PRESSEERKLÄRUNG
Freitag, 14. Mai 1999
Zum Ausgang der GRÜNEN Sonder-BDK in Bielefeld erklärt die
Hamburger GRÜNE
Anti-Kriegs-Initiative (AKI):
"Die Ergebnisse und Mehrheiten der Bielefelder BDK haben den Kriegskurs
der
rot-grünen Bundesregierung nachträglich legitimiert. Die
GRÜNEN
Regierungsmitglieder und die Bundestagsfraktionsmehrheit haben weitgehend
freie Hand. Die GRÜNEN sind Kriegspartei im doppelten Sinne geworden:
Sie
führen den NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien mit und sie sind
eine Partei,
die nunmehr im Widerspruch zu eigenem Grundkonsens und eigener Programmatik
Krieg als legitimes Mittel der Konfliktlösung ansieht.
Aus friedenspolitischer Sicht ist die Forderung nach einer Feuerpause
absolut
ungenügend: Da die Luftangriffe in 7 Wochen die angegebenen Ziele
der NATO
nicht erreicht haben, gibt es auch realpolitisch keinen Sinn, mit der
Wiederaufnahme nach einer Feuerpause zu drohen. Die Feuerpause ist
Teil der
militärischen Logik und kann in die Eskalationsspirale problemlos
eingebaut
werden. Sie kann im schlimmsten Fall eine flüchtige Episode in
der nächsten
Eskalationsstufe werden und die Entsendung von NATO-Bodentruppen legitimieren
helfen.
Die GRÜNEN haben mehrheitlich die NATO- und Staatsräson über
einen zivilen
Weg der Konfliktlösung gestellt. In Hamburg werden diejenigen,
die den von
der BDK abgesegneten Regierungskurs nicht mittragen, in den nächsten
Tagen
die entstandene Lage in Ruhe diskutieren und die politischen und
organisatorischen Konsequenzen aus dem Beschluß ziehen. "
Für Rückfragen:
Susanne Uhl (MdBü, Hamburg) 040 / 42831-2651
Heike Sudmann (MdBü, Hamburg) 040 / 42831-2650
Uli Cremer 0171 / 75 470 41
Aktuelle Infos zur GRÜNEN Anti-Kriegs-Initiative finden Sie auch
im Internet:
http:\\www.basisgruen.de, http://www.ftz.org/cl-hh/k.karch/grueneaki
oder
http:\\www.muenster.org\frieden