Dribbeln wie Podolski und Co.

Fußballschule in Albachten: Junge Talente lernen neue Tricks und Ball-Technik

Von Thomas Usselmann

Münster-Albachten • Fabian Plagge legt sich mächtig ins Zeug: Im Zehn-Sekunden-Takt donnern die Bälle ins Netz, und der zwölfjährige Fan des Nationaltorwarts Rene Adler pariert sie fast alle. Sie treten mit großem Eifer in die Fußstapfen von Ballack, Podolski und Co., die 51 Nachwuchstalente zwischen sechs und 16 Jahren.
„Die Kinder sind mit Leib und Seele dabei", lobt Heinz Niggemeier (46), Leiter der Fußballschule von Ingo Anderbrügge, seine ambitionierten Schützlinge. Drei Tage lang stehen auf dem Rasenplatz von Concordia Albachten in drei Spielgruppen alle Raffinessen des Fußballs auf dem Programm - Dribbeln, Ballan- und Mitnahme, Pässe, Torschussfinten und -tricks. Hinzu kommt eine Torwart-Trainingsgrupppe.
Ermöglicht werden die sechs Trainingseinheiten der in Mari ansässigen Schule laut Niggemeier dank der Kooperation des Vereins mit Sponsoren. „Jedes Kind wird entsprechend nach seinem Niveau gefördert", so der Leiter. Nicht nur technische Tricks, auch soziale Aspekte spielten eine entscheidende Rolle — etwa Teamgeist, Kameradschaft, Disziplin sowie die „Fähigkeit, sich gegenüber anderen durchzusetzen, aber auch unterzuordnen", bekräftigt der Trainer mit A-Lizenz.
Er muss es wissen. Niggemeier, der sein Sport-Diplom an der Ruhr-Universität Bochum erworben hat, verfügt nicht nur über Spielerfahrung beim VfL Bochum und bei der Spielvereinigung Erkenschwick. Dem letztgenannten Regionalligisten stand er bereits als Trainer zur Seite. Unterstützt wird er bei seinem Gastspiel in Albachten von den Team-Kollegen Christian Arentz, Stefan Junitz sowie Torwarttrainer Thomas Sy-nowski. Keine Frage, die fußballbegeisterten Mädchen und Jungen sollen während des Intensivtrainings stilechte Trikots mit Namen, Nummern, Hosen und Stutzen erhalten. Zum Abschlussturnier — nach Altersgruppen eingeteilte Teams treten an — hat sich Ingo Anderbrügge, ehemaliger Schalke-Spieler, angesagt. Die Kids schwärmen von den Marler Trainern. „Die sind supernett und geben tolle Tipps", meint Joel Rohlmann. „Man lernt außergewöhnliche Sachen, die es bei unserem normalen Training nicht gibt", sagt Darwin Ribeiro (13), nimmt den Ball und jongliert ihn mal eben locker vom Fuß über den Oberschenkel auf den Kopf und wieder zurück. Dies hat das portugiesische Talent soeben gelernt.