Spielfilmjury

Holger Franke
Holger FrankeGeb. 1942, Autor, Regisseur, Schauspieler. Nach einer Schauspielausbildung (1961-1964) erste Engagements an verschiedenen Theatern sowie Tätigkeit im Hörfunk und Fernsehen. 1972 begann er zunächst als Schauspieler am Berliner Grips Theater, ein Jahr darauf gründete er das Theater Rote Grütze, dem er als Autor, Regisseur und Schauspieler bis weit in die 1980er Jahre verbunden blieb. In dieser Zeit entstanden u.a. bekannte Stücke wie „Darüber spricht man nicht“ und „Was heißt hier Liebe?“. In den Achtzigern und Neunzigern erarbeitete er als Autor und Regisseur Stücke für den Theaterhof Priessenthal, die Bremer Shakespeare Compagnie und das Theaterhaus Stuttgart. 1987 erste Zusammenarbeit mit Dani Levy für das Drehbuch zum Film „RobbyKallePaul“. 2005 bekam er mit Dani Levy den Deutschen Filmpreis für die Komödie „Alles auf Zucker“ – in dem auch seine Tochter, die Schauspielerin Anja Franke mitspielt. Zurzeit arbeitet er unter anderen an einem Drehbuch nach Wladimir Kaminers „Russendisko“.

Matthias Luthardt
Matthias LuthardtGeboren 1972 in Leiden, Niederlande, Regisseur und Autor. Er absolviert zunächst ein Studium der Germanistik, Romanistik und Rhetorik in Tübingen, Paris und Hamburg. Von 1998 bis 2005 studiert er in der Regieklasse der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam Babelsberg. 2006 gab er sein Kinodebüt mit dem Jugenddrama "Pingpong", das beim Filmfestival in Cannes in der Sektion „Semaine de la Critique“ Premiere feierte und den Drehbuchpreis der SACD sowie den Young Critic Award der Schüler- und Studentenjury des Deutsch-Französischen Jugendwerks erhielt. Beim Europäischen Filmpreis wurde „Pingpong“ für den „Fassbinder-Preis“ für die „beste europäische Entdeckung“ nominiert.

Irene Visedo
Irene VisedoGeb. 1978 in Madrid, Schauspielerin. Seit ihrem vierzehnten Lebensjahr Ausbildung zur Schauspielerin an verschiedenen spanischen Bühnen, u.a. Ángel Gutiérrez’ Chamber Theatre und dem Teatro de la Abadía. Erste Filmrollen in „The Devil’s Backbone“ von Guillermo del Toro und „Cascabel“ von Daniel Cebrián, für die sie beim Filmfestival Cinespaña in Toulouse den Preis als beste Nachwuchsdarstellerin erhält. 2003 wird sie von der spanischen Actors Union für den Newcomer Award nominiert. In den deutschen Kinos zuletzt in „Die Frau des Anarchisten“ von Marie Noelle und Peter Sehr zu sehen.

 

Kurzfilmjury

Florian Mischa Böder
Florian Mischa BöderGeboren 1974 in Hannover. 1997 bis 2002 Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln mit dem Schwerpunkt Filmregie und Drehbuch. Während des Studiums Arbeit in der Redaktion des ARD-Morgenmagazins, als Regisseur für die "Harald-Schmidt-Show" und als Regisseur und Autor für Sachgeschichten der "Sendung mit der Maus". 2001 erster großer Erfolg mit dem Kurzfilm-Musical "ich muss gehen", das bis heute erfolgreich auf Festivals weltweit aufgeführt wird. Kinospielfilme "Die Österreichische Methode" (2007) und "nichts geht mehr" (2008); diverse Dramatisierungen und Inszenierungen für die Bühne. An Auszeichnungen bekam er u.a. den "Max-Ophüls-Preis", den "Deutschen-Filmschulpreis-München" und den "Förderpreis für ein herausragendes Regietalent, Winterthur".

Robert Gwisdek
Robert GwisdekGeb. 1984, Schauspieler. Seine Eltern sind die Schauspieler Corinna Harfouch und Michael Gwisdek. Er gab bereits als 13-jähriger sein vielbeachtetes Kinodebüt in „Grüne Wüste“ unter der Regie von Anno Saul. Nach einem vierjährigen Schauspielstudium an der HFF „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg erhielt er den Darstellerpreis des Schauspielschultreffens 2005 für seine Darstellung des Macbeth. Weitere Kinorollen hatte er in „NVA“ von Leander Haussmann und „Lauf um Dein Leben – Vom Junkie zum Ironman“ von Adnan G. Köse. Für seine Rolle des Anton in „Väter, denn sie wissen nicht, was sich tut“ unter der Regie von Hermine Huntgeburth wurde Robert Gwisdek mit dem „Günter Strack Nachwuchspreis“ 2008 als bester Darsteller ausgezeichnet. Im Februar 2010 erscheint "Renn, wenn Du kannst" von Dietrich Brüggemann, ein Kinofilm, in dem Robert Gwisdek die Hauptrolle des querschnittsgelähmten Ben spielt.

Katharina Liebert
Katharina LiebertGeboren 1984 in Wien, Festivalleiterin. Sie ist seit fünf Jahren Mitglied der Festivalleitung des Wiener Kurzfilmfestivals VIS Vienna Independent Shorts. Seit 2002 studiert sie Jura sowie seit 2005 zusätzlich Filmwissenschaft an der Universität Wien. Ihren Lebensunterhalt bestreitet sie zurzeit als Filmvorführerin in mehreren Wiener Programmkinos und am niederösterreichischen Filmhof-Filmfestival. 2006 baute sie ein MigrantInnen-Kino in Limerick (Irland) mit auf. 2007 war sie Projektkoordinatorin und Ko-Kuratorin der DVD-Produktion „Future Cinema Austria“. Zu ihrer bisherigen kuratorischen Tätigkeit gehören u. a. die Programmschiene „New Directors' Lounge“ im Wiener Schikaneder-Kino (2006/2007), ein Kurzfilmprogramm für das Open Cinema Festival St. Petersburg (2006) sowie - gemeinsam mit Birgit Flos – „shorts & skirts: Die lange Nacht des kurzen Films“ für das Filmfestival Diagonale in Graz (2008).

Peter Stockhaus
Peter StockhausProduzent und Geschäftsführer der Peter Stockhaus Filmproduktion GmbH in Hamburg. Nach dem Studium der BWL/VWL, Germanistik und Politologie an den Universitäten Duisburg, Trier und Hamburg seit 1988 als Produzent, Herstellungs- und Produktionsleiter tätig. Als Dozent lehrt er an der Filmschule Hamburg Berlin, an der Akademie Grafik-Werbung-Druck in Hamburg, dem Mediacampus in Hannover und bei Filmtrain in Kiel.
Mehr als 70 abendfüllende Spiel- und Dokumentarfilme gehen auf sein Konto, u.a. „Bungalow“ von Ulrich Köhler, „Cowboys and Angels“ von David Gleeson und „Am Tag als Bobby Ewing starb“ von Lars Jessen. Zahlreiche seiner Produktionen wurden auf internationalen Filmfestivals ausgezeichnet und u.a. mit dem Deutschen Kurzfilmpreis, dem Förderpreis der Deutschen Filmkritik und dem Friedrich-Wilhelm-Murnau Preis prämiert.

Veranstaltet von:
Filmwerkstatt Münster, Logo
filmfestival münster 2009
Gartenstr. 123, 48147 Münster
+49—251—230 36 21
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