StartseiteSitemapImpressumKontakt
 
 
Die Gesellschaft
Veranstaltungen
2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002
2001
2000
1999
1988-1998
Russische Filmtage Münster
* 2015
* 2014
* 2013
* 2012
* 2011
* 2010
* 2009
Russisch-deutsche Zeitung
Statements
Eu-Russland Projekt
Projekte Archiv
Infobriefe
Presse
Galerie
Links

Nachrichten
ACHTUNG! Wir haben eine neue Homepage: Homepage der Deutsch-Russischen Gesellschaft Münster

Veranstaltungen 2007
Dienstag 20. November 20.00 Willkür oder Freiheit. Die Demokratie als historisches Problem Russlands


Prof. Vladimir Kantor, Moskau. Vortrag mit Diskussion

Aegidiiplatz 3, Gebäude der VHS Münster, Raum 208/209


 

RUSSLAND VOR DEN WAHLEN

 

In Russland sind im Dezember Parlamentswahlen, im März wird ein neuer Präsident gewählt. Die Entwicklungstendenzen der letzten Jahre lassen Kritiker zweifeln, ob Russland seinen Weg in die Demokratie fortsetzt oder bei der gelenkten Demokratie bleibt. „Die aktuelle Situation ist gegebener Anlass, in den Spiegel der Geschichte zu schauen“, schreibt Prof. Kantor in seinem neu erschienenen Buch „Willkür oder Freiheit“. Er greift die Probleme auf, die Russlands spezifischen Weg in die Zivilisation charakterisieren: die Haltung Russlands gegenüber dem Westen, die Konfrontation archaischer und zivilisationsbildender Elemente, der eigenwillige russische „Demokratismus“, die Entwicklung der Aufklärungs- und Freiheitsideen, etc.... Kantor versteht sein Buch als eine interne Selbstkritik der europäischen Kultur, die verzichtet auf die Idealisierung des Westens wie des Ostens und dazu beiträgt, dass man in der ganzen europäischen Welt normal existieren kann.

 

Der Moskauer Philosoph und Kulturwissenschaftler Vladimir Kantor ist u.a. Mitherausgeber der Zeitschrift “Fragen der Philosophie“, seit 2003 Professor an der Hochschule für Ökonomie in Moskau, Autor von 15 wissenschaftlichen und literarischen Büchern und über 300 Aufsätzen.

Den Vortrag hält Prof. Kantor in deutscher Sprache, die Diskussion wird auf Russisch mit Übersetzung geführt.

 


Samstag 25. August SOMMERFEST

 

Am Samstag, den 25.August laden wir Sie/Euch zu einem Sommerfest bei Maximiliane Müntjes ein. Wir haben vor, in ihrem Garten eine echte mongolische Jurte aufzubauen. Darin kann man sich gemütlich niederlassen und eine schamanische Gedankenreise in die Steppen Zentralasiens unternehmen.

Wie immer bitten wir Sie/Euch, etwas Leckeres mitzubringen. Gegrilltes u. Getränke besorgen wir.

 

Ort: Warendorferstr. 78a, Münster Zeit: ab 15 Uhr

 

Anmeldung bei Maximiliane Müntjes: 0251-36636

oder bei Anna Chevtchenko: 0251-14 90 376

 




22. Mai 2007 20.00 Uhr Transittheater liest isaak Babel


 

 

GESCHICHTEN AUS ODESSA - ICH MUSSTE GEHEN

 

Isaak Babel, Jahrgang 1884, wird am 15. Mai 1939 von der sowjetischen Geheimpolizei Tscheka verhaftet – angeblich soll er für die Japaner spioniert haben. Als of. zielles Todesdatum wird der 17.3.1941 angegeben, und es liegt die Vermutung nahe, dass er im Anschluss an seine Verhaftung hingerichtet wurde. Im Jahre 1954 wurde das Urteil "wegen Fehlens eines kriminellen Tatbestandes" aufgehoben. Diese Rehabilitation ist wohl in erster Linie Babels Werk – Gorki nannte ihn den "Maupassant Russlands" – und seiner Popularität bei einer breiten Leserschaft zu verdanken. Babel war ein gläubiger Jude und träumender Revolutionär; der kulturelle Schmelztiegel "Odessa" prägte seine offene, menschenfreundliche Einstellung. Aufgewachsen in der Moldawanka, einem jüdischen Viertel in Odessa, lernte er Russisch und Jiddisch – Grundstein für eine Wanderung zwischen zwei Welten: Ost und West, die Sinnenfreudigkeit und russische Schwermut auf der einen und die Intellektualität und Spiritualität der Juden auf der anderen Seite. Mit den "Geschichten aus Odessa" entführt das transittheater den Zuschauer in jene faszinierende Stadt am Schwarzen Meer, in der dieser einzigartige Schriftsteller aufwuchs.

Sprecher Ralf Melzow und Ernie Rossmann (Gitarre)begleiten den Autor Isaak Babel durch seine Erinnerungen.

 

Cafe Weltbühne, Evangelische Studierenden Gemeinde Münster, Am Breul 43, 48143 Münster



25.03. 2007 Lesung mit Juri Andruchowytsch

Andruchowytsch liest aus seinem neuen Buch "Moscoviada"

Rüstkammer im Rathaus (Stadtweinhaus) Prinzipalmarkt 8-9, Münster

20.00 Uhr

Inhalt:

Otto von F., Literaturstudent aus der Westukraine, lebt in Moskau, dem »fauligen Herzen des halbtoten Imperiums«. Im Wohnheim des Gorki-Instituts hocken die poetischen Hoffnungen aus der sowjetischen Provinz aufeinander, künftige Vertreter der jungen Nationalliteraturen, die Gedichte in mittelalterlichem Jiddisch, ukrainische Verspoeme und usbekische Songstrophen verfassen. Es ist Anfang der neunziger Jahre, die Stimmung gereizt, der Wodka knapp...

 

An einem nassen Maitag zieht er los, um Geschenke in der »Kinderwelt« zu besorgen, dem Kaufhaus direkt neben dem KGB-Gefängnis Lubjanka. Er verirrt sich in Fluren und Treppenhäusern, landet in den Tunneln der Kanalisation und gerät in die Gewalt von Geheimdienstbeamten, die hier unten ein Rattenheer züchten. Was Otto von F. in den Katakomben unter dem Kreml und auf den Gleisen der geheimen Regierungsmetro widerfährt, das erzählt sein Vergil durch die Hölle Moskaus, Juri Andruchowytsch, mit Sarkasmus und groteskem Witz.

 

Moscoviada, Andruchowytschs erfolgreichstes Buch, ist von überraschender Aktualität. Das neoautoritäre Russland, der eifernde Nationalismus, die Verklärung der kommunistischen Epoche, der chauvinistische Kitsch, der ideologische Druck - all diese Gespenster werden in einem karnevalesken Spektakel unter panischem Gelächter zum Teufel gejagt.

 

»Andruchowytschs Texte strotzen vor Erfahrung, von Saft und Kraft der Details, von der Gegenständlichkeit und Farbigkeit der Welt.« Karl Schlögel

 

»Es mangelt nicht an Büchern, die man mit Neugier zu lesen beginnt, aber es gibt nur wenige, die man am Ende mit Bedauern aus der Hand legt. Ich wünsche den deutschen Lesern, daß sie die >Moscoviada< so genießen, wie ich sie genossen habe.« Stanislaw Lem

 

www.suhrkamp.de


28.02. 2007 - Zarenherrschaft. Russische Geschichte als europäischer Sonderweg

Zur Vorgeschichte der "gelenkten Demokratie" in Russland gehören nicht nur die 74 Jahre kommunistischer Diktatur, sondern über 4 Jahrhunderte Autokratie der Moskauer Großfürsten und Zaren. In einem auf das Herrschaftssystem konzentrierten Überblick soll der Frage nachgegangen werden, wohin die historische Entwicklung Russlands von der des übrigen Europa abwich.

Vortrag von Prof. Dr. Lothar Maier, Abt. Osteuropäische Geschichte der WWU Münster.

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der VHS Münster

Aegidiimarkt 3, VHS, Raum 208/209 20.00 Eintr.: 5.-/3.- €



Letzte Änderung: 07.03.2016