Mi, 09.10. 19:00 // WDH: Do, 10.10. 17:15

Die Erfindung der Liebe

D/LUX 13 | 103 min | Farbe | OmeU
R Lola Randl
B Lola Randl, Philipp Pfeiffer
K Philipp Pfeiffer
S Andreas Wodraschke
M Maciej Sledziecki
D Maria Kwiatkowsky, Sunnyi Melles, Bastian Trost, Samuel Finzi, Mario Adorf, Irm Hermann, Luc Feit, Marie Rosa Tietjen, Sebastian Weber, Mira Partecke, Jürgen Rissmann, André Jung

Die Erfindung der Liebe

Es war ein Schock für alle. Im Alter von nur 26 Jahren starb die Berliner Schauspielerin Maria Kwiatkowsky im Juli 2011 in ihrer Wohnung an Herzversagen. Zu dem Zeitpunkt befand sie sich mitten in der Arbeit zu Lola Randls Film „Die Erfindung der Liebe“. Was tun, wenn die Hauptdarstellerin stirbt? Ein Jahr lang ruhte der Dreh. In der Zeit haben die Regisseurin und die Produktion das Projekt weiterentwickelt und dann fertig gedreht. Mit einem komplett umgeschriebenen Skript. Ursprünglich sollte der Film von Emily (Kwiatkowsky) handeln, die zusammen mit ihrem Freund Daniel eine reiche kranke Unternehmerin per Heiratsschwindelei um ihr Geld prellt. Stattdessen erzählt „Die Erfindung der Liebe“ nun eine zu Herzen gehende, komische und absurde Film-im-Film-Geschichte, die mit der tatsächlichen Situation spielt. Die Hauptdarstellerin stirbt unerwartet. Ausgerechnet eine Praktikantin soll sie ersetzen. Während der Dreh weiterläuft, verwischen am Set die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. Der mit Größen wie Mario Adorf, Irm Herrmann oder Samuel Finzi hochkarätig besetzte Film jongliert nicht nur klug mit den Ebenen von Zeit und Traum. Vor allem ermöglicht er eine letzte Begegnung mit Maria Kwiatkowsky auf der Leinwand.

In Anwesenheit der Regisseurin und Autorin Lola Randl, des Produzenten Herbert Schwering und der Darstellerinnen Mira Partecke und Marie Rosa Tietjen.

It came as a shock to everyone when actress Maria Kwiatkowsky died in her apartment in July 2011 from heart failure. She was just 26. At the time, she was in the middle of shooting Lola Randl’s film “Die Erfindung der Liebe”. What do you do when the lead actress dies? Randl put filming on hold for a year. In the meantime, the director and the production team continued to develop the project and then finished shoot-ing the film with a completely revised script. The film was originally supposed to be about Emily (Kwiatkowsky), who, in cahoots with her boyfriend Daniel, cheats a wealthy, ailing businesswoman out of her money in a sham marriage. Instead, “Die Erfindung der Liebe” now tells a touching, funny and absurd film-inside-a-film story that plays with the actual events: The lead actress dies unexpectedly. An intern (of all people) is supposed to replace her. As the filming continues, the line between reality and fiction on the set becomes blurred. The film, which features top actors such as Mario Adorf, Irm Herrmann and Samuel Finzi, manages to cleverly juggle the different layers of time and fantasy. But more than that, it gives us one last chance to see Maria Kwiatkowsky on the silver screen.

Lola Randl
Geboren 1980 in München. Absolviert 2001 bis 2005 ein Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln im Bereich Fernsehen/Film. 2007 Absolventin der Drehbuchwerkstatt München. Für ihren Kurzfilm „Der Geburtstag“, den dritten Teil ihrer „Die Leiden des Herrn Karpf“-Trilogie, wird sie auf der Berlinale 2009 mit dem Prix UIP Berlin (European Short Film) ausgezeichnet. Ihr Spielfilmdebüt „Die Besucherin“ startet 2009 in den Kinos.

Lola Randl was born in Munich in 1980. She began studying at the Academy of Media Arts Cologne in 2001 and graduated with a degree in Television and Film in 2005. In 2007, she completed a course of study at the Drehbuchwerkstatt München. She was awarded the Prix UIP Berlin (European Short Film) at the 2009 Berlinale for her short film “Der Geburtstag”, which is the third instalment of her trilogy titled “Die Leiden des Herrn Karpf”. Her debut feature film “Die Besucherin” hit movie theatres in 2009.

Kontakt
www.dieerfindungderliebe-derfilm.de

Filmographie (Auswahl)
Die Leiden des Herrn Karpf (2007-2010)
Die Besucherin (2008)
Die Libelle und das Nashorn (2012)