Foto: Jana Sinram
Die Stadtrundgänge zur Frauengeschichte in Münster werden seit 1991 angeboten. Die Historikerin Marion Böker begann 1989 mit den Forschungen, der erste Stadtrundgang fand im Sommer 1991 statt. Seit 1998 führen Ria Anna Zöller und Bettina Blum das Projekt weiter, 2010 kam Sonja Begalke hinzu.
Seit 2011 haben wir ein neues Logo und einen etwas veränderten Namen: Stadtspaziergänge zur Frauengeschichte.
Damit betonen wir das vergnügliche Schlendern durch die Stadt, um sie immer wieder mit neuen Augen zu erleben.
Die Fußstapfen des Logos führen vom theoretischen Wissen an die Orte des Geschehens.
Seit 2011 sind die Stadtspaziergänge ein Angebot des Vereins ZeitenLauf - Werkstatt Frauen- und Geschlechtergeschichte
Münster e.V.
Wir gehen in Archive und Bibliotheken, durchforsten Akten, alte Zeitungen und Literatur und sprechen mit Zeitzeuginnen, um Hinweisen auf Frauen nachzugehen, Schicksale zu erforschen und Zusammenhänge zu erkennen. Frauengeschichtsarbeit ist detektivische Arbeit. Immer wieder führen Spuren ins Leere, Lebensläufe brechen plötzlich ab... Doch fasziniert können wir auch verfolgen, wie sich im Lauf der Zeit immer deutlicher einige Mädchen- und Frauenpersönlichkeiten abzeichnen, deren Schicksal und Alltag - zumindest in Ausschnitten - nachvollziehbar wird.
Die Stadtrundgänge präsentieren unsere Arbeitsergebnisse in
unterhaltsamer Form:
Wir berichten von erstaunlichen Begebenheiten, von ganz unterschiedlichen Schicksalen,
von verschiedenen Frauenberufen, von lustigen und traurigen Ereignissen.
Das FrauenLeben in Münster nimmt Gestalt an - vielfältig und bunt.
Ria Anna Zöller:
Studium der Geschichte, Sozialwissenschaften und Philosophie in Tübingen, Wien
und Münster; Mitarbeiterin bei GENUS, seit 1998 Stadtrundgänge zur Frauengeschichte
Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der Frühen Neuzeit und Geschlechtergeschichte.
Bettina Blum:
Historikerin, M.A.; Projektaufenthalt in
Nicaragua; Museums- und Spielpädagogik, Bildungsarbeit, Forschungstätigkeit; seit 1998
Stadtrundgänge zur Frauengeschichte, Mitarbeiterin im Geschichtsort Villa Ten Hompel Münster; Promotionsprojekt zur Geschichte von Frauen
bei der Polizei in Ost- und Westdeutschland (WWU Münster).
Wir sind Mitglied im Netzwerk Miss Marples Schwestern, in dem sich bundesweit Frauen zusammengeschlossen haben, die sich auf historische Spurensuche nach Frauen vor Ort begeben und die Ergebnisse dieser Spurensuche vermitteln. Unser Netzwerk ist nach Miss Marple benannt, weil wir den kriminalistischen Spürsinn unserer Namespatronin für unsere Arbeit aufgreifen und umsetzen.
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