« ILUZIJA — TRUGBILD [mazedon./alban.OmeU] »
Do 20.10. 17:30 / Fr 21.10. 16:00
Ein Satz von Nietzsche schlägt den Grundton dieses Films an: Hoffnung sei das schlimmste aller Übel, denn sie verlängere die Qual des Menschen. Der junge Marko lebt in der Hölle – nur dass die sich tarnt, als Familie und als Schule. In dem, was andere ihr Zuhause nennen, erlebt Marko nur einen arbeitslosen, ewig betrunkenen Vater, eine egoistische Schwester und eine stumm leidende Mutter, die sich von allem verabschiedet zu haben scheint. In der Schule wird er regelmäßig von einer Bande brutaler Mitschüler zusammengeschlagen – weil er gute Noten bekommt. Sein Lehrer will ihn deshalb motivieren, für die nächste Feier ein Gedicht auf das Vaterland zu schreiben. Marko sieht einen Hoffnungsschimmer, denn die Belohnung für das Gedicht wäre eine Reise nach Paris – und damit eine Chance, der Hölle zu entrinnen. Er findet Zuflucht in einem leeren Waggon und schmiedet seine Verse. Aber er wird weiter drangsaliert. Erst ein Söldner lehrt ihn, sich zu wehren – auch mit Gewalt. Sein neues Selbstbewusstsein bringt ihn rasch in Konflikt mit den Autoritäten. Als sich sein Lehrer opportunistisch von ihm abwendet, erlischt Markos Hoffnung auf Veränderung. Nun hat er nichts mehr zu verlieren. Und er handelt danach.
Mazedonien 04 | 103 min | 35mm | Farbe
R Svetozar Ristovski
B Grace Lea Troje, Svetozar Ristovski
K Vladimir Samoilovski
S Atanas Georgiev
D Mustafa Nadarevic, Vlado Jovnovski, Nikola Djuricko u.a.
Svetozar Ristovski
geb. 1972 in Veles, Mazedonien.
Studierte Architektur und Kunst an der Universität St. Kirill and Metodij in Skopje.
„Iluzija“ ist sein erster Spielfilm.
Kontakt
synchro {at} synchrofilm.com
Filmografie
Second Class Passengers (1999)
Hunter (2000)
Joy of Life (2001)
