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Therapeutisches Reiten. Rjasan
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Therapeutisches Reiten für behinderte Kinder in Rjasan. Pilotprojekt des Gender Zentrums Rjasan und der DRG Münster unterstützt durch Aktion Mensch
Das Team in Rjasan


Das Projektteam in Rjasan mit Dr. Lapizkij (links),Physiotherapeutin Natascha (2. von links) Hildegard Rosemann, Reittherapeutin (Mitte), Dr. Lapizkaja, Projektleiterin (2. von rechts)
Unten: Wadim mit der Physiotherapeutin Natascha



Projektbeschreibung


Wadim und Hippotherapeutin Natascha auf Fakel

Bewegung für Körper, Geist und Seele.

Therapeutisches Reiten für behinderte Kinder als Methode der Verbesserung ihrer Lebensqualität verbunden mit einem sozial integrativen Programm für die betroffenen Familien

Ein zweijähriges Pilotprojekt des Gender-Zentrums Rjasan e.V. (RGZ), Russland in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Förderung der deutsch-russischen Beziehungen Münster/Münsterland e.V

 

Projektziele

Das Projekt „Therapeutisches Reiten für behinderte Kinder“ behandelt Rjasaner Kinder mit schweren körperlichen und geistigen Krankheiten durch die Methoden der Hippo- therapie und des therapeutischen Reitens. Es verfolgt das übergeordnete Ziel, die Lebenssituation behinderter Kinder und ihrer Familien langfristig entscheidend zu verbessern. Das ganzheitliche Modell sozial-psychologischer Rehabilitation und Integration sorgt nicht nur dafür, dass die Kinder gesundheitliche Fortschritte machen, sondern trägt auch dazu bei, die Kinder und deren Familien durch psychologische Betreuung, individuelle Beratung und Kontakt zu anderen Familien in ähnlicher Situa- tion aus der sozialen Isolation wieder gesellschaftlich zu integrieren. Darüber hinaus will das Projekt durch Öffentlichkeitsarbeit eine öffentliche Diskussion über Notwendig- keit und Möglichkeiten der gesellschaftlichen Situation behinderter Kinder in Russland vorantreiben und zur Initiierung weiterer integrativer Projekte für behinderte Kinder ermutigen. Ein hohes professionelles Niveau und eine erhöhte öffentliche Wahrnehmung werden durch die Zusammenarbeit mit namhaften russischen Institutionen und deutschen Fachleuten, sowie durch die Einbeziehung von Multiplikatoren und Vertretern der Regionsverwaltung garantiert.

 

Zielgruppen des Projektes

• Behinderte Kinder aus sozial benachteiligten Familien, welche sich andernfalls eine Behandlung ihrer Kinder nicht leisten könnten. Vorwiegend werden dies Kinder mit körperlichen Behinderungen und Störungen des zentralen Nervensystems sein, da gerade bei diesen Erkrankungen positive Ergebnisse durch Hippotherapie erreicht wurden.

• Die Familien der Kinder, in der Regel alleinerziehende Mütter, die in der Betreuung ihrer Kinder oft keinerlei Unterstützung haben und durch das Projekt entlastet werden sollen.

• Verschiedene Berufsgruppen, die mit Familien und behinderten Kindern arbeiten: ErzieherInnen, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen.

• Die Regierung des Rjasaner Gebietes als administrativer Partner, der auf die Notwendigkeit der

Integration behinderter Kinder und die Effektivität der Hippotherapie aufmerksam gemacht wird.

• Die Öffentlichkeit in Rjasan und im Rjasaner Gebiet, damit Behinderung im Bewusstsein der Bevölkerung zukünftig kein Makel mehr ist, der als rein familiäres Problem betrachtet wird, sondern als gesellschaftliche Verantwortung betrachtet wird.

 

 

Leben mit Behinderung in Rjasan - Ausgangssituation und Lösungswege

 

In der Stadt Rjasan leben heute mehr als 3.000 Kinder mit einer körperlichen Behinde- rung oder einer Störung des zentralen Nervensystems. Oft weisen diese Kinder auch eine psychische Fehlentwicklung auf. Unsere Erfahrung aus der langjährigen Arbeit mit vielen Frauen im Rjasaner Gender-Zentrum zeigt die schwierige Situation, in der sich Familien mit behinderten Kindern in Russland befinden:

Es gibt viel zu wenig Heil- bzw. Behandlungszentren oder pädagogische Einrichtungen für diese PatientInnen. Die wenigen vorhandenen Einrichtungen sind völlig überlastet und bieten meist keine modernen Therapiemethoden, sondern sind oft nicht viel mehr als Verwahrungsanstalten, in denen die Kinder keinerlei Förderung erhalten. Die Chance auf ein selbstbestimmtes, menschenwürdiges Leben ist vielen von ihnen daher von Anfang an verwehrt.

Behinderte Menschen sind in Russland „unsichtbar“ - sie sind in der Öffentlichkeit weder physisch noch im gesellschaftlichen Bewusstsein präsent. „Behindertsein“ spielt sich im geschlossenen privaten Raum ab, ist Sache der Familie, nicht der Gesellschaft. Die staatlichen Leistungen der Sozialhilfe beschränken sich

auf minimale Rentenzahlungen und seltene Kultur-Events an Feiertagen oder vor Wahlen. Eine Politik der Integration behinderter Menschen findet nicht statt.

Daraus ergeben sich zusätzliche Belastungen für behinderte Menschen und ihre Angehörigen:

Da viele russische Männer die Vorstellung, ein behindertes Kind groß zu ziehen, überfordert, wachsen fast 80% der behinderten Kinder in Russland ohne Vater auf. Die Mutter zieht das Kind entweder ganz allein oder mithilfe der Großmutter auf. Der Vater zahlt im besten Fall Alimente, die aber meist sehr niedrig bemessen sind.

In öffentliche Kindergärten oder Schulen werden behinderte Kinder in der Regel nicht aufgenommen, selbst wenn sie geistig normal entwickelt sind. Dadurch sind viele Mütter gezwungen trotz Hochschulbildung nachts oder von zuhause aus eine prekäre Arbeit als Putzfrau, Wächterin oder Hausmeisterin anzunehmen, um tagsüber ihr Kind pflegen zu können. Die Folge ist eine soziale Notlage der Familien, verbunden mit einer völligen Überlastung und gesellschaftlichen Isolation der Mütter, da ihre Möglichkeiten der Kommunikation und der sozial-kulturellen Entwicklung auf ein Minimum reduziert sind. Sie werden häufig depressiv und krank, was ihre Isolierung verstärkt.

 

Um die Mütter aus diesem Kreislauf zu befreien und die Lebenssituation ihrer Kinder zu verbessern, setzt unser Projekt daher von zwei Seiten an.

Durch die Reittherapie wird die Gesundheit der Kinder wesentlich verbessert. Gerade bei Kinderlähmung und Skoliosen hat die Hippotherapie als medizinische Methode große Erfolge erzielt. Zusätzlich werden während des Projekts nicht nur die Kindern sondern auch deren Eltern psychologisch betreut. Die regelmäßige Betreuung der Kinder im Reitstall bedeutet für die Mütter eine Entlastung durch freie Zeit und die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern in ähnlicher Situation auszutauschen. Darüber hinaus sollen die Eltern angeregt werden, sich auch langfristig gegenseitig zu unterstützen, etwa durch die Gründung einer Selbsthilfegruppe. Für Mütter und ihre Kinder soll das Projekt so einen ersten Schritt aus der sozialen Isolation ermöglichen.

 

Die Behandlungsmethode: Hippotherapie und heilpädagogisches Reiten

 

Therapeutisches Reiten ist eine komplexe multifunktionale Methode der physischen wie der psychosozialen Rehabilitation behinderter Menschen. Sie ist einzigartig, weil sie auf einem ganzheitlichen Ansatz beruht, für den Menschen organisch ist und die Heilung ohne die groben Einflüsse chemischer oder physischer Faktoren abläuft. Bei der Bewegung des Reitens werden alle primären Muskelgruppen des Körpers reflexartig

einbezogen, weil der Patient instinktiv versucht, das Gleichgewicht auf dem Pferd zu halten, so dass unbewusst auch die Muskeln zu aktiver Arbeit angeregt werden, die einen verletzten Tonus haben. Die Heilung durch das Pferd als Mittler befreit von Bewegungshemmungen, besänftigt Erregungszustände und ermöglicht instinktiv richtiges Verhalten. Keine andere Therapieart bewirkt bei den Patienten eine so

vielseitige Motivation zu selbstständiger Aktivität. Das behinderte Kind entwickelt einen großen Wunsch, sich als Reiter zu fühlen, die Angst zu überwinden und Vertrauen in seine Kräfte zu entwickeln.

Therapeutisches Reiten wirkt effektiv bei vielen Behinderungen. Besonders große Erfolge erzielt sie bei der Behandlung von infantiler zerebraler Paralyse, einer angeborenen Form der Kinderlähmung, die mit starken Muskelkrämpfen einhergeht.

Während in Deutschland Methoden des therapeutischen Reitens anerkannt und verbrei- tet sind, wird es in Russland bisher erst in wenigen Städten angeboten.

 

Therapeutische Erfolge

 

Wadimist fünf Jahre alt. Durch eine Lähmung beider Füße konnte er

vor Beginn der hippotherapeutischen Behandlung nur laufen, wenn er festgehalten wurde. Da er nicht dreidimensional sehen kann, ist er in seiner Orientierung sehr eingeschränkt.

Wadims Mutter Julia wurde von Wadims Vater verlassen und erzieht ihren Sohn allein. Julia, von Beruf eigentlich Juristin, arbeitet als Pflegerin in einem Kindergarten – die einzige Chance, dass Wadim überhaupt in einem Kindergarten aufgenommen wird, obwohl dieser, abgesehen von seinen körperlichen Einschränkungen, psychisch und

geistig normal entwickelt ist.

Durch die hippotherapeutische Behandlung hat Wadim inzwischen gelernt allein zu laufen. Noch stolpert er oft, fällt aber nicht mehr hin – wichtige Schritte in ein zukünftiges, selbstbestimmtes Leben.

 

Der achtjährige Wanja leidet seit seiner Geburt an infantiler zerebraler

Paralyse, eine Form der Kinderlähmung die bei ihm mit einer geistigen Behinderung einhergeht. Wanjas Vater hat die Familie verlassen, als er von Wanjas Behinderung erfuhr. Um die Familie ernähren zu können, muss seine Mutter Irina in 48-Stunden-Schichten als Notärztin im 300 km entfernten Moskau arbeiten. In dieser Zeit wird Wanja von seiner Großmutter betreut. Staatliche Einrichtungen, die Kinder wie Wanja betreuen, gibt es in Rjasan kaum. Vor Beginn der Therapie hat Wanja daher keinerlei Förderung erfahren und hatte keinen Kontakt zu anderen Kindern. Er konnte weder laufen noch sitzen und musste gefüttert werden. Außerdem verhielt er sich sehr aggressiv gegenüber seinem Umfeld, biss regelmäßig Mutter und Großmutter.

Durch die hippotherapeutische Behandlung hat Wanja große Fortschritte gemacht. Er kann allein sitzen, mit Hilfe sogar laufen und selbst zu bestimmten Zielen krabbeln, d.h. er kann sich teilweise selbstbestimmt bewegen. Zudem ist er wesentlich ausge- glichener und versucht von sich aus, zu anderen Menschen Kontakt aufzunehmen.

 

 

Praktische Umsetzung des Projekts

 

Zentrum des Projekts ist die medizinische, hippotherapeutische Behandlung von Rjasaner Kindern mit starken körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, vornehmlich infantiler zerebraler Paralyse.

Nach einer Anamnese durch den leitenden Arzt, Dr. Lapizkij, erhält jedes Kind pro Woche zwei Therapiestunden, je nach Schwere und Art der Behinderung über einen Zeitraum von insgesamt 5 bis 15 Wochen. Die Therapiestunden finden am Stadtrand von Rjasan, auf dem Reiterhof „Rosinant“ statt. Die einstündige Hippotherapie auf dem

Pferd erfolgt vorerst einzeln, jedoch werden immer jeweils vier Kinder zusammen in einer Kleingruppe für insgesamt 4 Stunden zum Reitstall gebracht, um sowohl die Kinder mit Altersgenossen zusammen zu bringen und gleichzeitig deren Familien zu entlasten, die sich in dieser Zeit mit anderen Müttern austauschen, oder die Zeit für sich nutzen können. Während das Therapieteam mit einem der Kinder trainiert, werden die übrigen drei Kinder im geräumigen Gemeinschaftsraum des Reitstalls oder auf dem Gelände betreut. Insgesamt wird das Programm an vier Tagen in der Woche durchgeführt.

Durch das Reiten mit ihrem Kind werden die Eltern/Mütter physisch und psychisch entlastet. Das ist das größte Geschenk für die Erholung ihrer Psyche und für ihre Gesundheit. Darüber hinaus begleiten Informations- und Elternabende das Programm. Sie klären über die Behinderungen ihrer Kinder und über die Rechte behinderter Kinder auf und geben Anregungen und Unterstützungsangebote zur Bildung von Selbsthilfe- gruppen und zur Fortführung der Kleinkindergruppen.

 

Zur Qualifikation der direkt beteiligten Fachkräfte werden Fortbildungen durchgeführt sowie ein Fachaustausch mit erfahrenen Institutionen in Deutschland, wie z.B. dem Integrativen Reitverein Ladbergen, organisiert. Gegen Ende des Pilotprojektes werden in einer Fachkonferenz unter Beteiligung u.a. des Allrussischen Wissenschaftlichen Forschungsinstituts für Pferdezucht(AWFP, Rjasaner Gebiet), der P. F. Lesgaft-Akademie für Sport Sankt-Petersburg, des Moskauer Pferdesportclubs für Behinderte und des Deutschen Kuratoriums für

Therapeutisches Reiten e.V. die Ergebnisse vorgestellt, diskutiert und evaluiert.

Am Ende des Projektes werden die Ergebnisse an einem Runden Tisch mit Vertretern der örtlichen Behörden und des gesellschaftlichen Lebens vorgestellt und eine Pressekonferenz durchgeführt. Auf Basis der Evaluation des Projekts werden ein Videofilm und wissenschaftlich fundiertes Informationsmaterial erstellt, um Methoden

und Arbeitsformen der Hippotherapie zu dokumentieren und damit zur Implementierung der Hippotherapie in anderen Regionen Russlands anzuregen. Dieses Material wird der Rjasaner Gebietsverwaltung als zusätzliche Ressource zur Rehabilitation von Familien mit behinderten Kindern zur Verfügung gestellt.

Im August 2011 begann das Projekt mit einer Schulung in Rjasan durch Hildegard Rosemann, Voltigierwart mit Lizenz im Heilpädagogischen Voltigieren (DKThR). Insgesamt 44 behinderte Kinder erfuhren durch die Therapie im ersten Projektjahr eine erstaunliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.

 

 

Das Rjasaner Projekt-Team

 

Dr. Natalja Lapizkaja, Projektleiterin

Dr. Lapizkaja ist ausgebildete Kinderärztin mit einer Zusatzausbildung für Kinderkardio- logie und angrenzende Störungen des Nervensystems. Sie ist Mitbegründerin des Rjasaner Gender Zentrums, das sie seit über zehn Jahren leitet. Zuletzt führte sie mit dem RGZ eine Kampagne zum Schutz gegen Kindesmissbrauch unter dem Titel „Kinder in Gefahr“ durch. Durch die langjährige Zusammenarbeit mit Rjasaner Frauen wurde sie auf die Nöte von Familien mit behinderten Kindern aufmerksam und entwickelte so die Idee für das Hippotherapie-Projekt.

 

Dr. Wladimir Lapizkij, Hippotherapeut

Dr. Lapizkij ist als Internist mit zusätzlicher Qualifikation in Osteopathie und manueller Therapie besonders qualifiziert für die therapeutische Arbeit mit Patienten auf dem Pferd. Er ist sehr engagiert und hat sich in Deutschland in offiziell anerkannten Thera- pieeinrichtungen der FN und des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten weiter gebildet. Sein in der Praxis langjährig erprobtes Fachwissen führt zu einer großen Sicherheit in seiner therapeutischen Arbeit, die sich positiv auf den Patienten überträgt.

 

Natalja Varagina, Physiotherapeutin

 

Dr. Lapizkij zur Seite steht Natalja Varagina, eine ausgebildete Physiotherapeutin, die über langjährige Erfahrung im Umgang mit Pferden verfügt und durch ihr offenes Wesen einen guten Draht zu den Kindern hat, die sie behandelt. Sie reitet seit Jahren auch auf Turnieren erfolgreich in Spring- und Dressurprüfungen. Sie assistiert dem Arzt bei der Therapie unter seiner Anleitung und übernimmt einen Teil der Ausgleichsarbeit des Pferdes.

 

Alexej Borisov, Pferdebereiter

 

Alexej Borisov ist Pferdepfleger und übernimmt in der Therapie die Aufgabe des Pferde- oder Longenführers. Er verfügt über langjährige Erfahrungen im Reiten und gibt dem springfreudigen „Fakel“ im Parcours immer wieder den nötigen Ausgleich zur anstrengenden Therapiearbeit. In der Arbeit mit dem Pferd zeigt Alexej viel Ein- fühlungsvermögen und Geschick. Das Wohlbefinden des Pferdes ist ihm sehr wichtig.

 

Das Therapiepferd „Fakel“

 

Fakel, ein 9-jähriger russischer Schimmelwallach verfügt über ein gutes, ruhiges Temperament. Er ist charakterstark und geht vorsichtig auf seine Patienten zu, bzw. wartet ruhig und geduldig auf die Reaktion seiner jungen Klienten - eine sehr wichtige Eigenschaft für ein Pferd in der Hippotherapie.

 

Zum weiteren Projektteam gehören außerdem:

eine Psychologin,

eine Buchhalterin

und zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, die das Kernteam bei der Kinderbetreuung

unterstützen.

Gesellschaft zur Förderung der deutsch-russischen Beziehungen Münster Münsterland e.V.

 

 

Die Projektträger

 

 

Rjasaner Gender Zentrum e.V. (RGZ) - Zentrum für Frauen in Krisensituationen

Das 2001 in Rjasan, Russland gegründete Rjasaner Gender Zentrum führt seit 10 Jahren erfolgreich Beratung für Frauen in Krisensituationen durch. Viele der Klientinnen sind Frauen, die Gewalt erlitten haben, und alleinerziehende Frauen mit behinderten Kindern. Sie erhalten sozial-psychologische Beratung, Unterstützung, Information und Begleitung bei Gerichtsterminen, Behörden und Anträgen. Neben der Beratungstätigkeit

wurde zahlreiche Projekte unter anderem zu den Themen „Häusliche Gewalt an Frauen“ oder „Frauen und neue Medien“ durchgeführt, meist mit fachlicher Unterstützung aus Münster.

Auch das aktuelle Projekt „Therapeutisches Reiten für behinderte Kinder“ ist aus dem Fachaustausch mit dem Deutschen Kuratorium für therapeutisches Reiten und verschiedenen Reittherapie-Zentren in Deutschland entstanden. Das RGZ hat ein regionales, nationales und internationales Netzwerk der Zusammenarbeit aufgebaut.

Partner im Projekt „Therapeutisches Reiten“ sind u.a. das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V., das Reittherapiezentrum der Alexianer Münster, der Integrative Reitverein Ladbergen, das Allrussische Wissenschaftliche Forschungsinstitut für Pferdezucht (Rjasaner Gebiet), die P.F. Lesgaft-Akademie für Sport Sankt- Peters- burg und der Moskauer Pferdesportclub für Behinderte.

Mitbegründerin und Leiterin des RGZ ist Dr. Natalja Lapizkaja.

 

 

Die Gesellschaft zur Förderung der deutsch-russischen Beziehungen Münster/Münsterland e.V. (DRG Münster) hat sich seit ihrer Gründung 1988 zum Ziel gesetzt, in Deutschland ein differenziertes Russlandbild zu vermitteln.

In vielfältiger Form informiert sie durch Vorträge, Symposien, Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, Filmtage.

Ein wichtiger Pfeiler ihrer Arbeit ist die Unterstützung zivilgesellschaftlichen Handelns in Russland durch Erfahrungsaustausch und Know-How Transfer in gemeinsamen kulturellen und sozialen Projekten. In einem langjährigen „Berufshospitationsprogramm für junge russische Bürgerinnen und Bürger“ wurden junge Menschen aus Russland zu dreimonatigen Praktika in mittelständischen Unternehmen eingeladen - ein Projekt,

das 2000 mit dem von der Robert-Bosch Stiftung ausgeschriebenen Förderpreis 2000 für Bürgerengagement in Russland ausgezeichnet wurde. 2001 initiierte und unter -stützte die DRG in Münsters Partnerstadt Rjasan die Gründung des Gender Zentrum

Rjasan e.V. (RGZ). Die Zusammenarbeit mit den Frauen des RGZ in gemeinsamen Projekten ist bis jetzt ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Gesellschaft. 2005 wurde die DRG für dieses Projekt abermals mit dem zweiten Platz beim Wettbewerb um den Förderpreis für Bürgerengagement in Russland prämiert. 2007 erhielt sie für ein Teilprojekt mit dem RGZ „Häusliche Gewalt und polizeiliches Handeln“ eine Ehrenurkunde im Wettbewerb um den Förderpreis für Bürgerengagement in Russland.

Seit 2009 unterstützt sie das Projekt des RGZ „Therapeutisches Reiten für behinderte Kinder in Rjasan“ durch die Organisation des Fachaustauschs im Bereich des therapeu- tischen Reitens mit erfahrenen und renommierten deutschen Institutionen.

Mehr Infos unter: www.muenster.org/drg

 

 

Schirmherr:

 

Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck

Ehrenpräsident des Deutschen Bauernverbands

Ehrenpräsident des Deutschen Jagdschutz-Verbands

Ehrenmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung

Mitglied des Deutschen Bundestags 1983-1990

Nationale und Internationale Auszeichnungen bis zum “Großen Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der BRD“

 

Förderer

AKTION MENSCH

Stiftung West-Östliche Begegnungen

 

Partner

 

Moskauer Pferdesportclub für Behinderte

P.A. Lesgaft-Akademie für Sport, St. Petersburg

Allrussisches Wissenschaftliches Forschungsinstitut für Pferdezucht

(Rjasaner Gebiet)

Deutsches Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V

Integrativer Reitverein Ladbergen e.V., Abteilung Heilpädagogisches Voltigieren (Hildegard Rosemann, DKfThR)

Reittherapiezentrum der Alexianer Münster

Stadt Münster (Städtepartnerschaft Münster-Rjasan)

 

 

Kontakt

 

Gesellschaft z. Förderung der deutsch-russischen Beziehungen

Münster/Münsterland e.V. (DRG)

Projektkoordination: Nina Wolff

Tel.: +49 (0) 1578 36 94 315

Email: drg@muenster.org

www.muenster.org/drg

Gender Zentrum Rjasan e.V. (RGZ)

Projektleitung: Dr. Natalja Lapizkaja

Tel.: +7(0)4912 99 20 16

Email: map@dialup.etr.ru

www.gender-cent.ryazan.ru

 

Möchten Sie das Projekt „Therapeutisches Reiten für behinderte Kinder“

unterstützen?

Um die Pilotphase des Projekts über zwei Jahre erfolgreich durchführen zu können, sind wir weiterhin auf Spenden angewiesen. Diese werden über ein Spendenkonto der DRG Münster gesammelt. Auf Wunsch stellen wir Ihnen gern eine Spendenquittung aus.

 

Empfänger: DRG Münster

Kontonr.: 0000514422

BLZ: 400 501 50

Sparkasse Münsterland Ost

Stichwort Hippotherapie

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter Informationen: Gudrun Wolff, DRG Münster e.V. ; Tel.: 02506 3231 ; Email: drg@muenster.org; www.muenster.org/drg

 



Letzte Änderung: 07.03.2016