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Dead Plants and Living Objects

Klanginstallation von Rie Nakajima und Pierre Berthet
März –April 2017










Ausstellungsdauer: 24. März – 18. April
 


Einladungskarte Tatoy

Hoerspiel.Front-Foyer

Hoerspiel-Front-Foyer-2

Hoerspiel-Back-Foyer-1

Pierre Berthet

Rie Nakajima

Performance Berthet & Nakajima

kurzes Video von Ruppe Koselleck

www.pierre.berthet.be

www.rienakajima.com
im Projekt Hör-Spiel, gefördert von: Hoer-Spiel-Muenster

mit zusätzlicher Unterstütng von: Wallonie-Bruxelles-International

Dead Plants and living Objects

Der heutige Abend im Projekt Hör–Spiel knüpft an eine lange Tradition von Klangkunst-Projekten des cuba an, wie z. B. die

KLANGINSTALLATIONEN (1989 mit Joe Jones und Paul Panhysen und vielen weiteren Künstlern) oder das Projekt Lento aus dem Jahre 1994 mit der beeindruckenden Eröffnungsperformance von Akio Suzuki & Junko Wada.

Pierre Berthet und Rie Nakajima entwickeln seit ca. einem Jahr gemeinsame Performances und Installationen unter dem Titel: "Dead Plants & Living Object“.

 

Kurz zu ihrem jeweiligen künstlerischen Werdegang:

Rie Nakajima stammt aus Yokohama und lebt derzeit in London.
Sie arbeitet mit Installationen und Performances, die Klang erzeugen und setzt diese zu meist in direkter Reaktion auf vorgegebene architektonische Räume, in einer Kombination von kinetischen Geräten und gefundenen Objekten um.


Unter den Künstlern, mit denen sie schon zusammen gearbeitet hat, finden sich so illustre Namen, wie: Akio Suzuki (Jap), Phill Niblock (USA) oder auch Repräsentanten der britischen Szene, wie: Keith Rowe, David Toop, Phil Durrant, Rhodri Davies, David Cunningham, Clive Bell – die japanischen Improvisationsmusiker: Tetsuzi Akiyama und Akira Sakata, so wie Guy De Bièvre (B), Junko Wada und  Miki Yui.


Pierre Berthet (Brüssel, 1958), lebt in Lüttich.

In den 80er Jahren studierte er Schlagzeug am Brüsseler Konservatorium.

In der Folge verbrachte er zwei Jahre lang viel Zeit in einem Glockenturm, um dort Carillon zu spielen und zu den Klängen der Umgebung zu zu hören.

Im Lütticher Konservatorium besuchte er die Improvisations-Klasse von Garrett List und die Kompositionskurse von Frederic Rzewski und Henri Pousseur.

Seine künstlerischen Arbeiten sind beeinflusst von:  
Alvin Lucier, Terry Fox, Paul Panhuysen, Ellen Fullman ...


Auch seine 10-Jähriger Mitarbeit in Arnold Dreyblatt " orchestra of excited strings" oder sein Duoarbeit mit Frédéric Le Junter.
haben seine Entwicklung mit geprägt.

Pierre Berthet war schon mehrfach künstlerisch zu Gast in Münster und dem Münsterland.

Rückblickend sei an seine Aufführung von Tom Johnsons „Galileo“ (5 klingende Pendel) 2011 im Rahmen des Münsterland weiten SOUNDSEEING – Projekts erinnert, oder an seine Installation mit Wassertropfen im cuba-Foyer im Februar 2011, oder die Konzert– PerformanceExpirators and Drops“ mit Orgelpfeifen, Staubsaugern und Wassertropfen im selben Jahr in der BLACK BOX.

Sein aktuelle Arbeitsweise versteht Pierre Berthet in gewisser Weise als einen Rückgriff  auf sein ganz ursprüngliches Interesse an mannigfacher Klangerzeug.

Klang entsteht aus Bewegung. (So z. B. die Schwingung  einer Saite oder die einer Luftsäule oder eines Trommelfells.)

Pierre Berthet
versetzt allerlei Gegenstände in Schwingung um ihnen ihren spezifischen Klang zu entlocken, sei es durch Schlagen, Reiben, Schütteln oder Werfen – oder das Tropfen von Wasser auf unterschiedlichste Materialien.

In Ihrer geminsamen Arbeit geeben Berthet und Nakajima teils zarten, nahezu beilläufigen oder scheinbar unbeabsichtigt wirkenden Klängen und Geräusche einen "Hör-Raum" bringen sie uns zur Bewußtsein und erzeugen damit eine sensiblisierte Art von Hör-Erfahrung.

 

(Erhard Hirt zur Eröffnung der Ausstellung von Rie Nakajima und Pierre Berthet im cuba-Foyer.)




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