Gebhard Ullmann – Saxophon
Michael Jefry Stevens – Klavier
Joe Fonda – Kontrabass
George Schuller – Schlagzeug
Die Band 'Conference Call' existiert seit 1998 und hat in dieser Zeit mehr als 10 Tourneen in den USA, in Kanada sowie in ganz Europa unternommen sowie vier vielbeachtete CDs veröffentlicht.
Alle vier Musiker komponieren für Conference Call. Es erklingen ausschliesslich eigene Kompositionen.
Über die Jahre hat sich ein einzigartiger Bandsound etabliert bestehend aus Gebhard Ullmanns ungeheuer intensivem und sensiblem Spiel auf verschiedenen Saxofonen sowie der Bassklarinette, der rhythmisch/klanglichen Virtuosität von George Schuller und dem kreativen und fast traumhaften Piano/Bass Zusammenspiel von Joe Fonda und Michael Stevens.
Die junge Libanesin Christine Sehnaoui hat sich in kurzer Zeit als Autodidaktin am Altsaxophon Rang und Namen in der Experimentalmusikszene erspielt. Ihre elektronische, minimalistische und intensive Spielart macht sie zu einer der interessantesten Vertreterinnen der aktuellen Hardcore-Improvisation. Zusammen mit Magda Mayas am reichhaltig präparierten Flügel, präsentieren sie eine Musik, die nervös flirrend und dennoch formell auf dem Punkt ist.
(nach Texten von Mario Wirz)
Rainer Bärensprung – Stimme
Andreas Kaling – Saxophon
Erhard Hirt – Gitarre
Inventar der Nacht ist eine Symbiose aus Musik und Lyrik.
Gedichte des Berliner Schriftstellers Mario Wirz, die Titel tragen wie:
„Novemberklage“, „Hinterhofphantasien“, „Heimkehr der verlorenen Söhne“, transformiert das Trio Rainer Bärensprung – Andreas Kaling – Erhard Hirt in eine einzigartig kraftvolle, expressive und sinnliche Performance.
In einer Symbiose aus Rockmusik, Jazzsaxophon und experimentellen Klangwelten schaffen die Musiker eine dichte Atmosphäre, die Mario Wirz’ Lyrik neu erleben lässt.
Die lyrische Biographie Inventar der Nacht ist – nicht zuletzt auf dem Hintergrund der Aids-Problematik – voller Sterblichkeit.
Doch die Texte wehren sich. Und jeder hier zum Leben erweckte Klang feiert den Moment, schützt ihn, aber verschanzt ihn nicht und macht ihn dadurch erlebbar.
Inventar der Nacht: Wunsch-Wirklichkeiten, Tod, Liebe, Hoffnung, unbedingte Lebenslust, Einsamkeit, quälende Schlaflosigkeit, Wider-Stands-Zeichen, das zerwühlte Bett, das gerade gelesene Buch auf dem Nachttisch….
„alles halte ich fest/nichts lasse ich los…“
Stefan Lakatos - Trimba, diverse Perc.
Dietmar Schmahl - Tenor-Sax, Sopran-Sax
Jürgen Bebenroth – Sopran-Sax, Klarinette
Olivia Haupt – Alt-Sax,
Norbert Geis – Tenor-Sax, Flöte
Andreas Lensing – Bariton-Sax, Bass-Klarinette
Thomas König – Bass-Sax
Expressive Saxophone gepaart mit dem erdigen Groove der Trimba - das ist der Sound von Spirit of Moondog , einer der außergewöhnlichsten Formationen um den schwedischen Perkussionisten Stefan Lakatos. Das 2009 gegründete Ensemble widmet sich allein dem Oevre des 1999 verstorbenen blinden Komponisten Moondog (Louis Hardin) und bringt einen Mix aus Klassik, Jazz und Weltmusik auf die Bühne.
Die Kompositionen Moondogs sind stets dem musikalischen Prinzip des Kontrapunkts untergeordnet und wirken in geraden und ungeraden Metren zugleich archaisch und modern. Das Herz und das Fundament von Spirit of Moondog bildet die Trimba, ein Perkussionsinstrument, welches Moondog entwickelte, in dessen Bau und Spielweise er seinen Freund Stefan Lakatos unterwies und das dieser weltweit als einziger beherrscht.
Die jung gegründete Theatertruppe Schmiedepunkt legt ihren Schwerpunkt auf spontan erzählte Geschichten, die lustig sein dürfen, aber durchaus nicht immer müssen - solange sie das Publikum unterhalten. Die Phantasie rückt in den Vordergrund, nicht die Spielform oder schnelle Gags. So wird herausgestrichen, dass Improvisations-Theater eine Sonderform des Theaters ist.
Erhard Hirt – Gitarre & Live-Elektronik
Martin Theurer – Piano
Sigrid Tanghe – Malerei
Seit den 70er Jahren ist Erhard Hirt als Musiker und Promotor Improvisierter und experimenteller Musik tätig. Ausgangspunkt seiner elektroakustischen Arbeiten ist hauptsächlich Klang als wirkungsvolle Ebene musikalischer Gestaltung.
Martin Theurer begann Mitte der 70er Jahre mit freier Improvisation und kam bald in Kontakt mit Wuppertaler Musikern um Peter Brötzmann und Peter Kowald. Er nahm Schallplatten für die Free Music Production / Berlin auf - zuerst eine Solo Einspielung, später mit dem Schlagzeuger Paul Lovens und im Duo mit Pianist Alexander von Schlippenbach. Mit seinem weit entwickelten Flügel Insidespiel beeinflusste er bereits eine Reihe jüngerer Pianisten und arbeitet regelmäßig mit Musikern der Kölner, Wuppertaler und Wiesbadener Improvisationsszene zusammen.
Sigrid Tanghe ist eine belgische Malerin, die sich auf bewundernswerte Weise bewegt. Nach einer langen Phase der intensiven Auseinandersetzung mit Zeichnung, hat sie die Aquarellmalerei für sich entdeckt.
Neben großformatigen Bildern malt sie zurzeit auch sehr kleine Bilder und beschäftigt sich mit der exacten Kopie von Photos und der anschließenden Verfremdung. Da sie sich in ihrer Arbeit immer schon auf organische Formen und Bewegungsprozesse bezogen hat, entwickelte sie mehrere Systeme des Livepaintings. Sie zeichnet mit Kohle zu Performances mit improvisierter Musik und Tanz. Die Geräusche der Kohle werden hierbei mit pickup verstärkt.
Mit Hilfe von Beamer, Kamera und Leinwand bildet sie den Prozess der Malerei und die Zwiesprache, die Aquarellfarbe mit Wasser eingeht, in Echtzeit ab. In der Improvisation entstehen Dialoge, Linien, Tropfen, Bewegungen, Rhythmus, Lichter, Farbfelder, aber kein fertiges Endprodukt. Diese Haltung ermöglicht es Ihr, sich mehr und in den Performancebereich einzuarbeiten.
"Markus Müller über Erhard Hirt: “Erhard Hirt klingt nicht wie andere Gitarristen. Das ist das Geheimnis”
Traumzeitfestival über Martin Theurer:
“… dringt…mit unglaublicher Subtilität in Klangwelten ein, die nur ihm zu gehören scheinen….Manchmal fragt man sich, welches Instrument man eigentlich hört. Bis heute gilt er als der wohl beste “inside”-Spieler weltweit.”
Christian Wolfarth – percussion
Enrico Malatesta – percussion
Die beiden Schlagwerker lernten sich vor einigen Jahren in Berlin kennen. Auf Anregung von Enrico Malatesta spielten sie einige erste Konzerte in Italien. Die gleichzeitig enstandenen Aufnahmen präsentieren sie nun ein Jahr später bei weiteren Konzerten in Italien und in der Schweiz mit der soeben erschienen CD "Mirrors".
Enrico Malatesta, klassisch ausgebildeter Perkussionist, gehört zur neuen, jungen Improvisationsgemeinde in Italien. Mit seinen erst 25 Jahren spielte Malatesta bereits mit Leuten wie Eugene Chadbourne, Tristan Honsinger und Seijiro Murayama. Daneben ist er auch mit seinen Solo-Programmen zu hören.
Der um eine Generation ältere Christian Wolfarth arbeitet seit 30 Jahren an den Schnittstellen zwischen Improvisation, Jazz und Zeitgenössicher Musik. Seine über die Jahre konsequent entwickelte musikalische Sprache macht ihn mittlerweile zu einem der interessantesten europäischen Perkussionisten. Wolfarts Arbeit ist auf über 20 Veröffentlichungen präsent.
Die Musik des Duos "Malatesta-Wolfarth" zeichnet sich aus durch abstrakte, reduzierte und eruptive Strukturen, lyrisch-obertonreiche Klanglandschaften und polyrhythmischen Überlagerungen.
Ab Baars – Tenorsaxofon, Klarinette, Shakuhachi
Meinrad Kneer – Kontrabass
Bill Elgart - Schlagzeug
Seit einigen Jahren kreuzen sich die musikalischen Wege von Ab Baars und Meinrad Kneer immer wieder. Sei es im Joost Buis Tentet, mit dem sie u.a. beim North Sea Jazz Festival zusammen auftraten, oder im Ab Baars Quartett, wo Kneer immer wieder Wilbert de Joode ersetzte, oder aber in vielen ad hoc Konzerten in der sehr lebendigen niederländischen Improszene.
Der Wunsch dieser zwei eigensinnigen Musiker, in einem gemeinsamen Projekt ihr Zusammenspiel zu vertiefen, veranlasste sie in unzähligen Wohnzimmersessions ihre sehr persönliche Improvisationssprache reifen zu lassen. Die ersten Früchte dieser Arbeit wurden auf der CD ‘Windfall’ (Evil Rabbit Records, ERR10) festgehalten.
Bei zwei Festivalauftritten, zur Feier des dreijährigen Bestehens des Labels Evil Rabbit Records, spielen sie u.a. mit dem phänomenalen amerikanischen Schlagzeuger Bill Elgart (spielte u.a. mit Paul Bley, Sam Rivers, Roswell Rudd, Gary Peacock, John Tchicai…), was sie spontan ihr Duo zu diesem ausdrucksstarken Trio erweitern liess.
GERRITT WITTMER harsh digital noize, Misanthropic Agenda USA
&
FEINE TRINKERS BEI PINKELS DAHEIM dada home made industrial sounds, D
&
ANTOINE CHESSEX music for tape and treated saxophone, CH
Die 61. Folge der Geräuschwelten präsentiert ein breites Spektrum elektronischer Klänge, welches von Noise über nervöse DIY-Elektronik bis hin zu strenger Elektroakustik reicht. Es spielen: Der US-Noise-Musiker Gerritt Wittmer, der bereits im Umfeld von Sunn O))) und Isis seinen digitalen Knirsch-Crunch-Doom-Noise präsentiert hat. Er betreibt das fantastische Label Misanthropic Agenda. Bereits zum zweiten Mal in Münster zu gast ist das Projekt Feien Trinkers Bei Pinkels Daheim, welches mit defekter Alltagselektronik und gekidnappten Heimgeräten eine knackige DIY-Industrial-Musik spielt. Der Schweizer Antoine Chessex ist als Komponist und Interpret ein Grenzgänger zwischen dem experimentellen Underground und der Neuen Musik. Er präsentiert heute ein Stück für Treated Saxophon und elektronische Zuspielungen. Geräuschwelten wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Münster.
Trilingo (live drum Set & DJ Set)
DUBIUS (aka Marius No. 1, Powerhouse, HH)
DJ AT (Trust in Wax, Münster)
Visuals: VJ YOCHEE (bassmania / 7dex.de / RCY)
Die angesagtesten Elektro DJs und VJs geben feinstes Elektro - Futter für Augen und Ohren in einem einzigartigen Clubambiente. Zur Premiere: DUBIUS ist das neue Pseudonym von DJ Marius No.1 aus Hamburg. Mit diesem Projekt ist er im Begriff, sowohl die Grenzen zwischen DJ und Live-Performer zu sprengen, als auch die Musik verschiedener Genres zu seinem bassbetonten DUBIUS-Sound zu verschmelzen. Hierzu hat sich DUBIUS seinen sogenannten „Kindersarg“ bauen lassen, ein einzigartiges Live-Performance-Instrument, das weit über die Möglichkeiten herkömmlicher Plattenspieler hinaus geht. Aus bis zu 4 Soundquellen und allerlei Effekten gießt DUBIUS damit aus den Musikrichtungen DUBSTEP, Bass und Beat, aber auch Elektronik, Dub, Glitch und Minimal seinen eigenen Sound, der am treffendsten als STREETBASS bezeichnet wird. Eröffnet wird die Nacht von Trilingo, der sein brandneues Album „Autarkie“ vorstellt.
Eintritt 5 €
MIttwoch, 5. Oktober 2011 um 20:00 Uhr
JazzToday
Drei im Roten Kreis
Reiner Witzel - Saxophon
Christian Scheuber - Schlagzeug
Markus Schieferdecker - Bass
"Drei im Roten Kreis", das sind drei Musiker um den Düsseldorfer Saxophonisten Reiner Witzel, die sich in Anlehnung an den Titel eines 60er Jahre-Krimis der nouvelle vague zu einem neuen spannenden Trio zusammengefunden haben.
Das transparente Trio-Format wurde bewußt gewählt, um Platz für Interaktion zu lassen; die Möglichkeiten des Kollektivs werden in alle Richtungen genutzt, harmonisch und kontrastreich zugleich. Gleichzeitig soll jeder der "Drei" als Individuum spürbar bleiben.
Viele der Kompositionen aus Witzels Feder beziehen sich auf Filmszenen oder Momentaufnahmen, entstanden auf der Reise rund um die Welt, der Titel der aktuellen CD "16mm" bezieht sich auf ein klassisches Filmformat.
Das Ergebnis ist ein lebendiger Trialog: Atmosphärische Musik, gespielt "unplugged" mit punktuell eingesetzter Elektronik, Musik, die Bilder erzeugen soll, ein Hörspiel ohne Worte, ein Soundtrack ohne Film ....
Steve Swallow – Bass
Ohad Talmor – Tenor Saxophon
Adam Nussbaum – Schlagzeug
Eine erfrischende Kombination von drei Generationen und ein neues Repertoire von Musik sind die herausragenden Eigenschaften dieses Trios.
Die neue Musik (komponiert von Steve Swallow und Ohad Talmor) bietet eine weitgestreute Sammlung, die den Bandmitgliedern die Möglichkeit bietet, nach neuen Ufern zu suchen aber auch gleichzeitig in der Tradition verhaftet zu bleiben.
Die drei Musiker sind alles hoch angesehen Persönlichkeiten in der Jazzwelt von heute, jeder mit einer einzigartigen Stimme und einem unvergleichlichen Vokabular.
Steve Swallow ist der Meister des elektrischen Basses, dessen Stil seit 40 Jahren auf vielen massgeblichen Einspielungen zu hören ist. Besonders eng verbunden ist Steve mit der Musik und der Person von Carla Bley. Legendäre Einspielungen gibt es aber auch mit Gary Burton, John Scofield und Jimmy Giuffre. In all den Jahren ist Steve aber auch immer offen für neue musikalische Beziehungen (wie dieser) geblieben. Ohad Talmor wurde in Frankreich geboren und lebte lange Zeit in Genf und hat seine Wurzeln auch in Israel. Seit 1995 lebt und arbeitet er in New York. Neben seiner Tätigkeit als Saxofonist ist Ohad Talmor vor allem auch als Komponist und Arrangeur bekannt. Besonders mit Lee Konitz verbindet ihn eine enge Freundschaft und musikalische Beziehung. Adam Nussbaum ist ein herausragender Schlagzeuger, der sich in jedem Umfeld bewegen kann, sei es eine kraftvolle Big Band oder, mit sehr viel Zurückhaltung, in einem Pianotrio. Er ist seit 30 Jahren eine sehr angesehene und populäre Figur im Bereich des Jazz und wurde von vielen Bandleadern verpflichtet. Besonders zu erwähnen sei hier der Gitarrist John Abercrombie.
Die neue und erste CD dieses Trios mit dem Titel “Play in Traffic” ist im September 2009 auf Auand Records erscheinen.
John Law – Piano
Tom Farmer – Bass
James Maddren – Schlagzeug
Immer mit der dem Trio eigenen unglaublichen Dynamik, mit viel Jazz und Groove, deckt Art of Sound das gesamte Spektrum ab von der souverän interpretierten romantischen Ballade bis hin zur heavy-rock-artigen Hymne
Vom leisesten Ton bis zum lautesten, von Jazz bis Klassik und mit ein bisschen Rock und elektronischen Effekten - das ist das Art of Sound Trio.
Das britische Trio ist im Juli u.a. im Rahmen des North Sea Jazz Festivals (laut Wikidedia "The biggest jazz festival in the world") aufgetreten.
Die jung gegründete Theatertruppe Schmiedepunkt legt ihren Schwerpunkt auf spontan erzählte Geschichten, die lustig sein dürfen, aber durchaus nicht immer müssen - solange sie das Publikum unterhalten. Die Phantasie rückt in den Vordergrund, nicht die Spielform oder schnelle Gags. So wird herausgestrichen, dass Improvisations-Theater eine Sonderform des Theaters ist.
Was soll man über diese vier Herren in spackigen Anzügen sagen? Vollkommen entfesselte Vollblutmusiker? Wortakrobaten? Wahnsinnige? Vermutlich wird man so, wenn man ein hohes Maß an Sinn für das Absurde mit sich herumträgt.
Es ist egal, was sie mit ihren Instrumenten, mit der Posaune, dem Euphonium, einer Gebläseorgel, einem Toy-Piano, mit Gitarren und Schrottansammlungen anstellen, es kommt immer Musik dabei heraus, manchmal mitreißend, manchmal bizarr. Kurzum: Sie schrecken vor keiner musikalischen und auch literarischen Schandtat zurück, weswegen es auch so schwer ist, eine Kategorie zu finden, die beschreibt, was man mit dem Theaitetos-Trio auf der Bühne erleben kann.
Ihr neues Programm trägt den Titel "Heimweh nach mein grünes Tal". Eine musikalische und szenische Reise durch Täler der Unschärfe und Höhen der Bodenlosigkeit, mit Liedern und Lärm. Eine Reise in den tiefen Westen, durch die Schafskoppel und in die Finsternis.
Helmut Jasny meint dazu in der MZ:
"Das Quartett donnert dem Saal einen infernalischen Soundtrack auf die Ohren. Johannes Dolezichs Kinderorgel orgelt, Kortenkamp hämmert auf dem bizarren "Wachtelrealisator", Herbst lässt die verzerrte Gitarre jaulen. Und wenn am Schluss Buntjers Euphonium das ehrwürdige Allegretto aus Beethovens Siebter ertönen lässt und die Schelme es durch den Klangwolf drehen, wie sich´s Hendrix nicht getraut hätte, sind diese Musik-Dadaisten am Quell ihrer Komik angelangt."
Thomas Lehn – Analog-Synthesizer
Carl Ludwig Hübsch – Tuba
Philip Zoubek – Piano
Lê Quan Ninh – Perkussion
Erforschung und Synthese: Hübsch, Lehn, Zoubek bewegen sich mit ihrem Instrumenten und ihren individuellen Spielweisen an der Grenze mechanisch und elektronisch generierter Klänge. Geräusche, die man der Elektronik zuordnen möchte, entpuppen sich als mechanisch erstellt und umgekehrt.
Letztlich ist aber das entscheidende Merkmal der Musik: die vielschichtige und flüssige Kommunikation zwischen den Musikern, die kammermusikalische Kompositionen aus dem Moment in grösster inhaltlicher Dichte erzeugen. Gastmusiker in diesem Konzept ist diesmal wird der französische Perkussionist Leh Quan Ninh.
Im Frühjahr 2010 gündete Joachim Wirmer, Münsteraner Saxophonist, Komponist und Arrangeur die banda mobile. Inspiriert durch die unbedingte Emotionalität des traditionellen argentinischen Tangos und des von Astor Piazzolla begründeten "tango nuevo", schrieb er Arrangements für Bläserensemble. Entstanden ist ein mitreißendes Programm, bestehend aus Tango, Milonga und Vals, das auf vielfältige Art und Weise zu Beweglichkeit einläd. Als "hard working band" erweitert die banda mobile ständig ihr Repertoire, sodaß sich ein weiterer Schwerpunkt bildet mit Filmmusik von Ennio Morricone, Nino Rota und Henry Mancini.
Mandrill ist mehr als eine Jazzgruppe: die eigenwilligen und außergewöhnlichen Kompositionen, die Vielseitigkeit der Musiker und die Besetzung des Rhythmusparts durch einen Percussionisten anstelle eines Schlagzeugers erlauben ein stilistisches Repertoire, das, neben Jazz und Fusion, von Afro über Latin/Brasil bis hin zum Pop reicht.
Samba, traditionelle Rhythmen wie Baião, Frevo, Candomblé oder Maracatu, melodische und harmonische
Einflüsse der portugiesischen Folklore wie z.B. Fado, und nicht zu vergessen Jazz und Bossa Nova, alle diese Stilrichtungen umfasst die sog. Música Popular Brasileira (MPB). Diese einzigartige Mischung von lyrischen, ausdrucksstarken Melodien und der schillernden Palette afrobrasilianischer Rhythmen machen die MPB zu einer der interessantesten und vielseitigsten Musikrichtungen unserer Zeit. Sie zeichnet sich durch ihre besondere Fähigkeit aus, Herz und Seele der Menschen anzusprechen. In ihren Texten – portugiesisch ist eine enorm musikalische Sprache! - spiegelt sich der Charakter Brasiliens wider: tiefe Traurigkeit „tristeza“ und grenzenlose Sehnsucht, gepaart mit zügelloser Freude und einer bemerkenswerten Kraft zum Feiern.
Samstag, 9. Juli 2011 um 20:00 Uhr
AufAbwegen
Geräuschwelten #60
IF, BWANA (USA)
(Al Margolis of Pogus and Sound Of Pig, electroacoustics) KONRAD KRAFT (D):
(ambient sound sculptures, aufabwegen release concert)
IF, BWANA
Al Margolis has been an activist in the 1980s American cassette underground through his cassette label Sound of Pig Music; was co-founder of experimental music label Pogus Productions, which he continues to run. Active under the name If, Bwana since 1984, making music that has swung between fairly spontaneous studio constructions and more process-oriented composition.
He has recorded and/or performed with Pauline Oliveros, Ione, Joan Osborne, Monique Buzzarté, Katherine Liberovskaya, Adam Bohman, Ellen Christi, Fred Lonberg-Holm, Jane Scarpantoni, Ulrich Krieger, David First, and Dave Prescott, among others. www.pogus.com
AHNST ANDERS
Ahnst Anders ( Henrik Erichsen ) geb. 1977 in Bonn entdeckte schon früh die Liebe zur Musik und zum Klang. Der in Köln und Umgebung ursprünglich als DJ der elektronischen Musik aktive Musiker, war immer schon auf der Suche nach neuen Einflüssen, und dem Bestreben seine Sets zu verfeinern und sein Publikum mit immer neuem und überraschendem in der Musik zu verwöhnen.
Da seine Einflüsse aus den verschiedensten Musikrichtungen kommen, und in irgendeiner Weise ebenso eine Präsentationsmöglichkeit bedürfen, führte der Weg nach einiger Zeit vom DJ zum Musiker und Klangforscher.
Seit nunmehr fast 7 Jahren hat Ahnst Anders seine Plattenspieler gegen Elekronische Klangerzeuger und Multisampler getauscht, um als Live Künstler seinem Publikum die eigenen Kollagen aus Geräuschen, organischen Klängen und elektronischer Musik, eingebettet in einen tragenen Soundteppich, zu präsentieren.
Seine Musik sollte nicht in einer bestimmten Schublade Platz finden. Dennoch ist Sie dem Genre Experimental, Ambient & Dark Ambient zuzuodnen )
Eine Musikrichtung welche zum Zuhören einläd, und den Geist auf eine neue Reise zu schicken vermag.
Seine ersten Einflüsse und Klänge verschmelzen in seinem Debut Album "Dialog" ( erschienen im Oktober 2007 auf dem Aachener Label Pflichtkauf) www.ahnst-anders.de
KONRAD KRAFT
Detlef Funder, in Düsseldorf 1959 geboren, ist Komponist, Klangforscher, Sound Designer und bildender Künstler. Musikalisch betätigt er sich hauptsächlich im Bereich der elektronischen Musik und sucht dort nach Klängen, die es bisher noch nicht gegeben hat, oder gehört wurden. Im Jahre 1979 erwarb er seinen ersten semi-modularen Synthesizer, mit dem er über Jahre die Elektronen auf Ihrem Weg zum Sound steuerte. Nachdem er Anfang der 80er Jahre das Musikprojekt Konrad Kraft ins Leben rief und eigene Tapes Veröffentlichte, war er als Gründungsmitglied des Düsseldorfer Labels SDV-Tonträger dort für A&R, Produktion und Mastering verantwortlich. Mit eigenen Produktionen im Bereich des Industrial / experimental Elektronik, entfernte er sich aber damals schon weg vom akustischen Mainstream. In dieser Zeit legte er auch den Grundstein für sein späteres Betätigungsfeld als DJ und Technoproduzent. Mit diversen Veröffentlichungen und Auftritten blieb er seiner Vorliebe für elektronische Klangerzeugung treu und war 1999 Gründungsmitglied der 4CN-Studios in Bochum. Nach seinem Ausscheiden aus den 4CN-Studios 2007 konnte er sich endlich wieder seinen Soundtüfteleien widmen und sein bis dato etwas vernachlässigtes Projekt Konrad Kraft reaktivieren.
Seit dem arbeitet Detlef Funder daran, seine Klangforschung in Beziehung mit der bildenen Kunst zu setzten.
Mit seiner nun erscheinenden CD auf dem Kölner Label aufabwegen, begibt er sich in das Feld der elektronischen Bildhauerei und kreiert Ambient orientierte temporäre Audio-Skulpturen, die nur im Kopf des Zuhörers entstehen (können). www.konrad-kraft.eu
Das Pow Ensemble ist in unterschiedlichen Ausprägungen unterwegs und fusioniert auf spielerische Weise scheinbar nicht kompatibles Material zu einem Amalgam voller Witz und Ironie, bei der es auch zu veritablen Kollisionen kommen kann, ohne dabei den Humor zu verlieren.
Osteuropäische Wurzeln, internationale Musikausbildung, als Solisten und Sidemen im In- und Ausland gefragt – die drei Musiker von East Drive sind in ihrer Wahlheimat „Weltmusik“ zu Hause und jonglieren virtuos mit verschiedenen Bällen: Moderner Jazz, Polka, nordindische klassische Musik, wehmütige russische Melodien, lateinamerikanische Intermezzi, aber auch Funk, verzerrte E-Gitarre und vor allem: Groove. Mit Olivia Trummer hält ein „Uprising Star“ der Deutschen Jazzszene Einzug ins musikalische Geschehen. Wie Jahnke und Zolotov mit schon mit zahlreichen Jazzpreisen dekoriert, wird sie als Multitalent an Klavier, Gesang und Komposition in der Fachpresse bereits als musikalische Sensation gefeiert.
East Drive – eine energiegeladene, bunte Kreation, die durch traumwandlerisches Zusammenspiel, virtuose Solo-Einlagen sowie – als „i-Tüpfelchen“ – Olivia Trummers glasklar intonierten und ausdrucksstarkem Gesang jedes Publikum zu begeistern versteht.
Vitaliy Zolotov ist Gewinner des Publikumspreises beim 42. Montreux Jazz Festival. Der in der Ukraine geborene Gitarrist, dem dieser Preis unter seltenem, rhythmischen Applaus und Standing Ovations verliehen wurde ist eine Ausnahmeerscheinung auf jeder Bühne. Von deutschen Journalisten wird er wegen seiner dynamischen und sympathischen Art bereits mit Till Brönner verglichen.
Philipp Bardenberg ist ein europaweit gefragter Musiker und Produzent. Er tourte und produzierte Alben u.a. mit Clueso, Vanilla Ninja, Tom Gäbel und John Sutherland. Sowohl im Rock / Pop als auch Jazzbereich bewandert, werden seine Kompositionen und Spielkünste regelmäßig für Fernsehsendungen und Filme gebraucht (u.a. DSDS, Top of the Pops, Beste Freunde, Schillerstraße).
Bodek Janke wird von der internationalen Presse als „feinsinnig“, „durchweg unverwechselbar“ und als „Meister der vielen Dialekte“ gefeiert. Durch seinen sechsjährigen Aufenthalt und ein Master-Studium in New York City, liest sich seine Liste der Spielorte mittlerweile wie ein „Best-Of“: Carnegie Hall, Iridium, 55 Bar, The Knitting Factory (NYC), The Kennedy Center (DC), Schloss Elmau, Moers Jazz Festival, Neue Staatsoper Moskau, Philharmonien in Köln und Warschau, Theaterhaus Stuttgart, Bimhuis Amsterdam, Porgy & Bess Wien. Nachdem er 2008 mit dem Jazzpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde, gewann er 2010 die “4th International Bucharest Jazz Competition” sowie den Solistenpreis des Neuen Deutschen Jazzpreises.
Olivia Trummer ist eine vielfach ausgezeichnete Pianistin im Bereich der Klassik als auch im Jazz. Sie absolvierte als Stipendiatin des DAAD ein Master-Studium im Fach Jazzklavier an der Manhattan School of Music in New York City. Als Jazzpianistin veröffentlichte sie bisher drei CDs sowie eine LP mit Eigenkompositionen, die unter anderem mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurden. 2010 erhielt sie das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg sowie den Musikpreis der Bruno-Frey-Stiftung.
Ihre internationale Konzerttätigkeit führte sie bereits in die Carnegie Hall (NYC), nach Schloss Elmau, in den Beethovensaal der Liederhalle Stuttgart, zu Jazzfestivals in Prag, Hamburg, Stuttgart, Dresden, Breslau und nach Italien, Tschechien, Polen, Holland und Rußland.
Christoph Irmer & Gunda Gottschalk – Violine
Klaus Janek & Raoul van der Weide – Kontrabass
Christoph Irmer – neben Gunda Gottschalk – umtriebiger Violinist der Wuppertaler Improvisationsszene, hat für sein erstes Konzert in der BLAC KBOX ein besonderes Projekt zusammengestellt: Zwei „große“ und zwei „kleine Geigen“ werden in wechselden Duoformationen sowie selbstverständlich auch im Quartett zu hören sein.
& DJ AT (Trust in Wax) und Karsten Strack (Lektora Verlag)
Mit dem Poetry Club setzt die Wortbühne TatWort ein neues Format. Ein DJ, ein Moderator und ein Autor stehen zusammen auf der Bühne. Der Poetry Club ist eine Lesung, ein Gespräch über Literatur und Musik und ein Abend im Club. Zum zweiten Poetry Club ist Patrick Salmen zu Gast. Im Herbst gewann er in der Bochumer Jahrhunderthalle die deutschen Meisterschaften im Poetry-Slam. Seitdem hat sich sein Leben verändert: Er tourt durch die Republik, gibt Interviews, tritt in Kneipen, Kulturschuppen oder Theatern auf. Jetzt ist sein Lyrik- und Kurzgeschichtenband „Distanzen“ erschienen.
Miroslav Tybora - Akkordeon
Jens Brülls - Schlagzeug
& Peter Gahn – Live-Elektronik & Klangregie
Miroslaw Tybora ist in Klassik und Jazz gleichermaßen zu Hause. Er studierte Akkordeon bei Prof. K. Olczak in Danzig und bei Prof. Mie Miki in Duisburg und Dortmund. Seitdem ist er ein gefragter Musiker in verschiedenen Ensembles und Theaterprojekten und für zahlreiche Aufnahmen und CD-Produktionen. Er war unter anderem Preisträger des landesweiten polnischen Akkordeonwettbewerbes und Stipendiat des Landes Niedersachsen.
Seine Konzertreisen führten ihn als Solist, u. a. nach Japan, Finnland, Portugal und England, aber auch auf renommierte nationale Bühnen wie das Konzerthaus Dortmund. 2010 gab er für die Universität Uberlandia in Brasilien Solokonzerte und Meisterkurse.
Jens Brülls wurde 1977 in Aachen geboren und studierte zunächst Orchesterschlagwerk an der Folkwang Hochschule in Essen, sowie an der Hochschule für Musik Münster sowie Jazzpercussion an der Saxion Hogeschool in Enschede (NL). Daneben besuchte er zahlreiche Meisterkurse, u.a. bei Earl Brown, Peter Sadlo, Peter Prommel und Martin Verdonk
Jens Brülls beschäftigt sich intensiv mit zeitgenössischer Kammermusik und der Zusammenarbeit mit jungen Komponisten.
Programm:
Peter Gahn – ink, colours and gold on paper III - surroundings 1, für Schlagzeug und Live-Elektronik Erik Janson – BISS V, für Akkordion und Perkussion Peter Köszeghy – Gargoil I (UA), für Akkordeon und Perkussion
Krzysztof Olczak – Phantasmagorie, für Solo-Akkordeon Peter Gahn – ink, colours and gold on paper II+III - surroundings 1, für Akkordeon, Schlagzeug und Live-Electronik
Rabindra Sangee, meditativer indischer Gesang nach Tagore
Ashes & Alick Sengupta (Kalkutta) Gesang
N. N. - Tabla
Konzert zum Tagore - Jahr
Rabindranath Tagore (1861-1941) oder (nach neuerer Schreibweise) Rabindranath Thakurwar ein bengalischer Dichter, Philosoph, Maler, Komponist, Musiker und Brahmo-Samaj-Anhänger, der 1913 als erster asiatische Preisträger den Nobelpreis für Literatur erhielt.
Er schrieb 2230 Lieder und erweiterte die Indische Musik im Allgemeinen und die Bengalische im Besonderen durch die Einbeziehung sowohl der Klassische Indischen Musik, wie der traditionellen Volksmusik.
Tagore revolutionierte in einer als „Bengalische Renaissance“ bekannten Zeit die bengalische Literatur mit Werken wie Ghare baire (dt. Das Heim und die Welt) oder Gitanjali und erweiterte die bengalische Kunst mit einer Unzahl von Gedichten, Kurzgeschichten, Briefen, Essays und Bildern. Als engagierter Kultur- und Sozialreformer sowie Universalgelehrter modernisierte er die Kunst seiner Heimat durch den gezielten Angriff auf deren strikte Struktur und klassische Formensprache. Zwei seiner Lieder sind heute die Nationalhymnen von Bangladesch und Indien: Amar Sonar Bangla und Jana Gana Mana. Thakur wurde als Gurudeb bezeichnet, ein Ehrentitel, der sich auf Guru und Deva bezieht.
Das norwegische Quintett Motif gehört zum Besten, was die hochinteressante skandinavische Jazz-Szene zu bieten hat. Seit ihrer Gründung 1999 zeichnet sich die Jazzband bei Konzerten in Skandinavien und rund um den Erdball durch ihren ganz eigenen Stil aus. Sie arbeitet kontinuierlich an der Entstehung jenes Gruppensounds, der von John Kelman von Allaboutjazz so beschrieben wird: "a remarkable combination of powerful writing, simpatico free play, and stylistic cross-pollination".
Die Einzelmitglieder sind durch ihre Zusammenarbeit mit Bands wie Bugge Wesseltofts NCOJ, Trondheim Jazzorchestra, Atomic, und Free Fall bekannt und haben sich alle einen Name in der euopäischen Jazzszene gemacht.
Ihre Alben bekommen großartige Rezensionen in ganz Europa, und in der norwegischen Tageszeitung Dagsavisen beschreibt Roald Helgheim sie als eine „hervorragende Live-Band mit originellen Melodien, die die Eigenschaft besitzt, mit durchdachten Klängen den Hörer zu ergreifen.“ 2010 erschien ihre 3-CD-Box „Facienda” auf dem norwegischen Label Jazzlandrec (Bugge´s Label).
Motif ist eine großartige Liveband, die sich auf der Bühne aneinander reibt und den Zuhörer jeden Tag aufs Neue überrascht.
Daniel Erdmann (D) – Saxophon
Hasse Poulsen (DK) – Gitarre
Edward Perraud (F) – Schlagzeug
Das Improvisationstrio wurde 2002 in Paris gegründet. Seitdem arbeitet es an einer eigenen Musik und wartet mit Energie und einfallsreichen zwischen allen möglichen Spielarten zeitgenössischer Musik angesiedelten Improvisationen auf. In Ihrem Programm „Ballads & Barricades“ mit dem sie 2009 schon einmal in der BLACK BOX gastierten verarbeiteten sie ebenso humor- wie respekvoll Arbeiterlieder Hans Eislers. Man darf gespannt sein, wie die Entwicklung ihres abwechslungsreichen musikalischen Konzeptes zwischen allen möglichen Spielarten zeitgenössischer Musik vorangeschritten ist.
Frank Paul Schubert - Alexander von Schlippenbach - Duo
Frank Paul Schubert - Saxophon
Alexander von Schlippenbach - Klavier
A. v. Schlippsenbach, ein Altmeister der Deutschen Improvisationsszene – mit Globe Unity und seinem legendären Trio ebneso Wegbereiter, wie Mitgestalter einer Eropäischen Kangsprache im Free-Jazz hat inzwischen zahlreiche Preise erhaltene, so den „Kunstpreis der Stadt Berlin“ (1976),“den Schallplattenpreise der UDJ“ (1980/1981), den „Albert Mangelsdorff Preis“ (1994) und den Preis der Deutschen Schallplattenkritik: für „Monks Casino“ (2005 ) sowie den SWR Jazz Preis d(2007). Dem Genre improvisierter Musik entsprechend, läßt er sich immer wieder auf neue Herausfordeungen ein. So auch im Duo mit dem ebenfals in Berlin ansässigen Saxophonisten Frank Paul Schubert.
Sam Hillmer – Saxophon
Ben Greenberg – E-Gitarre & Elektronik
Justin Veloso - Schlagzeug
Eine Entdeckung des letzten Moers-Festivals!
Zs wurde 2000 vom Tenor-Saxophonisten und Komponisten Sam Hillmer gegründet. Seit der Gründung von Zs hat die Band alle Formationen vom Sextett bis zum Duo durchlaufen.
Neben Hillmers wütenden Tenor-Saxophon umfasst die Band zur Zeit Ben Greenberg (elektrische Gitarre) und Ian Antonio (Schlagzeug). Ihre Musik zu beschreiben, müssen sich Kritiker der interessantesten musikalischen Wortschöpfungen bedienen: Wird ihre Musik öfters als no-wave, noise, post-minimalism oder drone kategorisiert wird, konzentrieren sie darauf Musik zu erzeugen, die physische und mentale Grenzen sowohl der Performer als auch der Zuhörer herausfordert. Resultat: ein wahres Musik-Kraftwerk.
Mit erweiterten Manipulationstechniken, ungewöhnlicher instrumentaler Synthese und nahezu telepathischer Kommunikation nimmt Zs den Zuhörer gefangen und entfaltet unausgesprochene vergangene, gegenwärtige und zukünftige Riten und Rituale.
Zs tritt Dachböden, Galerien, Keller, Rockclubs und Konzerthallen in Nordamerika und Europa auf und finden Resonanz im Umfeld vom Punk, Jazz, Metall, Hip-Hop, klassischer Avantgarde und Kunstszene.
Das Kadima Collective aus Israel ist ein Netzwerk von Musikern zeitgenössischer Improvisationsmusik. Sie organisieren Konzerte, betreiben ein eigenes Plattenlabel und fördern den Austausch mit ausländischen Musikern. Was liegt näher als zu den Jüdischen Kulturtagen 2011 eine musikalische Begegnung mit Soundtrips NRW zu veranstalten. International bekanntester Musiker des Kadima Collectivs ist Ariel Shibolet. Geboren 1972 in Ramat Gan, Israel, lebt er heute in Tel-Aviv. Er studierte zunächst klassische Musik und lernte Cello, später wechselte er zum Sopransaxophon. In Deutschland war er schon beim Moers Festival und dem Total Music Meeting in Berlin zu erleben. Beeinflusst wurde er von Evan parker, Steve Lacy und von Anthony Braxton. Als Musiker und Klangpoet hat er eine eigene Handschrift entwickelt, die ihn als einen der ungewöhnlichsten und interessantesten Improvisationskünstler seiner Generation ausweist.
Roger Hanschel – Saxophon, Komposition
Markus Segschneider - Gitarre
Dietmar Fuhr - Kontrabass
Bodek Janke - Schlagwerk
„Heavy Rotation“ ist eine aufregende und erregende Musik, bei der man nicht weghören kann.
„...eine aufregende und erregende Musik, bei der man nicht weghören kann.
Hanschels Kompositionen sind intensive Soundtüfteleien von packender emotionaler Wirkung - voller Energie und mit überraschenden Wendungen gespickt.“ (Klaus Mümpfer, Jazzpages 09/2007) „...Obwohl seine Stücke auf komplexen rhythmischen Strukturen basieren und sich auch auf die Harmonik und Melodik von Neuer Musik und Avantgarde beziehen, klingen sie weder kopfig abgehoben noch intellektuell unterkühlt. Dieser Vierer macht dem Bandnamen alle Ehre und rockt manches Mal sogar mit kräftigen grooves und saftigen Riffs, wie man es eher im Rock und in Heavy Metal erwartet hätte“ (Martin Laurentius, Jazzthing 11/2007) „...Virtuose, raffinierte Themen und freies Spiel halten sich die Waage mit einer erfreulichen Ehrlichkeit, die Brüche unpoliert stehenlässt. Es überwiegen melancholische Klänge von enormer Intensität, die einen neuen Ausdruck eines zeitgenössischen Bluesfeelings vorstellen.“ (Mauretta Heinzelmann, NDR) www.rogerhanschel.de
Die jung gegründete Theatertruppe Schmiedepunkt legt ihren Schwerpunkt auf spontan erzählte Geschichten, die lustig sein dürfen, aber durchaus nicht immer müssen - solange sie das Publikum unterhalten. Die Phantasie rückt in den Vordergrund, nicht die Spielform oder schnelle Gags. So wird herausgestrichen, dass Improvisations-Theater eine Sonderform des Theaters ist.
Michiel Braam – Klavier, Komposition
Maria-Paula Majoor – Violine
Daniel Torrico Menacho – Violine
Karsten Kleijer – Viola
Arno van der Vuurst - Violoncello
Taylor Ho Bynum - Kornet
Nils Wogram - Posaune
Carl Ludwig Hübsch - Tuba
Pieter Douma – E-Bass
Dirk-Peter Kölsch – Schlagzeug
Michiel Braam bringt in seinem Projekt Musiker aus drei unterschiedlichen Klangwelten zusammen.
Das klassische Matangi Streichquartet,
eine rockige Rhythm Section mit Pieter Douma am E-Bass und Dirk-Peter Kölsch am Schlagzeug
sowie die Blechbläser und Improvisationsmusiker Carl Ludwig Hübsch, Nils Wogram und Taylor Ho Bynum.
Unter dem Titel "Cuba, North Rhine-Westphalia" wird eine eigens für diesen Abend von Michiel Braam geschriebene Komposition Uraufgeführt.
die 1971 in Tokyo geborene Künstlerin und Komponistin arbeitet seit 1998 an dem Thema Umgebung und akustische Wahrnehmung, das sie small sounds nennt.
„Von der Wahrnehmung leisester Töne und Geräusche aus entwickelt sie Musikstücke und Klanginstallationen, dia auf subtile Weise auf Vorhandenes verweisen.“ (Dr. Erich Franz)
Miki Yui ist auf zahlreichen Ausstellungen und Konzerten in Europa und Japan vertreten.
2006 erhielt sie u. A. den Produktionspreis von Radio WDR3 beim Deutschen Klangkunstpreis Marl, 2005 den Preis für für Kunst und Wissenschaft - Kunst und Musik von Westfälischem Kunstverein & Fritz Terfloth Stiftung Münster.
Wir freuen uns sie im Rahmen von SOUNDSEEING III nun auch in Münster mit einem konzertanten Beitrag vorstellen zu können.
SOUNDSEEING III - Klänge zum Angucken - ein Kooperationsprojekt von DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst, cuba-cultur, Eiskeller Altenberge Kunstakademie Münster, Musikhochschule Münster und SangMyung-University Seoul
gefördert von:
Freitag, 1. April 2011 um 20:00 Uhr
AufAbwegen
Geräuschwelten 59
RAPOON (ex-Zoviet France, UK, hypnotic ambient loops)
&
TETSUO FURUDATE (Theatrical noise from Japan)
&
THE PRETERITE
(cassette bounces from Dortmund)
Die 59. Folge der Geräuschwelten bringt einen der Wegbereiter des Industrial zum einzigen BRD-Auftritt 2010 nach Münster: Robin Storey aka RAPOON. Storey war Mitbegründer der legendären Formation Zoviet France, die mit geräuschhaft angereicherten rhythmischen Tracks das Genre der Industrial Music mit prägten. Als Rapoon macht Storey seit Mitte der 1990er Jahre loopbasierte Tracks, die oft Elemente außereuropäischer Musikkulturen inkorporieren. Nachdem sein Auftritt am 3.12.2010 dem Schneechaos zum Opfer fiel, holen wir das Gastspiel heute nach, nicht verpassen! Außerdem gibt es die Münster Premiere des Musikers Tetsuo Furudate, der bereits eine Noise-Oper (sic!) geschrieben und sehr viele Theatermusiken komponiert hat. Entsprechend Theatralisch sind seine Auftritte: jaulende Synthklänge, Gitarre und gestenreicher Kreischgesang. Abgerundet wird der Abend mit einem Kassetten-Ploing-Experiment des in Dortmund lebenden Exilamerikaners Jim Campbell, aka The Preterite. Es verspricht ein bunter Abend zu werden! – Eintritt: 10 €<(i>
Sebastian 23 ist einer der erfolgreichsten Poetry Slammer Deutschlands. Seit 2003 hat er sich dieser Form der live vorgetragenen Literatur verschrieben, 2008 bei den Slam-Weltmeisterschaften in Paris wurde er Vizeweltmeister und ist bereits Lehrmeister dieses Genres an Schulen und Universitäten. Zusätzlich trifft man ihn auch immer öfter auf Comedy- Bühnen, er ist nämlich lustig, ob allein oder mit Gitarre. Sein erstes Solo-Programm heißt „Gude Laune hier!“. Sebastian 23 ist also Wortakrobat. „Busch in Punk“ (Visions) und die Süddeutsche Zeitung bescheinigt ihm gar Hochseetauglichkeit. 2010 gewann er den renommierten Prix Pantheon Kabarettpreis. Mit auf der Bühne Artur Fast, der als Illustrator mit Zeichentablett und Beamer zeitgleich die Worte und Gedanken des Slam Poeten und Kabarettisten visualisiert. Die Bilder von Artur Fast zeigen dabei Einflüsse aus Streetart, Grafitti und Cartoon. Es entsteht ein absurder und zynischer Blick auf den Status Quo.
mit Dirk Bernemann
& DJ AT (Trust in Wax) und Karsten Strack (Lektora Verlag)
Mit dem Poetry Club setzt TatWort ein neues Format in die Literaturlandschaft. Ein DJ, ein Moderator und ein Autor stehen zusammen auf der Bühne. Poetry Club ist Lesung, Gespräch über Literatur und Musik. Für den ersten Poetry Club darf man sich auf Dirk Bernemann freuen. Seit 1989 tritt er als Autor und Musiker auf: als Musiker in diversen Punkbands; als Autor auf Lesebühnen und Poetry Slams. 2005 erschien sein Erzählungsband „Ich hab die Unschuld kotzen sehen“. Die Fortsetzung „Ich hab die Unschuld kotzen sehen – Und wir scheitern immer schöner“ folgte April 2007. Beide Bücher wurden Anfang 2007 von Helmut Krauss als Hörbücher eingesprochen. Im Jahrespoll der Musikzeitschrift ORKUS werden Bernemanns Bücher 2006 und 2009 als bestes Buch des Jahres gevotet. Sein Buch “Vogelstimmen” war nominiert für den Independent Buchpreis der Frankfurter Buchmesse. Im Februar 2011 erscheint der dritte Teil von “Ich hab die Unschuld kotzen sehen“.
Die jung gegründete Theatertruppe Schmiedepunkt legt ihren Schwerpunkt auf spontan erzählte Geschichten, die lustig sein dürfen, aber durchaus nicht immer müssen - solange sie das Publikum unterhalten. Die Phantasie rückt in den Vordergrund, nicht die Spielform oder schnelle Gags. So wird herausgestrichen, dass Improvisations-Theater eine Sonderform des Theaters ist.
Frank Gratkowski, Benjamin Weidekamp, Christian Weidner, Florian Bergmann - Altosax
Bei Fo[u]r Alto handelt es sich um eine Vervierfachung des Altsaxophones als einheitlichen Klangkörper. Kompositorisch kommen unterschiedlichste Techniken zum Einsatz, von denen einige auf ähnlichen Grundlagen wie die der elektronischen Musik basieren, jedoch rein akustisch umgesetzt werden. Harmonien und Melodien werden z.B. aus Tamtam oder Sprachanalysen generiert und transformiert. Darüber hinaus werden intervallische Konzepte, diverse erweiterte Spieltechniken sowie flirrende, dichte Klangbänder durch die Multiplikation instrumentenbedingter Mehrklänge verwendet. Ermöglicht es der Veranstaltungsort, wird der Raum mit einbezogen und das Quartett steht um das Publikum herum, um diesem einen multidirektionalen Musikgenuss zu vermitteln.
Pierre Berthet:
19" Valve (Klanginstallation / cuba-Foyer)
20" Expirators and Drops (Konzert)
Zur Eröffnung seiner Ausstellung ist der Belgische Klangkünstler Pierre Berthet mit einem Staubsaugerkonzert zu hören. Geb. 1958, studierte er Schlagzeug am Royal Conservatory in Brüssel und in Liège, Improvisation bei Garrett List, Komposition bei Frederic Rzewski und Musiktheorie bei Henri Pousseur. Seit den späten 1980er Jahren entwickelt er Klanginstallationen. Als Musiker war er u.a. bis 1998 in Arnold Dreyblatts „Orchestra of Exited Strings“ aktiv. CD-Veröffentlichungen bei „sub rosa“. Neben zahlreichen Ausstellungen weltweit, führt er gegenwärtig Tom Johnsons „Galileo“ wieder auf.
SOUNDSEEING III - Klänge zum Angucken - ein Kooperationsprojekt von DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst, cuba-cultur, Eiskeller Altenberge Kunstakademie Münster, Musikhochschule Münster und SangMyung-University Seoul,
gefördert von:
Freitag, 25. Februar 2011 um 20:00 Uhr
Jazz Today
ohne 4 - gespielt drei
Katrin Scherer – Alt- & Baritonsaxophon, Bassklarinette , Komposition
Sven Decker – Tenorsaxophon, Bassklarinette, Komposition
Bernd Oezsevim – Schlagzeug
Frisch, unkonventionell, kompromisslos, am Puls der Zeit das ist Ohne 4 gespielt drei.
Mit 2 Saxophonen/Klarinetten, Elektronik, Live-Sampling und Schlagzeug erzeugen Katrin, Sven und Bernd Klänge, Grooves und Kollagen, die ungefiltert und frontal den zeitgenössischen Jazz aktuell repräsentieren. Straff durchgetüftelte Kompositionen in rauem Soundgewand und ökonomisches Zusammenspiel knüpfen einen Teppich aus Klangfarben und bieten Raum für facettenreiche Improvisationen fernab jeglichen kommerziellen Kalküls und Epigonentums.
Lemke-Nendza-Hillmann & Mark Bassey & Zoltan Lantos (D/GB/H)
Johannes Lemke – Saxophon
André Nendza – Kontrabass
Christoph Hillmann – Schlagzeug
&
Zoltan Lantos (H) – Violine
Mark Bassey (GB) – Posaune
Auf ihrer drittes CD „tria lingvo“ (Esperanto für „Dritte Sprache“) hat das bestens eingespielte Trio zwei besondere Gastmusiker dabei:
Mark Bassey, 1961 in Sheffield geboren, beginnt, obwohl er keine Hände hat, im Alter von 11 Jahren mit Hilfe eines speziell gefertigten künstlichen Armes Posaune zu spielen. Ohne wirkliches Bewusstsein für seine „sogenannte Behinderung“ findet er Gefallen an seinem Instrument und studiert Posaune und Komposition am Trinity College of Music in London. Frühe Spielmöglichkeiten bieten sich ihm im National Youth Jazz Orchestra, bei den Loose Tubes, Brotherhood of Breath, und später bei Mike Westbrook, Hans Koller, Stan Tracey, und Alan Barnes.
Zoltán Lantos beginnt siebenjährig mit dem Violinen-Spiel. Er besucht das Béla Bartók Conservatorium und die Franz Liszt Akademie in Budapest. In Indien studiert er klassische indische Musik. Neben der klassischen Violine spielt er eine speziell für ihn angefertigte indische Geige. Nach seiner Rückkehr nach Europa arbeitet er mit Musikern Mihály Dresch, Charlie Mariano, Ramesh Shotam, Renaud Garcia-Fons und Markus Stockhausen in Jazz- und Weltmusikprojekten.
Gunda Gottschalk - Violine
Audry Chen - Cello, Stimme, Elektronik
Die Cellistin und Sängerin Audrey Chen überzeugt durch ihre expressive und äußerst individuelle Speilweise. Sie benutzt das Cello, sowie ihre Stimme schonungslos: Immer der Intensität des Moments folgend. Ergänzt wird ihre musikalische Reise durch einen kleinen analog-elektronischen Soundbaukasten, mit dem sie es versteht einige extatische Momente ihrer Liveperformance wieder humorvoll zu brechen.
Gastmusikerin ist dieses Mal die Wuppertaler Violinistin Gunda Gottschalk.
Ein gewaltiges Lebensröhren, einfach und herzzerreißend, so ist die Musik des Lucien Dubuis Trios. Ein Ergebnis neuer Definitionen, neuer Horizonte. Archaisch und doch krass aktuell. Crossover vom Feinsten.. Und die Jungs spielen das Jazzzeug so wie Madonna Spaß an Sex hätte, wenn sie ein Jahr im Gefängnis gewesen wäre! Ein Genexperiment aus John Coltrane und den Beastie Boys. Der Bandleader, Komponist, Saxophonist und Bassklarinettist gehört seit Jahren zu den herausragenden Schweizer Jazzern, vertrat die Schweiz in von Pro Helvetia geförderten Tourneen auch durch recht entfernte Gegenden wie Iran, Kolumbien und Bolivien.
Ein Abend mit Balkan Musikern abseits der gängigen Pelzmützen-, Schnaps- und Zigeunerblaskapellenklischees.
Zwei Trios und ein Solist aus dem Großraum Belgrad präsentieren sich mit unterschiedlichen Formen Improvisierter und elektronischer Musik.
BlankDisc Trio
Róbert Rózsa – Amplified Objects, Elektronik
Srdjan Muc – E-Gitarre
Georg Wissel - Altsaxophon
Róbert Rózsao und Srdjan Muc arbeiten seit 1997 als Duo zusammen. Sie haben über 10 CDs im Selbstverlag veröffentlicht und Musiken für Performances und Theater beigesteurt.
Zusammenarbeit mit namhaften Musikern wie Swiss-Balkan Creative Music, George Cremaschi, Keith Rowe (u.a. RingRing Festival, Beograd und Alternativa-Festival, Prag)
Als BlankDiscTrio spielen sie seit 2006 mit Georg Wissel - präpariertes Altsaxophon zusammen.
CD: U CudnojZemlji-Im KomikerLand (berslton, 2007) und “Live @ Klupce” (netlabel Otompotom, Serbia 2008), www.myspace.com/duoblankdisc
Eruptions
Manja Ristic – Violine
Ivana – Violoncello
Rastko Lazic – Laptop, Elektronik
Das Trio spielt ebenfalls seit 1997 zusammen.
Manja Ristic und Ivana Grahovac sind klassisch ausgebildete Instrumentalistinnen.
Neben ihren musikalischen Aktivitäten widmen sie sich u.a. als Gründungsmitglieder von Auropolis.org, der Vernetzung von Multimediakünstlern und als Programmmacher beim NRBG (Novi Radio Beograd) für die wöchentliche Sendung „Soundbridges“. Rastko Lazic ist ausgebildeter Tontechniker und schreibt Musiken für Film und Tanztheater.
Luka Ivanovic – Gameboys, Elektronik
Der Musiker, Sound Designer, Journalist tritt vor allem als Soloperformer in Erscheinung. Er hat bereits mit prominenten Vertretern der Improvisierten Musik, so z. B. mit Peter Evans beim Moersfestival 2009 zusammengearbeitet.
Anna Stegmann – José Bode – Yoshiko Klein – Blockflöten
Dorothée Hahne – Live-Elektronik, Komposition
GrenzKlänge - der Klang der Zeit – Musik aus Mittelalter und Moderne
Das Blockflötentrio wurde 2007 gegründet und besteht heute aus den Mitgliedern Miako Klein, Kim-José Bode und Anna Stegmann. Die ehemaligen Schülerinnen von Gudula Rosa (Münster) und Studentinnen von Paul Leenhouts (Konservatorium Amsterdam), verbindet ebenso die Leidenschaft für neue/ experimentelle Musik sowie das Suchen von klanglichen Gegensätzen in alter, vor allem mittelalterlicher Musik aus Europa. Ein Ziel des Ensembles ist es, diese Klangkontraste in Konzertprogrammen zu vereinen und hörbar zu machen.
Das Kunstwort aXolot ist von dem in Mexiko lebenden Tier Axolotl abgeleitet, eine im Wasser lebenden Salamanderart. Das Axolotl ist eine sehr alte Tierart, mutet aber durch sein fast surrealistisches Aussehen an ein Fabelwesen an. Seine (wie Haare um den Kopf wachsenden) Kiemen können sehr lang werden und wie unecht wirkende Antennen abstehen.
aXolot verbindet Altes und Neues in Konzertprogrammen genauso wie die drei Musikerinnen die Blockflöte als altes- und neues Instrument verstehen, denn diese darf sich auch in die Liste der “alten Instrumente” einreihen und wird auf Grund ihrer Flexibilität und Diversität seit den 60er Jahren wieder von Komponisten in der Neuen/ Experimentellen Musik eingesetzt.
Programm
Anonymus (spätes 13. Jahrhundert) – Beata Viscera / Ave Mundi Rosa
Stefan Thomas (*1968) – Veränderungen (1993)
Aliona Yurtsevich (*1970) – TREE-study VII (2010) für Blockflötentrio und 6 Kanal Elektronik
Hildegard von Bingen (1098-1179) – O ignee Spiritus (de Spiritu Sancto Hymnus) Bearbeitung Trio aXolot
Dorothée Hahne (*1966) – Interferences of inner voices (UA) Auftragskomposition für Trio aXolot, gefördert von:
Gunda Gottschalk - Violine
Paul Hubweber – Posaune
Carl Ludwig Hübsch – Tuba
Erhard Hirt – Gitarre
Martin Blume – Schlagzeug
Die neue NRW-weite Musikreihe SoundtripsNRW ist Anlass deren Kuratoren einmal in einem musikalischen Gipfeltreffen vorzustellen. Alle fünf fungieren in ihren Städten nicht nur organisatorisch sondern vor allem musikalisch als Dreh- und Angelpunkte innerhalb der Improvisierten Musik. Darum liegt es nahe, die Verbindung der einzelnen Städte nicht nur durch einen Programmaustausch, sondern durch eine gemeinsame Musik hörbar zu machen.
Gunda Gottschalk spielt improvisierte und zeitgenössische Musik und bringt ihre Klangarbeit in Verbindung mit Tanz, Theater, Film, Komposition, Bildender Kunst und Literatur.
Paul Hubweber begann seinen musikalischen Weg als Schlagzeuger und Gitarrist und spielt seit 1972 Posaunenkonzerte. Neben dem regelmäßigen Zusammenspiel mit Paul Lovens, John Edwards uva. stehen Soloarbeiten im Bereich der Zeitgenössischen und Alten Musik im Vordergrund.
Komposition, Improvisierte Musik bzw. Neue Musik stehen im Mittelpunkt von Carl Ludwig Hübschs Schaffen. Er leitet eigene Ensembles, und ist gefragt als Mitspieler in unterschiedlichen Kollektiven und Projekten. Selber sagt Hübsch von seiner Musik, dass seine Konzerte sich insbesondere mit dem Aspekt der Musik als Struktur in der Zeit befassen.
Der Münsteraner Gastgeber Erhard Hirt zählt nicht nur nach Ansicht des Fachblatts „Guitar Techniques“ als „einer der zurzeit originellsten und faszinierendsten experimentellen Solo-Gitarristen …“
Martin Blume, dessen Spiel bestimmt wird „von einer filigranen Klangästhetik, deren treibendes Moment nicht bloß die rhythmische Energie, sondern vor allem der Zusammenklang mit den anderen Instrumentalisten ist“ (Reinhard Kager SWR), arbeitet im internationalen Kontext von Jazz, Improvisierter und Neuer Musik in den unterschiedlichsten Formationen. Seit 1988 leitet er hauptsächlich eigene Projekte, die ihn auf zahlreichen Konzerttourneen zu den weltweit wichtigsten Aufführungsorten und Festivals dieser Musik führten.
Ganz im Gegensatz zum Trend einen gehörigen Aufwand an Ellektronischen Hilfmitteln einzusetzen, ertasten Agnès Palier und Olivier Toulemonde mittels blosser Stimme und unverstärkter akustischer Objekte, wie z.B. einer mit Küchengeräten bearbeiteten Resopalplatte, improvisatorisch den Klang als organisches Gebilde. Das genauso ruhige wie fragile Spiel des Duos wird aus einer betont körperlichen Haltung heraus entwickelt. Als Gast im NRW-Projekt ist der Kölner Tubist C. L. Hübsch dabei.
Alle drei Improvisatoren wurden zu einem guten Teil in Ihrem musikalischen Ausdruck durch längere bis lange Aufenthalte in den Niederlanden geprägt.
AchimKaufmann und Meinrad Kneer lebten lange Zeit in Amsterdam und sind dort noch immer feste Bestandteile der Jazz-und Improvisationsszene. Sie spielten dort mit jedem, der Rang und Namen hat, was sich grad auch im interaktiven Zusammenspiel und den entstehenden Klangbildern ausdrückt.
Achim Kaufmann wurde 2001 mit dem SWR Jazz Preis ausgezeichnet. In der Laudatio heißt es "Achim Kaufmann gehört mit seinem sensitiven Spiel und seinem freitonal forschenden Klangsinn zu den interessantesten europäischen Jazzpianisten, die der improvisierten Musik in Westeuropa neue Impulse geben."
Meinrad Kneer kann auf die Zusammenarbeit mit u.a. Han Bennink, Fred Frith, Tobias Delius, Tristan Honsinger, Denise Jannah, Anne la Berge, Paul Lovens verweisen und ist Mitbetreiber des Labels Evil Rabbit Records.
Auch Lokalmatador Jan Klare studierte in den Niederlanden und kam nach Umweg über London nach Münster.
DasTrio ist ein Beispiel für die Lebendigkeit und den Einfluss der niederländischen improvisierten Musik, die sich hier seit den 70erJahren entfaltet hat.
THEAITETOS-TRIO spielt zu 'Faust - Eine deutsche Volkssage'
Stummfilm aus dem Jahre 1926, Regie: F.W. Murnau
Desolatus Faustus singen sie, und sie meinen eigentlich den Desperado. Besessen von der Idee ewiger Jugend paktiert der alte Doktor mit dem Satan selbst. In der filmischen Bearbeitung dieses urdeutschen Mythos von Friedrich Wilhelm Murnau aus dem Jahr 1926 überzeugt nicht nur die erstklassige Schauspielerriege mit Emil Jannings und dem alten George an der Spitze, nicht nur die fulminante Montage- und Schnittechnik raubt einem schier den Atem. Nein, es sind diese vier seltsamen Herren, die sich da an allerlei Klangerzeugern betätigen und dem Film ihr eigenes musikalisches Empfinden gegenüberstellen. Das Publikum staunte nicht schlecht über die Klanggewalt, die dort emporwuchs, aber auch über die Feinheiten und Verschrobenheiten. Die Vier vom Theaitetos Trio spielen eigentlich alles, was Geräusch macht, vom konventionellen Euphonium über Posaune und Gitarre bis hin zu Plastikflasche, Radio und unerklärlichem elektronischem Gerät aus den frühen 50er Jahren. Dazu kommen noch Orgeln, Kinderklavier, eine Unzahl anderes. Sie singen, sägen, spielen, sie zerschmettern die Idee der begleitenden und damit unterwürfigen Filmmusik. Bei ihnen ist die Musik so geschlossen, dass sie – auch ohne Bild – besteht. Kommt dann das geniale Werk Murnaus hinzu, dann staunt man. Und ist begeistert.“ (WAZ)
Eintritt: 10/8 €
Donnerstag, 9. Dezember 2010 um 20:00 Uhr
Jazz Today
Nils Wogram`s Nostalgia Trio
Florian Ross – Hammond Orgel
Dejan Terzic – Schlagzeug
Nils Wogram – Posaune
Die Idee für das Nostalgia Trio schlummert in Nils Wograms schon seit vielen Jahren. Entstanden ist seine Liebe zum Trio mit Hammond Orgel in New York auf zahreichen Sessions in Harlem.
Nostalgia Trio möchte diese mitreißende und schwelgerische Stimmung transportieren ohne sich dabei als reines Plagiat abstempeln zu lassen. Für die Originalität sorgen die Kompositionen mit der Handschrift Nils Wograms und deren eigenwillige Interpretation. Alle Triomitglieder sind tief in der Jazztradition verwurzelt. Sie haben sich als Bandleader einen Namen gemacht und einen unverwechselbaren eigenen Klang auf ihren Instrumenten entwickelt. Zu erwarten ist ein mitreißendes Konzert, das den Zuhörern bluesige, sehnsüchtige und skurril-witzige Momente beschert.
Bjørnar Habbestad – Flöten
Hild Sofie Tafjord – Horn
Lene Grenager – Cello
Michael Duch – Kontrabass
mit SOUNDTRIPS NRW startet eine neue Konzertreihe, die Improvisationsmusiker aus aller Welt in NRW vorstellen wird.
LEMUR, ein bemerkenswerter Sound unter den Europäischen Improvisations-Ensemblen. Die vier Instrumentalisten kombinieren Einflüsse klassischer Kompositionstechnik, Noise-Music, Kammermusik und Free Jazz zu einem äußerst überraschenden wie einzigartigem zeitgenössischen Sound.
Seit ihrer Premiere in 2006 haben sie eine Reihe von erfolgreichen Tourneen in Skandinavien und ganz Europa unternommen und ein viel beachtetes Debut-Albm vorgelegt. Ihr Neues Album „Aigéan“ ist soeben erschienen.
Zwei Streicher und zwei Bläser bilden einen in der Improvisieten Musik eher ungewöhnlichen aber um so homogeneren Klangkörper. Ungewöhnlich Klangetechniken auf den akustischen Intrumenten lassen teilweise an Elektronische Musik glauben. Mit deutlichem Kontrast zum Norwegischen „ECM-Jazz-Sound“ gelingt es ihnen neben dichten Phrasierungen und solistischen Ausflügen wunderschöne Klanglandschafen zu erzeugen.
Die Ensemblemitglieder haben mit zahlreichen Musikern der Norwegischen wie der internationalen Szne von Fred Frith, Nikos Veliotis, Mads Gustavsson. Lasse Marhaug, Maja Ratkje, Jazzkammer, Otomo Yoshihide, Peter Brötzman, Jaap Blonk, Mark Wastell, Matin, Evan Parker bis Paal Nilssen-Love zusammen gearbeitet.
RAPOON ist das Projekt des ex-Zoviet France Mitstreiters Robin Storey. Rapoon haben eine ganz eigenen, hypnotischen Post-Ambient-Sound entwickelt, der in dichten Loops, gefüttert mit Elementen außereuropäischer Musikkulturen, eine Symbiose aus industrieller Brachialität und verträumter Melancholie schafft. Exklusiver BRD-Auftritt in 2010!!!
Aki Onda ist ein in New York lebender japanischer Musiker und Klangkünstler, der die suggestive Macht der Kassette als Trägermedium in seinen Klangarbieten erforscht. Er versteht die Auf Tapes aufgezeichneten Umweltgeräusche als konkrete akustische Situationen und spezifische Erinnerungsform. Mit Verstärkern und Effekten entsteht aus der Überlagerung dieser Queleln eine entrückte Atmosphäre.
Der tschechische Künstler ARANOS war in den verschiedensten Bereichen, von der Rockmusik bis hin zu zeitgenössischer Orgelinteroretation, tätig. Hier kennt man ihn vor allem durch seien Arbeiten im Umfeld von Nurse With Wound. Es erwartet den Zuhörer eine pulsierende Drone-Arbeit im besten Freak Out Stile.
Martin Theuer - Klavier
Erhard Hirt – Gitarre, Live-Elektronik
Paul Lovens – Perkussion
Nach Ihrer Premiere auf dem 3. Internationalen Gitarrenfestival Münster, ist diese Formation zum zweiten Mal in der Black Box zu Gast. Alle drei Musiker haben die Improvisierte Musik nachhaltig beeinflusst.
Seit über dreißig Jahren spielt der Münsteraner Gitarrist Erhard Hirt (Jg‘51) mit Martin Theurer (Jg’54) zusammen und ebenso lange arbeitet Theurer mit dem legendären Schlagzeuger Paul Lovens (Jg.’49). Und das hört man diesem neuen Trio an! Mit äußerster Präzision wird – in freiem Kontext - rhythmisch und klanglich ausgereizt, was die Instrumente her geben, und – das Trio zeigt auch musikalischen Humor!
John Corbett über Paul Lovens: “Paul Lovens is my personal favorite”
Markus Müller über Erhard Hirt: “Erhard Hirt klingt nicht wie andere Gitarristen. Das ist das Geheimnis”
Traumzeitfestival über Martin Theurer:
“… dringt…mit unglaublicher Subtilität in Klangwelten ein, die nur ihm zu gehören scheinen….Manchmal fragt man sich, welches Instrument man eigentlich hört. Bis heute gilt er als der wohl beste “inside”-Spieler weltweit.”
Vyacheslav Ganelin - Klavier, Synthesizer, Perkussion
Petras Vysniauskas - Sopransaxophon
Klaus Kugel - Schlagzeug, Perkussion
Das Auftaktkonzert der diesjährigen Tour durch Deutschland, das Baltikum, Russland und Israel zeigt das legendäre Ganelin-Trio mit dem Ausnahmepianisten Vyacheslav Ganelin:
Vyacheslav Ganelin, geboren 1944 in Kraskow bei Moskau, galt mit seinem Trio als der markanteste Vertreter des russischen und litauischen Jazz in den 1970er und 80er Jahren. Inzwischen in Israel lebend, hat Ganelin sein Trio neu formiert, nun mit dem Saxophonisten Petras Vysniauskas, derzeit der wohl profilierteste Jazzmusiker Litauens, und dem Schlagzeuger Klaus Kugel. Mit der Gründung seines Trios gelang Ganelin von Anfang an eine Version zeitgenössischen Musizierens, die bei der Nähe zur westlichen Avantgarde und den Mitteln der Jazzimprovisation immer eine Verbindung zu den eigenen Traditionen der russischen und litauischen Folklore suchte. Auch als Komponist ist Ganelin sehr erfolgreich; so komponierte er zwei Opern, ein Kindermusical und die Musik zu mehr als 30 Filmen. Mit seinem Trio schafft er eine dichte, spannungsreiche Musik, die von zeitgenössischem Jazz und Folklore gleichermaßen beeinflusst ist.
"... still playing highly interactive, tensile music."(THE NEW YORK TIMES, June, 2007)
Uli Böttcher – Sampling & Live-Elektronik
Roger Turner – Perkussion
...Turner/Boettcher jedenfalls betreiben mit ihrem elektroakustischem Duo einen munteren Austausch zwischen getrommeltem und gesampeltem Material, eine erfrischende Mélange aus Hü und Hot, ein Zusammentreffen von Click und Cut: Krach, Groove, feines Werken...
Der in Wiesbaden beheimatete Musiker Uli Böttcher entwickelte sein elektronisches Vokabular mit Computer und Mikrofonen zu einer individuellen Spieltechnik vermittels Aufnehmen/Abspielen. Der Input eines Musikinstrumentes wird zu neuem Material gepresst und gefiltert, verschlissen, verschlechtert und dem musikalischem Dialog hier als Kommentar, dort als kratziger Kontrast hinzugefügt.
Die musikalische Biografie des Londoner Schlagzeuger Roger Turners spiegelt ein gutes Stück Geschichte der Frei Improvisierten Musik. In zahllosen Gruppierungen spielete er sich seit den sechziger Jahren an der Seite von Musikern wie Derek Bailey, Evan Parker oder Phil Minton, durch die gesamte Europäische Konzert- und Festivallandschaft. Sein reibendes, pulsierendes Spiel besticht durch die launige Spontanität, mit der er den musikalischen Faden aufnimmt und weiterspinnt. Seine Dynamik-orientierte Spielkultur, die Bandbreite des perkussiven Materials und die schiere Lust am Trommeln machen ein Konzert mit Roger Turner zu einem einmaligen Erlebnis.
Die Deutsch-Indische Gesellschaft Münster feiert das indische Fest der Lichter Diwali mit einem
Indischem Klassischen Tanz und Musik.
Odissi ist ein traditioneller indischer Tanz. Er gehört zu den sieben führenden klassischen indischen Tanzformen. Odissi ist ursprünglich ein Tempeltanz, der in den Tempeln Orissas getanzt wurde. Später gelangte diese Form der Tanzarbietung von den Tempeln an die Herrscherhöfe und dann auch "auf die Straßen" unter das Volk, wo sie von als Frauen gekleideten Männern dargeboten wurde.
Neben der musikalische Darbietungen gibt es indische Snacks zur Feier des Tages.
Da die Platzzahl sehr begrenzt ist bitte frühzeitige Resevierung unter:
KK NULL (Japan) comsic noise vom ZENI GEVA-Frontman
MICROPHONICS (Belgien) Fear Falls Burning Ableger mit intimen Gitarrendrones
N (Dortmund) Wirbelsturm aus Amp Noise vom multer Gitarristen
JOHN WALL (UK) ultra dynamic laptop sounds
Die 57. Folge der Geräuschwelten kreist um die Gitarre. Der japanische Noise-Künstler KK NULL ist zunächst als Gitarrist der Hardcore Band ZENI GEVA bekannt geworden, bevor er sich in seinen Soloarbeiten der Elektronik widmete. Er wird „cosmic noise“ präsentieren, ohne Gitarre, aber mit einer imaginären Verbeugung vor dem Instrument. Microphonic ist das Projekt des Belgiers Dirk Serries, der als Fear Falls Burning mit Powerdrones für Furore gesorgt hat. Microphonics stellt das intime Setting von E-Gitarre und Amp in den Vordergrund und leuchtet es in überraschenden Facetten aus. Der Dortmunder Gitarrist Hellmuit Neidhardt geht ebenfalls von dieser Formel aus, sprengt aber die Grenzen des Klangs. Er ist an flirrenden Frequenzen, krachigen Ausbrüchen und brutzelnden Nebengeräuschen Interessiert – genau diese komponiert er zu seinen monolithischen Drones.
Oona Kastner: Songs and Rhythms On A Gurdjieff-Ground
Oona Kastner – Gesang, Klavier
Pavel Fajt – Perkussion, Elektronik
Oona Kastner und Pavel Fajt treffen auf die musikalischen Welten Gurdjieffs und verarbeiten seine 'Hymnes,Prayers and Rituals' aus der Sammlung 'Music for the Piano' zu einer Synthese von Rhythmen und Klängen zwischen Archaik und Avantgarde : schön, sinnlich, trancehaft.
G.I.Gurdjieff (1866-1949) sammelte und erforschte auf seinen Expeditionen, zu denen ihn seine stete Suche nach einem ‚unvergänglichen Wissen’ antrieb, die Prinzipien der sakralen Kunst, die spezifischen Ritual-, Tanz- und Musikformen. Gemeinsam mit Thomas de Hartmann erstellte er eine Sammlung von Pianowerken mystischer Stimmung (Music For The Piano / Vol. 1-4 )
Eine Auswahl dieser Gurdjieff-Songs druchweben Pavel und Oona mit Improvisationen und Texten ( u.a. von ee.cummings, Rilke etc.) und durchfluten sie mit frischem Licht, die Musik schwebt zeitlos und modern. Osteuropäische, armenisch-vorderorientalische und ostasiatische Stimmungen vernetzen sich im Grenzraum von Klassik, Neuer Moderne, Jazz und Avantgarde.
Eintritt 8/5 €
Sonntag, 3. Oktober 2010 um 20:00 Uhr
STAGE off LIMITS
Arba`a (GB/LB/D)
John Butcher – Tenor- & Sopranosaxophon
Mazen Kerbaj – Trompete
Sharif Sehnaoui – E-Gitarre
Martin Blume – Perkussion
Die Improvisierte Musik hat einen Raum für vielfältigste individuelle geprägte Spielauffassungen eröffnet. Dass sie gleichzeitig aber auch eine universelle, wie internationale Formensprache entwickelt hat, beweist nicht zuletzt dieses Quartett mit Musikern verschiedener Generationen und Kulturkreise.
Auf den Trümmern des Bürgerkriegs gründete Mazen Kerbaj und Sharif Sehnaoui zusammen mit anderen jungen MusikerInnen und KünstlerInnen in Beirut das Label Al Maslakh, was sinnigerweise Schlachthaus heisst. Damit wurde eine Plattform geschaffen für gestalterische und musikalische Experimente, etwas, was in dieser Region bis dahin nicht nur unvorstellbar war, sondern gar von einigem Mut zeugte.
Mazen Kerbaj stammt aus einer Beiruter Schauspielerfamilie. Er ist Cartoonist, bildender Künstler und Musiker und erregte vor allem während des letzten Libanon-Kriegs (2006) großes Aufsehen durch einen Weblog, in dem er die Kriegsgeschehnisse in Form von Zeichnungen täglich dokumentierte. Aufsehen erregte auch seine Aktion als er spontan die Detonationen nach israelischen Bombenabwürfen über Beirut zur düsteren Begleitung eines Konzertes unter freiem Himmel machte.
Sharif Sehnaoui verbrachte die Kindheit in seiner Heimatstadt Beirut, bevor er nach Paris übersiedelte. Er ist einer der wichtigsten Vertreter der jungen Generation libanesisch-französischer Musiker, die sich vorwiegend der Avantgarde und abstrakten Musik verschrieben haben. Seit einiger Zeit lebt er wieder in Beirut.
John Butcher ist nach Evan Parker wohl der bedeutendste britische Saxophonist. In seinen zahlreichen Solis, aber auch im Duo und anderen Gruppen hat er das Saxophonspiel überzeugend revolutioniert und zu einem neuen Standard geführt. "Butchers Musik scheint immer in dem sie umgebenden Raum verankert zu sein: winzige Klangfragmente werden in den Äther gesandt, multiphonische Muster und ungewöhnliche Harmonien wechseln sich ab mit spannungsvollen Pausen, und aus den Momenten der Ruhe steigen Wolken zarter Obertöne auf und kehren in sie zurück wie fallender Regen. (...)“ (Steve Lake)
Martin Blume, dessen Spiel bestimmt wird „von einer filigranen Klangästhetik, deren treibendes Moment nicht bloß die rhythmische Energie, sondern vor allem der Zusammenklang mit den anderen Instrumentalisten ist“ (Reinhard Kager SWR), arbeitet seit Anfang der 80er Jahre im internationalen Kontext der Avantgarde von Jazz und Improvisierter Musik. Seit 1988 leitet er hauptsächlich eigene Projekte, die ihn auf zahlreichen Konzerttourneen zu den wichtigsten Aufführungsorten und Festivals nach Holland, Belgien, Luxemburg, Frankreich, England, Dänemark, Schweiz, Österreich, Slowenien, Italien, USA, Kanada und Australien führten.
Samuel Blaser – Posaune
Marc Ducret – Gitarre
Bänz Oester – Kontrabass
Gerald Cleaver – Schlagzeug
Langsam aber sicher mausert sich der Schweizer Posaunist Samuel Blaser zu einem Aushängeschild der hiesigen Jazz-Szene. Er, der seine Dinge seit langem von New York und Berlin aus steuert, ist auf der Posaune nicht nur zutiefst virtuos, sondern entlockt dem Blech Klänge, die eigenen Gesetzen gehorchen. Mit seinem hoch dotierten Quartett, zu dem auch das Gitarren-Genie Marc Ducret gehört, spielt Blaser eine Art hypermoderner Hard Bop, der mal frei schwebt, mal stürmisch vorwärts drängt und ein überaus inspiriertes und präzises Interplay zelebriert.
"...Samuel Blaser writes and plays daringly on his debut as a leader, blending free jazz sensibilities with a straightahead approach. And if a trombone ever flourished in a free jazz vein, it's here... He builds ideas and expands on them artfully without a dead end in sight. He can play some serious music without taking himself too seriously and is well on his way to claiming a prominent place in the forefront of jazz..." (Terrell Kent Holmes, All About Jazz - N. Y.)
für präpariertes Klavier, Elektronik, Mobile, toy piano, Requisiten
und mit Einblendungen aus dem gleichnamigen Film
Filmregie: Daniel Neves
Mobile: Rita Sá
Joana Sá - Klavier und Performance
Helder Nelson – Technik
Worauf musste sich das Klavier im 20. Jahrhundert nicht alles einlassen: Man schlug es mit Fäusten, setzte sich an die Tasten, ohne einen einzigen Ton zu spielen, bestückte sein Innenleben mit Utensilien des Alltags, und und und.
Die portugiesische Pianistin Joana Sá greift in „Through this Looking-Glass“ eine Vielzahl dieser Entwicklungen auf, arbeitet sich jedoch nicht zwanghaft am zeitgenössischen Vokabular ab, sondern lotet dessen Entwicklungspotential aus und öffnet den Klavierklang beherzt den Möglichkeiten der Elektronik. Aus dem mit Szenerie arbeitenden Klavierstück entstand nun unter der Regie von Daniel Neves ein traumhaft entrückter Schwarzweißfilm (DVD+CD auf blinker - Marke für Rezentes).
In diesem Konzert gibt es Film und Stück gemeinsam, ganz aus der Nähe.
MATTHEW SHIPP - JOE MORRIS - SERGEY LETOV (USA/RUS)
Matthew Shipp – Klavier
Sergey Letov – Saxophon
Joe Morris - Kontrabass
An diesem Freitag bietet sich die Gelegenheit, einen der einflussreichsten Musiker der aktuellen amerikanischen Jazzszene bei der Arbeit zu sehen. Der Ausnahmepianist versprüht, so weiß man pure, visionäre Energie. Die NZZ hat ihn erst dieses Jahr zum Hoffnungsträger der Jazzszene ernannt. Letztes Jahr zierte Shipp die Titelseite der Fachzeitschrift Down Beat.
Shipp ist ein Grenzgänger zwischen Jazz und Hip Hop, der die Energie des Free Jazz mit dem kleinteiligen Rhythmusverständnis des experimentelleren HipHop kombiniert, besser: konfrontiert.
An diesem Abend ist er mit dem Bostoner Gitarristen und Kontrabassisten Joe Morris zu sehen, über den The Wire schrieb, dass er wie kein anderer klingen würde. Komplementiert wird das Trio durch die russische Saxophonlegende Sergey Letov, der einer der aktivsten und im Inland wohl auch bekanntesten russischen Jazzmusiker ist.
Live Visuals: Yochanan Rauert & Sven Stratmann / Sound: Thomas Brücker a.k.a. Jean Michel (DJ) Youno (DJ FUSL) / Christian Kremer – Sequencer / Erhard Hirt – Gitarre / Peter Barve – Bassgitarre N. N. – Schlagzeug
Im Anschluss an den zweiten Teil des Workshops findet am Donnerstag OpAmp-Abschiedsparty statt. Die DJs Jean Michel, Youno (FUSL) und Parazol treffen mit Drum-and-Bass-Vinyl auf Liveinstrumente: Erhard Hirt an der E-Gitarre, Peter Barwe am Bass und Cabsha an der 303 (Sequencer) werden den Sound liefern und damit die Videos der Videokünstler Sven Stratmann und Yochanan Rauert triggern. Hier werden auch die von den Workshopteilnehmern gestalteten Videosequenzen und Kurzfilme gezeig.
Alles in allem verspricht unsere Planung einen aufregend speziellen und vor allem tanzfreudigen Abend.
Visueller Rausch. Augenzwinkern. Doppelbilder, Pupillenweitung und Netzhautnachbrennen. Facetten der visuellen Gesellschaft des Jahres 2010 zeigen wir euch mit Ausstellung, Workshop und Performance in der BLACK BOX in der Projektwoche „OpAmp“ vom 14.9. bis 16.9.2010. Auf die Augen!
Zur Einführung in das Videokunst-Projekt Optical Amplifier werden bei einem kleinen Rundgang unterschiedliche Ansätze dessen gezeigt, was heute in der Videokunst möglich ist.
Workshops
Am Mittwoch, dem 15.9. findet ab 18 Uhr der erste Teil des OpAmp-Workshops statt mit einer Einführung in analoge und digitale (Live-)Videotechnik, sowie einer übersichtsartige Einführung über verfügbare Hard- und Softwarelösungen.
Donnerstag um 18 Uhr beginnt der zweite Teil des Workshops, bei dem sich alles um die Contenterstellung für Video-Projekte dreht. Aufbauend auf den Kenntnissen vom Vortag werden wir lernen, mit der Digicam kleine Stoptrick-Animationen herzustellen, diese mit Videosoftware zu bearbeiten und für die Livevorführung vorzubereiten.
Gegründet 1998 hat 48nord heute einen internationalen Ruf als Formation für experimentelle elektroakustische Musik. Dabei loten Siegfried Rössert und Ulrich Müller in ihrer Arbeit konsequent das Spannungsfeld von Komposition und Improvisation aus. Charakteristisch ist das Zusammenwirken von Instrumentalspiel und elektronischer Klangerzeugung, bzw. Soundprocessing.
..48nord haben Kraftwerk, Bowie und Byrne durch Laptops, Sensoren und Datenhand-schuh ersetzt, (...) Ausführende wie Rezipienten lauschen detektivisch (...). Gratulation an 48nord. Süddeutsche Zeitung
...48nord bündeln ihre Improvisations- und Kompositionstalente in einem prägnant rhythmisierten Sprach- und Klangarrangement. (...) Metallene elektronische Klangbilder, (...) öffnen und strukturieren weite Räume. (...) Kontrabassmotive und Gitarrenriffs mit jähen Abbrüchen,(...) prägen den Rhythmus der Komposition... Frankfurter Allgemeine Zeitung
Annahme von verbesserungswürdigen Objekten ab 16 Uhr
Agentur für Kunstverbesserung
….oder Sie bringen uns Ihre Kunst und wir machen sie noch schöner.
Fehlen Michaelangelos Fresken in der Sixtinischen Kapelle nicht ein paar Sprechblasen, in denen Gott Adam mitteilt, wie das mit der Rippe gemeint war und ist es nicht längst überfällig, dass Spongebob das Blau von Yves Klein verfeinert? Ist es auch Ihnen ganz unerträglich die Dinge unberührt einfach so stehen zu lassen und die Kunst in ihrer fragwürdigen Qualität einfach nur zu akzeptieren und in ihrer Unvollkommenheit anzustarren oder zu bewundern? Quälen auch Sie solche Gedanken? Gedanken, die eine Veränderung gebieten? Breitenstein und Koselleck haben sie ständig und dementsprechend die Agentur für Kunstverbesserung für Sie ins Leben gerufen. Diese beiden sind von höheren Wesen dazu berufen, Kunst aller Art den letzten Schliff und beizeiten die letzte Ölung zu geben. Kein Kunstwerk ist gut genug, um nicht noch verbessert werden zu können. Aber nicht nur Pablo Picasso und Vincent van Gogh, Silke Wagner und Isa Genzken sind verbesserungswürdig, sondern auch Ihre eigenen Werke, oder aber Ihre Kunstfunde vom Dachboden und Flohmarkt. Dazu bieten die beiden Kunstverbesserer einen „Bring in Service“ an, bei dem sie Ihre Kunstwerke spenden können, damit die beiden sich ihrer annehmen. Wir handeln für Sie auf der Grundlage von Ölfarbe, Inspiration und der notwendigen angewandten VERANTWORTUNGSÄSTHETIK, ohne die alles so bleibt, wie es immer schon war.
Wir verbessern die Kunst, auf dass die Welt ein Stückchen schöner werde.
DITTERICH VON EULERDONNERSPERG / KOUHEI MATSUNAGA / JAN VAN HASSELT
In der mittlerweile 56. Folge der Geräuschwelten wird wieder auf eine große klangliche Bandbreite geachtet. Der Hamburger Tausendsassa Ditterich von Euler-Donnersberg wird eine Mischung aus Lesung und konkreter Geräuschkunst präsentieren. Sein kauziger Humor ist in der Szene längst kultig. Heute einer der seltenen Auftritte! Mit Kouhei Matsunaga kommt ein junger japanischer Produzent nach Münster, der sowohl bereits mit dem Rapper Sensational als auch mit der Noise-Legende Merzbow zusammen gearbeitet hat. Er präsentiert kratzbürstige Electronica im hypermodernistischen Gewand. Und schließlich der Bremer Jan van Hasselt, der sich mit gebrochensten Beats und Gummiband-Twist ständig selbst ins Knie schießt und dabei auch noch gute Laune hat..
gefördert durch das Kulturamt der Stadt Münster. – Eintritt: 10 €
CT - for video and live electronics
Musik – Andrea Szigetvári, Video – Zsolt Gyenes
I don't feel any nostalgia und andere Videos
Zsolt Gyenes – Audio
Andrea Szigetvári – Musik
Zsolt Sorés aus Budapest, ist experimenteller Musiker, Komponist, Autor und Konzeptkünstler. Seine Hauptinstrumente sind Bratsche, Elektronik sowie selbstgebaute, circuit bent Instrumente und modifizierte Spielzeuginstrumente. Er kreiert avantgardistische Geräuschmusik und arbeitet in den Randgebieten verschiedenster Kunstformen.
Wenn Medien Substanz und Seele haben, könnte man sie dann medizintechnisch nachweisen? Zsolt Gyenes röntgt Plattenspieler und andere Dinge per Computertomographie. Entdeckt man dabei schlimme Symptome?
Den visuellen Charme seiner Aufnahmen baut Andrea Szigetvári in ihre Multimedia-Performance „CT“ ein und entwickelt hierbei die Material durchleuchtenden Bilder zu einem Raum durchleuchtenden Live-Screening weiter. Technisch und ästhetisch auf höchstem Niveau, bedient die Spezialistin für Elektroakustisches dazu ihr experimental-musikalisches Laptop.
Eintritt: 8/5 €
im Projekt ZUKUNFTSMUSIK, gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes NRW.
Sonntag, 6. Juni 2010 um 20:00 Uhr
STAGE off LIMITS
Doneda – Charles – Hirt – Saitoh – Lê Quanh (F/JAP/D)
Michel Doneda – Saxophon
Fabrice Charles – Posaune
Erhard Hirt – Gitarre
Tetsu Saitoh – Kontrabass
Lê Quan Ninh – Perkussion
Gäste der Konzertreihe sind diesmal drei französischer Improvisatoren, die anlässlich des Jugendmusikprojekts FANFARE DE LA TOUFFE an diesem Wochenende nach Münster kommen. Beweisen sie in einer Straßenparade am Samstag, den 4. Juni mit 60 Schülern der Albert Schweitzer Schule in Münsters Innenstadt, dass nach ihrem Improvisationsverständnis, prinzipiell jeder Musik machen kann, so steht im Konzert am Sonntag mehr ihre eigene musikalische Virtuosität und im Zusammentreffen mit dem japanischen Bassisten Tetsu Saitoh und demGastgeber Erhard Hirt ihre ungeheure Improvisationserfahrung im Vordergrund.
Michel Doneda autodidaktischer Saxophonist, hat intensiv mit Musikern wie Fred Van Hove, Phil Wachsmann, John Zorn, Eliott Sharp, Elvin Jones, Barre Phillips und Paul Rogers zusammengearbeitet. Er tourte in Afrika, Japan, Asien, USA, Kanada, Süd Amerika und Russland und hat bereits mehr als 50 Cds veröffentlicht. Fabrice Charles und Lê Quan Ninh haben einen klassischen Hinterrund.
So gewann Charles als Solo-Posaunist, den 1. Preis des Konservatorium Metz. Er lehrt an der Ecole Nationale de Musique in Aurillac und gastierte auf zahllosen internationalen Festivals. Lê Quan Ninh ist gefragter Perkussionist mit einer ganz eigenen Klangsprache. Er erhielt den ersten Preis des Conservatoire de Versailles, und ist neben vielen Improvisationsensembles Mitglied von Quatuor Hélios (Ensemble für zeitgenössische Musik), Auch er gastierte als Improvisationsmusiker rund um den Globus. Tetsu Saito ist ein japanischer Kontrabassist, der auf dem Gebiet des Tango, Jazz und der Neuen Improvisationsmusik aktiv ist. 1988 trat Saitoh erstmals mit einer Freejazz-Gruppe mit dem Saxophonisten Shoji Ukaji und dem Schlagzeuger Sabu Toyozumi auf einer USA-Tournee in einem westlichen Land auf. 1994 gründete er mit Barre Phillips, Alain Joule und Michel Doneda die Gruppe Fifth Season, mit der er durch Frankreich, Belgien und die Schweiz tourte. Als Solobassist wurde er zum Avignon International Contrabass Festival eingeladen. 1995 wirkte Saitoh an einer Tanz- und Musikvorstellung anlässlich einer Werkretrospektive für Magdalena Abakanowicz in Warschau mit. 2000 und 2001 gab er zwei Doppelkonzerte mit dem Kanagawa Philharmonic Orchestra. 2003 nahm er an der International Society of Bassists Convention in Richmond teil, 2004 und 2006 am Hawaii International Double Bass Festival. 2006 war er featured artist beim CrossSound Music Festival in Alaska, 2007 Gast beim Mosaic Festival in Singapur.
Auch den Münsteraner Gitarristen Erhard Hirt führte vor allem die Zusammenarbeit mit führenden britischen Improvsationsmusikern ins europäische Ausland, die USA, Kanda, Japan und Russland. Er gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter improvisierter Gitarrenmusik in Deutschland.
Mansa Camio ist ein Meistertrommler aus Guinea (Westafrika). Er gehört zu den renommiertesten Vertretern der traditionellenTrommelmusik seines Volkes, der Malinke. In Baro, seinem Heimatdorf spielt er mit seiner Djembe seit über 40 Jahren eine wichtige Rolle, da er dort u.a. die einzige staatlich anerkannte Trommelschule seines Landes errichtet hat.
Seit 1994 kommt Mansa Camio regelmäßig nach Europa und gibt Workshops und Konzerte in unterschiedlichen Formationen. Zusammen mit der münsteraner Gruppe Kalaya wird Mansa Camio
die Black Box in einen afrikanischen Tanzplatz verwandeln. Diese Musik fährt sofort in die Beine!
StadtWerk – Positionen aus dem Bodensatz der Stadt
mit Marian Heuser, Dirk Bernemann Andreas Weber, Andy Strauß und Andi Substanz / Bühnenbild und -Performance: xxCrew (Johannes Mundinger, Dirk Sandbaumhüter)
Off-Literaten und Streetart-Künstler und ihr Blick auf ‚die lebenswerteste Stadt der Welt‘. Eine multimediale Collage über Urbanität, die in ihrer Perspektive Münster in ein neues Licht setzt.
gefördert vom Fonds Soziokultur & Land NRW – Eintritt: 5 €
Freitag, 14. Mai 2010 um 20:00 Uhr
JazzToday & aboriginal club
You Are So Me feat. Han Buhrs + Luc Ex
Han Buhrs – Gesang
Jan Klare – Saxophon & Elektronik
Oliver Siegel – synthesizer
Luc Ex – Bassgitarre
Simon Camatta – Schlagzeug
Saxofonist Jan Klare und Keyboarder Oliver Siegel begannen im Sommer 2005 in einem Münsteraner Architekturbüro eine Konzertreihe mit dem Titel „aboriginal club“, aus der das Trio „You Are So Me“ mit Schlagzeuger Simon Camatta als festem Triopartner entstand. Siegels außergewöhnliche Sounds, Klares hochenergetisches Spiel werden virtuos hochgekocht von Camattas unausweichlichem Drumdruck.
Mit Han Buhrs und Luc Ex wird YASM zu einem knalligen Quintett. Sänger extraordinaire Buhrs ist Träger des niederländischen Podiumspreises und hat in verschiedensten Art Rock und Punk- und Improbands international gewirkt. Luc Ex´s Bassspiel ist einzigartig - er war lange Zeit Mitglied der Band „The Ex“ und hat darüber hinaus mit „Four Walls“ oder „Sol 6“ alle relevanten Festivals in Europa besucht.
Darius Jones - Altsaxophon
Travis Laplante - Tenorsaxophon
Andrew Smiley - Gitarre
Jason Nazary - Schlagzeug
Das Brooklyner Quartett besticht durch überaus energetische Sounds. Zentrum ihrer wuchtigen Klangentwicklung sind schräge Gitarrenriffs, konsequente Beats und unkonventionelle Ausbrüche an zweierlei Saxophonen. Mal bewegen sie sich weit draußen am weiten Feld der Atonalität, dann wieder überraschen sie mit fruchtigen Bebop-Tonalitäten. Das Impose-Magazin formulierte es so: „Jeder, der sie mal live gesehen hat, hat eine Information aus erster Hand darüber, was Terror bedeuten kann“
Ist es nicht herrlich, immer wieder neue Begriffe: "AvantNoiseJazz" mit Bezügen zu Math Metal, Chicago Free Jazz, Punk Rock und Harsh Noise? Ob das ausreichend beschreibt, was die vier Jungs aus Brooklyn/New York fabrizieren, sei dahingestellt. Fest steht jedenfalls, dass dieMusik von LittleWomen verschiedentlich etwas Urgewaltiges in sich birgt, was durchaus verstörend wirken kann. Alt- und Tenorsaxophon mit doppeltem Brötzmann-Faktor, Schreddergitarre und hypnotische Beats verursachen diesen wuchtigen Sound mit Befreiungsschlag- Charakter. Läuternd für Ohren und Seele! Wir freuen uns auf die Münsterpremiere dieser jungen Jazz-Anarchisten.
Peter Behrendsen (D) – Live-Elektronik
& Gast: Georg Wissel – Saxophon
Georg Cremaschi (USA) – Kontrabass & Live-Elektronik
Matthew Ostrowski (USA) – Datenhandschuh & Live-Elektronik
2 x experimentelle Grenzüberschreitungen – musikalisch wie auch instrumental.
Peter Behrendsen ist nach wie vor einer der wichtigsten Aktivisten und Impulsgeber für die Szene der neuen elektronischen und elektroakustischen Musik in seiner Heimatstadt Köln. Der reine Autodidakt, musiksozialisiert durch deutschen Schlager, symphonische Klassik, Oper, Rockmusik, Free Jazz und experimentelle Musik, begann in den 70ern mit dem AKS Synthi zu arbeiten, war Mitglied der Musik/Dia/Licht-Galerie von Josef Anton Riedl und beim Westdeutschen Rundfunk Köln 10 Jahre lang Assistent beim WDR-Studio Akustische Kunst. In dieser Zeit machte er viele Produktionen und lernte auch John Cage kennen, dessen Ideen und Arbeiten ihn am stärksten geprägt haben.
Gemeinsam können sie sich auf mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Künstlern wie Evan Parker, John Zorn oder Nicolas Collins berufen: KRK ist das Projekt zweier international herausragender Musiker auf dem Feld der experimentellen Avantgarde wie gleichermaßen dem der Jazz- und Rocktradition oder der elektronischen Musik. Diese Wurzeln neu zu aktualisieren, unsere neo-postmoderne Musiklandschaft kritisch zu interpretieren, sie musikalisch zu aktualisieren und weiter zu entwickeln ist die Herausforderung, der sich das Duo in seinen Konzerten stellt.
In der mittlerweile 55. Folge der Geräuschwelten kehrt das Institut für Feinmotorik (IFF) ins cuba/blackbox zurück. Dieses schweizerisch-deutsche Produzententeam arbeitet ausschließlich mit Schallplattenspielern - allerdings ohne Trägermedien. Die IFF ist ein Schmaus für die Ohren und die Augen. Außerdem spielen auf: in einer Münster-Premiere das griechische Projekt Mecha/Orga, welches mystisch-kybernetische Computermusik zum Besten gibt und der portugiesische Gitarrenimprovisator Manuel Mota. Wieder heißt es bei den Geräuschwelten: Vielfalt rules!
Neben ihrer Hauptbeschäftigung Akustische-Kunst und Musik, experimentiert die Künstlergruppe IFF auch gerne mit anderen Formaten und Medien. Heraus kommen verschiedenste Projekte (Foto, Video, Musik, Zeichnung, Computer-Programmierung, usw.), Kunst- und Kulturveranstaltungen, Vorträge und Workshops, Kunstbücher und Platten.
Mit ihren reduzierten Konzept in einem Setup von 8 Turntables, 4 Dj-Mischer und eienm Hauptmischer haben sie eine große Reputation erworben. Schallplatten werden nicht benutzt, aber sonst wird alles was zwischen Plattenteller und Tonabnehmer passt, abgespielt (egal ob Gummibänder, präparierte Objekte oder Werkzeug)
Mecha/Orga ist der Projektname von Yiorgis Sakellariou der in der griechischen modernen und experimentellen Musikszene durch sein CD-R Label „Echo Music“, als Mitglied des Centre of Contemporary Music Research und der Hellenic Electroacoustic Music Composers Association engagiert ist. Auch ist er Mitglied der Ear to the Earth Organisation und schreibt Artikel über Musik.
Mecha / Orgas Aufführungen basieren auf Feldaufnahmen – von vorbeifahrenden Zügen zu Wasserfälle und von Kühlschränken zum Wüstenwind wird alles benutzt – die in Echtzeit gefiltert und gemischt werden. Die Vorführungen finden in der Dunkelheit statt womit die Idee einer Bühne entfällt. Musikalische Virtuosität wird nachrangig, vielmehr ergibt intensive persönliche Erfahrung zwischen Künstler und Publikum, frei von ablenkenden Vorurteilen ist.
Schon einmal in 90 Minuten 6 Filme gesehen? Schon einmal in der gleichen Zeit in sechs verschiedene Menschen geschlüpft, sechs verschiedene Perspektiven ausprobiert und in ebenso vielen Ländern und Städten gewesen? Wer hier mit „ja“ antworten kann, der war bestimmt beim Shortfilm Slam. Dort treten hochkarätige Produktionen gegen selbst geschnittene Eigenproduktionen an und ziemlich schnell wird klar: nicht das Budget entscheidet, sondern die Ideen, die Geschichten, das Augenzwinkern, mit dem die Filme das Publikum, das gleichzeitig Jury ist, begeistern. Die Jury vergibt Noten von 1-10 und so steht am Ende eines Abends immer ein Sieger fest. – Eintritt: 5 € www.tatwortimnetz.de - Anmeldung für Filmemacher: Tatwort@cuba-muenster.de
Sonntag, 18. April 2010 um 20:00 Uhr
SOUNDSEEING – Konzert
Matthias Kaul: Freshly Squeezed
perkussive Sound- und Stimm-Performance
Matthias Kaul – Komposition & div. Instrumente
Matthias Kaul, einer der bedeutendsten Schlagzeuger Neuer Musik in Europa, genießt eine Weltweite Reputation. Von den mehr als 300 Werken die er uraufgeführt hat, wurden viele eigens für ihn geschrieben. Von den Komponisten hat Kaul, wie er sagt, das komponieren gelernt und ist so mit einem eigen Soloprogramm zu Gast in SOUNDSEEING - Klänge zu Angucken.
Eintritt: 8/5 €
SOUNDSEEING II - Klänge zum Angucken - ein Kooperationsprojekt mit DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Kunstakademie Münster und Musikhochschule Münster, gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes NRW
Uwe Oberg – Piano
Christof Thewes – Posaune
Michael Griener – Schlagzeug
Lacy Pool“ nennt der hessische Jazzpreisträger Oberg ein Projekt, das er dem Komponisten und Saxofonisten Steve Lacy, einer unter den führenden und für den modernen Jazz Stil prägenden Amerikanern in Paris, gewidmet hat. „Uwe Oberg und Christof Thewes“, so schrieb die Frankfurter Rundschau, „gehen der Musik von Steve Lacy auf den Grund – sehr energisch, sehr genau, mit viel Gespür für die widerständige Expressivität von Lacys Musik, die ohne ihren Gegenpol, ihre Strenge nicht denkbar wäre. Schnell steht da ein immenses Spannungsfeld im Raum, hier die formgebende Motorik, zu der die Musik immer wieder zurückkehrt, da das Expansive, Sprengende. Und zum Schluss finden Oberg und Thewes dann gar ganz grazile, leichte, ja fast schwerelose Töne, man muss nur genau hinhören …“
Zoro Babel wurde 1967 im oberbayrischen Peterskirchen geboren. Bei den Sommersessions in Woodstock begenete er Ed Blackwell, Triloc Gurtu, Karl Berger, Marylin Crispell u.a. Mit Nick Didkovsky gründete er „Dr. Nerve“. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Markus und Simon Stockhausen. Musik für Kids Volksbühne Berlin, Zusammenarbeit mit den Komponisten Dieter Schnebel, Joseph Anton Riedl, Michael Lentz und Alexej Sagerer, Gründung der Band Focus Pokus. Duoprogramme mit Edgar Guggeis, Kompositionsaufträge für Klangaktionen München, Musica viva, Donaueschinger Musiktage, Ultraschall Festival Berlin und sonambiente Berlin. Entwicklung eigener Instrumente und Klangskulpturen. Zahlreiche Konzerte mit Elmar Guantes. 1997 Musikstipendium und 2001 Musikförderpreis der Stadt München. Seit 2002 Musik für Tanzprojekte der kreis...die glücklichen; nur die lippen lächeln und nullzunull 2003. rasenstücke 2006/2008. 2006 Gründung des occhio-Quartetts. 2008 Projektstipendium der Erwin und Gisela Steiner Stiftung für die Komposition Serpente-Lithophonie, bewegliche Klangarchitekturen im öffentlichen Raum.
Eintritt: 8/5 €
SOUNDSEEING II - Klänge zum Angucken - ein Kooperationsprojekt mit DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst und Musikhochschule Münster, gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes NRW
Freitag, 19. März 2010 um 19:00 Uhr
Eröffnung – SOUNDSEEING II
Schallschalen von Hubert Steins
(audiovisuelle Klanginstallation)
& Klangstele
2000 von Karl-Josef Dierkes und Olaf Pyras
Serpentinit
Foyerausstellung bis 18. April / täglich 10 – 22 Uhr
Hubert Steins Schallschalen bilden ein Ensemble Bodenobjekten, die freistehend im Raum arrangiert werden. Unter den Schalen befinden sich ein mechanischer Schallwandler, die nicht hörbare Basssignale übertragen. Durch die Frequenzen werden auf der oberen Seite des Holztellers abgelegte Gewürzkörner unterschiedlicher Größe und Färbung in Vibration versetzt. Durch die gezielte Beeinflussung von Frequenz und Lautstärke können die Bewegungsmuster dieser Gewürzkörner choreografiert werden. Neue Assoziationen stellen sich ein, wenn die Fläche des Objektes mit einer Kamera gefilmt und das Bold projeziert wird. Die Bewegungsmuster der Partikel erinnern an physikalische Phänomene im atomaren Bereich.
KlangStelen, die singenden Steine oder auch: ein Gesang aus der Ewigkeit – das ist es, was der Künstler Olaf Pyras aufspürt. Ein Klangstein, vom Bildhauer Karl Josef Dierkes aus 600 Millionen Jahre altem schlesischen Marmor hergestellt, wird zum akustischen Fixpunkt des cuba-Foyer um vom Publikum bespielt zu werden.
Rohan de Saram – Cello
Stephan Froleyks – div. Instrument
Im November 2005 nahm der aus Sri Lanka stammende Cellist Rohan de Saram Abschied vom Arditti-Streichquartett, mit dem er mehr als ein Vierteljahrhundert lang Musikgeschichte geschrieben hat und in dem er zu einem der weltweit herausragenden Interpreten der zeitgenössischen Musik wurde. Seitdem widmet er sich verstärkt seinem künstlerischen Traum, Musik aus verschiedensten musikalischen Perioden und aus unterschiedlichen Teilen der Welt, ob komponiert oder improvisiert, zusammen zu bringen. „There are few of his generation that have such gifts“, bescheinigte ihm sein Lehrer Pablo Casals. In der BLACK BOX spielt de Saram Solostücke von Bach, Kodaly und Xenakis und bestreitet neben Duo-Improvisationen mit dem Perkussionisten Stephan Froleyks gemeinsam die Uraufführung eines neuen Werks des Londoner Komponisten Rolf Gelhaar: Feine neue Musik!
Nach der Direkt-Vermarktung ab Hof gibt es jetzt die Direkt-Vertonung ab Podium: der Konsument – in diesem Fall der Zuhörer– geht direkt zum Erzeuger – in diesem Fall der Musiker – und erwirbt dort gegen Vorlage einer Vorlage ein unwiederbringliches, ganz und gar individuell erstelltes Hörerlebnis nach Maßgabe eines mitgebrachten Textes. Bitte alle möglichen und unmöglichen Texte mitbringen!
Eintritt: 8/5 €
Februar 10
Donnerstag, 25. Februar 2010 um 20:00 Uhr
JazzToday
Charles Gayle Trio (USA/GB)
Charles Gayle – Saxophon
Juini Booth – Kontrabass
Roger Turner – Schlagzeug
Sunny Murray ist während der Europatour erkrankt und wird durch den britischen Schlagzeuger Roger Turner ersetzt.
Drei Legenden der Free Jazz Music. SunnyMurray, einer der Väter des Avantgardeschlagzeugs versteht es durch Verdichtung, Be– und Entschleunigung Rhytmen hörbar zu machen, die er real garnicht spielt. Der Pianist und Saxophonist Charles Gayle musizierte über Jahre in den Straßen und U-Bahnschächten New Yorks, bevor er um 1990 Messias-gleich als große Saxophonstimme Anerkennung fand. Des keinesfalls als “Überlebender” einer vergangen Free Jazz Ära, sondern als Repräsentant einer eigenständigen kompromisslosen Musizierhaltung. Mit Juini Booth komplettert ein Bassist das Trio, der bei allen möglichen Größen der Jazzgeschichte, wie zum Beispiel bei Coleman Hawkins, Albert Ayler, Chuck Mangione, McCoy Tyner, Freddy Hubbard, Sun Ra oder bei Art Blaykey’s Jazz Messengers zusammenarbeitete.
Jazzclub Münster – Eintritt 12,- / 8,- €
Samstag, 6. Februar 2010 um 22:00 Uhr
Geräuschwelten
C-Schulz& F.X.Randomiz: Das Ohr am Gleis
Die Kölner Musikelektroniker C-Schulz und F.X.Randomiz untersuchen die Klangwelt des heutigen Schienenverkehrs. Mit dem Zug fuhren sie vom Eisenbahnknotenpunkt Köln bis ins russische Murmansk. Dabei untersuchten sie die Klangwelt heutigen Schienenverkehrs, denn das Mikrofon reiste mit und fing Klänge und Geräusche auf, die im weiten Umfeld des Eisenbahnbetriebs entstehen. Ein Projekt, das Unterwegssein, Räumlichkeit, Rast- und Heimatlosigkeit hörbar macht und das nebenbei beweist, wie historisch und emotional befrachtet Umweltgeräusche sein können.
Keiji Haino –Gitarre, Gesang
Ilpo Vaisanen & Mika Vainio – Elektronik
eine harschen, teils ohrenbetäubenden und als japanese noise bezeichneten Sounds schlagen wie Blitze in das Trommelfell des Zuhörers. Mehr aber ist es die Eigenwilligkeit der Klänge, die Keji Haino seiner Stimme und der E-Gitarre entlockt. In langen Improvisationen öffnet er deren reichhaltiges Innenleben. und entfaltet die Komplexität der geräuschigen Sounds, ihre vielfältigen prismatischen Anmutungen. 1952 geboren, hat er mit Musikern wie Peter Brötzmann, John Zorn oder Tore Takemitsu zusammengearbeitet, war zunächst vom Free Jazz beeinflusst und später von psychedelischer Rockmusik. Doch ging es ihm immer darum, die Grenzen solcher Genres zu überschreiten - genau wie Ilpo Väisänen und Mika Vainio, die sich in den neunziger Jahren als Duo Pan Sonic formierten, allerdings nicht wie Keji Haino mit Übersteigerungen, sondern – aus der Technoszene kommend –mit starken Reduzierungen arbeiten.
Gesprächsrunde mit unter anderem W.M Pühringer und Eckhard Horstmeier u. A. über die Möglichkeiten der Kunst in Politik und Gesellschaft und ihre Grenzen. www.myspace.com/lokalrunde
Sonntag, 24. Januar 2010 um 15:00 Uhr
Aussttellungseröffung
PEACE CONNECTION MOSTAR 3000 – Der Weg vom Kunstwerk zum Netzwerk
Ein Kunst und Friedensprojekt als Signal für die Zukunft in Bosnien-Herzegowina von W.M. Pühringer
Am Beginn stand die Idee einer Skulptur um das Interesse der Öffentlichkeit zu wecken: eine tempräre Überbauung der wiederhergestellten Brücke von Mostar. Nach zehn Jahren hartnäckiger Arbeit hat die Idee einer Skulptur weitreichende Dimensionen erlangt.
Die Ausstellung gibt einen Überblick über das Extremprojekt von W.M. Pühringer und Eckard Horstmeier.
Freitag, 22. Januar 2010 um 20:00 Uhr
STAGE off LIMITS
„vs“
Neue Destillationsverfahren zur Gewinnung von Musik unter zur Hilfename von Bild und Tonmaschinen aus 3 Jahrhunderten.
mit Jens Brand, hans w. koch und Simon Nabatov
Stücke für: Konzertflügel, Disc-Klavier, MIDI-Keyboard, Staubsauger & Video-Beamer
Winter 2010: Die Politiker Europas haben sich entschieden das Klavier zu erschiessen. Doch das Ungeheuer mit den ca. 88 Zähnen schiesst zurrück. In Rahmen einer international angelegten Rettungsaktion der zeitgenössischen Musik rufen die PräsidentInnen der Nationen das Super-Trio "Vs" auf den Plan. Der show-down ist unausweichlich: Drei Komponisten die unterschiedlicher sein könnten treten, an um den hassgeliebeten schwarzweissen Horror des untergehneden Abendlandes zu zeigen wo der Hammer hängt. Jedoch: das oft fälschlicherweise mit Brotschneidemachienen verwechselte Musikmöbel weiss sich zu wehren: Es verdoppelt sich und seine Anstrengungen und ruft das unschlagbare mechanische Klavier an seine Seite.
Doch das Trio weiss sich zu wehren - Entgegen den Gesetzten von Schwerkraft und gutem Geschmack greifen sie zur letzten Hoffnung der Menschheit: Der Videokanone!
Werden El Nabatov, der kleingeschriebene koch und VJ-JB siegreich aus dem Kampf hervorgehen? Wird es diesmal anders klingen als sonst? Was ist ein Disklavier? Das sind einige der Fragen die der Abend endgültig beantworten wird.
Konzert des Deutschen Musikrats
Sonntag, 10. Januar 2010 um 20:00 Uhr
StAGE off LIMITS
Ensemble 2013
Joachim Zoepf – Sopransaxofon, Bassklarinette
Ulrich Phillipp – Kontrabass
Wolfgang Schliemann – Schlagwerk
Das Ensemble 2013 wurde im Jahre 2006 von Joachim Zoepf gegründet. Stilistisch bewegt es sich in der Neuen Improvisierten Musik und verbindet die expressive Energie des Free Jazz mit dem Klangreichtum der Neuen komponierten Musik.
Dem Ensemble 2013 gelingt die Gratwanderung zwischen diesen Polen immer wieder aufs Neue. Dieses Trio sucht die Herausforderung, auch in interdisziplinären Projekten, vor allem mit Tanz und Performance. Sympathisch dabei ist die Transparenz und Offenheit der Kommunikation untereinander und mit der immer neuen Konzertsituation. Euphorie, kindliche Spielfreude, Lust am Experiment auf der Basis langjähriger Vertrautheit und handwerklicher Meisterschaft vermittelt sich ungefiltert und spontan. Eintritt 8,- / 5,- €
Dezember 09
Sonntag, 20. Dezember 2009 um 18:00 Uhr
Tatort präsentiert
Finn – Ole Heinrich
Lesung und Kurzfilme
Die ersten beiden Bücher von Autor und Filmemacher Finn – Ole Heinrich wurden von der Presse gefeiert. Mit Gestern war auch schon ein Tag erreicht sein Schreiben eine neue Stufe. Die Texte hinterlassen in ihrer Ehrlichkeit, und sprachlichen Klarheit eine Faszination, die lange trägt. Die Form der Erzählung von ihrer besten Seite.
"Finn-Ole Heinrich wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und als Lese-Entertainer ist er ebenfalls ein gefeierter Held. Nicht verpassen! Dieser Mann ist ein wahrer Live-Tipp.“ (WDR, 1Live, Dezember 07)
Sonntag, 20. Dezember 2009 um 16:00 Uhr
LokalRUNDE im CUBA NOVA
Literatur Jetzt!
Vom Lyrikertreffen zum Poetry-Slam oder wie viel Pop braucht die Literatur?
mit Herrman Wallmann (Literaturverein Münster) , Karsten Strack (Verleger), Finn-Ole Heinrich (Autor), Andreas Weber (Tatwort)
Moderation: Oliver Steinhoff
anschließend: 18 Uhr Lesung und Kurzfilme in der BLACK BOX mit Finn-Ole Heinric
The beat-noir nightmare cult-movie in its original uncensored form, surrounded and attacked by the THEAITETOS-TRIO
Alle Jahre wieder: Das Theaitetos-Trio lädt zu einem Stummfilmabend mit Livemusik in die Black Box des cuba ein. Diesmal steht einer der bizarrsten Trashfilme der 50-er Jahre auf dem Programm, der Stummfilm "Daughter of Horror", Regie: John Parker.
In seiner unnachahmlichen Art um- und überrundet das Theaitetos-Trio mit seinen erprobten musikalischen und szenischen Waffen die filmische Vorlage aus dem Jahre 1955.
Der Film schildert einen Alptraum in Schwarzweiß: Eine Frau verlässt ihr schäbiges Hotelzimmer zu einem Streifzug durch die Dunkelheit, zu einer Reise in den Wahnsinn. Sie begleitet einen fetten, unersättlichen Mann nach Hause. Als er zudringlich wird, dolcht sie ihn nieder und verstümmelt ihn. In einem Jazz-Club holt sie ihr Schicksal ein: eine Kakophonie aus Angst, Verzweiflung, Hass verschlingt sie. Der Alptraum ist zur Wirklichkeit geworden.
Ein wirklicher film maudit, eine wilde kinematographische Improvisation, ein grausig verzerrtes Nocturne. Der Film pendelt zwischen surrealistischen Traumsequenzen, und einem hartem Realismus wie in den Szenen mit all den Hipstern und Beatniks in der Keller-Jazzkneipe, tief in den Schluchten der nächtlichen Großstadt.
Unbedingt sehens- und hörenswert! Nicht verpassen!
Eintritt 10,- / 7,- €
Sonntag, 6. Dezember 2009 um 20:00 Uhr
STAGE off LIMITS
ASK
Andres Noormets - Gesang & Text
Mart Soo - Gitarre
Taavi Kerikmäe - Keyboards. Theremin & Live-Elektronik
Improvisierte Musik ist ein wesentlicher Baustein der Konzertreihe STAGE off LIMITS. Das Trio aus Tallinn geht einen Schritt weiter: Nicht nur die Musik entsteht spontan, sondern auch der Text wird aus dem Stegreif entwickelt und in den interpretierenden Zusammenhang der Musik gestellt. Themenvorschläge in Englisch erwünscht. Eintritt 8,- / 5,- €
Nach der Direkt-Vermarktung ab Hof gibt es jetzt die Direkt-Vertonung ab Podium: der Konsument – in diesem Fall der Zuhörer– geht direkt zum Erzeuger – in diesem Fall der Musiker – und erwirbt dort gegen Vorlage einer Vorlage ein unwiederbringliches, ganz und gar individuell erstelltes Hörerlebnis nach Maßgabe eines mitgebrachten Textes.
Bitte alle möglichen und unmöglichen Texte mitbringen!
Asmus Tietchens wurde am 18.10.2003 mit dem Karl-Sczuka-Preis für "Hörspiel als Radiokunst" des SWR ausgezeichnet. Der Preis ist mit 12.500 Euro dotiert und wurde im Rahmen der Donaueschinger Musiktage feierlich überreicht. Asmus Tietchens ist der erste Komponist der nicht-akademischen, freien Geräuschmusik, der diese Auszeichnung erhält. Tietchens wurde prämiert für seine Komposition "Sechs Heidelberger Studien" in der er ausschließlich mit den Klängen einer Heidelberger Druckmaschine gearbeitet hat.
Er beschäftigt sich mit konkreten Geräuschen seit 1965. Sich selbst sieht er gern als Sound-Ingenieur mit Hang zum Eskapismus. Nebenbei ist Asmus Tietchens Dozent für Klanginstallationen und Klangstrukturen an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg und erstellte mit seinen Studenten komplette Sounsdspektren u.a. vom Elbtunnel und von Maschinenräumen.
Jean Michel ist als DJ, Produzent und Bandleader im Bereich Electronikca aktiv.
Er hat mehrere Alben veröffentlicht und kann einen Remix für Björk vorzuweisen.
VORSICHT STARKSTROM! Gesprächsrunde zu aktuellen Positionen der Elektronischen Musik
mit Asmus Tietchens, Gordon Kampe,Peter Behrendsen und Jean Michel
Moderation: Till Kniola
Seit Jahren ein fester Bestandteil des cuba - Programms, sind die Konzerte der Geräuschwelten - Reihe mit elektronischer Musik. Gelegenheit, einmal mit interssanten Gästen der Musikszene einen Blick, auf die Ideen zu werfen, die dahinter stehen und die Einflüsse aus denen sich Elektronische Musik – angefangen von Karllheinz Stockhausen bis hin zu zeitgenössischer Pop - Kultur, speist. Moderiert vom Kurator der Reihe, Till Kniola., mit anschliessendem Konzert in der BLACK BOX. Eintritt frei
im Projekt Zukunftsmusik, gefördert vom Ministerpräsident des Landes NRW
Mit der 52. Ausgabe der Geräuschwelten kehrt ein Projekt aus den 1980er Jahren erstmals nach Deutschland zurück: Pacific 231. Pierre Jolivet benannte sein Projekt zwar nach Arthur Honeggers Komposition, produzierte aber vor allem harschen Industrial Noise an der Grenze zum Schmerz. Diese subkultrellen Lehrjahre brachten Jolivet zum Interesse an der Beschaffenheit von Klang an sich; Pacific 231 spielen moderne elektronische Musik. Joke Lanz und sein Projekt Sudden Infant gehört zur Schweizer Schimpfluch Gruppe, die in Fortführung des legendären Cabaret Voltaire in Zürich, Performance Kunst, Dada-Noise und Provokation kombinierten. Lanz ist heute ein Wanderer zwischen den Welten, der sich von der E-Musik bis zur Gothic Fraktion in vielen Szenen bewegt. Esther Venrooy schafft konzentrierte akustische Landschaften mit ihren am Laptop erzeugten Sounds. Es wird ein spannungsreicher Abend.
Das Konzert wird gefördert durch das Kulturamt Münster und pro helvetia.
„Wahre Klangwunder vollbringt Gudula Rosa auf ihren Blockflöten...“.
Die Münsteraner Virituosin verfügt über Konzerterfahrung in Japan, China, Malaysia, Ecuador, Brasilien, Kongo und vielen Länder Europas. Ihr Soloprogramm unter dem Titel Passepartout (frz. passer „hindurchgehen“ und partout „überall“) bringt u. a. Werke von John Cage, Giorgio Tedde, Emanuele Casale, Georg Nussbaumer auf die Bühne.
Eintritt 8,- / 5,- €
Donnerstag, 19. November 2009 um 20:00 Uhr
Jazz Today
Deep Schrott
Andreas Kaling – Bass-Saxophon
Wollie Kaiser – Bass-Saxophon
Jan Klare – Bass-Saxophon
Dirk Raulf – Bass-Saxophon
Das 2008 von Dirk Raulf ins Leben gerufene Ensemble DEEP SCHROTT darf für sich ein - wie es in Wirtschaft oder Tourismus heißt - Alleinstellungsmerkmal beanspruchen: DEEP SCHROTT ist das erste und einzige Bass-Saxophon-Quartett der Welt, der Geschichte, nein: DES UNIVERSUMS.
"Vier deutsche Musiker, die sich national wie international einen Namen als Instrumentalisten und Komponisten gemacht haben, widmen sich hier ausschließlich den klanglichen Möglichkeiten dieses „wahren Behemots von Saxofon“ (Eugen Egner).
DEEP SCHROTT ist einerseits buchstäblich Heavy Metal, eine klingende „Raffinerie“ (Frank Köllges), ein futuristisch anmutender, ächzender, schnaubender, schnarchender, knarzender Doo-Wop-Blechhaufen, der einem Überseehafen Konkurrenz machen kann.
Andererseits ein technisch virtuoses, subtiles, hochsensibles, am Rand der Stille operierendes Ensemble, das vom Luft- und Klappengeräusch bis zu extremen Obertönen alle Möglichkeiten des scheinbar so limitierten Instrumentes ausschöpft.
Neben zahlreichen eigenen, für diesen Klangkörper entstandenen Kompositionen bearbeiten DEEP SCHROTT regelmäßig Songs aus Rock und Pop, u. a. von Led Zeppelin und den Rolling Stones.
Als Inspirationsquelle und Assoziationspunkt des musikalischen Materials von DEEP SCHROTT dient denn auch - neben Strukturen und Parametern aus Jazz, Improvisierter Musik oder Neuer Kammermusik - immer wieder das Rockgenre. Mit Vorliebe lässt man sich von härteren Spielarten zwischen Grunge, Heavy Metal, Thrash Metal oder Punk inspirieren. Brachiale Riffs, tonnenschwere Grooves, aggressive Improvisationen - und daneben leichtfüßige Melodien, feinsinnig gewebte Klangspektren und humorvolle Zitate: Dies alles ist neu, überraschend, einzigartig, skurril und überwältigend. Jazzclubkonzert
ein Abend mit zwei Solisten der Improvisierten Musik
Andreas Willers gilt als Ausnahmegitarrist mit einem enormen stilistischen Background und weiten technischen und klanglichen Möglichkeiten, die von sicherem Formgefühl und emotionaler Kraft getragen sind. Bei seiner Solo Performance im Rahmen des Guitar Festival Münster bezieht sich der Berliner auf das Material seiner aktuellen auf dem englischen Avantgarde Label Leo Records erschienenen CD Drowning Migrant: „A breakthrough!“ nennt das britische WIRE Magazine das Album. „Es klingt für mich, als sei Mr. Willers ein Meister der Manipulation, wenn er die Sounds und Strukturen wählt, die durchweg Bilder heraufbeschwören und Ideen hervorrufen. ‚Drowning Migrant’ ist die gelungenste Darbietung von experimentellem Solo-Gitarrenspiel, die ich in jüngster Zeit gehört habe“, schwärmt Bruce Lee Gallanter von der Downtown Music Gallery in New York.
Der 1971 in Krakau geborene Bassgitarrist Rafal Mazur hat einen ganz eigenen, modernen Zugang zu seinem Instrument gefunden. Außergewöhnliche Techniken, Wohlklang und gestenreiche Darbietungen vereinen sich bei dem Polen mühelos in einer nicht alltäglichen Performance. Dabei vereinen sich in seinen Improvisationen Esprit, Witz und Raffinesse mit kompromisslosem Musikverständnis zu einem bunten Potpourri klanglicher Leidenschaft. Die zeigt sich auch bei der Förderung junger Improvisationskünstler aus Krakau. Seine Auftritte haben ihn bereits durch ganz Polen und große Teile Europas geführt sowie jüngst nach China. Zurzeit konzentriert sich der Bassist auf die Arbeit mit dem Ensemble 56.
Das Konzert widmet sich Neuer Musik für E-Gitarre und bringt mit Josels Rekonstruktion von Morton Feldmans "The possibility of a new work for electric guitar" eine deutsche Erstaufführung.
Seth Josel wurde 1961 in New York geboren. Er erhielt seine musikalische Ausbildung an der Manhattan School of Music in New York und der Yale University. Zu seinen Lehrern zählten Manuel Barrueco und Eliot Fisk. 1988 Fulbright-Hays Stipendium der amerikanischen Regierung.
1992/93 erhielt er ein Stipendium der Akademie Schloß Solitude, Stuttgart. Solokonzerttätigkeit seit 1986 in zahlreichen Ländern West- und Osteuropas sowie in Israel, Japan, Kanada und in den USA.
Seth Josel interessierte sich früh für die zeitgenössische Musik; ihm wurden zahlreiche Stücke zur Ur- oder Erstaufführung anvertraut.
1991-2000 war er festes Mitglied des Ensembles musikFabrik NRW. Als Gast ist er bei vielen europäischen Orchestern und Ensembles aufgetreten, u.a. beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, DSO Berlin, beim Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, dem Chor des Süddeutschen Rundfunks und beim BBC Symphony Orchester London.
CD-Einspielungen mit dem Ensemble musikFabrik NRW, dem DSO Berlin, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Schönberg Ensemble Amsterdam und dem Champ d’Action Antwerpen. Im Herbst 1995 erschien eine Solo-CD mit zeitgenössischen Werken US-amerikanischer Komponisten bei CRI (New York);auch für Mode in Zusammenarbeit mit Ulrich Krieger wurde 2007 eine Portrait-CD von Gavin Bryars veröffentlicht und Peter Ablingers „33-127“ erscheint bei Mode Anfang März 2009.
Neben seinen Konzert- und Produktionsaktivitäten trägt Seth Josel zu weiteren Bereichen der neuen Kunstmusik bei. Er hat mehrere Artikel für die US-Zeitschrift „Soundboard“ verfasst, die sich mit Themen der Avantgarde Gitarrenliteratur befassen. Er ist Co-Autor der Internet Website „Sheerpluck.de“ – einer Datenbank für neue Gitarren-Musik.
Eintritt 12,- / 6,- €
In der Musikhochschule Münster wird er am 10. und 11. November einen Workshop über 50 Jahre E-Gitarre in der Kunstmusik geben.
Team Up
Chris Heenan – Kontrabassklarinette, Altsaxophon
Jeremy Drake – Gitarre
Carl Ludwig Hübsch – Tuba
Steve Dalachinsky, lebt in New York und gehört dort zu den wichtigsten Persönlichkeiten der „post-beat - jazz & poetry scene“.
Seine 1999 bei Knitting Factory Redords erschienene CD „Incomplete Directions“ versammelt maßgebliche Musiker der New Yorker Downtown Scene. So sind neben Thurston Moore (Sonic Youth) oder Vernon Reid (Living Colour) auch führende Avantgarde-Jazzer wie William Parker, Daniel Carter, Assif Tsahar, Matthew Shipp oder Susie Ibarra vertreten.
Musik und Literatur gehören für ihn untrennbar zusammen. Gelesen hat er in fast allen wichtigen Clubs wie Knitting Factory, St. Marks Church, ABC No Rio, Nuyorican´s Poets Cafe oder CBGB, auch Festivals wie Beat Generation Conference, Jump Art Festival oder der große „Tribute to Allen Ginsberg“ im Central Park gehören zur langen Liste seiner Auftritte.
Dazu organisiert Steve Lesungen oder Konzerte, schreibt Kritiken und Linernotes, u.a. für Anthony Braxton, Charles Gayle, James „Blood“ Ulmer oder Rashied Ali.
Braam - De Joode -Vatcher
Michiel Braam – Piano
Wilbert de Joode – Bass
Michael Vatcher – Schlagzeug
1000
Jan Klare – Saxophon
Bart Maris – Trompete
Wilbert de Joode – Bass
Michael Vatcher – Schlagzeug
Quintett
Jan Klare – Saxophon
Bart Maris – Trompete
Michiel Braam – Piano
Wilbert de Joode – Bass
Michael Vatcher – Schlagzeug
JazzToday & aboriginal club
Das Michael Braam Trio ist besetzt als klassisches Klaviertrio. Seine Musik ist ein genialer Brückenschlag zwischen Improvisierter Musik und komponierter Avantgarde mit drei der individuellsten holländischen Jazzmusiker, für die Improvisation und
Spannung ebenso lebensnotwendig sind wie Humor und Spielwitz.
Mit dem Team Wilbert de Joode und Michael Vatcher steht den ganzen Abend eine der interessantesten Rythmusgruppen weit und breit auf der Bühne . Beide sind Meister ihres Fachs - eigensinnig, höchst flexibel und international erfahren, haben die beiden Solisten wie Ken Vandermark, John Zorn, Fred Frith oder Evan Parker begleitet. an diesem abend zeigen sie sich zum einen als "backbone" des Michiel Braam Trios, mit dem sie in In- und Ausland von Festival zu Festival weitergereicht werden, zum anderen bilden sie mit bart maris (trompete) und Jan Klare (Saxofon) das quartett "1000", das an diesem Abend seine neue CD "played" präsentieren wird.
Aufregend und unkonventionell ist das Ensembles »1000«, das europaweit Ruhm geniesst. »Unplayable« beschreibt den hohen Anspruch von Altsaxofonist Jan Klare, Trompeter Bart Maris, Kontrabassist Wilbert de Joode und Drummer Michael Vatcher. Jan Klare hat nicht nur selbst komponiert, sondern auch klassische Werke für die Besetzung von »1000« arrangiert. Kaum zu glauben, dass Richard Wagners »Tristan« auf seinen sinfonischen Klang verzichten kann und auch in der Improvisation seine romantische Mystik nicht ganz verliert. Noch eigenwilliger ist der Bezug zu J. S. Bach. Doch auch hier, in einer seiner »Two Part Inventions«, wird nicht auf charakteristische Stilmerkmale verzichtet. Affektgeladene Läufe auf der Trompete und dem Saxofon, bei denen die barocken Harmonien durch avantgardistische Klänge ersetzt werden sind ebenso spannend wie Fugen-artige Passagen.
Im dritten Teil des Abends bilden die Musiker ein gemeinsames Quintett.
John Wiese (USA)
Michel Henritzi (F)
Hilter & Oralapostel (D)
Die 51. Ausgabe der Geräuschwelten präsentiert wieder eine große bandbreite zeitgenössischer Experimentalklänge. Der US-Amerikaner John Wiese beehrt Münster zum ersten Mal. Er spielt enorm dynamische, kleinste Noise-Tracks, die mit Kontakt-
mikrofonen an der zurechtgeschnipselten Alltagswelt vorbeizischen. Er hat sowohl mit Wolf Eyes (Sub Pop) als auch mit den Drone Metal Stars Sunn O))) zusammengearbeitet, bzw. im Line Up live agiert – wir sind äußerst gespannt! Der Franzose Michel Henritzi entlockt seiner Slide Gitarre jaulend-wehklagende Akkorde, die zum Ausklang hin höllisch und gemein ausfransen. So hatte sich Neil Young das nicht gedacht. Und schließlich gibt es einen gemeinsamen Auftritt zweier Projekte aus der Region: das Performance Trio Oralapostel setzt gemeinsam mit dem Elektronik-Musiker Hilter eine Raum-Klang-Installations-Performance um. Wer zuhause bleibt ist selber schuld!
Michael Jefry Stevens – Klavier, Komposition
Joe Fonda – Kontrabass, Komposition
Herb Robertson – Trompete
Harvey Sorgen – Schlagzeug
Die New Yorker Band besteht seit mehr als 20 Jahren und hat 10 CDs veröffentlicht.
Ihre instrumentale Virtuosität ist selbstverständliche Voraussetzung für einfallsreiche und spannende Jazzmusik. Was sie vor vielen anderen auszeichnet, sind die Impulsivität und die Begeisterung, die sich schnell aufs Publikum überträgt.
Joe Fonda und seine Freunde leben ihre Musik. Sie leiden mit ihr und haben vor allem aber unbändigen Spaß an ihr. Das Augenzwinkern und das lustvolle Spiel erlauben denen einen Zugang, die sonst mit Jazz eher wenig anfangen können.
mit Dr. Bernd Drücke, Ruppe Koselleck, Thomas Seifert, Richard-Michael Halberstadt
– Moderation: Oliver Steinhoff Eintritt frei
anschließend:
Sonntag, 18. Oktober, 18 Uhr – FILMVORFÜHRUNG in der BLACK BOX
Die nicht vorhersehbare Spätentwicklung des Paul W. von Robert Krieg, Dagmar Wünneberg & Paul Wulf
Samstag, 17. Oktober 2009 um 20:00 Uhr
Gastspiel
Abschießvorstellung
- zum finalen Streit vereint
Der gebrochene Generationenvertrag hat diese Beiden zwar nicht entzweit, doch dennoch werden der bekannte Berliner Autor, Blogger und Top-100-Twitterer Vergraemer und sein pseudo-intellektueller Gegenspieler Houellebeck zu Opfern der allgegenwärtigen Krise: Sie müssen zusammen lesen, für nur 3 Euro in der BlackBox, Münster - der schwarze Schlund wäre der größere Alptraum - gewiss für Beide. Doch es gab auch den Hitler-Stalin-Pakt und obwohl die Geschichte sich nicht wiederholt, reimt sie sich.
Daher darf nebem dem alt-bekannten Standardprogramm aus zottigen Anekdoten des Vogelverscheuers und ekelhaft selbstherrlichen Analysen der münsteraner Kulturgröße, der geneigte Besucher wohl spannungsgeladene Atmosphäre und völlig enthemmende Dialoge zwischen
zwei Kontrahenten erwarten; die zum ersten Mal - Angesicht zu Angesicht - ihren Geist - und Ihren guten Geschmack auf die Probe stellen.
Es gibt außerdem Merchandising Artikel. Mehr Informationen unter:
Pavel Tseliapniou – Flöte
Vanessa Hövelmann–Klarinetten
Jan Termath – Tuba
Deborah Rawlings – Klavier
Gereon Voß – Schlagzeug
&
Bernd Kortenkamp – Gitarre
Stephan Schomaker – Gitarre
Franz Eichberger - Schlagzeug
Seit mehr als drei Jahren gibt es jetzt das ensemble:hörsinn - Zeit auf Tour zu gehen! Bevor das Ensemble sein aktuelles Programm in Berlin, Warschau, Minsk und Grodno präsentiert gibt es ein Heimspiel in Münster.
Mit im Gepäck hat das ensemble:hörsinn Repertoire aus den vergangenen Jahren – Pèter Köszeghy, Peter Gahn, Galina Ustwolskaja – aber auch neue Stücke von Dariusz Przybylski, Bernfried Pröve und Oxana Omeltschuk.
Norbert Stein – Tenorsaxophon
Michael Heupel – Flöten
Matthias Muche – Posaune
Sebastian Gramss – Kontrabass
Christoph Haberer – Schlagzeug
Mit einem außergewöhnlich reichhaltigen Potential an Ausdrucksmöglichkeiten führt NORBERT STEIN seine Ensemblearbeit fort und zeichnet mit den hochkarätig besetzten PATA GENERATORS ein farbenprächtiges Bild der Welt. In der Vielfalt liegt der Reiz der Pata Musik. Sie bekennt sich lustvoll zu ihren Wurzeln in der reichen europäischen Musiktradition und gewinnt ihr überraschende Seiten ab. Sie steckt voller Überraschungen und Wendungen, gibt sich offen für allerlei Einflüsse, reißt die Grenzen zwischen scheinbar widerstrebenden Idiomen ein - und braut daraus, ausgehend von der Basis der Jazzimprovisation, etwas Neues, Erregendes. PATA GENERATORS vereinigen den Farbenreichtum und die Fülle orchestraler Arrangements mit der Dichte und den intimen Expressionen eines Kammerensembles. Bilderreiche Patakompositionen und energievolle Rhythmen eröffnen Räume für ausdrucksstarke Solisten und das Abenteuer Aktuelle Musik.
Ein String Duo der Extraklasse: Mit Goldstein und Phillips stehen an diesem Abend zwei Musiker auf der Bühne, die das Verständnis Improvisierter Musik entscheidend mit geprägt haben.
Der Komponist und Geiger Malcolm Goldstein wirkt seit seinen frühen sechziger Jahren in New York City als Wegbereiter neuer Musik. Er hat sich auch als Theoretiker der Improvisation einen Namen gemacht und mit seinen Konzertauftritten in aller Welt bewiesen, dass sich Theorien mit großem Erfolg umsetzen lassen, wenn sie aus fundierter musikalischer Praxis erwachsen.
Barre Phillips, der große Meister am Kontrabass, ist nicht nur als Performer, sondern ebenso als Komponist – im Bereich Tanz, Theater und Film gefragt. Er hat über 200 Platten aufgenommen, rund 50 sind dabei unter seinem eigenen Namen erschienen.
Sein Soloalbum „Journal Violone" (Opus One, 1968) ist überhaupt die erste Einspielung mit Kontrabass-Improvisationen. In den 70er Jahren bildete er zusammen mit John Surman und Stu Martin die legendäre Gruppe „The Trio“, die durch beeindruckende Festivalauftritte und mit wegweisenden Studioeinspielungen viele junge Musiker beeinflussen sollte.
Unter seinen unzähligen musikalischen Partnern finden sich Archie Shepp, Lee Konitz, Chick Corea, George Russel, Ralph Towner, Charlie Mariano, Anthony Braxton, Evan Parker, Michel Portal, Cecil Taylor, Ornette Coleman, Paul Bley, Jimmy Guiffre, Albert Mangelsdorf, Pierre Favre, Leonhard Bernstein, Terje Rypdal, Benny Golson, Barry Guy u.v.a.m.
Catalina Vicens – Organetto
David Kuckhermann – Perkussion
Von sehr unterschiedlichen musikalischen Hintergründen kommend, finden Per Far Lieto Berührungspunkte im mittelalterlichen Repertoire Italiens und Frankreichs. Das Organetto, heute ein sehr selten gespieltes Instrument, trifft Perkussionsinstrumente aus der Persischen, Nordafrikanischen, Südamerikanischen und Türkischen Kultur. Das Ergebnis ist eine unkonventionelle, aber dennoch respektvolle Interpretation einer Musik, die Bilder aus einer anderen Zeit erahnen lässt, die von komplett anderen Normen, Bräuchen und Ideen geprägt wurde.
Ralf Schreiber, Tina Tonagel und Christian Faubel: Konzerte mit solar betriebenen Klangmodulen
Erwin Stache: Musik-Aktionen mit Sensoren, Soundmodulen, Alltagsgegenständen - Telefonwahlscheiben, Hebelwerk, Saitenkästen, Alarmgebern u.a.
Bild und Klang bilden in Ralf Schreibers Overheadkonzert eine Einheit. Unterstützt von Tina Tonagel und Christian Faubel schafft er Strukturen und Prozesse jenseits der Definitionen von Musik oder Bildender Kunst.
Alles klingt, Geräte werden abgehorcht. Erwin Stache entdeckt Klänge und Geräusche, die weder die Geräte selbst noch gar ihre Konstrukteure kannten: Der verdrängte Klang? Der nebensächliche Klang? Der überflüssige Klang?? Alles wird zum Instrument im Stach‘schen Orchester. Ist er Klangsurrealist? Oder eher ein Klangrealist?
Ralf Schreiber und Erwin Stache präsentiere innerhalb der Ausstelung SOUNDSEEING! weitere Klangkunstarbeiten im cuba-Foyer.
Gesprächsrunde zur Klangkunst mit Kai Niggemann, Dr. Uwe Rüth, Ralf Schreiber und Erwin Stache, Moderation: Stephan Froleyks
(Eintritt frei)
im Projekt Zukunftsmusik, gefördert vom Ministerpräsident des Landes NRW
Die Klangkunst (engl. Sound Art) ist (laut Wikipedia) "eine Form der Installationskunst, bei der - im Zusammenspiel mit visuellen und räumlichen Aspekten - die klanglichen Aspekte im Zentrum stehen. Das Spektrum reicht von akustischen und elektronischen Apparaturen bis hin zu einfachen Alltagsgeräuschen und die Stille an und für sich.
Sie wurde in den 1960/70er-Jahren von Vertretern der Installationskunst entwickelt, die sich von den neuesten Entwicklungen der zeitgenössischen Musik beeinflussen ließen."
Ein weiterer Einfluss kommt aus der Entwicklung des traditionellen Hörspiels zur Radiokunst.
Am Gespräch beteiligt sind, neben den drei Sound-Art-Künstlern deren Arbeiten im cuba zu sehen sind:
Stephan Froleyks der Kurator des Klankunstrojekts SOUNDSEEING (einer Kooperation mit dem DA-Kunsthaus Kloster Gravenhorst und der Musikhochschule Münster) und Dr. Uwe Rüth, der als ehemaliger Leiter des Skulpturenmuseums Glaskasten in Marl zu den wichtigsten Promotoren der Klangkunst in Deutschland gehört.
Samstag, 5. September 2009 um 16:00 Uhr
Nacht der Museen und Galerien
MEANING IN NOISE
Interaktive Audioinstallation von Kai Niggemann
Aus acht Lautsprechern, jeweils paarig an einer Wand angebracht, erklingen Silben einer Sprache, die man nach kurzer Zeit als Deutsch identifiziert. Acht sich rasant überlagernde Stimmen produzieren Accidentals, Lautkombinationen die man als Deutsch erkennt, die jedoch in dieser Form keine Bedeutung ergeben und die Sinne überfluten.
Zunächst erscheinen die Silben unverständlich, doch schon nach wenigen Momenten beginnt das Gehirn des Zuhörers die Leerstellen zu füllen, die Accidentals zu kombinieren, die Reizüberflutung zu kanalisieren und so einen Kommunikationsversuch anzunehmen um vermeintliche Worte zu verstehen.
Bewegt sich der Zuhörer nun auf einen der acht Lautsprecher zu, um die Stimmen besser zu verstehen, bewegt sich der Klang von ihm weg: der Lautsprecher wird leiser und verstummen schließlich ganz.
mit XXcrew, Büro für Kunstvermittlung; DJ At (Trust in Wax), Sebastian Walther, Ruppe Koselleck, Tobias Kunze, Quentin Tarantino, Steve McQueen
Wer kennt die längste Verfolgungsjagd der Filmgeschichte nicht? Natürlich sprechen wir über Bullit mit Steve MacQueen. In einer fünftätigen Ausstellung haben sich verschiedene Künstler dem Thema Verfolgungsjagd angenommen. An diesen Tagen heißt es: carrera-Bahn fahren, Testdrive (c64) spielen oder Verfolgungsjagd Comics lesen. Street Art Künstler, Musiker und Autoren haben das Kulturzentrum "gepimpt".
Talkrunde zu Streetart zwischen Kunst und Illegalität im CUBA NOVA
mit xxCrew, Andre Stücher, Oliver Breitenstein
Moderation: Oliver Steinhoff
(Eintritt frei)
im Projekt Zukunftsmusik, gefördert vom Ministerpräsident des Landes NRW
Street Art entsteht nicht zufällig im öffentlichen Raum. Als ungefragte Handlungsweise überschreitet sie Grenzen des festgelegten Verhaltenskodex und thematisiert ihn so immer auch. Und damit ist sie zumindest als Tat politisch. Zum anderen geschieht die Street Art häufig als bewusste Reaktion auf das Aussehen des öffentlichen Raums und seine Veränderungen…(Johannes Stahl: STREET ART, aus dem Kapitel „Die Politik der Street Art“).
Große Street Art Ausstellungen in Berlin und Paris zeigen die Schwierigkeit dieser nicht zu fassenden Richtung der Kunst? Ist die Street Art noch das, was sie vorgibt, wenn sie die heligen Hallen des White Cube betritt? Was fällt überhaupt alles unter dem Begriff Street Art? Ist nicht insgesamt die Kunst im Öffentlichen Raum Street Art? Oder gehört zu ihr der Schritt des "Illegalen"?
im Anschluß: Verfolgungsjagd 2.0 - carrera action, street art happing, testdrive, soundinstallation.
Sulaiman Masomi hat bei Poerty Slams so aufsehen erregt, dass ihn das Goethe-Institut auf Lesereise u. A. nach Ägypten und in die USA schickte.
Torsten Sträter, der Mann aus dem Pott ist die Neuentdeckung der Lesebühnen. Dabei schreibt er schon seit Jahrzehnten - z.B. für das Szenemagazin Pardon.
Talkrunde bei Kaffee und Kuchen mit Steffi Stephan, Ivo Schweikhart, Roger Trash u.a. im CUBA NOVA Moderation: Oliver Steinhoff
(Eintritt frei)
In der zweiten Lokalrunde werden vier Talkgäste am Sonntagnachmittag im Cuba Nova über ihren Weg zur Kunst und Musik reden. Die Musiker Roger Trash und Steffi Stephan, der Performance Künstler Stephan US und der DJ und Konzertveranstalter Ivo Schweikhard sind alle nicht den klassischen Weg über die Akademien gegangen. Neben ihrem Beruf als Künstler ziehen sich durch das Leben der lokalen Kulturgrößen immer wieder Tätigkeiten, die fern von der Kunst sind. So arbeitete der eine im Sex Shop, der andere auf dem Bau. Ihr Wissen und Können haben sie sich zum großen Teil autodidaktisch erworben.
Oliver Steinhoff, der Moderator der Lokalrunde, wird mit den Gästen und Zuschauern über den „glücklichen“ Künstler reden und über die Schwierigkeiten in dem Kulturgeschäft durchzuhalten. Immer wieder wird der Blick auch auf Münsters Kulturszene ruhen, denn hier liegt der Reiz der Lokalrunde: Kulturschaffende zusammenzuführen und Grenzen zwischen den Genres zu sprengen.
im Projekt Zukunftsmusik, gefördert vom Ministerpräsident des Landes NRW
Von Anfang an ging es bei der Arbeitsweise des Quartetts um die Auseinandersetzung mit offenen Notationsformen und verschiedenen, strukturierten Improvisationsansätzen, darum, ein gemeinsames und differenziertes Vokabular zu entwickeln, und Improvisation mit Wiederholbarkeit und Zitierfähigkeit zu verbinden. Eine Sprache und Absprache zu schaffen, in der eine Geste für alle erkennbar eine ganz bestimmmte Reaktion hervorruften kann, aber nicht muss. Möglichkeiten festzulegen, um dann nicht auf sie einzugehen, bestimmete musikalische Momente zu kreiren, zu forcieren, um sie dann aufzubrechen.
Das Quartett ist ausserdem Teil des internationalen Künstler Netzwerks N, welches vor 6 Jahren in Amsterdam gegründet wurde. N umfasst Ensembles und Gruppen aus Musikern, Komponisten und visuellen Künstlern aus den Niederlanden, Norwegen, Deutschland, der Türkei, den USA und der Schweiz. Die einzelnen Ensembles des N-collectives treten auf Festivals auf, veranstalten weltweit „N events“ und haben zahlreiche Cds im Bereich der Improvisation, elektronischer und akustischer Musik, Noise, Neuer Musik und Jazz veröffentlicht.
Column One Kraken Colin Potter Bohrmaschine Privat
Die 50. Ausgabe der Geräuschwelten präsentiert wieder eine große bandbreite zeitgenössischer Experimentalklänge. Besonders gespannt sein darf man auf den Auftritt von Colin Potter, der erstmals solo in Deutschland live zu sehen ist. Potter ist seit den 1980er Jahren eine zentrale Figur des britischen Undergrounds und hat in seinem Studio zahlreiche Alben von so Größen wie Current 93, Nurse With Wound oder Organum produziert. Column One, das Dada-Kollektiv aus Berlin, wird eine Multimedia-Performance präsentieren, welche das Publikum überraschen wird. Das junge Hamburger Projekt Bohrmaschine Privat bitte 16 elektrische Bohrmaschinen per Midisteuerung zum Tanz in guter alter Neubauten-Tradition. Und das belgische Duo Kraken eine Ambient-Show mit Unterwasserszenarien präsentieren.
Geräuschwelten wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Münster.
COLIN POTTER
Colin Potter has been involved within the world of underground music since the late 1970s. He founded one of the earliest cassette labels in the UK (ICR), releasing work by artists such as himself, David Jackman, Andrew Chalk and others. He has been a quiet key figure in the production of work by several artists such as Nurse With Wound, Current 93 and Organum. Colin Potter
Column One
- gegründet 1992 von Robert Schalinski, Rene Lamp & Eike Bölling in Berlin als ideologische Basis der Auseinandersetzung mit Strukturen, Philosophien & Medien
- Rene Lamp & Robert Schalinski arbeiteten bereits in den vorangegangenen Jahren an Kurzfilmen in Potsdam
- Einfluss auf die Gründung & Arbeit: Jugendlicher Leichtsinn, Radikaler Konstruktivismus, div. Cut-Up Methoden, DADA etc..
- Mittel: Verwerten, Zerschneiden & Entschlüsseln von dem, was wir uns als REALITÄT (tagtäglich) vorsetzen.
- Column One operates as collective. Besides the founding members a changing amount of various members circulates from project to project: Jerôme Soudan (Mimetic), Wojcek Czern (Zia Siodma Gora), Leo Solter (Kein Zweiter, Tornow), Hermann Bohlen, Peter Hollinger, R.U.Brain-Bridge...
- Column One is part of Methods To Survive Net.
- Collaborations with: Artefakt Mag., Jürgen Ploog, Genesis P-Orridge (Psychic TV, Throbbing Gristle), Tochnit Aleph (No is E etc.), Never Mind The World, Rex Joswig (H.I.P.), Quasister(PL), Pawel Koslowski (Miasto Nie Spalo), Marc Weiser (Rechenzentrum), Silksaw etc. www.column-one.de
BOHRMASCHINE PRIVAT
Der Hamburger Wolfram Meier bitte 16 elektrische Bohrmaschinen zum Tanz. In einer konzertanten Installation werden die Geräte per Midicontroller live angesteuert und ihre Bohrgeräusche in einer Surround-Komposition eingesetzt. Bohrmaschine Privat ist Industriedesign wie es sein sollte; fetige industrielle Geräuschattacken und eine Optik nah am Spektakel. Bohrmaschine Privat
KRAKEN
Kraken is groping around from the discomforting depths of nautilus again with another voyage through the haunted abyss. The belgian masters of nautical ambient, the duo Ricardo Gomez and Joris Vermost, present their new piece. Not on heavy blue vinyl this time, the journey takes longer now, it comes on an eight track cd in an A5 cardboard folder.
On a shipwrecked ship, haunted by the ghosts of the drowned, calls from the isolation of the neptunal underworld. A little girl among the lost... a tragedy has taken place and this reminds us. Then, a voice mail message from one of the victims of the massacre in Blankenberge interacts with the signals on your radio and the receiver becomes a medium. Do you hear the deceased reaching out to you, asking for your attention ? Disconcerting in their dismay they are backed by seductive, subtle solemn ringings and sweeps. And far from everyday reality, in the black cabin, the sound of gulls clatters buried in an ominous drone as we get carried away on a dreamscape. The bell tolls. The cabin as a coffin.
The sound swirls through the windings of a whelk. It whisles and shivers, yet the sea nymph can't find the shell she lost. It's swept away by the waves that introduce us to the next story. A girl wants to tell us something, yet her voice is so muffled underneath the other sonorities, we cannot understand her. So we join the seamen's club for another sinister tale, this time told by the rumbling sea. It sounds harsh now, in this club of ghosts, ruled by secrets. Cries, a talking voice in the distance, the secrets are kept on dense and intense ride through dismal spheres. The truth is hidden, but we are certain now : it is disconcerting. So sing to chase the demons. An exotic, strange chant, and we're swept away by the waves, eventually to wake up one thousand miles under the sea, where all is quiet. This work is a cinematic travel through unworldly, enchanting atmospheres, grabs you tighter in its tentacles with every listen. The chant of the Kraken - hypnotizing you. Kraken
Angelika Niescier – Saxophon
Florian Weber – Klavier
Sebastian Räther – Kontrabass
Christoph Hillmann – Schlagzeug
& Tham Safia - Oud
„Eine der aufregendsten Stimmen im deutschen Jazz“ (so Arte Kultur) ist eine Saxofonistin. Die polnisch-deutsche Ausnahme-Musikerin Angelika Niescier gehört zu jenen außergewöhnlichen Frauen, die seit einiger Zeit der europäischen Jazzszene neue Konturen geben. Sie ist nicht nur eine zielstrebige Jazzkünstlerin mit unbändiger Energie, reichhaltiger Tonpalette und virtuoser Technik, sondern komponiert auch für Theater, Ballett und Sinfonieorchester, widmete sich Jazzprojekten für Kinder und gastierte u.a mit ihrem Quartett in vielen Ländern Europas, Zentral- und Ostasiens. Angelika hat zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen erhalten, darunter Nordrhein-Westfalens „Preis für junge Künstler“ (2003), und war 2008 der allererste „Improviser in Residence“ im Zusammenhang mit dem Moers Festival, dem international hochanerkanntem Festival für improvisierte Musik .
Angelika Niescier verbindet in ihren Kompositionen und Improvisationen ganz unterschiedliche Einflüsse aus 50 Jahren Jazzgeschichte mit einem sehr europäischen Formbewusstsein und entwickelt dabei etwas unverwechselbar Eigenes. In ihrer komplexen, vitalen Musik versöhnen sich komplexe Staccato-Themen mit lyrischen Stimmungen und verstörenden Minimalismen. Im Musikmagazin Fono Forum war zu lesen: „In ihrem Spiel mischen sich die brachiale Ausdruckskraft des späten John Coltrane mit der intellektuellen Kontrolle von, sagen wir, Steve Coleman.“
Angelika Niesciers im Jahr 2000 gegründetes Quartett SUBLIM zeigt ein kreatives Potential, das unbegrenzt scheint. Die Vorgänger-CD wurde u.a. als „die beste deutsche Jazzplatte der letzten 10 Jahre“ bezeichnet (Jazz thing 2005). Die erstklassigen Mitspieler Christoph Hillmann am Schlagzeug, Sebastian Räther am Kontrabass und Flrian Weber am Piano entwickeln denselben hohen Energielevel wie die Bandleaderin und führen Angelikas aufregende Musik in neue Abenteuer. Mit ihrer Vielseitigkeit und Spielfreude haben SUBLIM eine ganz eigene innovative Welt geschaffen, die von Jazzgrößen wie Daniel Humair und Charlie Mariano als „die Zukunft der Musik“ bezeichnet wird.
Ungewöhnlicher Gast in dem Programm ist der niederländische Oud- Spieler Haytham Safia. In denen auf ihn selbst und das Instrument sorgfältig zugeschnittenen Kompositionen erweitert er auf geniale Weise die Klangvielfalt des Quartettes um seinen ausdruckreichen und gleichzeitig lyrischen Oud-Sound und seine virtuosen charakteristischen Soli
Von Tanz- zur Kunstmusik - Gesprächsrunde zu Münsters Jazzszene im CUBA NOVA
Gäste: Angelika Niescier (Musikerin), Udo Weiße (Mitglied des Studentenorchesters der 50er Jahre), Hartmut Schmitz (langjähriger Vorsitzende des Jazzclub Münster e.V.) Fritz Schmücker (Jazzfestival Münster) Moderation: Dr. Ulrich Kurth
(Eintritt frei)
im Projekt Zukunftsmusik, gefördert vom Ministerpräsident des Landes NRW
MIttwoch, 6. Mai 2009 um 20:00 Uhr
Gastspiel
VallesantaCorde
Andreas Petermann – Geige
Hagen Hofmann – Gitarre
Renate Titze – Kontrabass
Andreas Bühler – Perkussion
Balkangrooves, Klezmer, Tango Nuevo
Das Quartett VallesantaCorde feiert Folklore-Musik und nimmt dabei seinem Publikum den Atem. Die aus Berlin nach Italien migrierten Musiker kombinieren das Feuer der Balkanmusik mit dem Stolz und der Sehnsucht des Tango, die Spielfreude des Klezmer mit der Leichtigkeit des Swing.
Halsbrecherische Verfolgungsjagden von Gitarre und Geige werden im letzten Moment gezügelt und verschmelzen wieder mit dem Fundament von Bass und Perkussion. Die vor Lebensfreude übersprudelnden Melodien und energiegeladenen Rhythmen weichen melancholischen Klangbildern, um überraschend auf ein neues auszubrechen. Mitreißende Klänge, die durch Mark und Tanzbein gehen!
Sonntag, 3. Mai 2009 um 20:00 Uhr
STAGE off LIMITS
Smith -Weissenfels-Duo & Manfred Hering
Simone Weisenfels (D) – Klavier
Adam Smith (USA) – Schlagzeug & Elektronik
& Manfred Hering (D) – Saxophon
Nach einem mehrmonatigen virtuellen Austausch trafen Simone Weißenfels und Adam Smith im Herbst 2008 in Columbus/ Ohio das erste Mal aufeinander. Geplant waren einige ausgewählte Konzerte im Nordosten der USA mit excellenten Gästen, u.a. Elliott Levin, Scott Steelman und Hasan Abdur-Razzaq.
Bereits in den ersten Tagen des Zusammentreffen spielten Smith und Weißenfels "arrival" ein. Improvisierte Musik, das Zueinanderfinden zweier Musiker auf hohem Niveau, das Ankommen an einem gemeinsamen Ort, als Startpunkt einer Reise. Simone Weißenfels zum Teil selig schlafendes, zum Teil enthemmtes Klavierspiel wird von Smith an Schlagzeug und Electronica behutsam aufgefangen, wird kontrastiert und bebildert. Simone nennt Adam einen Ästheten, Adam spricht von Leidenschaft und Landschaften in Zusammenhang mit der deutschen Pianistin. Mit dieser fantastischen Aufnahme im Gepäck, Elliott Levin und anderen wechsenden Gästen an ihrer Seite und einem unbändigen Drang nach anspruchsvoller Improvisation sind Simone Weißenfels und Adam Smith jetzt auf ihrer Deutschlandtournee in Black Box zu sehen.
"... ungewöhnliche Klangfarben, dramatische Wechsel der Tempi bis zu rasender
Schnelligkeit bannten Zuhörer wie Pianistin bis zum effektvollen Schlussakkord. S. W. hat eine besondere Ambition zu kreativer Musik, zu Zeitgenössischem wie auch zum Jazz. Für das, was sie hier... geleistet hat, ist jede Bezeichnung der Superlative zu eindimensional." (Leipziger Volkszeitung)
"... Ein weiterer Höhepunkt war das Konzert der S. W. am Sonnabend... Freie Improvisationen, die jedoch nie den Boden des Jazz verließen, erfüllten die Räumlichkeiten. Mal kräftig, mal leise flüsternd, verzauberte das Spiel das Publikum. Das Konzert wurde von vielen als eines der schönsten in der Reihe der Sonderkonzerte der vergangenen Jahre gewertet." (Freie Presse Freiberg)
FRIEDER BUTZMANN
DAVE PHILLIPS
G*PARK
ANDREAS PAOLO PERGER
Mit Frieder Butzmann kommt – man darf den Begriff ruhig hier anführen – eine echte IKONE des deutschen Undergrounds nach Münster. Butzmann wird seine „Lieder von Transport, Maschinerie und innerer Bewegung“ präsentieren – eine Mischung aus Vortrag, Hörspiel und Konzert. Ebenfalls sehr gespannt sein darf man auf die Gastspiele der Schweizer G*Park und Dave Phillips. Letzterer steht für bildgewaltige und harsche Performance-Gesten im Geiste des Wiener Aktionismus. Ersterer reaktiviert sein Projekt nach etlichen Jahren der Stille mit der Ästhetik singender Eisblöcke und hustender Lautsprecher. Schließlich spielt noch der österreichische Gitarrist Andreas Paolo Perger auf, der ein 5.1 Gitarrenstück präsentieren wird. Wieder heißt es: OHREN AUF!
Frieder Butzmanns Lieder von Transport, Maschinerie und innerer Bewegung handeln eigentlich von unserer aktuellen Umwelt. Es sind kurze Geschichten oder Blicke auf alltägliche Gegenstände, Situationen und Momente, wie auf die Berliner S-Bahn, auf ein Telefonfräulein, auf den Dampf einer Kaffeemaschine, auf eine Computerstimme, auf das Rauschen technischer Tonübertragungsanlagen, aber auch auf Nachrichten aus dem Jenseits.
Die Lieder sind entweder sehr laut oder sehr leise und sollen rätselhaft bleiben. Sie sind in sich extrem aber dabei stets unterhaltsam.
Der Laptop begleitet den Gesang, aber auch einen Sinusgenerator und afrikanische Fußballtrompeten.
"Musique concrete seems eternally old-fashioned and eternally modern. Marc Zeier makes you fall in love with the form all over again." "Who knew ice, wind, plankton, a bow, and a whip could sound so vital?"
Der 1954 in Jersey City / USA geborene - heute in Zürich lebende - Marc Zeier ist einer der ursprünglichen Mitglieder der an die Wiener Aktionisten angelehnten und obskure Gruppierung Schipfluchgruppe.
G*Park ist musique concrète einer speziellen Art. Objekte und Feldaufnahmen werden stets direkt eingesetzt, aber auf unnachahmliche Art zu Geräuschkompositionen verwoben. Ein glorioses Comeback des Schweizer Ausnahmeprojekts!
1969 in Zug/CH geboren.
1986 Gründungsmitglied der Hardcore-Extremisten FEAR OF GOD.
Seit 1987 Solo-Arbeiten an den Schnittstellen zwischen Aktionismus, Musique Concrète, Performance, Bruitismus, Feldaufnahmen, Hardcore-Punk und Metal, und psycho-physikalischen Tests und Trainings, ab 1991 teil der SCHIMPFLUCH-GRUPPE (mit u.a. Rudolf Eb.er, Marc Zeier, Joke Lanz).
2000 internationales Projekt OHNE mit Tom Smith (To Live and Shave in L.A.), Reto Mäder (rm74, Hinterzimmer Label) und Daniel Löwenbrück (Tochnit Aleph Label).
Mit dem Ein-Mann-Doom-Projekt DEAD PENI (ab 2004) verbeugt sich dp vor seinen lebenslangen Begleitern Hardcore-Punk und Metal.
dp untersucht und hinterfragt die Existenz, Verhaltensformen und Werte-Systeme in einer Art die „humanimalistisch“ bezeichnet werden könnte. Mit seinen Live & Solo Arbeiten führt er die instinktiven, emotionalen und animalischen Seiten menschlichen Daseins auf einen möglichen Ursprung hin, nicht im Sinne einer Reduktion, eher im Sinne einer Erlösung im Bezug auf die allgegenwärtige Reduktion des Seins, und der damit zusammenhängenden Ohnmacht.
Mit Hilfe seiner Stimme, seines Körpers, von Elektronik , Publikumskonfrontation, Videos und Feldaufnahmen erarbeitet er einen akustisch-aktionistischen Rahmen in dem er auf selbt/kritischer wie auch auf de/konstruktiver Weise Ein- und Ausdrücke mitteilt und existenziellen Fragen nachgeht, mit dem Ziel Bewusstsein zu vermitteln, Wahrnehmung zu vermitteln und Veränderung zu initiieren, und zwar primär via Klang - der ursprünglichsten Sprache, einer intimen, emotionalen und persönlichen Sprache, die noch vor der gesprochenen/gedachten Sprache, vor Ratio und Logik, ansetzt.
dp ist auf über 150 Tonträgern vertreten und hat über 250 Konzerte/Performances in bald 30 Ländern gespielt.
Das FIELD RECORDINGS projekt wird live komponiert aus unbehandelten und nicht verfremdeten Feldaufnahmen von vorwiegend Insekten, Amphibien, Wasser und Wetter, die dp in Nationalparks von Thailand und Vietnam aufgenommen hat.
Die VIDEO AKTION ist eine aktionistische, physische & konfrontative Performance die zu einem vorbereiteten Video passiert. Live-Loops & Samples von dp's Stimme, Herz, Körper, Atem, Schreie, Objekten usw. werden live komponiert und mit Backing-Tapes ergänzt, das Stück packt dp's existenziellen, intimen und persönlichen Ansichten, Fragen und Antworten, seine Kritik und Selbstkritik, seine Ohnmacht - seinen "Humanimalismus" - in eine 20-minütige Katharsis.
Andreas Paolo Perger (a/ d/ i)
"o aufnahme" - Konzert für 5.1 Surround Gitarre
Gitarrenmusik jenseits tradierter Rezeptionserwartungen am Übergang vom Geräusch zu dem, was wir gemeinhin Ton nennen. "o aufnahme" ist ein auf zu verändernden Klang- und Spielmodulen basierendes improvisiertes Konzert. Jede Saite der Gitarre klingt in einem separaten Lautsprecher. Der Raum und die Aufstellung der Lautsprecher beeinflussen die Textur und den Klang. Je nach Hörposition erleben die HörerInnen das Konzert subjektiv mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Es geht um die Reinstrumentalisierung elektronischer Klänge und elektronische Rezeptionseingriffsästhetik. Das Plastische im Klang hebt das selbstverständlich Hingenommene hervor und betont das zwischen den Saiten Gespielte. "o aufnahme" ist Teil des Programmzyklus "Die sechs Tasten des Kassettenrekorders". Aufführungen in Wien (UA), Prag, München und Hamburg. (Dauer ca. 50 Minuten)
Der österreichische Gitarrist, Improviser und Komponist Andreas Paolo Perger wurde 1970 in München geboren und wuchs dort und in Bolzano auf. Er studierte Gitarre, Improvisation und Komposition in Deutschland, USA, Italien und Österreich und wurde 1997 "Newcomer of the Year" der Süddeutschen Zeitung. In Zusammenarbeit mit Stevens Guitars und Huber-Amps entwickelte er die 5.1 Surround Gitarre. Sie verbindet den Charakter der Klassischen Konzertgitarre mit dem Timbre der Elektrischen Gitarre und ermöglicht authentischen Raumklang. In der vertieften Auseinandersetzung mit elektronischer Musik und Videokunst entstand sein pluralistisches Klangvokabular.
Aktuelle Veröffentlichungen: internet series/ Live MP3's und kleine Videos unter
Scott Fields (USA/D)- Gitarre
Jeff Parker (USA) - Gitarre
"Jeff Parker ist ein außergewöhnlicher und versierter Gitarrist. Als Grenzgänger zwischen Jazz- und Post-Rock-Projekten vermag er diese aufzubrechen und ihre starre Definition zu hinterfragen." (ARTE)
Scott Fields hat seit den 60er Jahren Musik produziert, zuerst in Chicago, dann an anderen Orten, verstreut über Nordamerika, Europa und Asien. Zur Zeit ist Köln seine Basis, wenn nicht gar sein aktuelles Zuhause.
Daniel Erdmann (D) – Saxophon
Hasse Poulsen (DK) – Gitarre
Edward Perraud (F) – Schlagzeug
Das deutsch-dänisch-französische Improvisationstrio, nimmt sich der Arbeiter- und Exillieder Hanns Eislers respektvoll an, befreit sie vom Text und führt sie in großartige, so noch nicht gehörte, Instrumentalversionen.
Eisler schrieb Bühnen-, Film- und Hörspielmusiken, komponierte Werke für Orchester, Kammerensembles und Chöre. Von ihm stammen die Noten zu „Auferstanden aus Ruinen“, der Nationalhymne der DDR. Er verfasste Kantaten, Liederzyklen, Kinderlieder und Arbeitermassengesänge. Nicht zuletzt war er der kongeniale Partner Bertolt Brechts, dessen Liedtexte er vertonte und teilweise zu Klassikern machte: Hanns Eisler, geboren 1898 in Leipzig, gestorben 1962 in Ostberlin, gehört zweifelsohne zu den wichtigsten deutschsprachigen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Und doch ist die Unkenntnis, was seine Person und sein umfangreiches Schaffen betrifft, bis heute groß, ideologische Scheuklappen und Diffamierungen inklusive.
Aktuell ist es der Saxophonist Daniel Erdmann, der diese Reihe erweitert hat. In seinem deutsch-dänisch-französischen Improvisationstrio, das sich spitzbübisch Das Kapital nennt, nimmt er sich der Arbeiter- und Exillieder Eislers respektvoll an und gibt ihnen ein europäisches Jazzgewand: „Das Lied von der Moldau“, „An den kleinen Radioapparat“, das berühmte „Einheitsfrontlied“, „An den deutschen Mond“ oder auch das von Eisler bearbeitete KZ-Lied „Die Moorsoldaten“ werden vom Text befreit und in großartige, so noch nicht gehörte Instrumentalversionen überführt.
Presse:
« … Abwechslungsreichtum dieses Trios, eröffnet von einer paroxymalen Explosion welche in ein Non-Stop concert mündete, wie eine herrliche Action-playing Sequenz die alle instrumentalen Ressourcen und Erweiterungen benutzt, von extremer Gewalt bis unendlicher Weichheit…… » (Philippe Carles, Jazz Magazine)
Wojciech Staroniewicz - Tenor & Sopransaxophone (Leader)
Sławek Jaskułke - Klavier
Alex Möckel – Drums
Daniel Meyer – Gitarre
Markus Franzke – Posaune
Oliver Karstens – Kontrabass
Begeisterte Musiker, Einflüsse aus Ost und West, Musik als gemeinsame Sprache: – innerhalb dieser spannungsgeladenen Atmosphäre entstehen binnen weniger Tage die neuen Stücke des für diesen Anlass gegründeten JazzBridgeEnsembles 2009. Mit den für diesen Workshop komponierten und hier gemeinsam erarbeiteten Stücken wird das temporäre Sextett dann die JazzBridge spannen: Beginnend im Hamburger Birdland, über die Bremer Schwankhalle und die Black Box in Münster bis zurück nach Danzig.
Das musiklaische Treffen von Mitgliedern des renommierten Wojciech Staroniewicz Quartett mit jungen Bremer Musikern um Alex Möckel wird gefördert von der Stadt Danzig, der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit, dem Senator für Kultur Bremen, dem Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg, dem Integracyjny Klub Artystyczny Winda und artserv.net.
1954 in Frankreich geboren, gehört der Sopransaxofonist und Sopranino-Virtuose zu den herausragenden Instrumentalisten der Improv-Szene seiner Heimat. Doch Doneda ist auch ganz Franzose: Neben all seinem technischen Können und seiner Vorliebe für die zeitgenössische Avantgarde besitzen seine Improvisationen stets einen melodischen Gestus.
Katrin Scherer - Alt-, Baritonsaxofon, Bassklarinette
Sven Decker - Klarinette, Bassklarinette, Tenorsaxofon
Bernd Oezsevim - Schlagwerk
Frisch, unkonventionell, kompromisslos, am Puls der Zeit das ist Ohne 4 gespielt drei.
Mit 2 Saxophonen/Klarinetten, Elektronik, Live-Sampling und Schlagzeug erzeugen Katrin, Sven und Bernd Klänge, Grooves und Kollagen, die ungefiltert und frontal den zeitgenössischen Jazz aktuell repräsentieren. Straff durchgetüftelte Kompositionen in rauem Soundgewand und ökonomisches Zusammenspiel knüpfen einen Teppich aus Klangfarben und bieten Raum für facettenreiche Improvisationen fernab jeglichen kommerziellen Kalküls und Epigonentums.
Nach der Auszeichnung von jazzwerkruhr für ihre erste CD (erschienen bei JazzHausMusik), der Einladung zum internationalen Festival für zeitgenössische Musik ‚interzone‘ in Serbien im Herbst 2007 und zum Trytone Festival Amsterdam im Dezember 2008, präsentiert das Trio ihre aktuelle CD „A 40“, eine Hommage an die Hauptschlagader des Ruhrgebiets.
Helmut Buntjer | Udo Herbst | Nile Dolezich | Bernd Kortenkamp
THEAITETOS-TRIO
„Gerade weil die Kunst des Theaitetos-Trios sich „normalen“ Bedeutungskategorien entzieht, . . . vermittelt sich dem Publikum der ungebremste Spaß der vier Herren. . . . „Wir sind bedeu-tungslos“ – jenes Lied, das sie am Ende ihres Programms anstimmen, ist für ihr absurdes I-deenfeuerwerk Programm. Die erzählten Geschichten führen durch Labyrinthe aus Sprache, Lautpoesie, szenischem Nonsens und bizarrer Klangwelt. Die choreographischen Einlagen des „Trios“ bersten vor grotesker Bewegungsmotorik. Und sie wissen mit Musik umzugehen! Wie Perlen auf einer Kette bilden zerstückelte Jazz- und Swingelemente komödiantisch rote Fäden, die auch gerne einmal wieder reißen oder an die Stummfilmmusik in Buster-Keaton-Filmen erinnern. Bernd Kortenkamp trommelt sich am Wachtelrealisator die Seele aus dem Leib, die Posaune bläst in allerhand unmöglichen Schräglagen und zuweilen wird auf zwitschernden Blockflöten herumgealbert.“ (Recklinghäuser Zeitung v. 11.11.08)
„Eines ist die Tonkulisse des Theaitetos-Trios niemals: blutleer! Und darauf kommt es . . . . doch schließlich an, oder?“ (Münstersche Zeitung)
Sonntag, 15. März 2009 um 20:00 Uhr
Musik & Mehr
LuftSchlösser
Gregor Bohnensack – Blechblasinstrumente und Stimme
Texte und Textpartikel von Hilde Domin, Günter Eich, Joseph Beuys, Paul Celan, Karl Leisner und Karlheinz Stockhausen bilden den Hintergrund für Bohnensacks Blaskonzert. Sein Spiel mit Blechblasinstrumenten entzieht sich allen Vorstellungen von gut und böse. Bei ihm kreuzen sich Posaunenzüge mit Trompetendämpfern. Lippen erobern sich Mundstücke und üben unerhörte Luftküsse. Expressive Momente wechseln sich mit stark gedämpften, kaum wahrnehmbaren, geräuschhaften Tönen ab. Subversiv und ironisch bläst und erklärt Bohnensack seine Luftschlößer, die im Grenzbereich zwischen Wort und Klang angesiedelt sind. Seit 2000 hat er durch zahlreiche Performances, vor allem mit ‚Partikelgestöber’, auf sich aufmerksam gemacht.
Donnerstag, 5. März 2009 um 20:00 Uhr
StAGE off LIMITS
Nick Didkovsky: ICE CREAM TIME
Nick Didkovsky – E - Gitarre, Laptop
Thomas Dimuzio – Live Sampling (USA)
Gitarrist Nick Didkovsky, Freigeist auf seinem Instrument und u. a. bekannt durch sein Avant-Rock-Ensemble Dr. Nerve, das Fred Frith Guitar Quartet oder Bang On A Can, schrieb ein abendfüllendes Stück: "Ice Cream Time" titelt das energiegeladene, aktuelle Projekt, performt vom ARTE Saxophon Quartet aus Basel, dem amerikanischen Live-Elektroniker Thomas Dimuzio und Didkovsky höchstselbst. Uraufgeführt 2003 folgten weitere Konzerte z.B. beim Ultraschall Festival Berlin und 2007 die CD-Aufnahme für das New World Records Label. Ice Cream Time bewegt sich genreübergreifend und unorthodox zwischen Neuer Musik, Jazz, Elektronik und Rock, schichtet Klanggebilde des Saxophon-Quartets mit den elektronischen Sounds eines Kurzweil-Samplers und abgefahrenem Gitarrenspiel. Komplexe Rhythmen entstehen, notierte Passagen wechseln sich mit freier Improvisation ab, elektronische Klänge stehen im reizvollen Diskurs mit dem akustischen Saxophonen.
Frank Gratkowski - Saxophon - solo
PIRX – Maciej Sledziecki – Gitarre & Marion Wörle – Laptop
Das Soloprogramm des 1963 geborenen Frank Gratkowski heißt „Artikulationen“. Und dieser Name ist ein Hinweis: Aus dem Stegreif reagiert der Altsaxofonist mit seinem Solospiel intuitiv auf das, was ihn währenddessen umgibt: Räume, Zuhörer, Geräusche, Klänge – um mit seiner stupenden Instrumentaltechnik den entstehenden Klangbildern Struktur und Sinn zu geben.
Das Duo PIRX, gegründet 2004, arbeitet an einer Klangsprache, der Interaktion zwischen digitalen und analogen Klängen zugrunde liegt. Vorwiegend analoges Ausgangsmaterial von Marion Wörle wird durch vielfältige computergestützte Bearbeitungsmethoden zu einem dynamischen, flexiblen System. Maciej Sledziecki nutzt die Gitarre als Klanggenerator und Schlaginstrument. Er bearbeitet sie mit Präparationen und dem sparsamen Einsatz von Effekten. Diese Klänge bilden das Material für die sich durchdringende Kollektivimprovisation zwischen tonalen und atonalen Polen.
Christoph Berndt – Saxophone
Raimond Otto – Saxophone
Thomas Schnellen – Bass
Thomas Kuhlmann – Schlagzeug
Vier Männer mit Vorliebe für freie Texturen auf akustischen Gedankenäußerungsverstärkern lassen ihr Publikum teilhaben an ihren mal opulenten, teils kargen, immer improvisierten Gesprächen.
FREEZZE frieren tausendfach malträtierte Phrasen des Jazz ebenso plötzlich ein, wie sie im nächsten Moment hemmungslos auf schöne Töne bestehen.
experimentieren miteinander ohne Rücksicht auf ein bestimmtes Ergebnis, FREEZZE fordern den Zufall zum Mitspieler auf, FREEZZE vereinfachen zugleich und verkomplizieren.
Sonntag, 1. Februar 2009 um 20:00 Uhr
STAGE off LIMITS
Gary Lucas
Gary Lucas (USA) - guitars, effects, vocals
GARY LUCAS hat seit seinen frühen Tagen als Mitglied und Solist beim legendären Captain Beefheart and the Magic Band bewiesen, dass er als einer der innovativsten Gitarristen unserer Tage gezählt werden muss. In seiner bahnbrechenden Gitarrenarbeit, von der immer wieder wichtige Impulse für Musikerkollegen unterschiedlichster Colœur ausgehen, verbindet er auf elektrischer und akustischer Gitarre nahezu alles - vom erdigen Stil eines Howlin' Wolf bis hin zu den leidenschaftlichen Abstraktionen eines Albert Ayler. In der internationalen Musikszene ist er ein gefragter Act: aufgrund seiner enormen Vielseitigkeit spielt er gleichermaßen erfolgreich auf Rock-, Jazz-, Folk und Bluesfestivals, in Theatern, Konzerthallen und Clubs. Bewaffnet mit einer zerschrammten Stratocaster und einer Gibson Acoustic aus den 40ern sowie einer riesigen Leiste an Effektgeräten produziert Lucas wahnwitzigste Songs und Sounds. Seine Akustik-Stücke auf der uralten National Steel Guitar begeistern durch exzessiven, halsbrecherischen Fingerpicking-Stil. Mit beiden Händen aus dem Korpus von Rock, Jazz, Blues, Folk und Klassik schöpfend, erfindet Gary Lucas die Sologitarre als virtuose One-Man-Band neu. Von der New York Times zum "Gitarristen der 1000 Ideen" gekürt, offenbart uns der vielbeschäftigte Lucas sein außerordentliches Talent in unterschiedlichsten musikalischen Bereichen. Im Laufe seiner Karriere spielte er als Gastgitarrist mit Lou Reed, The Mekons, Nick Cave, Iggy Pop, Dr. John, Sophie B. Hawkins, The Woodentops, Matthew Sweet, Adrian Sherwood und vielen anderen Künstlern. Für die Debütalben von Jeff Buckley ("Grace") und Joan Osborne (3- Millionen-Seller "Relish") schrieb Lucas Songs und spielte ebenfalls als Gast.
Uraufführung von Pèter Köszeghy (Beide Komponisten sind anwesend.)
In seiner Reihe composers:club stellt das ensemble:hörsinn an diesem Freitag die Komponisten Georg Hajdu und Peter Köszeghy vor.
Der Ex-Münsteraner Georg Hajdu gehört zu den ersten Komponisten seiner Generation, die sich systematisch der Verbindung von Musik, Naturwissenschaft und Informatik verschrieben haben. Neben seinen Werken, die von namhaften Ensembles und Interpreten gespielt und mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden sind, schrieb er Publikationen zu verschiedenen Themen im Grenzbereich von Musik und Naturwissenschaft.
Peter Köszeghy Kompositionen dagegen gelten als Aussagen gegen Konfektionismus, Antiindividualismus und geistige Bequemlichkeit. Seine Musik verkörpert strengste innere Konsequenz, deren Wichtigkeit und Wert für den Komponisten in jedem seiner Werke an höchster Stelle steht. Der in Ungarn geborene Köszeghy betont in diesem Zusammenhang, dass das Komponieren eine Art Revoltehaltung gegen das ungarische, verhasste Regime für ihn war. Die Fruchtbarkeit seiner Haltung lässt sich an den über 15 internationalen Preisen bei Kompositionswettbewerben ablesen.
Neben einer Uraufführung Peter Köszeghys, eigens für das ensemble:hörsinn geschrieben, darf man sich unter anderem auf eine Komposition Hajdus freuen, die dieser zuerst für das Röntgen Ensemble im Rahmen des KlangZeitFestivals Münster komponierte, dann aber eine zweite Version für das ensemble:hörsinn in Sextett-Besetzung schrieb.
Programm:
Georg Hajdu:
"Sleeplessness" für Flöte und Elektronik
"Light Blue" für Klavier Solo
"Corpus Callosum" für Ensemble
Stephan Wolke – Gitarre & E-Gitarre
Jens Brülls – Schlagzeug
Besonders in der Neuen Musik können sich die Klangfarben von Gitarre und Schlagzeug richtig entfalten: Duokonzert mit Uraufführungen von Yasuko Yui, Erik Janson und Pèter Köszeghy.
Programm:
Tōnu Kōrvits (* 1969) – Azur
für Gitarre und Schlagzeug (2004) www.emic.ee
Yasuko Yui (* 1969) – [Neues Werk]
für E-Gitarre und Schagzeug (2008, UA) Yasuko Yu
Georg Crumb (* 1929) – Mundus Canis (a Dog’s World) für Gitarre und Schlagzeug (1998)
1. Tammy: Elegantly, somewhat freely
2. Fritzi: Furioso
3. Heidel: Languido, un poco misterioso
4. Emma-Jean: Coquettish, poco animato, grazioso
5. Yoda: Prestissimo possible www.georgecrumb.net
Erik Janson (* 1967) – BISS 4,
für E-Gitarre und Schlagzeug (2008, UA) www.erik-janson.de
Pèter Köszeghy (* 1971) – Schock / Koma für E-Gitarre und Schlagzeug (2008, UA) www.koeszeghy.de
Robert Weitkamp – Schlagzeug
Florian Weitkamp – Gitarre, Posaune
Max Alsmann – Bassgitarre
Oliver Siegel – Keybords
Jan Klare – Saxophon
aboriginal club gönnt sich eine Verjüngungskur – waren die Gäste bisher Künstler meist fortgeschrittenen Alters – manchmal sogar Professoren, stellen sich Jan Klare und Oliver Siegel diemal mit drei jungen talentierten Musikern auf die Bühne und probieren was zusammen geht. Es gibt Stücke von Limp Bizkit, den Beatles, Jan Klare u.a.
im Anschluss spielen außerdem:
Helmut Buntjer | Udo Herbst | Nile Dolezich | Bernd Kortenkamp
THEAITETOS-TRIO
„Gerade weil die Kunst des Theaitetos-Trios sich „normalen“ Bedeutungskategorien entzieht, . . . vermittelt sich dem Publikum der ungebremste Spaß der vier Herren. . . . „Wir sind bedeu-tungslos“ – jenes Lied, das sie am Ende ihres Programms anstimmen, ist für ihr absurdes I-deenfeuerwerk Programm. Die erzählten Geschichten führen durch Labyrinthe aus Sprache, Lautpoesie, szenischem Nonsens und bizarrer Klangwelt. Die choreographischen Einlagen des „Trios“ bersten vor grotesker Bewegungsmotorik. Und sie wissen mit Musik umzugehen! Wie Perlen auf einer Kette bilden zerstückelte Jazz- und Swingelemente komödiantisch rote Fäden, die auch gerne einmal wieder reißen oder an die Stummfilmmusik in Buster-Keaton-Filmen erinnern. Bernd Kortenkamp trommelt sich am Wachtelrealisator die Seele aus dem Leib, die Posaune bläst in allerhand unmöglichen Schräglagen und zuweilen wird auf zwitschernden Blockflöten herumgealbert.“ (Recklinghäuser Zeitung v. 11.11.08)
„Eines ist die Tonkulisse des Theaitetos-Trios niemals: blutleer! Und darauf kommt es . . . . doch schließlich an, oder?“ (Münstersche Zeitung)
Sonntag, 4. Januar 2009 um 20:00 Uhr
STAGE off LIMITS
Wissel - Lytton - Duo & John Eckardt - Solo
Georg Wissel – Saxophon
Paull Lytton - Schlagzeug
John Eckardt - Kontrabass
Der Hamburger John Eckhardt ist viel beschäftigter Kammer- und Improvisationsmusiker. Seine Arbeit als Solist wie Ensemblemusiker (mit Ensemble Modern, Klangforum Wien und Ensemble L‘art pour l‘art) hat ihn auf zahlreiche internationale Festivals geführt. Er präsentiert seine Solo-CD „Xylobiont“, die auf Evan Parkers Label PSI Records erschienen ist.
Paul Lytton, britischer Schlagzeuger der frei-improvisierten Musik, wurde seit 1969 im Duo bzw. Trio des Saxofonisten Evan Parker (mit Derek Bailey und seit 1983 dann mit Barry Guy) bekannt. Er war Gründungsmitglied der London Musicians‘ Coop, spielte im London Jazz Composers‘ Orchestra und zählt zu den zentralen Perkussionisten der freien Musikszene in Europa. In einem neuen Duo stellt er sich mit dem Kölner Spezilaisten für präpariertes Saxophon Georg Wissel vor.
Andreas Willers – Gitarre, etc
Frank Paul Schubert – Saxophone
Rudi Fischerlehner – Schlagzeug
Durch den kreativen und anarchischen Umgang mit ihrem Vokabular erwecken die Musiker nahezu den Eindruck, sich in einem nichtidiomatischen Bereich zu bewegen: Szenen erinnern an Rock oder drum&bass, schweben aber gleichzeitig in einem wiederholungslosen rubato-Zustand, melodische Saxophonlinien werden von Noise-Gitarren bedroht, um in neuartigen Soundcollagen zu verschmelzen.
Ein starker Fokus auf gemeinsamen Kontrapunkt und vernetzte Texturen löst die Unterteilung in Solisten und Begleiter fast vollends ab. Nicht überraschend diese Vielfalt, könnte man sagen, folgt man den biographischen Wurzeln der drei Musiker durch ein Rhizom von Neuer Musik, drum&bass, Straight Ahead, independent Rock und Noise. Es entsteht Musik voll Spannung, Tiefe und Witz.
Das Projekt Blast existiert seit 1989. Anfangs ein holländisches Projekt, wurde es über die Jahre hinweg immer internationaler. Charakteristisch für Blast ist der Bezug auf zeitgenössische Kompositionen die sie unter Einbezug von Elementen aus Jazz und Rock zu einer kraftvoll organischen Mischung verbinden.
Musik und Mathematik - zu diesem Thema gibt das ensemble:hörsinn ein Konzert. Dass die Verwandlung von mathematischen Konstrukten in Klänge dem oft wenig beliebten Fach Mathematik Leben einhaucht ist zu erwarten. Dass es dabei sogar lustig werden kann beweisen die Musiker des ensemble:hörsinn am Freitag um 20:00 in der BLACK BOX, Achtermannstr. 12.
So erzählt der Komponist Tom Johnson in seinem Stück "Narayanahs Kühe" vom Wachstum einer Kuhpopulation und entlockt dabei dem Hörer immer wieder ein Schmunzeln.
Bei Bernd Kortenkamps "Tschernig" geht es wieder um Zoologisches. Allerdings stehen dabei Hirsche und deren Jäger im Zentrum des Geschehens. Der Hörer erfährt, wie das Großwild unter zu Hilfenahme eines Hirschrufs am besten vor die Flinte gelockt wird und wird dabei musikalisch bestens unterhalten.
Um die Tiere des Himmels - nämlich den Tierkreis - geht es in Karlheinz Stockhausens gleichnamiger Komposition. Die Bearbeitung ebenfalls durch den Münsteraner Kortenkamp sorgt für einige Überraschungen und auch hier darf geschmunzelt werden. Dass bei Stockhausens Komposition zahlreiche mathematische Muster die Form bestimmen, vergisst man beim Hören gerne. Haben doch die Melodien geradezu Ohrwurmqualität - für zeitgenössische Kompositionen ein eher seltenes Attribut.
Stockhausens Tierkreis am 5. Dezember zu spielen ist keine zufällige Entscheidung, denn am 5. Dezember 2007 verstarb Stockhausen. So erinnert das Konzert auch gleichzeitig an den Komponisten, der zu den bedeutendsten unserer Zeit gezählt wird.
- HATI vs. PURE Kollaboration zwischen den Gong-Ritualisten aus Polen und dem Glitch-Piraten aus Österreich
- GOH LEE KWANG Good vibrations aus Malaysia
- ASMUS TIETCHENS menschenferne Teilmengen
Ein Festival der Geräusche zwischen dem polaren, kalt-monotonen Ambient des Multimedia-Künstlers Thomas Köner und der kargen Klanglandschaft des Karl Szcuka-Preisträgers Asmus Tietchens. Zwischen diesen jünglinghaften Altmeistern gibt es den Premieren-Auftritt des aus Malaysia stammenden Laptoppers Goh Lee Kwang, der die Beach Boys schreddert; sowie eine Kollaboration zwischen dem Klangmagier Pure (Mego, d0c, Ilsa Gold) und der polnischen Ritual-Gong-Combo HATI.
Valentin Gregor – Violine, viola, vocals
Victor Alcántara, piano, vocals
Alexander Morsey – Bass
Ben Bönniger – Schlagzeug
Ben Bönnigers JAZZ TRESOR zu Gast in der BLACK BOX
Nach einer klassischen Ausbildung durch Otto Kirchenmaier ist der Bonner Valentin Gregor auf der Suche nach neuen musikalischen Ausdrucksformen außerhalb des klassischen Repertoires. In Hannover ist er schon bald mit einer Zigeuner-Swing-Band zu hören, gründet die A-cappella-Gruppe „Echo Echo“ (jetzt „Meier & die Geier“), die 1985 von der WEA Records, Hamburg, unter Vertrag genommen wird, lernt 1988 den Jazz-Geiger Hajo Hoffmann kennen und ist von dieser Begegnung dermaßen inspiriert, dass er noch im gleichen Jahr an der Musikhochschule Köln das Studium der Jazz-Violine aufnimmt.
Nach Abschluss seines Studiums geht Valentin Gregor von 1992 bis 1994 mit der deutschen A-cappella-Gruppe „6-Zylinder“ als Sänger auf Europa-Tournee mit 350 Konzerten und zahlreichen Auftritten in TV-Shows.
Von 1995 bis 1997 ist Gregor Stipendiat am Berklee College of Music, Boston; eine für ihn wegweisende Zeit, die begleitet ist von Konzerten mit Größen der Jazz-Szene wie Stephane Grappelli, Herb Geller, Ed Harris, Ed Schuller, Duduka da Fonseca, Hans Glawischnig und Nicolas Simion.
1999 trifft Valentin Gregor im Berliner Jazz-Club „b-flat“ auf den Pianisten Ekkehard Wölk, was nicht ohne Folgen bleibt: Die beiden Shooting-Stars der Berliner Musikszene formieren sich zum DUO ESCAPADE und spielen ihre ersten gemeinsamen Alben ein: „Songs of Imagination“ und „Hommage an Charles Spencer Chaplin“. Im Jahre 2004 präsentiert Gregor seine erste Quartett-CD: „This Way Please“, zusammen mit den hochkarätigen Musikern Martin Lillich – Bass und Andrea Marcelli – Schlagzeug. Auf diesem Album präsentiert Gregor fast ausschließlich Eigenkompositionen. Überhaupt weckte der Umzug nach Berlin viele Inspirationen in Gregor, der seiner Erfahrungsliste eine Vielzahl neuer Glanzlichter hinzufügte.
Die wohl intensivste Zusammenarbeit entstand aus der Begegnung mit Victor Alcántara, der mit seiner virtuosen und mitreißenden Art des Klavierspiels das ideale Pendant zu Gregor bildet. Beide lieben und pflegen die südamerikanisch geprägten Strömungen in der Jazzmusik und folgerichtig entstand im Frühjahr 2007 das von den Kritikern hochgelobte
"Berlin Songbook", in dem die beiden als BERLYNATIC ARKESTRA erfolgreich neue Wege beschritten, die kammermusikalisch recht begrenzt anmutende Besetzung Klavier + Streichinstrument zu neuen klanglichen Höhen zu treiben.
Der vom Leben enttäuschte Sportreporter Julien Portal betritt nach einem schweren Autounfall einen Ort, der an die Empfangshalle eines Hotels erinnert – ein Nicht-Ort, vielleicht eher eine Möglichkeit. Dorthin gelangt ist Julien durch einen mysteriösen Aufzug, der die Gäste nach oben oder nach unten befördert. Julien lernt den Präsidenten Delbec und den Magier Radschapur kennen, er begegnet der Putzfrau Marie und dem unnahbaren Doktor S., verliebt sich in die junge Laura. Wo Julien sich befindet, begreift er erst allmählich. Er kommt ins Nachdenken: über sein bisheriges und - wenn es denn eines geben wird – sein zukünftiges Leben.
Lou Grassi - Schlagzeug
Peter Worringer - Gitarre
Helmut Buntjer - Posaune & Zipzap
&
Dr. Borg - E-Gitarre
Harald "Sack" Ziegler - Horn & Elektronik
Grassi zählt zu einem der vielseitigsten Schlagzeuger der New Yorker Szene. Buntjer gehört zur Münsteraner Musikerszene wie der Kiepenkerl zur Altstadt. Ob Salon Kong oder Theaititos Trio: immer wieder taucht er mit spannenden Projekten auf. Worimger gilt als Spezialist für E-Gitarren und ihre Manipulierbarkeit und arbeitet mit spannenden Musikern der Kölner Szenewie Jacky Libezeit oder Sebastian Grams in Ad-hoc-Ensembles zusammen.
Gregor Bohnensack - Trompete
Thomas Schnellen - Elektronik
Special Guest: Rachel Seifert – Stimme
Thomas Schnellen und Gregor Bohnensack haben seit 2000 zahlreiche Projekte mit improvisierter Musik realisiert, u. a. JandL im WandL, eine musikalische Textperformance zu Ernst Jandl. Rachel Seifert ist Sängerin mit einer Vorliebe für freie Improvisation und Bewegung. Gemeinsam mit Gregor Bohnensack hat sie die viel beachtete Performance Vom fließenden Licht der Gottheit nach Texten Mechthild von Magdeburg entwickelt. Die drei Musiker treten zum ersten Mal gemeinsam auf.
Sonntag, 2. November 2008 um 20:00 Uhr
Int. Gitarrenfestival Münster
Reichel – Uchihashi – Duo (D/Jap)
Hans Reichel – Gitarre, Daxophon
Kazuhisa Uchihashi – Gitarre, Daxophon
Mit seiner selbst entwickelten Gitarre und vor allem mit dem von ihm erfundenen Daxophon spielen Hans Reichel und sein kongenialer japanischer Partner unterhaltsame, zeitweise humorvolle Improvisationen.
Alle drei haben die Improvisierte Musik in Deutschland nachhaltig geprägt - zum ersten Mal zusammen im Trio .
Seit den 70er Jahren ist Erhard Hirt als Musiker und Promotor Improvisierter und experimenteller Musik tätig. Ausgangspunkt seiner elektroakustischen Arbeiten ist hauptsächlich Klang als wirkungsvolle Oberfläche musikalischer Gestaltung.
Martin Theurer begann Mitte der 70er Jahre mit freier Improvisation und kam bald in Kontakt mit Wuppertaler Musikern um Peter Brötzmann und Peter Kowald. Er nahm Schallplatten für die Free Music Production / Berlin auf - zuerst eine Solo Einspielung, später mit dem Schlagzeuger Paul Lovens und im Duo mit Pianist Alexander von Schlippenbach. Mit seinem weit entwickelten Flügel Insidespiel beeinflusste er bereits eine Reihe jüngerer Pianisten und arbeitet regelmäßig mit Musikern der Kölner,Wuppertaler und Wiesbadener Improvisationsszene zusammen.
Paul Lovens arbeitet seit 1969 als freischaffender Musiker; Seine Auffassung vom Schlagzeugspiel wurde Ton angebend für viele Perkussionisten. Er kann auf eine Zusammenarbeit mit nahezu allen Musikern der Freien Musik-Szene zurückblicken; er spielt kontinuierlich im Trio mit Alexander von Schlippenbach (Piano) und Evan Parker (Saxophon) und gehört zur Kernformation der VARIO-Projekte von G. Christmann
Hirt und Theurer verbindet ebenso wir Theurer und Lovens eine langjährige Zusammenarbeit als Duo. Das gemeinsame Trio hat seine Premiere innerhalb des Gitarrenfestivals.
Ein gewaltiges Lebensröhren, einfach und herzzerreißend, so ist die Musik des Lucien Dubuis Trios. Ein Ergebnis neuer Definitionen, neuer Horizonte. Archaisch und doch krass aktuell. Crossover vom Feinsten.. Und die Jungs spielen das Jazzzeug so wie Madonna Spaß an Sex hätte, wenn sie ein Jahr im Gefängnis gewesen wäre! Ein Genexperiment aus John Coltrane und den Beastie Boys. Der Bandleader, Komponist, Saxophonist und Bassklarinettist gehört seit Jahren zu den herausragenden Schweizer Jazzern, vertrat die Schweiz in von Pro Helvetia geförderten Tourneen auch durch recht entfernte Gegenden wie Iran, Kolumbien und Bolivien.
Sonntag, 12. Oktober 2008 um 20:00 Uhr
JazzToday
1000 (NL/B/D/USA)
Jan Klare – Saxophon
Bart Maris_– Trompete
Wilbert de Joode - Kontarbass
Michael Vatcher – Schlagzeug
Diese Band heisst »1000« (sprich: tausend) weil sie 2004 aus einer Konzertreihe mit dem Titel »1000 Jahre Jazz« geboren wurde, weil »1000« eine starke Zahl ist und weil es digitaler nicht geht Das international besetzte Quartett »1000« hat diverseste Wurzeln. Wilbert de Joode und Jan Klare arbeiten seit den frühen 90er Jahren in unterschiedlichsten Gruppen zusammen, vornehmlich in dem von 1994 -98 bestehenden niederländisch/ englisch/ deutschen Quartett EUREKA, in dem auch Michael Vatcher ein paar Mal gastierte. Nach einer an Klare vergebenen Auftragskomposition für das Internationale Jazzfestival Münster 1997 entwickelte sich das Trio Klare, de Joode, Vatcher, das zuerst in unregelmäßigen Abständen arbeitete. Bart Maris hatte bereits oft mit de Joode und Vatcher gearbeitet und begenete Klare 2001. Sie stellten schnell fest, dass es eine starke gegenseitige Sympathie für das Spielen und Denken des anderen gab - so dass die Gründung einer gemeinsamen Band ein logischer Schritt war.
John Butcher – Saxophon
Alberto Braida - Klavier
John Edwards – Kontrabass
Fabrizio Spera – Schlagzeug
Seit Jahren arbeiten Alberto Braida und Fabrizio Spera zusammen ebenso wie wie John Butcher und John Edwards .Die Wege der 4 Musiker kreuzten sich später bei vielen Festivals und Besetzungen, sodass in diesem Quartett eine lange gemeinsame musikalische Erfahrung Ausgangspunkt für einen spannenden Abend wird.
John Butcher ist nach Evan Parker wohl der bedeutendste britische Saxophonist. In seinen zahlreichen Solis, aber auch im kollektiven Zusammenspiel hat er das Saxophonspiel überzeugend revolutioniert und zu einem neuen Standard geführt. Man spricht heute schon von einer" John Butcher"-Schule.
FRANCISCO LÓPEZ
(absolute concrete music, Madrid)
&
FETISCH PARK
(first performance in many years by this legendary project!)
Nachholtermin vom Juni 08!!!
&
DAS SYNTHETISCHE MISCHGEWEBE
(42 Entgleisungen in Stereo, Caen)
Francisco López entbindet den Menschen von allen intellektuellen und sozialen Verpflichtungen. Mit seiner referenzlosen Totalmusik gibt es nur den KLANG. Mit verbundenen Augen lauschen die Zuhörer seinen tosenden Noisesounds, eingefangen irgendwo zwischen Sao Paulo, Madrid und Feuerland. Fetisch Park, die in ihrer ersten Schaffensphase berüchtigt für ihre Thematisierung von S/M Sexualität waren, treten seit etlichen Jahren erstmals wieder live in Erscheinung – klangliche Überraschungen sind garantiert. Das deutsch-französische Duo DAS SYNTHETSUICEH MISCHGEWBE wird eine Art Installationskonzert spielen, in dem der Konzertraum in eine begehbare Klangskulptur verwandelt werden wird.
Seine Musik habe die Kraft, Berge zu versetzen, schrieb einmal ein Kritiker über Malcolm Braff. Tatsächlich ist die Klangwelt des 1970 in Brasilien geborenen, heute am Ufer des Genfer Sees lebenden Pianisten streckenweise von einer geradezu naturgewaltigen Energie geprägt. An diesem Abend ist allerdings das Team der Star! Das Trio mit dem brasilianischen Pianisten und den aus der Schweiz stammenden Bänz Oester, Bass und Samuel Rohrer, Schlagzeug, hat seit seiner Gründung im Jahr 2001 zu einer sich blind verstehenden Einheit zusammengefunden und eine eigenständige, kollektive und authentische musikalische Sprache entwickelt, die große Spannkraft, unbedingte Lust am Improvisieren und hymnische Tiefe auf unwiderstehliche Art verschmelzt: Maximal Music.
Sonntag, 21. September 2008 um 15:00 Uhr
Neue Musik
Tasten08 – Klaviermusik des 21. Jhs. aus NRW
Mit Udo Falkner, Jan Gerdes, Clemens Rave, Deborah Rawlings, Bernd Wiesemann – Piano
& ensemble:hörsinn, sowie electronic lounge mit Jean-Michel
Klavierfestival mit Werken von Christian Banasik, Günther Becker, Antoine Beuger, O.G. Blarr, Markus Bongartz, Pierre Boulez, Sidney Corbett, Stephan Froleyks, Peter Gahn, Sofia Gubaidulina, Georg Hajdu, Eberhard Hüppe, Raimund Juelich, Gordon Kampe, Olivier Messiaen, John Psathas, Johannes Maria Staud, Manfred Trojahn, Jörg Widmann, Michael Wolters & Karl Heinz Zarius
Neue Töne die gar nicht schwarz/weiß sind entlocken 5 Pianisten bei diesem eintägigen Festival ihren Tasteninstrumenten. Dabei steht Musik aus NRW ganz oben auf dem Programm: Alle Pianisten kommen aus Düsseldorf und Münster und ein Großteil der Komponisten lebt zwischen Rhein und Ruhr. Mit dabei ist auch das Münsteraner ensemble:hörsinn. Nach reichlich Tastenmusik gibt's ab ca. 21:00 Uhr elektronische Klänge von Jean-Michel.
Programm
15:00-15:45 Udo Falkner (Düsseldorf) spielt:
Günther Becker – Drei Phasen (1965) – per augmentationem - per diminutionem
– divergierende Bewegungsabläufe
– Raster - Relief
Karl-Heinz Zarius – Disparates-Goya (2005) - Choralphantasie
Oskar Gottlieb Blarr – Karlrobert Kreiten aus Eine Stadt am Fluß (1987/99)
Christian Banasik – Drei Stücke aus Kurzgeschichten (1986/92) Nr. II, V, IV
Manfred Trojahn – Prélude „Dejà là, printanier crépuscule“ (2006)
Raimund Juelich – Werkstück Nr. 3 (1978)
17:00-17:45 – Clemens Rave (Münster) spielt:
Stefan Froleyks (Münster) In der Musik können die Töne in
versch. Weise gesp.werden (Auswahl)
Georg Hajdu (Hamburg) Fingerprints (1992)
Eberhard Hüppe (Münster) 6 Bagatellen
Pierre Boulez (Baden-Baden) incises (1994/2001)
Johannes Maria Staud (Wien) Bewegungen (1996)
19:00-19:45 – Jan Gerdes (Düsseldorf) spielt:
Sidney Corbett (musik21, Berlin) Sonata (2008) (UA)
Gordon Kampe (musik21, Essen) The incredible Nightcrawler (2007)
UA der revidierten Fassung
Markus Bongartz (musik21, Berlin) Zoom in (2008) (UA)
Olivier Messiaen (Paris) Le baiser de L'Enfant - Jésus
aus Vingt Regards sur l'Enfant - Jésus (1944)
20:00-20:45 – ensemble:hörsinn (Münster) spielt:
| Deborah Rawlings – Klavier | Vanessa Hövelmann – Klarinette | Jan Termath – Tuba | Gereon Voß – Schlagzeug |
Peter Gahn – Meinten Sie: RED I+II (2006/7) für Tuba, Schlagzeug und Klavier UA der revidierten Fassung
John Psathas – Matre's Dance (1991) für Schlagzeug und Klavier
Sofia Gubaidulina – Lamento (1977) für Tuba und Klavier
Jörg Widmann – Fünf Bruchstücke (1997) für Klarinette und Klavier
Michael Wolters – The Lady plays Rachmaninov (2007) für Klarinette, Tuba, Schlagzeug, Klavier und Tonband
21:00 electronic lounge: Jean-Michel – Elektronik
Konzept & Koordination: Peter Gahn
Samstag, 20. September 2008 um 20:00 Uhr
Musik & Film
THEAITETOS Trio spielt zu Murnaus Faust
Helmut Buntjer | Udo Herbst | Nile Dolezich | Bernd Kortenkamp
1926 war Murnaus Verfilmung des „Faust“ das erste Mal auf den Kinoleinwänden zu sehen. 2008 macht sich das Taetetos Trio daran den stummfilm mit Klängen zu füllen. Mit Fön, Schlauch und Kinderorgel begleiten sie den Klassiker der Filmgeschichte. Ein besonderer Hingucker ist sicher auch der Wachtelrealisator,der aus einem Haufen Schrott zusammengeschraubt wurde und Bernd Kortenkamp als Instrument dient, auf dem dieser während ds Films herumspielt. Nicht ohne Grund behauptet Kortenkamp: „Es hat schon etwas von einer dadaistischen Performance.“
Karten bitte reservieren uner 0251 / 54895
Sonntag, 14. September 2008 um 20:00 Uhr
MOREGENABENDLAND
Gudula Rosa & Naoko Kikuchi
Gudula Rosa – Blockflöten / Naoko Kikuchi – Koto
Werke von John Cage, Il-Ryun Chung, Keiko Harada, Maki Ishii, Michio Miyagi sowie eine Urafführung von Noriko Koide
Schon in früher Kindheit erlernte Naoko Kikuchi das Kotospiel, um später bei Meistern des Instruments zu studieren. Umfangreiche internationale Konzerttourneen brachten sie mit Musikern anderer Bereiche zusammen. Nun in einer neue Duofomation mit Gudula Rosa, die zu einer der besten zeitgenössischen Blockflötistinnen gehört. Ihr konzentriertes Spiel begeisterte das Publikum in Japan, wie in Deutschland.
Alexander Frangenheim | Thomas Lehn | Le Quan Ninh | Frédéric Blondy (F/D)
Alexander Frangenheim – Kontrabass
Thomas Lehn – Analogsynthesizer
LeQuan Ninh – Perkussion
Frederic Blondy – Klavier
Mit Ninh und Lehn darf man sich auf zwei Musiker freuen, die in der Neuen Musik ihr Zuhause sehen. Ninh steht als Perkussionist nicht unter permanentem Trommelzwang, sondern versteht auch im Schweigen Musik zu machen. Lehn hat auf seinem Analogsynthesizer eine eigene Sprache live-elektronischer Musik entwickelt. Zusammengebracht hat das Quartett der Kontrabassist Fragenheim, nicht zuletzt durch die langjährige Organsition des Festivals „concepts of doing - Interaktion Tanz Musik“ ein wichtiger Protagonist Improvisierter Musik. Neu in Münster: der französiche Pianist Frederic Blondy
Die Kunst, aus wenig viel zu machen, beherrschte schon Johannes Brahms. Wie sich Sparsamkeit in der Kompositionskunst seit Brahms weiter entwickelt hat, wird in diesem Konzert gezeigt. Minimalistische Beats von DJ Thomas Bücker alias „Bersarin Quartett“ erklingen im Anschluss.
Freitag, 6. Juni 2008 um 20:00 Uhr
Geräuschwelten #46
Fetisch Park (D) | Das Synthetische Mischgewebe (D/F)
Hans Tammen – endangered guitar, live sound processing
Joker Nies – omnichord, circuit bent instruments
Mario DeVega – SPK®, glitch sampling
Das Hören von Musik ist heutzutage wie viele Bereiche des täglichen Lebens über elektronische Medien vermittelt. Was passiert aber, wenn man in die industriell vorgefertigten „Black Boxes“ jenseits ihres determinierten Gebrauchs eingreift – wenn man sich in Schaltkreisen, Platinen und Software zu schaffen macht – daran „herumschraubt“?
Die Schrauber betreiben dies mit System. Jedes Mitglied hat seine ganz eigenen Methoden entwickelt, Musik jenseits von gängigen Gebrauchsmustern zu erfinden: Erweitert Hans Tammen das Vokabular der Gitarre durch live-procesing und selbst geschriebene Software zu seiner „endangered guitar“, so greift Joker Nies direkt in die Schaltkreise seines Omnichords (eine Elektroharfe) und variiert Klänge mit seinem Hautwiderstand. Der Mexikanische Klangkünstler Mario de Vega hat mit SPK® seine eigene Musiksoftware geschrieben. Aus dieser Verwandtschaft in der Methode entwickeln die drei Musiker eine gemeinsame Klangvorstellung. Eine weite Variation dichter musikalischer Strukturen und hoch energetischer Interaktion, so wie konzentriert pointilistische Aktionen fügen sich dank ausgeklügelter unmittelbarer Kontrolle zu einem unerhörten Hörerlebnis zusammen.
Mai 08
Samstag, 17. Mai 2008 um 20:00 Uhr
geräuschwelten #45
Josef Suchy (D) | Schnack (D) | Michael Northam (USA) | Ah-Cama Sotz (B)
Neue Kammermusik aus Österreich (in Kooperation mit Musikhochschule Münster)
Die schon Tradition gewordene Veranstaltungsreihe „Musik unserer Zeit“ ist ein Podium der Begegnung von zeitgenössischen Komponistinnen und Komponisten mit Studierenden und Lehrenden der Musikhochschule Münster, dieses Mal mit dem Schwerpunkt Österreich. Eingeladen sind: Karlheinz Essl | Roland Freisitzer | Kurt Schwertsik | Shih | Johannes Maria Staud
Freitag, 9. Mai 2008 um 20:00 Uhr
jazz Today
15 Jahre Das Böse Ding (D)
Jan Klare – Saxophon | Martin Scholz – Orgel | Hartmut Kracht – Bass | Wolfgang Ekholt – Schlagzeug
Das Böse Ding feiert 15 Jähriges, im März 1993 fand das erste Konzert in der ehemaligen „Cascade“ in Münster statt, seitdem ist die Zeit nicht stehen geblieben, Das Böse Ding auch nicht: 6 CDs und eine siebte mit der WDR Bigband, Auftritte auf den Jazzfestivals Berlin, Frankfurt, Kopenhagen, Amsterdam, Leeds, Ebu Festival Karlsbad und immer weiter bewegt sich die Band. Direkt im Anschluss an das Münstersche Jubiläumskonzert geht es weiter zu einem SWR - Mitschnitt auf dem Open Ohr Festival in Mainz.
Sonntag, 4. Mai 2008 um 20:00 Uhr
STAGE off LIMITS – Wien Spezial
Michael Moser & Dieb 13
Michael Moser – Cello
Dieb 13 – Turntables
Veritable Popmusikfragmente und sogar Jazzdeformationen kratzt der turntable-Improvisator Dieb 13 aus seinen disparaten Vinylplatten, ein markantes Wechselspiel von Sound und Break. Dass Zarge und Schnecke mit den Saiten gleichberechtigte Teile des Cellos sind, lässt uns Michael Moser mit beeindruckend konzentrierter Bühnenpräsenz hören. Seine Fingerfertigkeit bringt den Raum zum Flirren; sein Spiel ist leicht und präzise.
April 08
Sonntag, 27. April 2008 um 20:00 Uhr
jazz Today
Duo: Biondini - Girotto (I)
Luciano Biondini – Akkordeon / Javier Girotto – Saxophon
Als Duo sind Luciano Biondini und Javier Girotto seit längerem ein erfolgreicher Live-Act. Die beiden Virtuosen, halb Jazzband, halb Kammer-Ensemble, erfor- schen gemeinsam Folklore-Formen, Tango-Emotionen, entfesselte Improvisation und neoklassische Klänge. Mal nachdenklich, mal fröhlich, mal ekstatisch entfalten sie ein weites Spektrum an Stimmungen und Farben und agieren wie ein Orchester en miniature.
Donnerstag, 17. April 2008 um 20:00 Uhr
Jazz Today
Billy Bang - Joe Fonda - Barry Altschul (NY)
Billy Bang – Violine | Joe Fonda – Kontrabass | Barry Altschul – Schlagzeug
Dieses kongeniale und kraftvolle New Yorker Trio geht einen Schritt zurück, um einen größeren nach vorne zu machen.Ein durch und durch ausgefuchstes Improvisationstrio, das so zeitgenössisch und mit herber Frische die Errungenschaften des Free Jazz mit unverwechselbarer kollekitiver Ausdruckskraft nutzt.
Den Titel geben Jörg Widmanns „Fünf Bruchstücke“ für Klarinette und Klavier. Dazu gesellen sich „Fragments“ von John Psathas, „Residue“ (Überbleibsel) von Michael S. Horwood und eine Suite aus sechs kurzen Stücken von Jan Klare.
Sonntag, 6. April 2008 um 20:00 Uhr
sTAGE off LIMITS
Schubert - Wierbos - Hübsch (D/NL)
Matthias Schubert – Saxopphon | Wolter Wierbos – Posaune | Carl Ludwig Hübsch – Tuba
Die Musik des Trios ist neu, im Sinne von Anthony Brax- ton vielleicht, aber Blasmusik eben. Am besten sollte man sagen: Neue Europäische Blasmusik. Die Kompositionen sind eigens für diese Besetzung geschrieben und bestens geeignet, ihre Verformung in den Händen unbändig spiel- freudiger Musiker zu erleben. Fassen wir zusammen: Freier Jazz und Neue Musik in konsequenter wie augen- zwinkernder Verknüpfung. AK: 8,./5,-
März 08
Sonntag, 30. März 2008 um 20:00 Uhr
Gastspiel
Stella Chiweshe Quartett (ZW)
Stella Chiweshe – Mbira Königin aus Zimbabwe Mbira
Simbabwes bekannteste Mbira-Spielerin Stella Rimbisai Chiweshe - The Queen of Mbira - verbindet eindrucksvoll die Mbira und Perkussion mit ihrem herausfordernden Ge- sang. Ihre Musik handelt von Freiheit, spirituellen Erfahrungen und sozialen Missständen. Das Besondere an der Musik ist die Mbira dzaVadzimu, das klassische DaumenKlavier aus Simbabwe, dessen Beherrschung seit Jahrhun- derten von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Donnerstag, 27. März 2008 um 20:00 Uhr
JazzToday
Oona & Pavel Fajt (D/CZ)
Oona – Gesang & Klavier | Pavel Fajt – Schlagzeug & Elektronik
Oona, deren »außergewöhnliche Stimme einen Bo- gen von sinnlicher Erdverbundenheit bis zu jenseitiger Körperlosigkeit spannt, begegnet der Tscheche Fajt mit seinem selbst konstruierten ›Alltagsklanginstrument‹, in das er Live-Electronik in dem Spiel auf Holz, Metall und Fellen integriert. Eine Synthese von Rhythmen und Klängen zwischen Archaik und Avantgarde entsteht; schön, sinnlich, trancehaft. AK: 8,-/5,-
Samstag, 15. März 2008 um 20:00 Uhr
STAGE off LIMITS
ROVA Saxophonequartet (USA)
Bruce Ackley, Larry Ochs, Jon Raskin, Steve Adams – Saxophone
Das Rova Saxophone Quartet, 1977 in Oakland gegründet ist neben dem World Saxophone Quartet das dienstälteste Saxophonquartett.
ROVA ist Kammermusik der beson- deren Art: „Die Ereignisse sind bekannt, der Inhalt improvisiert“ - so Larry Ochs. Im Laufe der Jahre baute ROVA sein Repertoire Neuer Musik und die Errungenschaften „kollektiver Improvisation“ aus und hat durch die Verschmel- zung und „Harmonisierung“ von Komposition und Improvisation einen spezifischen Beitrag zur Neubestimmung der Musik des 20.Jahrhunderts geliefert. AK: 8,-/5,-
Sonntag, 9. März 2008 um 20:00 Uhr
neue Musik
Ensemble:Hörsinn „Down Under“ Neues aus Neuseeland
In ihrer Reihe composers:club widmen sich die MusikerInnen des Ensembles diesmal zeitgenössischen Kompositionen aus Neuseeland. Unter anderem präsentieren und interpretieren sie Werke von John Psathas, Lissa Meridan und James Gardner.
Sonntag, 2. März 2008 um 20:00 Uhr
sTAGE off LIMITS
Alan Tomlinson-Willi Kellers-Duo (GB/D) & Ganesh Anandan (IND)
Mit dem Wahlberliner Willi Kellers kommt ein alter Münsteraner Bekannter in die BLACK BOX. Zusammen mit Allan Tomlinson, der kürzlich durch seine „Fish and Chips“ Open-Air-Konzerttour auf sich aufmerksam machte, bringt er lebendige Improvisations- kultur auf die Bühne. – Als Komponist, Improvisator und Schöpfer origineller Instrumente ist Ganesh Anan- dan ein außergewöhnlicher Trommler, der sich auf seine eigene Fingertromelsprache spezialisiert hat, die er Fingerworks nennt. Zwanglos verbindet er seine südindischen Trommeltechniken mit der heutigen populären Ästhetik.
Februar 08
Donnerstag, 28. Februar 2008 um 20:00 Uhr
Jazz Today
GUTBUCKET (USA)
Ty Citerman – Gitarre
Adam D Gold – Schlagzeug
Eric Rockwin – Bass
Ken Thomson – Saxophon
Wenn GUTBUCKET spielen, dann gibt es eine echte „Show“: die vier New Yorker nennen sich selbst ‚a juke-joint punk-jazz kerzoom‘ und tatsächlich geht‘s hier lebhaft zu! Auf der Bühne hält sie niemand, der ganze Raum wird zur Bühne. Zuletzt gab es bei ihren Shows Indoor Beach Volleyball, Twister, Toastwerfen und Kürbis-Schokoladen-Kuchen. Ach ja: neben der Show gibt’s auch noch außergewöhnlich rockigen Progressive Jazz und die Kritiker überschlagen sich mit Lobeshymnen. Jazzclub Münster – AK: 8,-/5,-
Donnerstag, 14. Februar 2008 um 20:00 Uhr
Performance
„Nichts bewegt sich“
Performanceabend von Schülern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums
22 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums arbeiteten mehrere Monate mit dem Münsteraner Performancekünstler Stephan US zu den Themen Nichts, Stille und Leere. Die Technik der Improvisation, Aktions- und Performancekunst bereitete den Nährboden, auf dem vielfältige philosophische Assoziationen und Ideen entstanden.
Freitag, 8. Februar 2008 um 20:00 Uhr
Geräuschwelten #42
N.U. Unruh (Einstürzende Neubauten) & PURE (Ilsa Gold)
N.U. Unruh – Schlagwerk | Pure – Live-Elektronik
Auch die Geräuschwelten Reihe hat wieder im Klangzeitfestival einen wichtigen Platz. Unter dem Stichwort „Perkussion & Elektronik“ treffen neue Formationen von Schlagzeugern und Live-Elektronikern auf einander. Den Anfang machen Unruh und Pure. Mit Blixa Bargeld gründete Unruh 1980 die Einstürzenden Neubauten und schrieb mit ihnen Musikgeschichte. Mit seinem selbstgebauten Schlagwerk ist er seitdem Stil prägend für die Gruppe. Unruh trifft an diesem Abend auf PURE – Österreichs legendenreicher Beitrag zur elektronischen Musik – war mit der Formation „Ilsa Gold“ einer der Lieblinge der jungen Rave-Nation und der Albtraum des investigativen Partyjournalismus. . Doch Mitte der Neunziger verliert PURE sein Interesse an den Partys und konzentriert sich seitdem auf elektronische Musik mit selbst programmierter Software. AufAbwegen im KlangZeitFestival 2008 – AK: 10,-/5,-
Sonntag, 3. Februar 2008 um 20:00 Uhr
STAGE off LIMITS
Claus van Bebber-Paul Lovens-Duo
Paul Lovens – Schlagzeug / Claus van Bebber – Schallplatten
Die Konzertreihe STAGE off LIMITS widmet sich seit über 20 Jahren an jedem ersten Sonntag im Monat Improvisierter und experimenteller Musik. Im Rahmen des KlangZeitFestivals wird als deutsche Erstaufführung ein Duo erfahrener Improvisationsmusiker vorgestellt. Paul Lovens ist neben Han Bennik der wohl Stil prägendste Schlagzeuger der Improvisierten Musik europäischer Prägung. Sein Partner, der Musiker und Bildende Künstler Claus van Bebber verfügt über eine langjährige Erfahrung im Umgang mit Schallplatten - sei es in Installationen, Solokonzerten oder Improvisationszusammenhängen. Schon bevor DJs die Popkultur eroberten hat er Schallplattenkonzerte durchgeführt. KlangZeitFestival 2008 – AK: 10,-/5,-
Januar 08
Freitag, 11. Januar 2008 um 20:00 Uhr
Jazz Today
The Flatlands Collective (USA / NL)
Jorrit Dijkstra – Altsax & Lyricon
Electronik / Jeb Bishop – Posaune
James Falzone – Klarinette
Fred Lonberg-Holm – Cello
Elektronik Jason Roebke – Kontrabass
Frank Rosaly – Schlagzeug
Jorrit Dijkstras “The Flatlands collective” in Münster! Hier kommen die angesagtesten Chicagoer Improvisationsmusiker mit der lebendigen Jazz-Improszene der Niederlande zusammen. Die Musik besitzt Humor und einen lockeren Umgang mit der amerikanischen Jazz Tradition, aber vor allem ist sie transnational. “Es ist nicht egal, wo du geboren wurdest”, sagt Jorrit Dijkstra. “Deine Musik findet sich in deinem Ort, deiner Heimat wieder...”. Ihr Sound ist unverwechselbar: Free Jazz Elemente, graphische Notierungen, melodische Ebenen und “game pieces” eines John Zorn – akustisch und elekronisch arrangiert– ergeben einen unglaublichen Klang, ein einzigartiges Konzerterlebnis. Jazzclub Münster – AK: 8,-/5,-
Sonntag, 6. Januar 2008 um 20:00 Uhr
Stage off limits
Keune -Krämer-Schneider
Stefan Keune – Saxophone | Achim Krämer – Schlagzeug | Hans Schneider – Kontrabass
Auf der Basis totaler Improvisation entwickeln die Drei behutsam und präzise Gesten, Farben und Klangverläufe, die dann zu jeweils neuen Formen zusammengesetzt werden. Trotz jeglichen Verzichts auf elektronische Manipulationen erzeugen sie ein Farbenrepertoire, dass die tradierten Grenzen zwischen den Instrumenten zu erweitern und zu verwischen scheint – zugunsten immer neuer spontaner Erfindungen, die den Zuhörer in Atem halten. Ihr großes Ausdrucksspektrum zeigen sie auch auf ihrer jüngsten CD „The long and the short of it“ (creative sources recordings). – AK: 8,-/5,-