Pressemitteilung von Winni Nachtwei zur BDK in Bielefeld:

Über das Ergebnis der Bundesdelegiertenkonferenz empfindet Nachtwei,
münsteraner Bundestagsabgeordneter und Parteitagsdelegierter, große
Erleichterung. Das 60% - Votum für den Antrag des Bundesvorstandes
stärke den grünen Außenminister Fischer bei seinen Bemühungen um eine
diplomatische Lösung des Kosovo - Krieges. Mit der Forderung nach einer
befristeten Aussetzung der NATO soll ein humanitärer Waffenstillstand
und eine Verhandlungslösung erleichtert werden. "Diese Forderung hatte
ich zusammen mit sechs Fraktionskollegen vor vier Wochen in die
öffentliche Diskussion eingebracht" meinte Nachtwei.
Für Nachtwei ist es von zentraler Bedeutung, daß die Grünen zu ihrer
Mitverantwortung für eine möglichst schnelle Beendigung von Krieg und
Vertreibung im Kosovo stehen.
Die von der Versammlung zurückgewiesenen Anträge, die einen
unbefristeten und bedingungslosen Stopp der Luftangriffe forderten,
hätten laut Nachtwei das Ende der rotgrünen Koalition und damit eine
Schwächung der deutschen Friedensinitiativen zur Folge gehabt.
"Daß etliche Friedensbewegte bei dem Parteitag gegen die deutsche
Kriegsbeteiligung protestieren, kann ich gut nachvollziehen" betonte
Nachtwei. Die lautstarken und auf Störung zielenden Proteste ginge aber
nicht von Grünen und Pazifisten, sondern von angeblichen
"Antimilitaristen", darunter auch Autonome und PDS - Anhängern aus. Ihre
hohe Gewaltbereitschaft zeigte, so Nachtwei, daß sie mit
Friedensbewegten nichts im Sinn hatten.
Die Auseinandersetzung um den Kosovo-Krieg ist nach Auffassung Nachtweis
mit dem Parteitagsbeschluß nicht beendet. Sie müsse - schon um des
Friedens im Kosovo willen - in konstruktiver Weise fortgesetzt werden.