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Die Sternenfahrer von Catan
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von: KLAUS TEUBER!

Mit allseits großer Begeisterung wurde in der Siedler-Fangemeinde das neue Produkt rund um die Spielwelt von Catan aufgenommen: es hält die Siedler nicht mehr auf der Insel, es zieht sie in den Weltraum.
„Sternenfahrer von Catan“ spielt sich daher auch abseits des gewohnten Spielfeldes ab. Keine Spielerweiterung, ein gänzliches neues Spiel hat Klaus Teuber kreiert. Dabei sind ihm wieder einmal einige Einfälle gekommen, die bisher in anderen Brettspielen noch nicht vorkamen. Innovativ sein ist eben ein Markenzeichen des Zahntechnikers, der zum Spieleautor wurde.
Die RaketeDie Story ist schnell erzählt: von ihren Heimatplaneten fliegen die Spieler entweder zu anderen Planeten, um dort neue Siedlungen (hier: Kolonien) zu gründen, oder zu anderen Völkern, um dort Handelsstationen zu errichten und dafür besondere Fähigkeiten zu erlangen. Zum Fliegen baut man Kolonie- oder Handelsschiffe, und zahlt entsprechend Rohstoffe dafür, die man mittels der Kolonien erwirbt, auch tauschen ist natürlich wieder notwendig.
Das Design ist komplett anders, auch die Rohstoffe sind mit Treibstoff und Carbon ein bißchen aufgepeppt worden. Genial die Idee der Rakete, die jeder Spieler ausbauen sollte, um Siegpunkte zu sammeln und seine Stärke und Schnelligkeit auszubauen. Gleichzeitig dient die Rakete als eine Art Würfel: sie entscheidet darüber, wie weit Handels- und Kolonieschiffe fliegen dürfen und ob sie auf ihrem Flug eine Begegnung der anderen Art machen.
Begegnungen: neben der Rakete sind sie die andere außergewöhnlich gute Idee im neuen Catan-Spiel. Hat ein Spieler sich eine Begegnung erwürfelt, zieht sein Nachbar eine Begegnungskarte: und nun entscheidet nicht nur das dort aufgedruckte, sondern auch die Reaktion des Spielers darüber, ob die Begegnung ein gutes oder schlechtes Ende nimmt. Ein Beispiel: der aktive Spieler begegnet laut Karte einem fliegenden Händler. Schenkt er ihm – auf reichen Gewinn lauernd - zwei, drei, vier oder mehr Rohstoffe? Ob der Händler ein gleichwertiges Gegenangebot macht, mißtrauisch oder beleidigt ist, hängt nun von der Antwort ab. Oder entpuppt sich der Händler gar als Raumpirat? Ist der Spieler dann bereit zu kämpfen, oder flieht er lieber? So geht es zwischen Karte und Spieler hin und her. Die Möglichkeiten und Karten sind so vielfältig gestaltet, daß auswendig lernen eigentlich nicht möglich ist. So wird jede Begegnung zu einem spannenden Roulette-Spiel.
Die Begegnungen und das zweifache Würfeln machen die „Sternenfahrer“ zu einem viel stärker glücksbetonten Spiel, als es alle Catan-Versionen je waren. Trotzdem bleibt genug Taktik erforderlich.
Unser Spielekreis gehört zwar zu jenen fanatischen Catan-Fans, die sich nach (berechtigter) Meinung des Fachmagazins „Spielbox“ „sogar Neckar-Kiesel kaufen würden, wenn der Kosmos-Verlag sie nur bunt lackieren und als Catan-Erweiterung verkaufen würde“, aber unser Urteil erscheint mir dennoch übertragbar auf den Normalverbraucher: „Die Sternenfahrer von Catan“ ist ein genial gutes Spiel aus der bewährten Feder von Klaus Teuber. Es hat die Brettspiele-Welt um einige gute neue Ideen bereichert und macht einfach höllisch Spaß. 2000-Preis-verdächtig!!!

Die Sternenfahrer von Catan - von Klaus Teuber
Erschienen in der Franckh-Kosmos Spiele-Galerie 1999
Preis: ca. 70 DM
für drei bis vier Spieler ab 12 Jahren
Spieldauer: zwischen 120 und 180 Minuten
(Michael Ziemons)

Die offizielle Siedler Homepage: http://www.die-siedler.com

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