filmfestival münster 2007

04.10.07

Vierte Stunde: „Im Kino Filme gucken“

Man sieht, was man weiß. Und sehen kann gelernt werden, auch Filme sehen. Medien- und Filmkompetenz zu vermitteln, ist mittlerweile fester Bestandteil der Lehrpläne für weiterführende Schulen. Das Filmfestival Münster unterstützt dies mit einem speziell für Schülerinnen und Schüler zusammengestellten Filmprogramm. Das Besondere in diesem Jahr: Alle Filme drehen sich um das Thema „Arbeit“ — um Ausbildung, um Wünsche und Zukunftsvisionen junger Menschen, um Lust auf und Frust bei der Arbeit, um die Schwierigkeiten, sich für den richtigen Beruf zu entscheiden oder überhaupt eine Arbeit zu finden. Aber es geht nicht nur um die Inhalte, sondern auch darum, den Film als eigenständige Kunstform mit seinen spezifischen Produktionsbedingungen und Wirkungsmechanismen zu zeigen. Deshalb finden sich in drei Wettbewerbsblöcken kurze Spielfilme, Dokumentarfilme, Animationsfilme — alle Genres sind vertreten und zeigen die Vielfalt des Mediums, das heute die Eigen- und die Fremdwahrnehmung der Jugendlichen bestimmt wie kein anderes.

Die Filmvorführungen werden moderiert und die FilmemacherInnen sind eingeladen, ihre Werke den Schülern persönlich vorzustellen und bei Bedarf zu diskutieren.

Egal, ob kurz oder lang, ob es um Filmsprache oder Inhalt geht – Filme sehen und verstehen kann gelernt werden. Am besten im Kino, denn Bilder auf der großen Leinwand bewegen mehr als die auf einem kleinen Bildschirm.

Filmübersicht & Anmeldeformular:
» Schulprogramm-Anmeldung (PDF, 572k)

03.10.07

Kopf oder Bauch: Wie entscheidet eigentlich eine Film-Jury?

Das Festival-Team hatte die Abgangsklassen der Haupt- und Realschulen in Münster aufgerufen, sich für die Mitarbeit in einer erstmals ausgeschriebenen SchülerInnen-Jury zu bewerben. Viele haben geantwortet, sieben sind es geworden.

Sie wählen aus den 16 Kurzfilmen des Schulprogramms, die ja alle etwas mit dem Thema „Arbeit“ zu tun haben, ihren Favoriten aus. Damit sie nicht nur nach ihrem Gefühl gehen – das unbestritten immer auch eine wichtige Rolle spielt – bekommen sie an zwei Nachmittagen in den Herbstferien vom Filmemacher Patrick Waldmann eine Einführung in das Filmesehen, hören etwas über Einstellungsgrößen, Lichtsetzung, Ausstattung, Maske, Schauspielerführung, gute oder schlechte Dialoge, Filmmusik – und das Zusammenspiel all dieser einzelnen Elemente.

Gemeinsam mit den Schulklassen, die sich für die Schulvorführungen anmelden, sichten sie die Filme, diskutieren im Anschluss und müssen sich dann für einen Preisträgerfilm entscheiden. Danach formulieren sie ihre Jury-Begründung, die sie am Abend der Preisverleihung verlesen. Und sie übergeben ihrer Gewinnerin oder ihrem Gewinner auch einen Preis: ein professionelles Film- und Videoschnittprogramm der Firma Avid.

Das Festival-Team wünscht ihnen spannende Filmtage. Und vielleicht kann die Beschäftigung mit dem Thema „Arbeit“ im Film auch als Impuls für die individuelle Reflexion der eigenen beruflichen Perspektiven genutzt werden.

Die SchülerInnen-Jury:
Filipa da Silva
Marie Weiper
Isabel Grothe
Lena Robitzer
Hassan Mohamed
Diana Münsterteicher
Lennart Lofink