filmfestival münster 2005

19.10.05

« LOST AND FOUND [bosn./bulg./estn./rum./serb./ung.OmU]

Münster Connection: 4 / So 23.10. 16:00
1981 wurde in Münster die Filmwerkstatt gegründet, von jungen Filmemachern, die zeigen wollten, dass auch in der Provinz filmische Kreativität steckt. Und gleich im Gründungsjahr veranstalteten sie das erste Filmfestival in Münster. Bis heute hat sich dieses Treffen für RegisseurInnen und andere Professionelle aus der Filmbranche mit dem münsterschen Publikum bewährt.

Herbert SchweringAber der Weg funktioniert auch anders herum: die Filmwerkstatt Münster war und ist für viele Filminteressierte Kreativpool, Lehrwerkstatt und Sprungbrett in die Branche. Herbert Schwering, Geschäftsführer bis 1997 und zweimaliger Festivalleiter, ist heute erfolgreicher Produzent in Köln. Er hat u.a. „Fickende Fische“ produziert, einen Spielfilm von Almut Getto zur Aids-Problematik, der in Münster 2002 Premiere hatte. Seine neueste Dokumentarfilmproduktion „War’n Sie schon mal in mich verliebt“ (Regie: Douglas Wolfsperger), lief dieses Jahr in Locarno auf dem Filmfestival.

Herbert Schwering ist immer offen für neue Ideen und Kooperationen. „Lost and Found“, eine Zusammenstellung von Kurzfilmen junger osteuropäischer Regisseure, hatte Premiere auf der Berlinale 2005. Wir zeigen diesen Film, weil er gleich zweifach in unser Programm passt: zu unserer Ausweitung auf den europäischen Film und als Beispiel für einen, der aus Münster auszog, um die große weite Welt des Films zu erobern!

„Münster war ein guter Ort zum Ausprobieren. Ich habe viel Unterstützung erfahren, durch die Stadt und vor allem auch durch das Kino- und Festivalpublikum. Die Zeit in der Filmwerkstatt war nicht nur für mich sehr prägend, auf in- und ausländischen Filmfestivals treffe ich ehemalige Mitglieder, die heute als Filmemacher oder Produzenten arbeiten.“
(Herbert Schwering)

Zum Film:
„Lost and Found“ ist ein Filmprojekt, für das sechs junge Filmemacher aus Mittel- und Osteuropa jeweils einen Kurzfilm zum Thema ‚Generation‘ entwickelt haben. Aus diesen sechs Beiträgen entstand ein abendfüllender Kinofilm von jungen Regisseuren, die zu den besten Nachwuchstalenten in der gesamten Region zählen. Ungewöhnlich ist der Rahmen in Form einer eigenständigen Animations-Geschichte, der die fünf Kurzfilme visuell verbindet. Das Thema ‚Generation‘ zieht sich wie ein roter Faden durch den ganzen Film und spiegelt ein neues Selbstverständnis junger Filmemacher in Mittel- und Osteuropa wider. Traditionen und nationale Geschichte werden anders betrachtet und filmisch neu erzählt, ohne dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern nivelliert werden.

D 05 | 99 min | 35mm | Farbe
P Icon Film (Köln)
Künstlerische Leitung: Nikolaj Nikitin

Kontakt
www.icon-film.de

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