Sitzblockade von Kriegsgegnern in Spangdahlem

 
                  Spangdahlem (AP)

                  Mit einer Sitzblockade vor der Haupteinfahrt des US-Fliegerhorstes Spangdahlem in der Eifel haben
                  Friedesaktivisten am Samstag gegen den Kosovo-Krieg demonstriert. An der friedlichen Protestaktion nahmen
                  rund 50 Männer, Frauen und Kinder teil. Von Spangdahlem waren in den vergangenen Tagen mehrmals
                  Tarnkappenbomber vom Typ F117 zu Einsätzen in Jugoslawien gestartet. Die deutsche Polizei hielt sich bei
                  der Protestaktion im Hintergrund, ebenso die amerikanischen Sicherheitskräfte.

                         Auf Transparenten hieß es «Kein Bundeswehreinsatz in Jugoslawien», «Angriffskrieg ist
                  Kriegsverbrechen» oder «Soldaten werden jetzt Mörder». Zu der Sitzblockade hatten Mitglieder verschiedener
                  Friedens- und Menschenrechtsgruppen aufgerufen. Der langjährige Vorsitzende des Komitees für Grundrechte
                  und Demokratie, Klaus Vack, warf der Bundesregierung vor, sie versuche mit «populistischer Propaganda» in
                  der Bevölkerung bestehende Zweifel gegen den Krieg zu zerstreuen. Die Balkankrise lasse sich nur mit
                  friedlichen Mitteln beenden.

                         In einem Aufruf der Kriegsgegner zu der Aktion hieß es: «Wir wissen, daß die Kriegsmaschine nur politisch
                  gestoppt werden kann. Unsere Blockade soll ein Zeichen setzen: Dieser Krieg muß sofort gestoppt werden.»
                  Der Nato-Krieg habe die humanitäre Katastrophe, die verhindert werden sollte, «erst in diesen schrecklichen
                  Ausmaßen ausgelöst», kritisieren die Initiatoren.