Podiumsdiskussion „Individuelle Wagnisse?“

Du fragst mich, was soll ich tun? Und ich sage: Lebe wild und gefährlich, Arthur!
Diese Worte und das historische Bild eines pudelbemützten kleinen Jungen mit stoischem Gesichtsausdruck waren Ende der Achtziger ein beliebtes Postkartenmotiv. Risikobereitschaft als Lebensmotto, gerichtet auf Selbstverwirklichung, Erfüllung – sich lebendig fühlen. Taugt das für den Alltag? Ist diese Risikobereitschaft überhaupt übertragbar auf die wirklichen Risiken, denen wir in unserer Umwelt begegnen?
Irmhild WIllenbrink & Jan-Christoph TonigsLeben kann tödlich sein; früher oder später ist es das sogar mit ziemlicher Sicherheit. Schon das Ein- und Ausatmen hat es in sich. Grenzen: Wo hört der Spaß auf? Angst: Welchen Stellenwert hat die Verdrängung, wie funktioniert sie? Handlungsfähig bleiben: Gibt es Techniken, seine Angst zu kontrollieren?
In welchen Relationen nehmen wir das Ausmaß eines Risikos überhaupt wahr? Wird es kleiner, wenn wir glauben, es abschätzen zu können? Lässt es sich statistisch erfassen oder gar berechnen? Offensichtlich ja – und für die Wirtschaft (nicht nur für Versicherungen) sind Risikoberechnungen sogar von entscheidender Bedeutung. Hier geht es nicht um eine ethische Bewertung, sondern um die Berechnung eines möglichen Verlustes – und kommt damit auf den Ursprung des Wortes Risiko zurück – das griechische „rhiza – Wurzel, Klippe“ – aus dem sich die Annahme der Gefahr ableitet, durch im Meer liegende Klippen ein Handelsschiff zu verlieren.
Über Klippen auf See und im Alltag, Risiken und Nebenwirkungen und ihre persönlichen Erlebnisse und Wagnisse sprechen die Podiumsgäste des Symposiums mit den Moderatoren Jan-Christoph Tonigs und Irmhild Willenbrink.

Podiumsdiskussion:
Donnerstag 8. Oktober, 18:00 Uhr, Eintritt frei!

Gäste:
Titus Dittmann (Unternehmer und Skater)
Reinhard Zumdick (Kriminaloberkommissar)
Gerrit Schnabel (Unfallkasse NRW)
Ein Mitglied von Ärzte ohne Grenzen

Veranstaltet von:
Filmwerkstatt Münster, Logo
filmfestival münster 2009
Gartenstr. 123, 48147 Münster
+49—251—230 36 21
info [at] filmfestival-muenster.de