Das Bewerbungsformular für einen Platz in der Schüler-Jury kann hier heruntergeladen werden. Die Anmeldefrist ist verlängert bis zum 14. September!
Zusätzliche Infos zum Programm stehen im Flyer, der ebenfalls als PDF zur Verfügung steht.
Schulfilmprogramm zum Thema »Courage«
Nach dem Film ist vor dem Film. Medien- und Filmkompetenz will gelernt sein und früh übt sich besser. Das Filmfestival präsentiert diesmal ein Schul-Filmprogramm zum Thema »Courage«, dass vom Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster, Film und Schule NRW, der MoBim und der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen unterstützt wird. In den Schulvorführungen am 7. und 8. Oktober werden vier Kurzfilmblöcke für junge Seher ab vierzehn Jahren angeboten, geeignet für Schüler aller Schulformen und mit Raum für anschließende Diskussionen. Die Genres der insgesamt 21 Filme umfassen neben gängigen Spielfilmformaten auch Dokumentarfilm, Musikvideo und Animation. Die Filminhalte beleuchten verschiedene Aspekte von Mut, bzw. Courage, angesprochen werden u.a. Themen wie Mobbing, selbstbestimmtes Handeln, politisches und soziales Engagement und Toleranz. Das Team der MoBim — Mobile Beratung im RB Münster gegen Rechtsextremismus und für Demokratie — konnte als Kooperationspartner gewonnen werden und wird im pädagogisches Begleitprogramm zu den Schulaufführungen einen Workshop mit dem Titel »Risiko: couragiertes Handeln?!« anbieten. Darin wird mit den Schülern gemeinsam ausprobiert, was in konkreten Situationen hilft oder wo Schwierigkeiten und Grenzen auftreten. Außerdem werden die Filmemacher persönlich anwesend sein und sich den Fragen zu den einzelnen Produktionen und ihrer Filmsprache stellen.
Die Filme beschäftigen sich mit Menschen, die sich stark machen für andere, sich etwas trauen oder gerade eben nicht. Im Film SPIELZEUGLAND (Foto) von Jochen Alexander Freydank, der in diesem Jahr Oscargewinner für den besten Kurzfilm ist, geht es beispielsweise um die Frage des Jungen Heinrich, wohin die jüdischen Mitbürger abtransportiert werden. Seine Mutter möchte den Sohn vor der Wahrheit schützen und erfindet in ihrer Not die Geschichte vom Spielzeugland. Eines Morgens sind die Nachbarn und auch Heinrich verschwunden.
Regisseurin Satu Siegemund erzählt in ihrem Film ALLES WIEDER GUT von der sechsjährigen Clara, die plötzlich im Vorgarten der Familie Wagner steht. Das Mädchen hat sich nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter auf den Weg zum Vater gemacht und ist in den falschen Bus gestiegen. Julia Wagner entdeckt blaue Flecken an Claras Körper und bringt sie mit dem festen Vorsatz einzuschreiten zu ihrer Mutter zurück. Dann bemerkt wie, wie schwer es fällt, wirklich zu handeln.
Zum zweiten Mal gibt es eine Schüler-Jury, die geschult, begründet und kritisch ihre Film-Favoriten wählt und am 11. Oktober ihren persönlichen Gewinner im Rahmen der Filmfestivalpreisverleihung prämieren darf.
