Regie

Leitung: Sven Taddicken

Das praxisorientierte Seminar soll in drei Tagen einen Einblick in die Regiearbeit geben. Es reicht von der Szenenanalyse über allgemeine Schauspielübungen bis zum Dreh einer ganzen Szene. Die Spielszenen sind in diesem Fall vorgegeben, damit der Fokus auf den Schauspielführungen bleibt. Folgende Fragen sollen erarbeitet werden: Worum geht es in der Szene? Was wollen die Figuren erreichen? Wie findet man den passenden Subtext? Hat die Szene einen Wendepunkt, der sich nutzen lässt?

Die TeilnehmerInnen sollen sich in kleinen Übungen auch gegenseitig inszenieren. Auch wenn das ungewohnt sein mag, denn die meisten Regisseure sind nicht ohne Grund lieber hinter der Kamera. Die eigentlichen Szenen werden dann mit eingeladenen, "fremden" Schauspielern gedreht. Unterschiedliche Techniken und persönliche Stärken werden dabei beobachtet und analysiert. Gibt es Unterschiede im Drama oder in der Komödie? Wichtig auch die Frage nach dem Verhältnis zwischen Regisseur und Schauspieler. Welche Konflikte sind vorprogrammiert? Warum machen die Schauspieler nicht das, was die Regie sagt? Was ist, wenn der Schauspieler den Regisseur nicht mehr ernst nimmt - oder auch im Gegenteil - viel zu sehr respektiert? Welche Verantwortung liegt also bei wem?

Der Workshop wendet sich an Filminteressierte mit ersten oder auch keinen Erfahrungen. Man muss nicht Regisseur/in werden wollen, um teilzunehmen. Filmschaffende aus anderen Sparten sind willkommen. Wichtig ist das Interesse daran, Geschichten zu erzählen!


Termine:
Fr 14.06. - So 16.06.2013
jeweils 10:00 - 18:00 Uhr
Kosten:
350 € / 300 €
Anzahl:
max. 12 TeilnehmerInnen

Sven_Taddicken.jpgSven Taddicken 1974 in Hamburg geboren, beginnt 1996 mit dem Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg. 2000 erhält Taddicken das Caligari-Stipendium. 2004 folgt das Stipendium der Akademie der Künste "Junge Akademie" und 2007 das Stipendium der Villa Aurora/Los Angeles. Der erste Spielfilm "Mein Bruder der Vampir" (2001) wird mehrfach auf nationalen und internationalen Festivals ausgezeichnet. Sein zweiter Spielfilm "Emmas Glück" lief 2006 europaweit in den Kinos und erhielt mehrere Preise, zuletzt in New York und Sevilla. 2009 startete seine Piratenkomödie "Zwölf Meter ohne Kopf" in den Kinos, die "wahre Geschichte der Nordseeräuber Klaus Störtebeker und Gödeke Michels."

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