filmfestival münster 2005

08.10.05

Spielfilmjury

Marlies Baak-Witjes
Diplompädagogin für Erwachsenenbildung und Lehrerin für die Grund- und Hauptschule. Sie arbeitete als Koordinatorin der Medienberatung für die Bezirksregierung Arnsberg und als Moderatorin in der Lehrerfortbildung (Medienerziehung, Videopraxis, Filmanalyse). Derzeit ist sie Referentin für Filmbildung in der Medienberatung Nordrhein-Westfalen (getragen vom Schulministerium und den beiden Landschaftsverbänden). Daneben betreut sie zahlreiche Projekte im Bereich „Film und Schule“ und ist Teil des Teams der Schulfilmwochen NRW.

Till Endemann
Geboren 1976 in Hamburg. Er studierte Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg und schloss 2001 das Studium mit dem Dokumentarfilm „Rückkehr in den Dschungel“ ab. 2001 gewann er beim Filmfestival Münster den Jurypreis für seinen Kurzfilm „Salzfische“. Seitdem arbeitet er als Regisseur und Drehbuchautor. Sein Spielfilmdebüt „Mondlandung“ erhielt 2004 beim MaxOphüls-Preis eine lobende Erwähnung. „Das Lächeln der Tiefseefische“ lief bis vor kurzem im Kino, und sein neuer Film „Komet“ feiert demnächst Premiere.

Inger Nilsson
Geboren 1959 in Kisa, Schweden, wurde sie im Alter von nur acht Jahren weltberühmt durch die Verfilmungen von Astrid Lindgrens Kinderbuch „Pippi Langstrumpf“. Nach der Schule entschied sie sich bewusst, der Schauspielerei den Rücken zu kehren und absolvierte eine Ausbildung zur Sekretärin. Die Leidenschaft für den Film und die Bühne blieb jedoch bestehen und führte zu ihrem Entschluss, ein Schauspielstudium zu beginnen. Seitdem spielt sie auf zahlreichen schwedischen Theaterbühnen. 2000 war sie in Xavier Kollers Film „Gripsholm“ wieder im deutschen Kino zu sehen.

Karin Wolfs
Nachdem sie 1997 den Kritikerwettbewerb der Studenten beim Internationalen Dokumentarfilmfestival in Amsterdam gewann, arbeitete sie in den Redaktionen verschiedener Festivalblätter. 1999 schloss sie ihr Jurastudium an der Universität von Amsterdam ab. Nach einem Aufbaustudium der Journalistik an der Erasmus Universität von Rotterdam arbeitete sie als Inlandsreporterin für das „Algemeen Dagblad“. Seit 2001 ist sie freischaffende Filmjournalistin und Redakteurin des „Filmkrant“ und schreibt „Screen Daily“ über den niederländischen Filmmarkt.

Alessandro Piva
Geboren 1966 in Salerno, verbrachte er seine Schulzeit in Bari, wo er später auch seinen ersten Spielfilm „La CapaGira“ drehte. Nach Abschluss seines Studiums an dem Centro Sperimentale di Cinematografia arbeitete er einige Jahre als Cutter. Er realisierte Dokumentarfilme in Italien und im Ausland. 1992 und 1993 erhielt er den Premio Solinas für zwei seiner Drehbücher. 1999 entstand der Spielfilm „LaCapaGira“, mit dem er 2001 in Münster auf dem Festival vertreten war. 2003 hatte sein zweiter Film „Mi Cognato“ in Locarno Premiere.

Kurzfilmjury

Karl-Heinz Braune
Geboren 1951, zog er nach friedlicher Kindheit aus dunklen Wäldern in die Stadt. Klosterschüler, später Studium der Kommunikationsforschung, Philosophie und Kunstgeschichte, Malerei und Bildhauerei. Wilde Jahre, dann Kinderaufzucht, Geld verdienen als Theaterbühnenbildner, im Anschluss Szenenbildner bei Spiel-, TV- und Kurzfilmen, u.a. „Der Coup“ (1998), div. Folgen von „Ein Fall für Zwei“, „Dirty Sky“ (2003), „Amundsen der Pinguin“ (2003). Auslands-Drehs in Afrika, Asien, Italien, Spanien usw. Zusätzlich schreibt er eigene Drehbücher und Kindergeschichten.

Barbara Kamp
Geboren 1957, lebt und arbeitet bei Frankfurt am Main. Inhaberin von „Methode Film — Kurzfilme und Konzepte“; zuvor langjährige Einkaufsleiterin beim Katholischen Filmwerk und auf internationalen Festivals und Filmmärkten tätig. Sie gehörte bei den zweiten „Filmzwergen“ in Münster zur Auswahlkommission und freut sich auf eine Rückkehr an den Ausgangspunkt ihrer Arbeit mit der kurzen Form.

Irit Neidhardt
Geboren 1969 in Heidelberg, in Deutschland und Israel aufgewachsen. Studium der Islamwissenschaften, Ethnologie und Politikwissenschaften an der WWU Münster. Mitbegründerin und zeitweise Programmleiterin der Israelisch-Palästinensischen Filmtage Münster. 2002 Gründung und seitdem Geschäftsführung des Verleihs „mec film“ (middle eastern cinemas) in Münster. Zusätzlich ist sie als Kuratorin für Filmprogramme von Kinos, Festivals und freien Trägern tätig.

Fabian Busch
Geboren 1975, Schauspieler. Der gebürtige Berliner gab im Alter von 16 sein Kinodebüt in Wolfgang Kohlhaases „Inge, April und Mai“ (1992). Bereits ein Jahr später spielte er die Hauptrolle in „Unter der Milchstrasse“ (1993), ehe er auch im Fernsehen reüssierte (u.a. „Klemperer – Die Tagebücher“, 1999). Erfolge im Kino feierte er außerdem mit „23“ (1998), „Liegen lernen“ (2002). Momentan ist er in Cyril Tuschis „SommerHundeSöhne“ zu sehen. Den Bereich Nachwuchsförderung unterstützt er durch seinen tatkräftigen Einsatz bei diversen Kurzfilmproduktionen.

Christian Fürst
Geboren 1962 in Essen. Grundstudium Kunstgeschichte, Geschichte und Wirtschaftswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Im Anschluss Ausbildung zum Werbekaufmann. Seit 1990 Produktionsleiter bei TV- und Kinofilmproduktionen, u.a. „Terror 2000“ (1992), „Swetlana“ (1999), „Elefantenherz“ (2001), „Fickende Fische“ (2001), „Allein“ (2004). 2002 Gremienmitglied Produktionsförderung Filmbüro NW und 2003 Dozent an der Internationalen Filmschule Köln.