
Minigolf ist aus dem eigentlichen Golfspiel entstanden,
jedoch benötigt man für einen 18-Löcher-Golfplatz rund 50
ha Land. Dies und auch die Kosten dieser Anlagen waren die Gründe
für die Idee eines "kleinen Golfspiels", dem Minigolf. Es sollte für
jedermann/frau erschwinglich, halt Golf für alle.
Zur langen Nacht der Museen und Galerien am 14.
September 2002 war jeder herzlich eingeladen, bei der Aktion Minigolf im
cuba mitzumachen.
Da das vom Stadtmarketing geplante grosse Golftunier
auf der Promenade rund um Münster leider aus finanziellen Gründen
ausfallen musste, bot cuba-cultur der Münsteraner Bevölkerung
die kleinere und günstigere Variante an. Golf für Jeden: Minigolf.
Es durfte eingelocht werden.


Klingende Golfbahn (Münstersche Zeitung)
Zur Nacht der Museen und Galerien wartete auch cuba-cultur mit einer besonderten Aktion auf. Neben der Foyerausstellung von Halil Shalabil und Moshe Rosenfeldt, die sich mit den Konsequenzen aus des Geschehnisse des 11. Septembers auseinandersetzt, gab es eine Installation, die speziell zum Anlass der Museumsnacht eingerichtet worden war.
In drei realen und 36 virtuellen Minigolfbahnen, konnte jeder Besucher seinem Spieltrieb folgen.
War die Aktion von den Veranstaltern zunächst als „Augen zwinkernde Alternative“ zum ursprünglich auf der Promenade geplanten Golfturnier gedacht, entwickelte sie in der Ausführung durchaus eigene, der Programmatik von cuba-cultur entsprechende Qualitäten.
Der Parcours begann mit Bahn eins im Hof
noch recht konventionell, bezog aber schon mit der zweiten Bahn durch
Benutzung der Rampenauffahrt die Architektur des Gebäudes mit ein.
Besonderes Vergnügen - Irritation, wie
freudiges Erstaunen - aber rief aber die dritte Station des
Minigolf-Parcours im Konzertraum des Hausees bei den Besuchern hervor:
In einer hörspielartigen Video-Klanginstallation
verursachte das Rollen des Balles auf der Minigolfbahn vielfältige
Klänge, die mit einem finalen Crescendo beim Einlochen ihren Höhepunkt
fanden. Dabei wurden die Rollgeräusche sowohl akustisch verstärkt,
als auch mit zusätzlichen musikalischen Klängen gekoppelt. Seine
eigenen Spielaktionen konnte man gleichzeitig auf einem vergrößerten
Videobild verfolgen.
Insbesondere diese Installation regte viele
Besucher zu intensiver Benutzung und Erfindung eigener Varianten des Spiels
an. Sie tröstete auch unerfahrene Golfspieler, da je schlechter,
bzw. länger man spielte, um so mehr erstaunliche Klänge erzeugt
werden konnten.
Weitere 36 virtuellen Minigolfbahnen hielt ein
Computer bereit, der ebenfalls starken Zuspruch fand.
Die Veranstalter zeigten sich zufrieden mit
der Aktion, die ebenso wie das Kunstquiz auch neue Besucher in das Kulturzentrum
an der Achtermannstasse lockte und für die Gäste Spaß und
überraschende Klangerlebnisse bis in die späten Abendstunden
bereit hielt.