Urteilsspruch und Trainerwechsel

Hüseyin Atalan verlässt Albachten II / Spruchkammersitzung

Albachten II • Paukenschlag bei Concordia Albachten: Trainer Hüseyin Atalan erklärte seinen Verzicht auf eine Fortsetzung seiner Arbeit in der nächsten Saison. Seinen Job als Trainer darf der Coach momentan allerdings sowieso nicht ausführen. Denn nach Querelen im Spiel vor drei Wochen gegen den Türkischen JV (3.4-Niederlage, wir berichteten) verhängte der Verband eine vorläufige Sperre gegen Albachtens Trainer. Dieser soll in der hitzigen Partie beim TJV mit unflätigen Aussagen gegenüber dem Schiedsrichter aufgefallen sein. Ein entsprechendes offizielles Schreiben flatterte kürzlich bei Albachtens 2. Vorsitzendem Thomas Rocklage ein. Gestern Abend (18 Uhr) stand zur Klärung des Sachverhalts sowie zur Verkündung eines Urteils eine entsprechende Spruchkammersitzung in Westbevern an, zu der neben dem Beklagten Atalan auch der 2. Vorsitzende Rocklage sowie Fußballseniorenobmann Walter Schulze Blasum geladen waren (nach Redaktionsschluss).

Strafe wird befürchtet

„Ich befürchte, Hüseyin wird eine Sperre aufgebrummt bekommen", schwante Rocklage am Dienstag nichts Gutes für die Verhandlung. Ob Atalan in dieser Saison überhaupt noch einmal als Trainer für die Concordia an der Seitenlinie aktiv sein wird, steht in den Sternen. Denn der Coach wird den Verein am Ende der Spielzeit verlassen und bei einer anderen Mannschaft eine neue Herausforderung suchen. Ein neuer Trainer für die kommende Spielzeit steht mit Stürmer Alex Lenfers, der gegen Wolbeck (3:0-Sieg) bereits erfolgreich als Spielertrainer ausgeholfen hatte, nach Aussagen Rocklages aber wohl schon bereit.

Erfolgreicher Ersatz

Auch der 2. Vorsitzende füngierte letzte Woche Mittwoch als Ersatz für den gesperrten Atalan an der Linie. Und erfolgreich: Gegen Handorf sprang unter seiner Regie ein 4:2-Sieg heraus. Doch nun musste sich auch der frisch gewordene Papa Rocklage gestern vor der Spruchkammer verantworten. „Mich haben se auch an der Kandarre", befand der 2. Vorsitzende zuvor nüchtern.

Rot oder Gelb-Rot?

Denn als Ersatz-Coach hatte er einen Spieler eingesetzt, der nach Ansicht des damaligen Schiedsrichters aus dem TJV-Spiel mit „Rot" vom Platz geflogen war. Albachten schwört aber darauf, dass dieser „nur" Gelb-Rot gesehen hatte und somit weiter spielberechtigt war. Trotzdem: So war nun auch Rocklage wegen dieses (mutmaßlichen) Regelverstoßes vor die Spruchkammer zitiert worden. Insgesamt schwammige Verhältnisse in Albachten - die aber wohl bald aufgeklärt werden. • Philipp Bülter