienen allerdings nicht der Abrüstung, sondern der Umverteilung im Rüstungsetat. Eine Umverteilung zu Gunsten ziviler und gewaltfreier Konfliktbearbeitung wird nationale Armeen überflüssig machen.
Als Exportland von Waffen und Rüstungsgütern trägt Deutschland trotz neuer Exportrichtlinien zu Unfrieden und Menschenrechtsverletzungen in der Welt bei. Neuestes Beispiel ist die geplante Lieferung einer Munitionsfabrik in die Türkei.
Auch im Innern unserer Gesellschaft nimmt Gewalt und Gewaltbereitschaft zu. Wer glaubwürdig für Frieden eintreten will, darf zur Gewalt von Rechts nicht schweigen. Unglaubwürdig macht sich allerdings, wer gegen rassistische und rechtsextreme Gewalt von BürgerInnen Zivilcourage fordert, aber Gewalt durch Krieg rechtfertigt und Feindbilder schürt. Die Friedensbewegung hat eine lange Tradition der Zusammenarbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern, verschiedener Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Wir setzen uns auch weiter für gleiche Rechte aller Menschen, gegen Ausgrenzung und Gewalt ein.
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Route:
11:30 Lambertikirche;
- Friedensgebet. Veranstalter: Mahnwache für Frieden und Solidarität.
12:00 Prinzipalmarkt: Auftakt
- Konflikte zivil bearbeiten! Dr. Jens Dechow, Regionalforum Ziviler Friedensdienst.
- NATO auflösen! Maria Hellenkamp, Aktionsbündnis gegen den Krieg.
- Rüstungsexporte stoppen! Jürgen Grässlin, Bundessprecher der DFG-VK.
12:50 Deutsch-Niederländisches Korps:
13:30 Kreiswehrersatzamt, Nieberdingstraße:
- Wehrpflicht weg! Jusos Münster (angefragt), MdB Christian Simmert, Bündnis 90/Die Grünen (angefragt).
14:00 Gremmendorf/Loddenheide:
15:00 "Blechtrommel", Hafenstr.:
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| Am Ostersonntag und Ostermontag findet der Ostermarsch Ruhr zwischen Essen und Dortmund statt. Informationen sind u.a. erhältlich bei DFG-VK NRW, Braunschweiger Str. 22, 44145 Dortmund, Tel. 0231-818032 oder www.ostermarsch-ruhr.de |
Wir fordern die Bundesregierung auf, folgende erste Schritte zu unternehmen:
- Stopp der Umstrukturierungsmaßnahmen, die aus der Bundeswehr eine Interventionsarmee machen sollen und aller dazu gehörenden Rüstungsprojekte; deutliche und beständige Verringerung der Personalstärke der Bundeswehr;
- Abzug aller Massenvernichtungswaffen aus Deutschland mit dem Ziel einer atomwaffenfreien Zone in Europa; aktives Eintreten für eine Konvention zur Ächtung aller Atomwaffen;
- Kürzung der Rüstungsausgaben um mindestens 5 % jährlich;
- Förderung ziviler Krisenprävention und Konfliktbearbeitung mit mindestens 50 Mio. DM jährlich, das sind 1Promille des jetzigen Rüstungsetats; Förderung und Ausbau der Friedens- und Konfliktforschung;
- Stopp aller Rüstungsexporte, keine Munitionsfabrik für die Türkei;
- Verbot aller neofaschistischen Organisationen und solidarische Unterstützung der Opfer rechter Gewalt;
- ein Ende aller Schikanen gegen AusländerInnen, Flüchtlinge und AsylbewerberInnen. Asyl für die Deserteure aller Kriege, Stopp der Abschiebepraxis nach Kosova/o.
Für diese Forderungen wollen wir in Münster im Rahmen der Ostermärsche 2001 aktiv werden. Mit "Bike for Peace", einer Friedensfahrradtour am Karsamstag zu Münsteraner Stätten des Krieges und des Friedens. Alle, die mitmachen wollen, sind willkommen!
Dieser Aufruf wird unterstützt von: AK Hopi Münster, Jürgen Athens, Edda Boes-Wenner (S N O W e.V.); Gebhard Bowe (Billerbeck), Juliane Brüggemann, Siegfried Damerow, Mechthild Demel, Deutsche Friedensgesellschaft (DFG-VK) Gruppe Münster, Nicola Dubicanac, Frauke Grieger, Renate Großmann, Andreas Günther, Dr. Joachim Hetscher (Ratsherr PDS/LL), Hartwig Homann, Manfred Hülsken-Fermer, IG Medien Bezirk Münsterland, Dr. Dieter Kinkelbur, Michael Keimburg (Nottuln), Axel Knappmeyer, Gregor Kösters, Bernhard Korn, Prof. Dr. Erich Küchenhoff, Werner Kuhn (Ladbergen), Gerd Lübbert (Nottuln), Michael Luimes, Mahnwache an der Lambertikirche, Jonathan Olsen, PDS/Linke Liste Münster, Carsten Peters, Roger Reinhard (Nottuln), Sandra Schmaler, Susanne Schregel, Dr. H. Schulz, Markus Schulz, Gernot Seeberg, Annette Sommerhage, C. Spliethoff, Wolfgang Utsch, Michael Vogeley, Kathrin Vogler, Brigitte Voß, Uwe Warda, Stephan Warnecke, Norbert Wienke (Nottuln)
Zur Teilnahme an "Bike for Peace" rufen außerdem auf: Aktionsbündnis gegen den Krieg, SPD Ortsverein Münster-Gievenbeck
Ich/wir unterstütze/n den Aufruf "Bike for Peace" und stimme/n der Veröffentlichung zu:
Vorname, Name (ggf. Gruppe/Organisation), Anschrift, E-Mail, Unterschrift
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Friedensforum, c/o Kathrin Vogler, Meinertzstr. 54, 48159 Münster, E-Mail: k_vogler@muenster.de
Spenden erbeten an: Förderkreis Münsteraner Friedenswochen, Kontonummer 101 11 80 700 bei der BfG Münster, BLZ 400 101 11, Stichwort "Bike for Peace".
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