Gegentore kommen aus dem Nichts
Fußball: Löchrige Concorden-Mauer gewährt Mauritz späten 2:1-Siegtreffer
Albachten •
Enttäuscht vom Ergebnis aber nicht unzufrieden mit der Leistung seines Teams, so zeigte sich Concordia Albachtens Spielertrainer Mohammed Sroub nach der 1:2 (1:1)-Heimpleite gegen Germania Mauritz zum Restrundenauftakt.
Zu Recht, denn die personell arg geschröpften Albachtener waren den favorisierten Gästen über 90 Minuten zumindest ebenbürtig, teilweise sogar näher am Sieg und brachten sich nur aufgrund grober Patzer um den verdienten Lohn.
Zwei grobe Schnitzer
Fehler Nummer eins unterlief dem ansonsten starken Cristian Rotter, als er in der 12. Minute den Ball vertändelte und somit den Gästen das 1:0 aus dem Nichts ermöglichte. Auch beim zweiten Germania-Treffer zeigten sich die Concorden äußerst hilfsbereit. Ein Mauritzer Freistoß fand aus 25 Metern Entfernung den Weg mitten durch die Albachtener Mauer und schließlich auch am dabei etwas unglücklich agierenden Schlussmann Philipp Müsker vorbei zum 2:1-Siegtreffer ins Tor (78.). Selbst Gästetrainer Peter Holtgrave war zu diesem Zeitpunkt von der Führung seiner Mannschaft überrascht: „Wir hatten ja eigentlich keine einzige richtige Torchance und machen trotzdem den Treffer." Nur in der Phase zwischen dem 1:0 und dem Albachtener Ausgleich durch den stets brandgefährlichen Hischam Kababo (26.) zeigten sich die nun auf Tabellenplatz drei gekletterten Gäste spielbestimmend. Ansonsten war es die Sroub-Elf, die der Partie ihren Stempel aufdrückte.Heißblütiger Houida
Besonders heiß auf das Ende der Winterpause war dabei Concorde Kebir Houida, der oft etwas übermotiviert seine Mitspieler immer wieder nach vorne trieb. Beinahe mit Erfolg, denn Albachtens Kakabo hatte durchaus noch zwei weitere Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber jeweils am guten Germania-Keeper Dirk Hennenberg. „Wirklich schade, denn heute wäre deutlich mehr drin gewesen für uns. Mit der Einstellung und dem Auftritt bin ich jedenfalls sehr zufrieden", war Sroub bei seiner Analyse hin- und hergerissen. • Martin Morlang