Jenen Staatsmännern, Industriellen, Wissenschaftlern und Publizisten,
                                                                      die zu denkfaul sind oder moralisch zu beschränkt, um sich die Folgen ihres
                                                                      Tuns vorzustellen,
                                                                      und die unfähig bleiben zu begreifen, daß sie durch ihre pausenlose
                                                                      Erpressung und Terrorisierung der Menschheit
                                                                      den von ihnen selbstgerecht verdammten Namen Terroristen als die Ersten
                                                                      verdienen.
                                                                                                                                         Günther Anders

                                                                      Der Kampf um die Meßbarkeit des Himmels ist gewonnen durch Zweifel;
                                                                      durch Gläubigkeit muß der Kampf der römischen Hausfrau um Milch immer
                                                                      aufs neue verlorengehen. Die Wissenschaft...hat mit beiden Kämpfen zu tun.
                                                                                                                                         Bertolt Brecht, Leben des Galilei

Dieter Keiner

Hiroshima - oder: gegen eine schönfärberische Denkschwäche und für eine auf Zukunft gerichtete Erinnerung

Vorgetragen bei der Veranstaltung des "Münsteraner Aktionsbündnisses gegen den Krieg" am 7. August 1999 vor dem Friedenssaal in Münster/Westf. zur Erinnerung an die Opfer der Bombardierungen von Hiroshima und Nagasaki am 6. und am 9. August 1945

I
Im Zeitraum zwischen der Entdeckung der Atomspaltung durch Lise Meitner und Otto Hahn, veröffentlicht von Hahn und Strassmann im Januar 1939, und dem Abwurf der Atombombe auf Hiroshima am 6. August 1945 hat sich ein Epochenwechsel in der Geschichte der Menschheit vollzogen. Mit dem Abwurf der Bombe wurde für die Menschheit der Beginn einer neuen Epoche definiert. Diesmal war es nicht ein Fernrohr, waren es nicht Himmelmessungen, die zur Durchsetzung eines neuen Bildes von der Welt führten. Diesmal ging es um eine neue Gewissheit, die sich nicht darauf bezog, dass die Erde nicht im Zentrum der Gestirne stehe, sondern darauf, dass der Mensch, die Wissenschaft, die Politik, über ein Mittel der potentiellen Selbstvernichtung allen Lebens auf der Erde, aller kulturellen, zivilisatorischen Leistungen bisheriger Generationen, des im Evolutionsprozeß erreichten Zustandes der Tier- und Pflanzenwelt und des Menschen selbst verfügte.

 Eine der wichtigsten Fragen ist seitdem und wird weiterhin sein, ob das Denken und Handeln der Menschen der Wirklichkeit dieses Epochenwechsel angemessen ist und diesem gerecht wird. Aber auch, wie wir die nationale und internationale, von Menschen gemachte Politik beurteilen, sehen wir doch an der neuen NATO-Strategie, dass diese weiterhin auf atomare Hochrüstung, auf atomare Abschreckung, auf atomare Drohung und damit auf eine Kontinuität des Wahnsinns setzt.
Der mit dem Abwurf der Bomben auf Hiroshima und Nagasaki definierte menschheitsgeschichtliche Epochenwechsel wurde und wird begleitet von einer Vielzahl komplexer Lügen und Mythenbildungen, von Desinformation und Verdrängungen, von Korruption und Profitgier, von Verharmlosungen und Propaganda, von Ängsten und Beschwichtigungen, von Fehlern und Irrtürmern auf der Seite von Wissenschaftlern und Politikern - und von einem Ausschluß der Mehrheit der Menschen von Entscheidungen über ihre Zukunft und der Zukunft ihrer Kinder und Kindeskinder - und dies weltweit wie auch in der Bundesrepublik.

II
Ein gravierendes und erhellendes Beispiel aus der Atom-Debatte der BRD, an dem viele dieser Widersprüche studiert werden können, ist die "Erklärung der 18 Atomwissenschaftler vom 12. April 1957", das sogenannte "Göttinger Manifest".

Diese Wissenschaftler, einige von ihnen an den Forschungs- und Entwicklungsprozessen im Faschismus beteiligt, alle ausgewiesen als Fachwissenschaftler von Rang, lehnen in dieser Erklärung die Unterscheidung in taktische und strategische Atomwaffen ab; sie betonen, dass es für die Bevölkerung keinen Schutz vor der Gefahr der Ausrottung gibt; sie bekennen sich als Wissenschaftler mitten im Kalten Krieg pflichtbewußt zur Freiheit, "wie sie heute die westliche Welt gegen die Kommunismus vertritt"; sie wenden sich dagegen, durch gegenseitige Angst den Frieden sichern zu wollen; sie empfehlen für die BRD einen Verzicht auf den Besitz von Atomwaffen; sie sind nicht bereit, "sich an der Herstellung, der Erprobung oder dem Einsatz von Atomwaffen in irgendeiner Weise zu beteiligen" - und sie betonen zugleich, und darin liegt der entscheidende Widerspruch im Handeln dieser Wissenschaftler, "dass es äußerst wichtig ist, die friedliche Verwendung der Atomenergie mit allen Mitteln zu fördern" und sie erklären sich bereit, "an dieser Aufgabe wie bisher mitzuwirken".

Diese Erklärung stellt sich im historischen Rückblick als ein Dokument voller Widersprüche dar, mit dessen Hilfe in harten gesellschaftlichen Auseinandersetzungen in der Bundesrepublik die Unterscheidung in eine militärische und eine "friedliche" Nutzungsperspektive von Atomenergie folgenreich öffentlich propagiert und durchgesetzt werden konnte. Insofern erfüllte die Diskussion um die Bombe ihre Funktion für die Atom-Lobby in Industrie und Politik, die sich von nun an auf die Notwendigkeit und Möglichkeit einer "friedlichen" Nutzung von Atomenergie berufen konnte und dies bis heute tut.

Diese Erklärung macht deutlich, welche Widersprüche, Gefahren und welches Versagen in Kauf genommen werden müssen, wenn nicht in radikaler Weise nachgedacht wird darüber, was die Entdeckung der Atomspaltung und der Abwurf der Bomben auf Hiroshima und Nagasaki menschheitsgeschichtlich bedeuten - und welches Vermächtnis die Opfer dieser Bombardierungen einer jeden nachfolgenden Generation hinterlassen haben.

Die aber, die damals radikal dachten und handelten, galten als Panikmacher und falsche Propheten, die es öffentlich zu bekämpfen und zu diskriminieren galt. Es waren SchriftstellerInnen, WissenschaftlerInnen, PhilosophInnen. Einer unter ihnen war Günther Anders, der schon 1956 im ersten Band seiner zweibändigen Studie Die Antiquiertheit des Menschen geschrieben hatte, dass wir von nun an Wesen sind , "die dazu verurteilt bleiben, im Schatten dieser unentrinnbaren Begleiterin zu leben: also ohne Hoffnung; also ohne Plan; also so, dass es auf uns nicht mehr ankommt" (I, 306).

Es sei denn, wir handelten!

Günther Anders erkennt, dass "im Vulgärbewußtsein der Epoche Nihilismus und Bombe wirklich Eines sind" und dass es eine Gleichzeitigkeit und Nähe zwischen der Bombe und dem Faschismus gibt - dem Faschismus als der "ersten politischen Bewegung", die "Menschen, ja Menschenmassen als Menschen verneinte, um sie als bloße "Natur", als Rohmaterial oder Abfall effektiv zu vernichten" (I,304) - und der Bombe, die die Menschen fragen läßt, wozu sie noch taugen, welchen Sinn das Dasein noch haben und in welcher Perspektive Zukunft überhaupt noch gedacht werden könne.

Es sei denn, wir handelten!

III
In der gegen eine nihilistische Weltsicht und gegen willfährigen Opportunismus gerichteten Tradition aus den 50er Jahren, für die Anders ein Zeuge unter anderen ist, weist "ein Überdenken der zentralen Fragen der Hiroshima-Geschichte ... in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit" (697), wie Gar Alperovitz, Leiter des "National Center for Economic Alternatives" in Washington am Ende seiner fast tausendseitigen Studie Hiroshima - die Entscheidung für den Abwurf der Bombe (1995) feststellt (Originalausgabe: The decision to use the atomic bomb and the architecture of an American myth, 1995).

Zu den zentralen, in die Zukunft weisenden Fragen, zählt Alperovitz zum Beispiel diese:

- Welche Herausforderungen beinhalten Atomwaffen "für unsere zentralenVorstellungen
   von Regierungsgewalt" (697);
- "Was bedeutet es tatsächlich - für eine Demokratie - wenn eine Person buchstäblich die Macht hat, die Zerstörung des
  ganzen Planeten zu befehlen" (697);
- Wie gehen wir mit dem Problem der Geheimhaltung und Täuschung der Öffentlichkeit um? "Hiroshima lehrt, dass auch die
   besten Politiker ihr Volk in den entscheidenden Fragen belügen, wenn sie nicht durch effektive Kontrolle daran gehindert
   werden"  (698);
- Wie kann sichergestellt werden, dass wichtige Informationen öffentlich zugänglich sind? "Ohne Offenheit - ohne Zugang zu
   Informationen, die für überlegte Entscheidungen nötig sind - kann es keine Verantwortlichkeit im demokratischen Sinn
   geben. Auch Demokratie kann es so nicht geben" (698).

Nicht über Hiroshima zu reden, würde also bedeuten, die Entscheidung über den Einsatz von Atombomben stillschweigend zu akzeptieren. "Damit wird auch die Vorstellung aufrechterhalten und stillschweigend genährt, dass Kernwaffen eingesetzt werden können und sollten bzw. mit ihrem Einsatz gedroht werden darf" (699). Dies ist es genau, was die NATO mit auch mit ihrer neuen Strategie tut. In diesem Sinne heißt die Auseinandersetzung mit Hiroshima: "Wenn wir uns dafür entscheiden zu schweigen, wissen wir, dass dieses Schweigen Zustimmung bedeutet" (699).
 
Worüber sollten wir also weiterhin nicht schweigen? Worüber sollten wir weiterhin öffentlich reden und nachdenken? Welche Fragen sollten wir stellen? Welche Herausforderungen akzeptieren und welche Auseinandersetzungen suchen? - im Interesse einer Kultur der Zukunft, die nicht in erster Linie durch das gestaltet wird, was wir als gegeben hinnehmen, wozu wir öffentlich keine Sprache des Widerspruchs finden, wogegen wir keinen Widerstand leisten.

Wenn es, wie die Studie von Alperovitz nahelegt, notwendig ist, die Grundvoraussetzungen der Hiroshima-Geschichte zu überdenken, dann heißt das: gründliche Reflexion, intensiver Dialog, eine in die Tiefe gehende Erforschung der wirklichen Gründe und Probleme, kein bequemes schönfärberisches Denken, keine Tabuisierung von Fakten, so brutal sie immer sein mögen - und auch die Bereitschaft, der immer neuen Propaganda und den neuen und alten Lügen der politischen Eliten und den Ideologen des militärisch-industriellen Komplexes öffentlich zu widersprechen.

IV
In dieser Perspektive möchte ich abschließend einige Aspekte einer auf Zukunft gerichteten Erinnerung an Hiroshima ansprechen und tue dies in Aufnahme auch  ethisch-moralischer Gesichtspunkte, die der Philosoph Dieter Henrich in seiner Studie Ethik zum nuklearen Frieden (1990) in grundlegender Weise behandelt hat.

1. Es ist notwendig, von einer zukunftsbedrohenden nuklearen Weltlage auszugehen, einer Weltlage, die nur dann `dem Willen zum Überleben eine Dringlichkeit und einen neuen StellenwertA geben kann, wenn wir uns der Erkenntnis nicht verschließen, dass durch ein bloßes Weitermachen die Menschheit ihr Überleben nicht sichern und ihr Leben nicht bewahren kann. Sie kann dies nur tun, wenn "das Bewusstsein von der Bedrohung der Menschheit nicht unmittelbar zum Weitermachen im eigenen Komfort ausgemünzt wird" (Henrich, 237-238).

2. Die Herausforderung der nuklearen Weltlage beinhaltet die Chance, einem bequemen Einrichten in den Verhältnissen Lebensformen entgegenzusetzen, in denen die Anerkennung der nuklearen Wirklichkeit der Weltlage zum Grund und zur Bedingung ihrer Veränderung wird.

3. Da die Herausforderung real, ist kommt es auf Handlungsarten und auf Ziele an, die über ein System des Nichtkrieges, über eine Balance des nuklearen Terrors, hinausgehen.

4. Angesichts der Vielfalt und Mannigfaltigkeit der Lebensbedingungen auf der Welt, einer nicht-uniformen Weltkultur, ist es notwendig, eine andere globale Gefahr der nuklearen Weltlage zu erkennen: Einer Verengung der Entwicklungsperspektiven der Weltkultur auf die Herstellung technischer Bedingungen zur Vermeidung des definitiven nuklearen Desasters.

 5. Die nukleare Weltlage erfordert ein geschärftes Bewusstsein davon, was die jetzt lebenden Generationen in der jeweiligen Endlichkeit ihrer Lebenszeit realistisch und in sinnvoller Perspektive mit Blick auf nächste Generationen tun können.

In der Reflexion auf die seit Hiroshima vergangenen Jahre lassen sich gute Gründe dafür finden, über die menschheitsgeschichtlichen Herausforderungen der nuklearen Weltlage auch generationenspezifisch und damit zukunftsorientiert nachzudenken, was auch bedeutete, über die lebenszeitlich begrenzten Möglichkeiten und Chancen einer jeden lebenden Generation sich öffentlich und zwischen den Generationen zu verständigen - was heißen würde, Zukunft offen zu halten durch ein bewußtes Leben zwischen den Generationen und für ein gemeinsames, an unterschiedlichen Aufgaben und Zeitdimensionen orientiertes Arbeiten an einem nuklearen Frieden.

Hierzu gehörten Anstrengungen der jetzt lebenden, älteren Generationen, die Wirklichkeit der Weltlage ungeschönt zu begreifen, sich über Handlungsperspektiven zu verständigen und die komplette Vernichtung der Atomwaffen und eine gezielte, kurzfristige Stillegung aller Kernkraftanlagen in der Welt zu fordern.

Für jetzt lebende jüngere und für nächste Generationen käme es darauf an, die Herausforderungen aufzunehmen, die sich mit einer neuen politischen Organisation der Weltgesellschaft stellen, einer Weltgesellschaft, die nicht länger unter einer unmittelbaren atomaren Drohung steht und die gegenüber jetzigen Verhältnissen andere Formen der Repräsentation und demokratischer Selbstkontrolle kennt als die, die wir aus der Geschichte der Nationalstaaten kennen und gewohnt sind auf die Weltgesellschaft anzuwenden B einer Weltgesellschaft, die zu einem verbindlichen Bezugspunkt verantwortlich handelnder Menschen wird, von Menschen, die die Menschheit als die einzige, reale Überlebenseinheit begreifen lernen.

6. Die Perspektive einer Weltlage, in der ein Zustand des Nichtkrieges nicht verwechselt wird mit einer Ordnung des Friedens, ist also angewiesen auf ein angemessen realistisches Bild der Welt, auf ein Bewusstsein der Bedrohung, auf ein Bewusstsein von der Wirklichkeit des Todes und eines nuklearen Desasters. Gerade dann, wenn wir uns nicht schützen "vor dem Gedanken an die reale Möglichkeit des nuklearen Desasters" (Henrich, 246), ist es möglich, von der Größe und Wirklichkeit der Bedrohung aus mit begründeter Hoffnung zu denken und zu handeln - dies erscheint mir auch die einzig angemessene Erinnerung an die Opfer von Hiroshima zu sein, denen es durch diese barbarische Waffe nicht möglich war, im Moment ihres Todes sich ihres Lebens bewusst zu werden und in ihren Tod Gedanken an die Zukunft einzuschließen.

07. August 1999

 
Anhang

Ein Gedicht von Ingeborg Bachmann, zu lesen auch als Erinnerung an vielfältige künstlerische und intellektuelle Widerstandsformen gegen die Atompolitik der Regierung Adenauer und als Ermunterung für die Suche nach den Spuren einer Tradition von Widerspruch und Widerstand in der Geschichte der Bundesrepublik, die in den Institutionen dieser Gesellschaft, in Schule und Hochschule, weitgehend dem Vergessen und Nicht-Wissen überantwortet wurde.

Ingeborg Bachmann  Freies Geleit

Mit schlaftrunkenen Vögeln
und winddurchschossenen Bäumen
steht der Tag auf, und das Meer
leert einen schäumenden Becher auf ihn.

Die Flüsse wallen ans große Wasser,
und das Land legt Liebesversprechen
der reinen Luft in den Mund
mit frischen Blumen.

Die Erde will keinen Rauchpilz tragen,
kein Geschöpf ausspeien vorm Himmel,
mit Regen und Zornesblitzen abschaffen
die unerhörten Stimmen des Verderbens.

Mit uns will sie die bunten Brüder
und grauen Schwestern erwachen sehn,
den König Fisch, die Hoheit Nachtigall
und den Feuerfürsten Salamander.

Für uns pflanzt sie Korallen ins Meer.
Wäldern befiehlt sie, Ruhe zu halten,
dem Marmor, die schöne Ader zu schwellen,
noch einmal dem Tau, über die Asche zu gehn.

Die Erde will ein freies Geleit ins All
jeden Tag aus der Nacht haben,
daß noch tausend und ein Morgen wird
von der alten Schönheit jungen Gnaden.
                                                   (Mai/Juni 1957)
 

Und ein Zitat von Güther Anders aus den "Thesen zum Atomzeitalter" von 1959, mit dem die Hiroshima-Gedenkveranstaltung des "Aktionsbündnisses gegen den Krieg" beendet wurde:

"Nichts ist falscher als die beliebte Redensart der Halbgebildeten, wir lebten ohnehin schon im "Zeitalter der Angst". Das wird uns nur von den publizistischen Fellow-travellers derer eingeredet, die Angst davor haben, daß wir wirklich die wahre, d.h. die der Gefahr angemessene Angst aufbringen könnten. Vielmehr leben wir im Zeitalter der Verharmlosung und der Unfähigkeit zur Angst. Das Gebot, unsere Vorstellung zu erweitern, bedeutet also in concreto: Wir haben unsere Angst zu erweitern. Postulat: Habe keine Angst vor der Angst, habe Mut zur Angst. Auch den Mut, Angst zu machen. Ängstige deinen Nachbarn wie dich selbst. - Freilich muß diese unsere Angst von ganz besonderer Art sein: 1. Eine furchtlose Angst, da sie jede Angst vor denen, die uns als Angsthasen verhöhnen könnten, ausschließt. 2. Eine belebende Angst, da sie uns statt in die Stubenecken hinein in die Straßen hinaus treiben soll. 3. Eine liebende Angst, die sich um die Welt ängstigen soll, nicht nur vor dem, was uns zustoßen könnte."

(Günther Anders, "Thesen zum Atomzeitalter" (1959), in: Ders., Die atomare Drohung. Radikale Überlegungen. Dritte Auflage. München: Beck 1981, S. 93-105)