10. bis 31. März 2019 Russische Filmtage

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Münster-Rjasan werden die Filmtage in Münster diesmal mit dem Stummfilm Die Frauen von Rjasan aus dem Jahr 1927 eröffnet. Ein außergewöhnlicher Film in seiner Zeit - gedreht von einer engagierten Regisseurin. Bis zum 31. März sind dann fünf herausragende aktuelle russische Filme von den großen internationalen Festivals im Programm. Besuche mit Schulklassen sind nicht nur zu den regulären Vorstellungen, sondern auch am Vormittag möglich. Bitte sprechen Sie uns an: film@muenster.de!
Internetseite der Russischen Filmtage

Die Filme:

Regisseurin Olga Preobraschenskaja setzt sich im Stummfilmmelodram von 1927 Die Frauen von Rjasan eindringlich mit der Rolle der Frau im vorrevolutionären Russland auseinander - ein emanzipatorisches Werk einer feministischen Filmemacherin.

Kultregisseur Aleksei German gelingt mit Dowlatow ein geniales Porträt des spät berühmt gewordenen Schriftstellers Sergei Dowlatow und der Stadt Leningrad Anfang der 70er Jahre, ein Zeitbild der Breschnew-Ära. Auf der Berlinale 2018 wurde er mit einem Silbernen Bären prämiert.

In der Geschichte einer Versetzung, einem schönen Kostümfilm der Regisseurin Awdotja Smirnowa, stehen Lew Tolstois liberale Ideen ohne Chance gegen den autokratischen Geist der zaristischen Offiziere. Während hieruniformierte Soldaten und Offiziere das Bild bestimmen, bleiben in Annas Krieg die Themen des Films, Krieg und Holocaust, gespenstisch unsichtbar und doch präsent. Auf die Diskussion über die außergewöhnliche Perspektive seines Films mit Regisseur Aleksey Fedortschenko darf man gespannt sein.

Elefanten können Fußball spielen ist der groteske Titel einer meisterlichen Komödie des Regisseurs Mikhail Segal, der in Münster kein Unbekannter ist. In seinem Film geht es jedoch nicht um Elefanten, sondern um die mit analytischem Humor dargestellte Geschichte eines erfolgreichen, aber beziehungsgestörten Mannes.

In Ayka zeichnet Regisseur Sergey Dvortsevoy das Bild einer unvergesslichen Frauenfigur stellvertretend für alle „ganz unten“, das Schicksal einer Migrantin im Moloch Moskau.

Publikumsgespräche mit Filmschaffenden begleiten das Filmprogramm.

Eine Veranstaltung der deutsch-russische Gesellschaft Münster und des filmclub münster