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Russische Filmtage 2013 - Sonntag, 24. März
16:30 IM NEBEL (synchronisiert). Anschließend PUBLIKUMSGESPRÄCH mit REGISSEUR Sergei Loznitsa

Der Regisseur SERGEI LOZNITSA

Sergei Loznitsa ist 1964 im Gebiet Brest, UDSSR geboren. Nach dem Studium der angewandten Mathematik arbeitete er als Wissenschaftler am Kiev Institute of Cybernetics im Bereich künstliche Intelligenz. 1997 schloss er sein Regiestudium am Russian Institute of Cinematography ab. Seit 1996 hat er an 11 Dokumentarfilmen Regie geführt und gewann bereits zahlreiche nationale und internationale Preise, unter anderem bei den Film Festivals in Karlovy Vary, Leipzig, Oberhausen, Paris, Madrid, Toronto, Jerusalem, St. Petersburg, wie auch die russischen Filmpreise "Nika" und "Laurel".

Sein Episoden-Film "Blockade" (2005) basiert auf Archiv-Aufnahmen des belagerten Leningrad. Sein Spielfilm-Debut "Mein Glück" feierte 2010 seine Premiere im Wettbewerb des Internationalen Filmfestivals Cannes. Der Film wurde mit dem Regie-Preis und dem Preis der Russian Film Critic´s Guild beim "Kinotavr" Filmfestival in Sotschi und vielen weiteren Preisen ausgezeichnet.

www.loznitsa.com


16:30 Uhr: Der Film: Im Nebel. AntiKriegsdrama



 

RUS/D/LV/NL/BY 2012 // R Sergej Loznitsa // B Sergej Loznitsa (nach einem Roman von Wasilij Bykow) // K Oleg Mutu // S Danielius Kokanauskis // M Andrej Sigle // D Vladimir Svirski, Vlad Abashin, Sergei Kolesow, Nikita Peremotovs // 127 min

 

1942 hält deutsches Militär die westliche Grenze der UdSSR besetzt. Nur Partisanen leisten der Wehrmacht erbitterten Widerstand. Nach einem Sabotageakt holen die Besatzer zum Gegenschlag aus. Einige Partisanen werden festgenommen und gehängt, nur Sushenya wird wieder freigelassen. Seine Kameraden glauben, dass nur der Verrat an seinen Mitkämpfern ihn vor dem Galgen bewahrt haben kann. Doch Sushenya ist unschuldig. Den Partisanen Burov und Voitik fällt es zu, an Sushenya Rache zu nehmen. Sushenya ergibt sich den beiden Rächern und der unerbittlichen Logik des Krieges, der sie folgen. Durch den Wald folgt er Burov und Voitik, wo er in Vollstreckung der blinden Vernunft hingerichtet werden soll. Kurz bevor der tödliche Schuss fällt, werden sie überfallen und die beiden Rächer schwer verwundet. Jenseits von Freundschaft oder Feindschaft ist es an Sushenya, eine moralische Entscheidung zu treffen in einer Welt, die von grausamer Logik beherrscht wird.

In hypnotisierenden Bildern entwirft Regisseur Sergei Loznitsa eine bewegende Geschichte über den Menschen im Kriegszustand und die grausame Logik seiner Gesetze. „Der Film sammelt die toten Momente zwischen der kriegerischen Aktion, die absurd sind oder trist, und fügt sie zusammen zu einer aufregenden tour de force von Wittgensteinscher Konsequenz. Alles was man sehen kann, kann nicht mit Worten beschrieben werden.“ (Süddeutsche Zeitung)

 

Offizielle Auswahl für den Wettbewerb auf dem Filmfestival Cannes 2012, Fibresci-Preis der Internationalen Filmkritik des Filmfestivals Cannes 2012, Bester Film des Filmfestivals Odessa, Goldene Aprikose des Filmfestivals Jerewan, Offizieller Wettbewerb auf dem Film.


18:45 Uhr EIN LANGES, GLÜCKLICHES LEBEN (OmdtU)

Russische Föderation 2013, 77 Min. R Boris Chlebnikov, B: Boris Chlebnikow, Aleksandr Rodionov, K: Pawel Kostomarow, D: Alexander Yatsenko
Eugene Sitiy
Anna Kotova

 

Sascha lebt in einem Dorf auf der nordrussischen Kola-Halbinsel und bewirtschaftet engagiert die Hinterlassenschaft einer ehemaligen Kolchose. Seinen Arbeitern ist er ein guter Kumpel; sie achten ihn und tolerieren auch die mehr oder weniger geheime Liebesbeziehung zu Anya, die im Sekretariat der Bezirksregierung sitzt. Doch plötzlich gerät Sascha in existenzielle Konflikte: Die keineswegs zimperlichen, vor allem ihrem Eigenwohl verpflichteten Provinzbeamten wollen ihn mit einer lukrativen Abfindung überreden, seine Farm aufzugeben. Die rechtliche Situation des Neubauern ist heikel, der Pachtvertrag wurde seinerzeit nur per Handschlag bekräftigt. So nimmt der Druck stetig zu, erst recht, als sich Sascha von seinen Arbeitern überzeugen lässt, standhaft zu bleiben. In einer Landschaft, die von den Urgewalten der Natur geprägt ist, nimmt das Schicksal des Unerschrockenen seinen Lauf. Die Tragödie eines aufrechten Mannes, der sich dem Sumpf aus Korruption und Habgier nicht ergeben will und dabei alles riskiert, was ihm wertvoll und wichtig ist. Eine Geschichte aus der russischen Provinz, die von Regisseur Boris Khlebnikov als existenzielles Menschheitsdrama inszeniert wurde.

Berlinale Wettbewerb 2013



Letzte Änderung: 07.03.2016